Die Päpstin (DVD) Testbericht


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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Helene2
Die Päpstin – Der Film
Pro:
dramatischer, bewegender Film
Kontra:
unrealistisches Ende
Empfehlung:
Ja
Fakten
Das Buch wurde 1996 von der Schriftstellerin Donna Woolfolk Cross veröffentlicht Der Film ist eine europäische Co-Produktion der Constantin Film und wurde von Sönke Wortmann verfilmt. Die Hauptrolle im Film pielt Johanna Wokalek. Sie ist u.a. aus „Der Baader Meinhof Komplex“ bekannt.
Die Geschichte
814 wird Johanna als Tochter des Dorfpristers geboren. Sie hat zwei Brüder, Matthias und Johannes. Johanna ist schon als Kind extrem wissbegierig und will unbedingt lesen und schreiben lernen. Zu dieser Zeit zählen Frauen in der Gesellschaft sehr wenig. Auch ihr Vater vertritt wehement die Meinung, dass Frauen nicht würdig sind, sich zu bilden. Johannas älterer Bruder Matthias stellt schnell fest, dass sie unglaublich interessiert ist und bringt ihr das lesen und schreiben bei. Matthias erkrankt jedoch an schwerem Fieber und stirbt.
Eine glückliche Begebenheit ist, dass ein griechischer Gelehrter in das Dorf kommt und Johannas Intelligenz entdeckt. Er lehrt sie Latein, Griechisch und Philosophie. Ihr Vater, der Johanna als Teufelskind bezeichnet, zwingt den Gelehrten, auch seinen Sohn Johannes zu lehren. Nach einigen Monaten muss der Gelehrte zurück nach Griechenland. Zum Abschied schenkt er Johanna ein Buch, das sie nachts heimlich im Bett liest. Eines Tages entdeckt ihr Vater das Buch und prügelt sie zur Strafe fast tot.
Der Gelehrte hatte Johanna vor seine Abreise versprochen, dass er alles versuche, Johanna weiter auszubilden. Und tatsächlich erreicht einige Wochen später ein Bote das Dorf. Er soll das Mädchen Johanna mit nach Rom nehmen, damit sie dort in der sogenannten Scola unterrichtet würde. Auf der Scole sind bis dato nur Jungen zugelassen. Ihr Vater aber weigert sich, Johanna gehen zu lassen, da er der absoluten Meinung ist, dass Mädchen nicht in die Schule sondern an den Herd gehören. Er schickt seinen Sohn Johannes stattdessen. Johanna ist verzweifelt und verlässt noch in derselben Nacht das Dorf. Ein seltsamer Zufall will, dass Johanna ihren Bruder einholt. Gemeinsam reisen sie nach Rom.
In der Scola hat sie eine sehr schwere Stellung als Mädchen. Der Priester lässt sie täglich spüren, wie wenig sie in seinen Augen Wert ist. Doch einen Lichblick hat Johanna. Der Edelmann Gerold nimmt sie in seiner Familie auf. Es entwickelt sich erst eine innige Freuundschaft, dann eine Liebesbeziehung. Als Gerolds Frau dies entdeckt, lässt sie Johanna Zwangsverheiraten. Ist eine Frau einmal verheiratet, war voll und ganz ihrem Mann unterstellt.
Auch hier ereignet sich ein seltsamer Zufall. Während der Hochzeit wird das Dorf von Normannen überfallen und fast alle Gäste werden ermordet; darunter auch ihr Bruder Johannes. Johanna überlebt und beschließt, ab diesem Zeitpunkt in das Leben ihres Bruders zu schlüpfen. Dieser sollte in das Kloster Fulda. Somit tritt Johanna diesen Weg an und lebt ab diesem zeitpunkt als Mann.
Während der Zeit im Kloster lernt Johanna sehr viel dazu und kann das bereits erlernte anwenden. Sie erarbeitet sich durch ihr Wissen einen großen Respekt unter den Mönchen und gilt bald angesehener Mediziner. Johanna erkrankt jedoch an starkem Fieber. Ein sehr guter Freund aus dem Kloster, der scheinbar seit Jahren wusste, dass Johanna eine Frau ist, schickt sie weg, damit die anderen Brüder sie nicht als Frau enlarven. Tatsächlich wird sie wieder gesund und pilgert nach Rom. Ihr Ruf als Mediziner eilt ihr voraus. Daher bekommt sie die Chance, den an Gicht erkrnakten Papst Sergius zu behandeln. Sie schafft es, ihn von seinen Schmerzen zu befreien und wird der Leibarzt des Papstes. Durch ihr breites Wissen steht sie dem Papst auch bei politischen Entscheidungen zur Seite und wird bald seine engste Vertraute bzw. Vertrauter.
