Manowar - Hail to England Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von AChristoteles

To England we sail with our steel

5
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  durchschnittlich

Pro:

alles

Kontra:

nichts, Produktion etwas dürftig

Empfehlung:

Ja

Es gab mal eine Zeit, da war nicht der deutschsprachige Raum die große Fanbasis für Manowar, sondern England. Den ersten größeren Erfolg hatten die vier Ami Metal-Brüder nömlich dort. Folglich nannten sie ihr drittes Album auch "Hail to England" (1984). Viele Jahre lang war dieses Album aus rechtlichen Gründen nicht auf CD erhältlich und ist demzufolge ihr wohl komerziell erfolglosestes. Eines ihrer stärksten Werke ist "Hail to England" trotzdem.

Manowar

Manowar sind eine Heavy Metal Band aus Amerika, die sich 1980 zusammenfand. Nach anfänglichen Misserfolgen, gelang der Band mit ihrem 6. Album "Kings of Metal" (1988) in Europa der Durchbruch, insbesondere in Deutschland, Schweiz, Österreich und England. Im Metal Sektor gehören Manowar zu den erfolgreichsten und stilprägendsten Bands, gleichwohl viele ihrer Aktionen (Fernsehauftritte, Äußerungen gegen andere Musiker) mit geteilter Meinung auf genommen werden.

Stil

Die Band bezeichnete ihren Stil von Anfang an als "True Metal" (Wahrer bzw. Ehrlicher Metal) - sprich rauer Heavy Metal, dessen Songstrukturen sich auf die klassische Musik, insbesondere Johann Sebastian Bach und Richard Wagner, berufen. Infolgedessen klingen viele Stücke der Band majestätisch, pompös und erhaben. In den Augen der Band wird "falscher Metal" von all jenen Bands gespielt, die sich zugunsten von kommerziellen Erfolgen glatt und melodischer produzieren lassen bzw. Rockballaden veröffentlichen, um bei der breiten Masse Anerkennung zu finden. Dennoch gehört die Gattung des True Metal zu den melodischeren Varianten der Metal Musik. Manowar Songs zeichnen insbesondere dadurch aus, dass die Texte entweder vom Heavy Metal oder der nordischen Sagenwelt handeln. Ein weiteres Merkmal ist die klassisch ausgebildete, 5 Oktaven umfassende Stimme des Sängers Eric Adams, der nicht nur eine kräftige Männer-Stimme hat, sondern bevorzugt im Falsett (sehr hohe Tonlage) singt und auch akzenturiert einen spitzen Schreigesang mit einbaut.

Allgemeine Albumkritik

Auf den ersten beiden Alben fanden Manowar ihren ganz eigenen Stil. War das Debüt "Battle Hymns" noch sehr rockig, so bestand der Zweitling "Into glory ride" aus epischen, erhabenen Metal Hymnen. "Hail to England" zieht sich die Quintessenz aus beiden Alben: Hier haben wir mit "Army of Immortals" oder "Each dawn I die" ausufernde, schleppende Metal Hymnen im Mid Tempo Bereich. Mit "Kill with power" oder dem Titelsong aber auch solide, nach vorne preschende Metal-Rocker. Und auch hier befindet sich wieder eine musikalische Überraschung zum Schluss: "Bridge of death" ist wohl der dunkelste, schwärzeste Song den die Band je gemacht hat und ich denke nicht zu übertreiben, wenn ich behaupte, das 90% aller BlackMetalCombos stolz wären, so eine Nummer in ihrem Repertoire zu haben.

Göttlich auf dieser Scheibe ist natürlich Sänger Eric Adams, der sein mächtiges Organ voll auslotet. Sei es polternd bei "Each dawn I die", agressiv bei "Kill with power" oder majestätisch und erhaben bei "Army of Immortals". Die Produktion hat hingegen dasselbe Problem wie auch schon der Vorgänger "Into glory ride": Es klingt blechernd und scheppernd an einigen Stellen. Man hat leider erst ab "Fighting the world" gemerkt, dass die Band ein besseres Budget zum Gießen ihrer Stahlhymnen bekam. Dennoch: "Hail to England" ist eines ihrer stärksten Album und gehört in jene Metal Sammlung.

