Cupido (Taschenbuch) / Jilliane Hoffman Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von BulmaZ
Vergeltung.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Moins!
Nicht die Augen verdrehen – es ist wieder soweit. Ich habe ein Buch in sehr kurzer Zeit ausgelesen und möchte euch auch nun den zugehörigen Bericht nicht vorenthalten. Es soll heute um
Cupido – Jilliane Hoffman
gehen.
…………………….Bezugsquelle & Preis………………………
Gekauft habe ich das Buch, wie immer, bei Ebay.
Dort hatte ich ziemliches Glück, denn ich habe es für unter 3,00 € ersteigert. Neu müsste es bei www.amazon.de so um die 9,00 € kosten.
…………………….Kaufgrund…………………………………
Ich hatte dieses Buch schon lange im Hinterkopf. Denn nicht nur hier hatte ich bereits viel Positives über „Cupido“ gelesen, sondern auch viele Bekannte haben mir erzählt, wie toll und spannend es sein soll. Vor wenigen Wochen war’s dann soweit und ich habe es mir endlich gekauft.
Eigentlich haben mich Thriller nie interessiert. Inzwischen tun sie es – sehr sogar. Aus diesem Grunde verschlinge ich alles, was nur ansatzweise danach klingt. So natürlich auch Jilliane Hoffmans Werk.
…………………….Eckdaten zum Buch…………………………
Titel: Cupido
Originaltitel: Retribution
Autorin: Jilliane Hoffman
Erscheinungsjahr: 2004
Übersetzerin: Sophie Zeitz
Genre: [Psycho]Thriller
Seitenanzahl: 477 Seiten
……………………..Die Autorin – Jilliane Hoffman……………
Jilliane Hoffman ist eine US – Amerikanische Schriftstellerin. Ihr Romandebüt stammt aus dem Jahre 2004.
Vor Erstellung ihres ersten Romans arbeitete Hoffmann als stellvertretende Staatsanwältin und juristische Beraterin in Florida. Sie unterrichtete jahrelang im Auftrag des Bundesstaates die Spezialeinheiten der Polizei - von Drogenfahndern bis zur Abteilung für Organisiertes Verbrechen - in allen juristischen Belangen.
Quelle: www.wikipedia.de
……………………….Die Story……………………………
Chloe ist eine junge Jurastudentin, die sich nach einem kleineren Streit mit ihrem Freund eigentlich nur ins Bett legen und schlafen will. Doch sie ahnt nicht, von welchem Monster sie schon seit Tagen und Wochen beobachtet wird und was es ihr antun will…
12 Jahre später treibt ein vollkommen irrer aber auch ziemlich intelligenter Serienmörder sein Unwesen in Florida. Er foltert und vergewaltigt seine Opfer, bevor er ihnen die Brust aufstemmt und ihnen bei lebendigem Leibe die Herzen entnimmt. Eines Abends wird zufälligerweise ein Mann namens William Bantling auf einer Straße angehalten. Man findet die Leiche einer jungen Frau in seinem Kofferraum – ihr fehlt das Herz. Sofort steht eigentlich für die leitende Staatsanwältin C.J. fest, dass nur er der Cupido – Mörder sein kann. Als sie ihm jedoch im Gerichtssaal gegenüber tritt stellt sie fest, dass er mehr ist, als nur das. Er ist der Mann, der ihr, die damals noch Chloe hieß, alles genommen, sie entstellt und vergewaltigt hat.
Zwischen dieser Befangenheit, groben polizeilichen Ermittlungsfehlern und anderen Ungereimtheiten, deutet eigentlich immer mehr darauf hin, dass William Bantling frei kommen könnte – C.J.s schlimmster Alptraum würde wahr.
Aber ist Bantling wirklich Cupido?
Oder sind er und C.J. nur Schachfiguren in einem sadistischen Spiel?
…………………………Meine Eindrücke……………………
Wie so oft, habe ich absichtlich nur sehr wenig von der Story verraten. Zum einen, weil ich sonst zuviel vorweg nehmen würde und zum anderen, muss hier ja nicht jedes Detail stehen.