Durch einen Zufall trifft Johanna wieder auf den Edelmann Georg. Dieser gesteht ihr seine Liebe und Johanna kommen Zweifel, welcher Weg für sie bestimmt ist. Sie verbringt mit Georg eine Liebesnacht. In derselben Nacht fällt Papst Sergius einem Attentat zum Opfer und stirbt. Die Priester haben somit die Aufgabe, einen neuen Papst zu wählen. Die Bürger und Priester können vorschlagen, wen sie zur Wahl des Papstes aufstellen möchten. Drei Personen stehen zur Wahl darunter auch Johanna. Wie man vermuten kann fällt die Wahl tatsächlich auf Johanna.
Als Papst will Johanna besonders für das Volk da sein und ihm Gutes tun. Somit setzt sie sich stark gegen Hunger und Armut und für Bildung auch von Frauen ein. Um weiterhin in Kontakt mit Georg zu stehen, ernennt sie ihn zum Führer der heiligen Garde. Nach wenigen Monaten im Amt des Priesters stellt Johanna fest, dass sie schwanger ist. Sie möchte noch bis Ostern im Amt bleiben um ihr Werk zu Ende zu bringen und Gutes zu tun. In einer Prozession erleidet sie schreckliche Krämpfe und verliert in aller Öffentlichkeit ihr ungeborenes Kind. Parallel wird Georg ermordet.
Die katholische Kirche versucht diesen Vorfall zu verheimlichen. In keinen Geschichtsbüchern wird erwähnt, dass es die Päpstin Johanna gab.
Meine Bewertung
Der Film ist sehr lang (142 Minuten), zieht einen aber die meiste Zeit in seinen Bann. Das Leben damals wird anschaulich und oft auch brutal dargestellt. Dadurch ist der Film authentisch und „unterhaltsam“. Was mich beeindruck und interessiert hat ist die Geschichte, die hinter dem Roman steht. Der Wahrheitsgehalt wird seit Jahrhuinderten diskutiert. Bis heute ist noch nicht geklärt, ob es sich nur um einen Geschichte oder um Tatsachen handelt.
Was mir nicht so gut gefallen hat war das Ende. Es war meines Erachtens zu sehr Hollywood-Verschnitt. Der gleichzeitige Tod von Georg und Johanna ist theatralisch und unrealistisch. Auch die öffentliche Fehlgeburt war in meinen Augen nicht gut gelöst.
Mein Fazit
Der Film die Päpstin erzählt eine unglaublich interessante Geschichte, die seit Jahrhunderten auch tatsächlich diskutiert wird. Bis auf das theatralische Ende ist der Film sehr authentisch und glaubhaft erzählt. Man ist gefangen und beeindruckt, zum einen von der brutalen Gewalt zum anderen von der guten Leistung der Schauspieler. Im Gesamten betrachtet empfehle ich den Film gerne weiter.
33 Bewertungen, 12 Kommentare
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23.01.2011, 10:24 Uhr von Lucky130
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht!
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30.12.2010, 20:54 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichgreetz from wallcity beartown
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23.12.2010, 02:43 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^^^^petra
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22.12.2010, 22:33 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSchönen Abend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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22.12.2010, 21:12 Uhr von xYusufAgax
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht Freue mich über Gegenlesungen Viele Grüße
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22.12.2010, 19:57 Uhr von peter_nordberg
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht von dir. lg Peter
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22.12.2010, 18:20 Uhr von austin77
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht. Falls du lust auf eine Leserunde hast, dann melde dich einfach. lg
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22.12.2010, 18:14 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße, KATJA...
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22.12.2010, 17:08 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichich würde mich sehr über gegenlesungen freuen,viele weihnachtsgrüße von simone
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22.12.2010, 17:06 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichPrima vorgestellt! Über Gegenlesung würde ich mich sehr freuen :) GLG
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22.12.2010, 16:01 Uhr von giegler
Bewertung: sehr hilfreichSchöne Grüße von Marianne
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22.12.2010, 15:52 Uhr von Weisig
Bewertung: sehr hilfreichGut geschrieben. LG Walter
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