[-Einleitung-]
Nachdem mein alter PC schon etwas in die Jahre gekommen war spielte ich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken aufzurüsten. So langsam wurde es konkret und ich hatte auch schon eine gewisse Vorstellung von meinem System.
Als alter AMD-Fan sollte es auf jeden Fall ein Athlon sein, logischerweise musste das Board den Sockel A unterstützen. Da ich auch ein zukunftssicheres System haben wollte legte ich wert auf DDR RAM-Unterstützung
(wenn ich schon aufrüste dann richtig). Und zu guter Letzt sollte das Motherboard auch leistungsfähig sein.
Also recherchierte ich ca. 2 Wochen lang im Internet und in Fachzeitschriften. Danach schien mir das K7S5A von Elitegroup optimal zu sein. Allerdings war dies eine Fehlentscheidung und verursachte eine Serie von Pannen die mich fast in den Wahnsinn trieb (auf Wunsch scheib ich darüber auch nen Bericht, einfach mal in mein Guestbook posten oder im Kommentar erwähnen).
Also entschied ich mich für das etwas teurere 8KHA von Epox. Ich werde mich in diesem Bericht darauf beziehen, also nicht auf das 8KHA+, was allerdings keinen großen Unterschied macht.
[-Einkauf-]
Wie alle meine Hardware kaufte ich das Board im Arlt.com (gibts auch einen Bericht von mir).
Der kompetente Verkäufer empfahl mir das Board auch wärmstens da er es selbst benutzte. Also bezahlte ich die 310 Mark (ja, das war noch 2001, im Moment kostet es dort 134,99 €) und nahm es in der praktischen und schicken Trageschachtel mit nach Hause.
[-Einbau-]
Ich besitze einen geräumigen Bigtower, also hatte ich keine Platzprobleme mit dem Board. Es dürfte allerdings auch in kleinere Tower problemlos reinpassen. Mit den mitgelieferten Schrauben und Abstandhaltern war es schnell fest angeschraubt und saß gut im Tower.
Nun kam der Teil vor dem ich am meisten Angst hatte: Der Prozessorkühler. Das war allerdings halb so wild da das Board eine gute Keepout-Area hat. Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann: Die Keepout-Area ist der Bereich um den Prozessor der für den Lüfter frei bleiben sollte und nicht durch Kondensatoren o.Ä. blockiert wird. Bei diesem Board ist sie recht großzügig angelegt.
Alle anderen Komponenten waren schnell angeschlossen, es gab keine Probleme. Was mir auch geholfen hat waren die Beschriftungen auf dem Mainboard mit deren Hilfe ich die meisten Anschlüsse schnell gefunden habe.
[-Performance-]
Nachdem ich alle Treiber installiert hatte (was problemlos vonstatten ging), wollte ich natürlich auch sehen was das Board kann.
Ich ließ diverse Benchmarks laufen, kann aber leider nicht sagen wie hoch der Leistungszuwachs war, da ich mit dem Mainboard auch Prozessor und RAM ausgetauscht hatte.
Allerdings bootet mein System nun um einiges schneller und ging generell ziemlich ab. Bei dieser Gelgenheit möchte ich auch erwähnen dass das die überarbeitete Version des Boards (8KHA+) in der PC Games Hardware 4/2002 zum Testsystem für GeForce4 Karten gehörte.
Etwas interessanter wird es beim BIOS: Hier hüpft das Übertakterherz, denn neben allen Standardfunktionen besticht das Board vor allem durch die gute Übertaktbarkeit. Der Frontsidebus lässt sich in 100 MHz von 100 bis 200 MHz einstellen, der Multiplikator lässt sich bis 15x hochschrauben (in 0,5x-Schritten).
Dazu gibt es noch diverse andere Einstellungen die andere Board nicht bieten, wie zB die Timingeinstellungen des Speichers etc.
Dadurch ist es sehr gut für Übertakter geeignet.
Es unterstützt Prozessoren bis zum Athlon XP 1800.
[-Stabilität-]
Das Mainboard ist wirklich verdammt gute Qualität, ich kann micht nicht dran erinnern dass mein PC jemals damit eingefroren wäre (was zB der Fall sein kann wenn ein Board die Timings des RAMS nicht verkraftet). Wo ich mit meinem alten Board oft neu booten musste gibts mit diesem praktisch gar keine Probleme.
[-Komponenten-]
Hier noch ein paar Daten über das Board:
Chipsatz:
VIA KT266 (bis 266 MHz Frontsidebus)
DIMM Steckplätze (->DDR RAM):
3 Stück, von 64 MB bis 1,5 GB möglich (PC1600/PC2100)
Steckplätze:
1 AGP (2x/4x)
6 PCI
IDE Stecker:
2 Stück UDMA/100
[-Extras-]
Das Board besitzt einen AC97 Soundchip, mit dem User die keinen allzu großen Wert auf Sound legen gut bedient sind. Ich habe mir eine Soundblaster 4.1 Karte gekauft damit ich mein Sourround-System (Cambridge Soundworks FPS 1600, gibts auch nen Bericht von mir) auch richtig benutzen kann.
Außerdem findet man auf dem Mainboard eine zweistellige Anzeige über die man den Systemstatus ablesen kann.
Dazu liegt noch eine USB-Slotblende die zwei zusätzliche USB-Stecker mit sich bringt in der Packung. Damit warten insgesamt 4 USB-Stecker darauf, benutzt zu werden.
Ein schönes Detail ist die aktiv gekühlt Northbridge, die allerdings den Geräuschpegel des PCs etwas anhebt, was bei meiner Maschine aber eh nicht mehr viel verschlimmern kann ;D.
[-Fazit-]
Mit dem 8KHA kann man wirklich kaum etwas falsch machen, es glänzt in fast jeder Beziehung. Die Stabilität, Leistung und BIOS-Einstellungsmöglichkeiten machen es zu einem sehr guten Board ohne dass der Geldbeutel zu sehr leiden muss. Für Übertakter und anspruchsvollere User zu empfehlen.
Ich hoffe dieser Bericht hat die Kaufentscheidung etwas erleichtert,
lai_hingtse
PS: Dieser Bericht ist auch bei ciao zu finden, ich habe ihn dort unter dem selben Namen veröffentlicht.
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ich find auch dass das 8kha das beste board am markt ist. abit, asus oder elitegroup kommen an das epox meisterwerk nicht ran. sehr nuumltzlich. MFG AIRNESS