Ohne groß drum herum zu reden muss ich sagen, dass mir „Cupido“ mehr als sehr gut gefallen hat. Das Buch ist spannungs- und storytechnisch der Hammer, wenn ich das mal so salopp formulieren darf. Heftig ist ja schon, dass Chloe alias C.J. ihrem Vergewaltiger gegenüber treten muss. Zudem steht daneben und unmittelbar damit verbunden aber noch die Sache mit den bestialischen Morden an elf Frauen. Mir ging es so, dass ich eigentlich sehr lange daran gezweifelt habe, ob William Bantling wirklich der Mörder ist. C.J. hat zwar heraus gefunden, dass er fast in ganz Amerika viele Frauen auf die gleiche Art und Weise vergewaltigt hat – aber er hat nie jemanden getötet. Nunja – mehr möchte ich an dieser Stelle dazu dann auch schon gar nicht mehr sagen. Jilliane Hoffman hat es brillant hinbekommen, einen ekelhaften und perversen Hauptverdächtigen zu schaffen, der den Leser regelrecht anekelt. Dass sie sich dabei der üblichen Maßnahmen bedient hat, wie der, dass Bantling gutaussehend und erfolgreich ist, ändert nichts daran. Denn im Prinzip ist diese Darstellung ja nicht unrealistisch. Im ersten Teil des Buches ist mir die Art und Weise seiner Perversität durch und durch gegangen. Mit nichts Bösem rechnend fing ich an zu lesen und war aufgrund dessen auch ab der ersten Seite vollkommen gefesselt. Eigentlich ist so eine Brutalität unvorstellbar – aber leider real, wie ich mir denke. Also, schon hier wird eine enorme Spannung aufgebaut.
Als im zweiten Teil des Buches dann die Staatsanwältin C.J. eingeführt wird, wird dem Leser, der am Ende von Teil eins mit seinen Überlegungen im Dunkeln tappt, schnell klar, dass es sich hierbei nur um die junge Chloe handeln kann. Die junge Frau, die nach der Tat ihr Studium abgebrochen hat und nun doch das erreicht hat, was sie erreichen wollte. Dennoch wird dem Leser auch ohne viel pseudosensibles Gelaber sehr schnell klar, dass C.J. keineswegs über die Ereignisse hinweg ist. Man könnte es eher eine halbwegs erfolgreiche Verdrängung nennen. Deshalb und auch aufgrund der Art und Weise wie beherrscht sie bis zum ersten Wiedersehen mit Bantling ist, macht sie unheimlich sympathisch und man leidet und fühlt mit ihr. Man kann sich die eigentlich hübsche Frau vorstellen, die während der Geschichte immer mehr zu zerfallen scheint, Augenringe hat, ständig weint und immer dünner wird von Kummer und Angst.
Neben der Hauptfigur C.J. gibt es noch eine Weitere – Agent Dominick Falconetti. Er ist von der Polizei und auch schon genauso lange am Cupido Fall dran wie C.J. Dem Leser wird schnell klar, dass es sich zwischen den beiden nicht nur um eine rein berufliche Beziehung handelt, sondern dass da deutlich mehr ist. Allerdings auch Unausgesprochen. Denn außer ihrem Psychologen weiß niemand sonst in Florida von C.J.s Vergewaltigung und auch nicht von dem großen Schmerz, den Dominick seit Jahren mit sich herum trägt. Die Beziehung, die sich zwischen den beiden nach und nach und sehr langsam und zart entwickelt, lässt einem beim Lesen wirklich das Herz aufgehen. Dabei ist es aber nie schmalzig oder kitschig. Es hat sehr lange den Anschein einer komplizierten Beziehung, die unter diesen Gegebenheiten nicht bestehen kann. Ich glaube, wenn ich vorher von dieser Lovestory gewusst hätte, die sich auch in diesem Buch findet, hätte ich mich wohl nicht so sehr auf’s Lesen gefreut. Was hat so was schließlich auch in einem Thriller zu suchen? Aber Jilliane Hoffman hat das Ganze wirklich hervorragend miteinander in Verbindung gebracht. Von den Gedanken, die sich C.J. und Dominick übereinander machen, ist nur selten und auch nie zu lange die Rede. Im Vordergrund bleibt weiter die Tatsache, dass William Bantling hinter Gitter bzw. in die Todeszelle gebracht werden muss.
