Stülpner-Legende (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von FernsehSerienAufDVD
Die Stülpner Legende auf DVD...
Pro:
Preis/Leistung gut
Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Sachsen, Ende des 18. Jahrhunderts. Graf von Einsiedel veranstaltet das traditionelle Preisschießen, wo dem Schützenkönig das Amt des Herrschaftsjägers zuteil wird. Dabei werden dem Volkshelden Stülpner Karl, dessen Treffsicherheit ebenso bekannt wie sein respektloses Mundwerk gefürchtet ist, gute Chancen eingeräumt. Um seine Teilnahme zu verhindern wird ihm von Rivalen eine Falle gestellt.
Bildbewertung:
Einen als geradezu legendär zu bezeichnenden und ihr vorauseilenden guten Ruf, genießt die nun durch das Label "ICESTORM" in Zusammenarbeit mit der "telepool" zur Veröffentlichung anstehende Kultserie der Siebziger des ehemaligen Fernsehens der DDR. Es sind bei der "Stülpner-Legende", aber eben nicht nur die Nostalgiker oder hier wohl noch passender geschrieben "OSTtalgiker", welche einer Veröffentlichung dieses "Serienfilms", wie er wundervoll nostalgisch wirkend im Vorspann genannt wird, seit mehreren Jahrzehnten entgegen gefiebert haben. Die erstmals vom November bis in den Dezember 1973 hinein im Fernsehen der DDR zu sehende Serie, besitzt auch so viele Jahrzehnte später einen derart bezaubernden und für sich einnehmenden Charme, dass man sie noch immer ohne Abstriche als bestens gelungene Unterhaltung für die wirklich ganze Familie anpreisen kann. Der den "Stülpner-Karl" spielende Manfred Krug, befand sich zur damaligen Zeit wohl auf dem Zenit seines Erfolgs in der DDR. Als mehrfach durch seine Zuschauer und die DDR-Programmzeitschrift "FF-Dabei" zum Publikumsliebling gekürter und als Nationalpreisträger und mit der Verdienstmedaille der DDR geschmückter Schauspieler und Sänger begeisterte er Millionen.
Die "Stülpner-Legende", erlebte ihre Erstausstrahlung im damaligen Sonntagsnachmittagsprogramm des Fernsehens der DDR, direkt nach dem "Besuch im Märchenland" bei "Pittiplatsch und Co.". Nach meinen mir vorliegenenden Informationen, war die Serie danach nur noch ein einziges weiteres Mal im DDR-Fernsehen zu sehen. Grund hierfür sicher die Unterzeichnung der Protesterklärung gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann durch Manfred Krug im Jahr 1976. Dieser Schritt, bedeutete zugleich das Ende seiner Karriere in der DDR, in dessen Folge Manfred Krug dann 1977, als einzige ihm noch mögliche Perspektive, die Ausreise in die BRD sah. Fortan war Krug ein "rotes Tuch" für die das Programm des Fernsehens der DDR bestimmenden Genossen und wurde fortan auch nicht mehr gezeigt.
Zugleich für die Regie, wie auch das Drehbuch verantwortlich bei dieser Produktion, zeichnete Walter Beck. Dieser hatte zuvor mit Krug schon Filme wie "König Drosselbart" (1965) oder auch "Käuzchenkuhle" (1969) gedreht. Die beiden die Szenarien zu dieser Serie lieferenden Autoren Gerhard Branstner und Claus-Ulrich Wiesner, hielten sich beim Erstellen an den von 1762 bis 1841 einmal tatsächlich gelebten und in die Geschichte als erzgebirgischer Volksheld eingegangenen Karl Stülpner.
Die in der Abenteuer-Serie erzählte Geschichte berichtet über eine Art deutschen "Robin Hood" aus dem Erzgebirge, der den Armen gab und der Obrigkeit die Stirn bot. Vom einfachen Volk dafür geliebt und verehrt, ist er dem herrschaftlichen Adel und dessen Emporkömmlingen ein gewaltiger Dorn im Auge. So wird bei einem Preisschießen, dessen Ausgang über den neuen Herrschaftsjäger endscheidet, durch Betrug auch nicht der "Stülpner-Karl" zum eigentlich verdienten Gewinner ernannt, sondern sein Wiedersacher, der unfähige "Helfrich" (Ralph Borgwardt 1919-1998). Dieser hatte zuvor zusammen mit dem sich der Obrigkeit anbiedernden Gerichtsdiener "Wohlleben" (Thomas Langhoff) versucht, "Stülpner-Karl" vom Schützenfest auszuschließen. In dem "Schwarzen", einfach nur unnachahmlich gelungen gespielt durch Jan Pohan, findet "Stülpner-Karl" einen überaus gewitzten und hilfreichen Freund. Mit dabei in dieser Serie auch Renate Reinecke, in einer ihrer ersten großen Rollen beim Fernsehen, als schöne Wirtstochter und Stülpners Liebchen "Christine".
Aber auch sonst trifft sich hier in dieser Serie so ziemlich alles an Mimen, was zur damaligen Zeit bekannt und sehr beliebt beim Publikum war. So erlebt man in den sieben Folgen dieser Serie wundervoll nostalgische Momente des Wiedersehens mit Darstellern wie Agnes Kraus, Helmut Schreiber, Heinz Rennhack, Jürgen Zartmann, Jaecki Schwarz, Peter Sodann oder auch mit einem Armin Müller-Stahl, um wirklich nur einige zu nennen, die es allesamt schaffen mit ihrem Spiel zu verzaubern und zu begeistern.