Die Tracks im Einzelnen

Blood of my enemies
Ein spitzer Schrei von Eric und ein rhytmischer Gitarrenriff eröffnen diese HammerNummer. Die Strophen zeichnen sich durch rhytmische Gitarren/Bass Arbeit aus, während die Drums heftig den Marsch poltern. Im Refrain beweisen Manowar einmal mehr, dass sie es wie niemand anders verstehen, eingängige und trotzdem majestätische Hymnen zu schreiben.
5/5 Sternen

Each dawn I die
Etwas langsamer und schleppender als das erste Lied. Ein Stampfer, der nur so vor Hass trieft und wahrscheinlich das dunkelste in der gesamten Bandhistorie. Eric singt hier auch mit einem Hass in der Stimme, dass es einem kalt den Rücken runterläuft.
5/5 Sternen

Kill with power
Der Song beginnt mit steigenden Trommeln bis ein ein einheitlicher Rhytmus gefunden wird und die ganze Band in den Nackenbrecher einsteigt. Eine schnelle, agressive Power Metal Nummer. Eric stellt hier - wie in eigentlich jedem Song auf dieser Platte - seine Genialität unter Beweis. Hart, laut und agressiv.
5/5 Sternen

Hail to England
Eine Hymne wie sie besser nicht sein könnte und eine Liebeserklärung an die alte Welt. Durch das einprägsame Gitarrenriff bekommt die Nummer etwas Rockiges und Mitreißendes. Bis heute auf allen England-Konzerten unverzichtbarer Bestandteil der Live Show
5/5 Sternen

Army of Immortals
Keine Band, die ich kenne, bezieht so sehr ihre Fans mit ein wie Manowar. "Army of Immortals" ist eine Mid-Tempo-Hymne, die den Fans gewidmet ist. Zugegeben, hier wird ordentlich aufs Brot geschmiert: "You wait in the rain, you walk trough the snow" (na ja, die meisten Manowar Alben hab ich dann eher im Media Markt geholt). Aber wenn Eric dann einem "In our eyes you're immortal, in our heart you live forever" entgegensingt, wird einem schon ganz anders. Eine Hymne, die die Band hoffentlich mal wieder ins Liveset integriert.
5/5 Sternen

Black Arrows
Eine verzerrte Stimme erzählt uns folgendes: "Like each note I now play, be a black arrow of death, send straight to the hearts of all those who play false metal!" (sinngemäß etwa: Möge jede einzelne Note, die ich jetzt spielen werde, wie ein schwarzer Pfeil des Todes sein; ins Herz all jener treffen die falschen Metal spielen). Und was Mr. DeMaio dann auf seinem Bass abzieht kann einem nur Respekt abfordern

Bridge of death
Das Magnum Opus der Scheibe und der düsterste der Band überhaupt. Textlich geht es hier um die Beschwörung des Leibhaftigen. Die Nummer ist dann auch in mehrere Teile untergliedert. Neben einem ruhigen, mystischen Anfang geht es in einen hymnischen Mid-Tempo-Stampfer über. In einem mit peitschenden Gitarren und grollenden Drums unterlegten Mittelpart meldet sich dann auch einem dämonische Stimme zu Wort. Eine vor Finsternis triefende Hymne.
5/5 Sternen

Fazit

Ein Album, sei es mit eigentlich nur 6 Songs wirklich kurz, mit Songs zu füllen, die alle die Höchstwertung verdienen, ist eine Kunst. Hier kann man wirklich nicht einen Song herauspicken, da sie alle auf ihre eigene Art und Weise Spitzenklasse sind. Für alle, die etwas mit Metal anfangen können, eine definitive Empfehlung.

60 Bewertungen, 9 Kommentare

  • Anacrusis

    29.11.2011, 10:50 Uhr von Anacrusis
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das letzte Manowar-Album, das ich noch mochte.

  • Fernsteuerung

    01.08.2011, 23:03 Uhr von Fernsteuerung
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruss, Susanna.

  • mima007

    21.07.2011, 11:58 Uhr von mima007
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Gruesse, mima007

  • chasen

    21.07.2011, 02:56 Uhr von chasen
    Bewertung: besonders wertvoll

    bw und ganz liebe Grüße

  • anonym

    20.07.2011, 22:47 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Grüsse, Talulah

  • morla

    20.07.2011, 18:47 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^^^petra

  • katjafranke

    20.07.2011, 13:14 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele liebe Grüße KATJA

  • Lale

    20.07.2011, 10:54 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Allerbesten Gruß *~*

  • Luna2010

    20.07.2011, 10:36 Uhr von Luna2010
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh und liebe Grüße, Luna2010