Womit ich beim nächsten Punkt wäre, der mir sehr positiv aufgefallen ist. Wie man auf dem Buchrücken und auch in der kurzen Biographie hier in diesem Bericht lesen kann, war Jilliane Hoffman selbst Staatsanwältin. Somit kennt sie sich natürlich mit dem ganzen Rechtssystem und dem notwendigen Prozedere in einem solchen Fall aus. Deshalb benutzt sie auch viele Fachbegriffe, die aus diesem juristischen Bereich stammen. Trotzdem verliert man als Leser nicht den Faden und weiß nicht mehr, worum es eigentlich geht, wenn von ‚Arthur Hearings’ oder anderen notwendigen Teilen einer bevorstehenden Verhandlung die Rede ist. Ich finde es wirklich beeindruckend, wie gut Hoffman es geschafft hat, die Details und Feinheiten des amerikanischen Rechtssysteme in die Geschichte einzubringen. So z.B. die Tatsache, dass jemand nicht ohne irgendeinen Grund auf der Straße angehalten werden darf, wie es ja mit Bantling der Fall war. Dass man ihn angehalten hat, war nur einem anonymen Anrufer zu verdanken. Vor Gericht hätte das aber keinen Bestand und man müsste den Angeklagten frei lassen. Solche Details, die natürlich das Vorankommen der Figuren in diesem Fall behindern, finde sich viele. Ich persönlich finde das Ganze spannend, denn es erinnert mich irgendwie ein wenig an Serien wie „CSI“. Auch, wie man in Bantlings Haus vorgeht, um Indizien und Beweise für seine Schuld zu finden, hat mich sehr an besagte Serien erinnert.
Nach und nach verstrickt sich die Geschichte also immer mehr was zu ins Unermessliche steigende Spannung führt. Jedenfalls ging’s mir so. Zum Glück hatte ich diese Woche Ferien – denn so konnte ich jeden Tag bis tief in die Nacht lesen. Denn weglegen geht hier wirklich nicht. Man will unbedingt wissen, wie’s weiter geht.
Neben der sehr intelligent, aber nie verwirrend aufgebauten Handlung, mit den vielen kleinen Details, hat mir übrigens der Schreibstil gut gefallen. Stellenweise hat er mich sogar an den von Stephen King erinnert. Denn einige Passagen sind doch schon recht obszön. Aber an besagten Stellen passt das dann auch recht gut ins Bild. Immerhin geht es hier um einen wirklich perversen Menschen.
Gab es denn nun auch etwas, das mir nicht gefallen hat?
Dazu kann ich nur sagen: Nein! „Cupido“ hat mich gefesselt, wie schon lange kein Buch mehr. Obwohl es sich hier scheinbar um eine Art Gerichtsthriller handelt, ebbt die Spannung nie ab. Denn Jilliane Hoffman weiß immer wieder neu zu überraschen und vor allem zu schockieren. Deshalb vergebe ich natürlich auch volle fünf Sterne an diesen Roman und eine Empfehlung. Man kann das Buch wirklich nicht wieder weglegen, bevor man weiß, wie alles zusammenhängt. Daher bin ich auch schon sehr gespannt auf die Fortsetzung „Morpheus“, die ich mir eben grade bei Ebay ersteigert habe. Ich kann’s kaum erwarten, zu lesen, wie es mit C.J., Dominick und Co. weitergeht. Zwar habe ich ja schon gehört, dass der Nachfolger nicht ganz an „Cupido“ heran kommt, dennoch habe ich wirklich hohe Erwartungen. Ob die erfüllt werden, werdet ihr dann sicher bald bei mir lesen können.
Nicht die Augen verdrehen – es ist wieder soweit. Ich habe ein Buch in sehr kurzer Zeit ausgelesen und möchte euch auch nun den zugehörigen Bericht nicht vorenthalten. Es soll heute um
Cupido – Jilliane Hoffman
gehen.