Die auf Schwarz-Weiß- Filmmaterial aufgenommene Produktion kommt laut veröffentlichendem Label "ICESTORM" mit einer Gesamtlaufzeit von 370 Minuten und im Bildformat 4:3, von den drei DVDs dieser Veröffentlichung, zur Ansicht. Das Bild von den hier vorliegenden DVDs erweckt, zumindest bei mir persönlich den Eindruck, einer deutlich zu sehenden Verbesserung gegenüber der zuletzt im TV gezeigten Ausstrahlung. Ein knackiger Kontrast und gut gewählte Einstellungen bei der Schärfe geben dem Bild eine agile und sehr angenehme Frische. Ein guter und voller satter Schwarzwert lassen das Bild sehr detailreich und lebendig wirken. Sicher gibt es einige, zumeist mechanische Fehler, am und im Bild zu erkennen. Aber das Verständnis dürfte wohl ein jeder aufbringen und auch haben, dass eine derart betagte Produktion wie diese hier, nun einmal nicht mehr gänzlich heute machbaren und gewohnten technischen Möglichkeiten neuerer Produktionen entsprechen kann. So gesehen bin ich für mich mit dem gebotenen Bild dieser Veröffentlichung mehr als nur zufrieden.
Wie schon beim Cover kommen auch die DVD-Menüs bei dieser Veröffentlichung wieder passend bereits zuvor veröffentlichter Boxen der Reihe "DDR-Archiv" zur Ansicht. Mit einigen stimmungsvollen Animationen und der im Hintergrund zu hörenden und von Manfred Krug gesungenen Titelmusik der Serie, sind die DVD-Menüs übersichtlich und einfach zu bedienen. Leider fehlt hier die Möglichkeit alle Folgen einer DVD "am Stück", also hintereinander und ohne Unterbrechung abspielen zu können. Ein Kapitelmenü kommt nicht zur Ansicht, jedoch sind die einzelnen Episoden in sich mit einigen Markern versehen. Von der zweiten DVD werden einige Extras angeboten.
Neben zwei offiziellen ICESTORM-Trailern, zu weiteren Veröffentlichungen innerhalb der Reihe "DDR-Archiv", findet sich noch ein für diese Veröffentlichung extra gefertigter und ca.15 Minuten laufender filmischer Beitrag mit dem Titel "Robin Hood des Erzgebirges" mit unter den Extras. In diesem wird, in einem interessant gestalteten Film ein unmittelbarer Vergleich zwischen der des ehemals real Existierenden und eben jener Figur des "Karl Stülpner" in der TV-Serie "Stülpners-Legende", gezogen.
Tonbewertung:
Gerade der Ton ist oft das schwächste Glied bei der Veröffentlichung derart betagter Serien. Aber auch hier überraschen und überzeugen die DVDs der Veröffentlichung doch recht angenehm. Der von den DVDs zu hörende deutsche Ton im Format Dolby Digital 2.0, ist zumeist recht gut verständlich. Vom Klang her ist er mittig gemischt und zeigt keine größeren erwähnenswerten Auffälligkeiten in sich. Ein bisweilen zu bemerkendes leicht erhöhtes Grundrauschen und etwas fehlende Höhen im Ton, sind in Anbetracht des Alters der Produktion verschmerzbar und vollkommen akzeptabel in ihrer Intensität.
Für "heutige Ohren" sicher etwas gewöhnungsbedürftig, da dem damaligen Geschmack angepasst, ist die zu hörende Filmmusik, deshalb aber nun keineswegs als nicht gelungen zu bezeichnen. Vielmehr empfinde ich die von Klaus Lenz erschaffene Musik als sehr interessant und auch gelungen, da sie sehr individuell und einzigartig in ihrer Art für eine derart gelagerte Serienproduktion zu bezeichnen ist. Untertitel gibt es leider keine.
Gesamteindruck:
Auch wenn hier in dieser Serie aus dem ehemals real existierenden erzgebirgischen Volkshelden Karl Stülpner, der von 1762 bis 1841 lebte, beinahe ein revolutionärer Kämpfer wird, schafft es die Serie dennoch hervorragend zu unterhalten. Spannend und mit einer gelungenen deftigen Portion an Ironie und Spott in sich, überzeugen neben einen charmant schlitzohrig in der Rolle des "Karl Stülpner" spielenden Manfred Krug, auch all die vielen anderen Darsteller bei dieser zauberhaft stimmigen TV-Serie. Eine gelungene technische Umsetzung durch das veröffentlichende Label "ICESTORM", in Zusammenarbeit mit der "telepool", lassen so diese DVD-Box zu einer ganz klaren TOP-Empfehlung werden.
46 Bewertungen, 8 Kommentare
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21.03.2011, 18:06 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichViele Gruesse, mima007
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11.03.2011, 20:34 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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10.03.2011, 02:25 Uhr von catmum68
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreicher Bericht, LG
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09.03.2011, 21:50 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht, schönen Abend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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09.03.2011, 16:07 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht-LG Quacky
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09.03.2011, 15:11 Uhr von laeuft
Bewertung: sehr hilfreichToll berichtet, LG Franz
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09.03.2011, 14:57 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^^^petra
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09.03.2011, 14:46 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsche eine schöne Rest Woche ...
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