September 1997: Die Mavica FD-51 kommt auf dem Markt, damals für umgerechnet 850 Euros. Obwohl heutige Digital-Kameras x-fach höhere Auslösungen bieten und locker die Hälfte kleiner und leichter sind, müssen bei ebay immer noch 250 Euro hingeblättert werden.
Was macht diese eigentliche alte Kamera zu diesem Kult-Teil bei nur 640x480 Bildpunkten?
Die Größe ist für heute Digi-Cams gewaltig: 127 mm x 110 mm x 63 mm, das Gewicht von 720g ebenfalls.
Die Grundgröße bestimmt zuerst einmal das Diskettenlaufwerk. Während aktuelle Kameras sehr teure Speicherkarten benötigen und dann die gemachten Aufnahmen batteriefressend per Kabel und Software auf den eigenen PC überspielt werden müssen, können die der der Mavica im jpeg-Format gemachten Bilder sofort auf jedem PC mit Disketten-Laufwerk betrachtet werden.
Selbst bei der höchstmöglichen Auflösung passen noch immer 20 Bilder auf eine Diskette. Wegen der relativ geringen Auflösung empfehle ich, Bilder nur im Kleinbildformat, maximal als Postkarte, auszudrucken, ansonsten wirken die Aufnahmen leicht verschwommen.
Es muss ja nicht immer ein Ausdruck sein, gerade für eMail-Anhänge oder für ein paar Photos für die Homepage ist die Auflösung ideal, weil nicht zu hoch.
Die Farbtiefe ist mit 16,7 Mio Farben (24 Bit) völlig ausreichend. Der Sensor bietet 380.000 Bildpunkte, auch völlig ausreichend für den Privatgebrauch.
Der Akku wird im mitgelieferten Ladegerät extern geladen und bietet für 120 Minuten Dauerbetrieb genug Power, oder anders gesagt: Laut Sony sind 500 Aufnahmen (500:20= 25 Disketten vollknipsen) möglich. Disketten sind ja heute fast für nen Nullinger zu bekommen, ein billigeres Speichermedium gibts nicht!
Schön auch der 10fach-Zoom von 40 bis 400mm. Allerdings werden die Aufnahmen bei schlechten Licht und gleichzeitigem zoomen im Maximalbereich die Bilder schnell verschwommen.
Die kurze Blende verhindert Wackler, die Speicherzeit aus Diskette von etwa 5 Sekunden verhindert mehrere Schüsse in Folge. Auch das Hochfahren der Kamera dauert etwa 5 Sekunden.
Ein 2,5 Zoll-TFT-Bildschirm ermöglich die optimale Bildsuche ebenso wie das sofortige Bearbeiten. Das Menü ist sehr leicht steuerbar, bequem können in einer Vorschau schlechte Aufnahmen sofort wieder gelöscht werden. Gebrauchte Disketten werden in der Kamera neu formatiert, auch ein guter Service.
Ein Blitz ist auch eingebaut, weiter als 5 Meter sollte das Objekt aber nicht entfernt sein.
Weitere nette Zugaben in der Kurzübersicht: Belichtungsautomatiken für verschiedene Aufnahmesituationen (Portrait, Sport, Tageslicht, Nacht), Sepia Tönung (verschafft den Aufnahmen diesen Gilb-Stich alter Aufnahmen) , S/W-Modus (für Presse-Bilder), Aufnahme von Positiven und Negativen (wers braucht), Anzeige des Batteriezustandes im Display, Anzeige des verbleibenden Speichers im Display, Anzeige aller Aufnahmen im Bildindex.
Mitgeliefert werden mit der MVC-FD-51 Kamera ein guter
Lithiumionen-Akku (NP-F530), das Akkuladegerät (BC-V615), ein Tragegurt und die Bildbearbeitungssoftware Ulead iPhoto Express (braucht man aber nicht wirklich).
Das waren die Highlights in der Übersicht. Mir ist die Kamera auch schon mal runtergefallen, das Alu-Gehäuse schützt und offenbar sind keine zu empfindlichen Teile eingebaut, also eine robuste Kamera für den Alltagseinsatz, mit der man Dank Disketten viel Geld für Speicherkarten und Batterien sparen kann.
Ein Vergleich zum Schluss: Ich hatte 2 Wochen eine neue Sony Digital-Kamera. Diese speicherte auf teuren Memory-Sticks, nach etwa 20 Aufnahmen waren die beiden Baby-Akkus leer, nach der Überspielung der Bilder per USB-Kabel waren die nächsten beiden Akkus auch schon fast leer, unglaubliche Batteriefressen - dazu demnächst hier mehr!!
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