…………………….Bezugsquelle & Preis………………………
Gekauft habe ich das Buch, wie immer, bei Ebay.
Dort hatte ich ziemliches Glück, denn ich habe es für unter 3,00 € ersteigert. Neu müsste es bei www.amazon.de so um die 9,00 € kosten.
…………………….Kaufgrund…………………………………
Ich hatte dieses Buch schon lange im Hinterkopf. Denn nicht nur hier hatte ich bereits viel Positives über „Cupido“ gelesen, sondern auch viele Bekannte haben mir erzählt, wie toll und spannend es sein soll. Vor wenigen Wochen war’s dann soweit und ich habe es mir endlich gekauft.
Eigentlich haben mich Thriller nie interessiert. Inzwischen tun sie es – sehr sogar. Aus diesem Grunde verschlinge ich alles, was nur ansatzweise danach klingt. So natürlich auch Jilliane Hoffmans Werk.
…………………….Eckdaten zum Buch…………………………
Titel: Cupido
Originaltitel: Retribution
Autorin: Jilliane Hoffman
Erscheinungsjahr: 2004
Übersetzerin: Sophie Zeitz
Genre: [Psycho]Thriller
Seitenanzahl: 477 Seiten
……………………..Die Autorin – Jilliane Hoffman……………
Jilliane Hoffman ist eine US – Amerikanische Schriftstellerin. Ihr Romandebüt stammt aus dem Jahre 2004.
Vor Erstellung ihres ersten Romans arbeitete Hoffmann als stellvertretende Staatsanwältin und juristische Beraterin in Florida. Sie unterrichtete jahrelang im Auftrag des Bundesstaates die Spezialeinheiten der Polizei - von Drogenfahndern bis zur Abteilung für Organisiertes Verbrechen - in allen juristischen Belangen.
Quelle: www.wikipedia.de
……………………….Die Story……………………………
Chloe ist eine junge Jurastudentin, die sich nach einem kleineren Streit mit ihrem Freund eigentlich nur ins Bett legen und schlafen will. Doch sie ahnt nicht, von welchem Monster sie schon seit Tagen und Wochen beobachtet wird und was es ihr antun will…
12 Jahre später treibt ein vollkommen irrer aber auch ziemlich intelligenter Serienmörder sein Unwesen in Florida. Er foltert und vergewaltigt seine Opfer, bevor er ihnen die Brust aufstemmt und ihnen bei lebendigem Leibe die Herzen entnimmt. Eines Abends wird zufälligerweise ein Mann namens William Bantling auf einer Straße angehalten. Man findet die Leiche einer jungen Frau in seinem Kofferraum – ihr fehlt das Herz. Sofort steht eigentlich für die leitende Staatsanwältin C.J. fest, dass nur er der Cupido – Mörder sein kann. Als sie ihm jedoch im Gerichtssaal gegenüber tritt stellt sie fest, dass er mehr ist, als nur das. Er ist der Mann, der ihr, die damals noch Chloe hieß, alles genommen, sie entstellt und vergewaltigt hat.
Zwischen dieser Befangenheit, groben polizeilichen Ermittlungsfehlern und anderen Ungereimtheiten, deutet eigentlich immer mehr darauf hin, dass William Bantling frei kommen könnte – C.J.s schlimmster Alptraum würde wahr.
Aber ist Bantling wirklich Cupido?
Oder sind er und C.J. nur Schachfiguren in einem sadistischen Spiel?
…………………………Meine Eindrücke……………………
Wie so oft, habe ich absichtlich nur sehr wenig von der Story verraten. Zum einen, weil ich sonst zuviel vorweg nehmen würde und zum anderen, muss hier ja nicht jedes Detail stehen.
Ohne groß drum herum zu reden muss ich sagen, dass mir „Cupido“ mehr als sehr gut gefallen hat. Das Buch ist spannungs- und storytechnisch der Hammer, wenn ich das mal so salopp formulieren darf. Heftig ist ja schon, dass Chloe alias C.J. ihrem Vergewaltiger gegenüber treten muss. Zudem steht daneben und unmittelbar damit verbunden aber noch die Sache mit den bestialischen Morden an elf Frauen. Mir ging es so, dass ich eigentlich sehr lange daran gezweifelt habe, ob William Bantling wirklich der Mörder ist. C.J. hat zwar heraus gefunden, dass er fast in ganz Amerika viele Frauen auf die gleiche Art und Weise vergewaltigt hat – aber er hat nie jemanden getötet. Nunja – mehr möchte ich an dieser Stelle dazu dann auch schon gar nicht mehr sagen. Jilliane Hoffman hat es brillant hinbekommen, einen ekelhaften und perversen Hauptverdächtigen zu schaffen, der den Leser regelrecht anekelt. Dass sie sich dabei der üblichen Maßnahmen bedient hat, wie der, dass Bantling gutaussehend und erfolgreich ist, ändert nichts daran. Denn im Prinzip ist diese Darstellung ja nicht unrealistisch. Im ersten Teil des Buches ist mir die Art und Weise seiner Perversität durch und durch gegangen. Mit nichts Bösem rechnend fing ich an zu lesen und war aufgrund dessen auch ab der ersten Seite vollkommen gefesselt. Eigentlich ist so eine Brutalität unvorstellbar – aber leider real, wie ich mir denke. Also, schon hier wird eine enorme Spannung aufgebaut.
Als im zweiten Teil des Buches dann die Staatsanwältin C.J. eingeführt wird, wird dem Leser, der am Ende von Teil eins mit seinen Überlegungen im Dunkeln tappt, schnell klar, dass es sich hierbei nur um die junge Chloe handeln kann. Die junge Frau, die nach der Tat ihr Studium abgebrochen hat und nun doch das erreicht hat, was sie erreichen wollte. Dennoch wird dem Leser auch ohne viel pseudosensibles Gelaber sehr schnell klar, dass C.J. keineswegs über die Ereignisse hinweg ist. Man könnte es eher eine halbwegs erfolgreiche Verdrängung nennen. Deshalb und auch aufgrund der Art und Weise wie beherrscht sie bis zum ersten Wiedersehen mit Bantling ist, macht sie unheimlich sympathisch und man leidet und fühlt mit ihr. Man kann sich die eigentlich hübsche Frau vorstellen, die während der Geschichte immer mehr zu zerfallen scheint, Augenringe hat, ständig weint und immer dünner wird von Kummer und Angst.
Neben der Hauptfigur C.J. gibt es noch eine Weitere – Agent Dominick Falconetti. Er ist von der Polizei und auch schon genauso lange am Cupido Fall dran wie C.J. Dem Leser wird schnell klar, dass es sich zwischen den beiden nicht nur um eine rein berufliche Beziehung handelt, sondern dass da deutlich mehr ist. Allerdings auch Unausgesprochen. Denn außer ihrem Psychologen weiß niemand sonst in Florida von C.J.s Vergewaltigung und auch nicht von dem großen Schmerz, den Dominick seit Jahren mit sich herum trägt. Die Beziehung, die sich zwischen den beiden nach und nach und sehr langsam und zart entwickelt, lässt einem beim Lesen wirklich das Herz aufgehen. Dabei ist es aber nie schmalzig oder kitschig. Es hat sehr lange den Anschein einer komplizierten Beziehung, die unter diesen Gegebenheiten nicht bestehen kann. Ich glaube, wenn ich vorher von dieser Lovestory gewusst hätte, die sich auch in diesem Buch findet, hätte ich mich wohl nicht so sehr auf’s Lesen gefreut. Was hat so was schließlich auch in einem Thriller zu suchen? Aber Jilliane Hoffman hat das Ganze wirklich hervorragend miteinander in Verbindung gebracht. Von den Gedanken, die sich C.J. und Dominick übereinander machen, ist nur selten und auch nie zu lange die Rede. Im Vordergrund bleibt weiter die Tatsache, dass William Bantling hinter Gitter bzw. in die Todeszelle gebracht werden muss.
Womit ich beim nächsten Punkt wäre, der mir sehr positiv aufgefallen ist. Wie man auf dem Buchrücken und auch in der kurzen Biographie hier in diesem Bericht lesen kann, war Jilliane Hoffman selbst Staatsanwältin. Somit kennt sie sich natürlich mit dem ganzen Rechtssystem und dem notwendigen Prozedere in einem solchen Fall aus. Deshalb benutzt sie auch viele Fachbegriffe, die aus diesem juristischen Bereich stammen. Trotzdem verliert man als Leser nicht den Faden und weiß nicht mehr, worum es eigentlich geht, wenn von ‚Arthur Hearings’ oder anderen notwendigen Teilen einer bevorstehenden Verhandlung die Rede ist. Ich finde es wirklich beeindruckend, wie gut Hoffman es geschafft hat, die Details und Feinheiten des amerikanischen Rechtssysteme in die Geschichte einzubringen. So z.B. die Tatsache, dass jemand nicht ohne irgendeinen Grund auf der Straße angehalten werden darf, wie es ja mit Bantling der Fall war. Dass man ihn angehalten hat, war nur einem anonymen Anrufer zu verdanken. Vor Gericht hätte das aber keinen Bestand und man müsste den Angeklagten frei lassen. Solche Details, die natürlich das Vorankommen der Figuren in diesem Fall behindern, finde sich viele. Ich persönlich finde das Ganze spannend, denn es erinnert mich irgendwie ein wenig an Serien wie „CSI“. Auch, wie man in Bantlings Haus vorgeht, um Indizien und Beweise für seine Schuld zu finden, hat mich sehr an besagte Serien erinnert.
Nach und nach verstrickt sich die Geschichte also immer mehr was zu ins Unermessliche steigende Spannung führt. Jedenfalls ging’s mir so. Zum Glück hatte ich diese Woche Ferien – denn so konnte ich jeden Tag bis tief in die Nacht lesen. Denn weglegen geht hier wirklich nicht. Man will unbedingt wissen, wie’s weiter geht.
Neben der sehr intelligent, aber nie verwirrend aufgebauten Handlung, mit den vielen kleinen Details, hat mir übrigens der Schreibstil gut gefallen. Stellenweise hat er mich sogar an den von Stephen King erinnert. Denn einige Passagen sind doch schon recht obszön. Aber an besagten Stellen passt das dann auch recht gut ins Bild. Immerhin geht es hier um einen wirklich perversen Menschen.
Gab es denn nun auch etwas, das mir nicht gefallen hat?
Dazu kann ich nur sagen: Nein! „Cupido“ hat mich gefesselt, wie schon lange kein Buch mehr. Obwohl es sich hier scheinbar um eine Art Gerichtsthriller handelt, ebbt die Spannung nie ab. Denn Jilliane Hoffman weiß immer wieder neu zu überraschen und vor allem zu schockieren. Deshalb vergebe ich natürlich auch volle fünf Sterne an diesen Roman und eine Empfehlung. Man kann das Buch wirklich nicht wieder weglegen, bevor man weiß, wie alles zusammenhängt. Daher bin ich auch schon sehr gespannt auf die Fortsetzung „Morpheus“, die ich mir eben grade bei Ebay ersteigert habe. Ich kann’s kaum erwarten, zu lesen, wie es mit C.J., Dominick und Co. weitergeht. Zwar habe ich ja schon gehört, dass der Nachfolger nicht ganz an „Cupido“ heran kommt, dennoch habe ich wirklich hohe Erwartungen. Ob die erfüllt werden, werdet ihr dann sicher bald bei mir lesen können.
35 Bewertungen, 6 Kommentare
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04.07.2011, 13:37 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichliebe grüße
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04.07.2011, 11:24 Uhr von cleo1
Bewertung: sehr hilfreichDanke für Deine Lesungen, lese immer gern gegen. So macht Yopi auch Spass. LG und einen schönen Wochenstart. cleo1
-
04.07.2011, 10:57 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichViele Gruesse, mima007
-
04.07.2011, 00:26 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichschönen abend wünsch ich dir. lg. petra
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03.07.2011, 22:52 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß *~*
-
03.07.2011, 22:29 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen Sonntagabend LG KATJA
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