Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 (DVD) Testbericht




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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von mima007
Würdiger Serienabschluss, der Zweifel und Fragen offenlässt
Pro:
spannend, unheimlich, temporeich, humorvoll, anrührend, sehr guter Sound, gutes Bild
Kontra:
wenig 3D-Effekte, wenig emotionale Kämpfe, überflüssiger Epilog
Empfehlung:
Ja
Ich habe den Film gestern (6.8.) im Kino in 3D gesehen.
Filminfos
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O-Titel: Harry Potter and the Deathly Hallows Part 2 (USA/GB 2011)
Dt. Vertrieb: Warner
FSK: ab 12
Filmstart: 14.7.2011
Länge: ca. 130 Min.
Regisseur: David Yates
Drehbuch: Steve Kloves und Anna Worley nach dem Roman von J.K. Rowling
Musik: Alexandre Desplat
Darsteller: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Ralph Fiennes, Timothy Spall, Maggie Smith, Helena Bonham Carter, Alan Rickman, Michael Gambon, Robbie Coltrane, John Hurt u.v. a.
Handlung
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Die Jagd nach den Horkruxen, den Bruchstücken von Lord Voldemorts Seele, geht weiter. Als nächstes müssen sich die drei Gefährten Harry, Hermine und Ron in die Schatzkammer der verrückten Lady Bellatrix wagen. Doch diese wird von den Kobolden bewacht, denen wiederum die Antimagiepolizei beisteht. Doch im Haus am See, wo Harry seinen Freund, den Elf Dobby begraben hat, überredet er den Kobold Griphook, ihnen Einlass zu verschaffen. Der Kobold soll dafür das Schwert von Griffindor erhalten.
Natürlich versteckt sich Harry wieder unter dem Mantel, der unsichtbar macht - eines der drei Heiligtümer des Todes (das zweite, den mächtigsten Zauberstab der Welt, hat Lord Voldemort inzwischen aus Dumbledores Grabmal geraubt). Mit Hermine in der Verkleidung von Bellatrix gelingt der Zugang, doch die Schatzkammer wird von einem gefangenen Feuerdrachen bewacht, der am Grunde einer Schlucht eine verschlossene Tür hütet. Nach langem Kampf gelingt es Harry & Co., mit dem Kelch auf dem Rücken des befreiten Drachen zu entkommen. Bleiben noch drei Horkruxe.
Eines davon ist die Schlange Naghini, die den Dunklen Lord überallhin begleitet, das zweite ist ein Diadem, das sich in Hogwarts Rumpelkammer befindet - doch was ist Nummer 3? Die Lösung dieses Rätsels liegt in Harrys Vergangenheit begraben.
Durch einen unterirdischen Gang gelangen sie mit Hilfe von Neville Longbottom, der als Feigling verschrien ist, in die Burg Hogwarts, und zwar direkt ins Lager des Ordens des Phönix, der als einzige Gruppe noch Widerstand leistet. Ansonsten regiert Severus Snape im Auftrag von Lord V. Harry ruft den Orden zum Aufstand auf, und Prof. McGonagle (Maggie Smith) stellt sich Snape entgegen. Die Rebellion gelingt, und die loyalen professoren errichten einen magischen Schutzschirm über Hogwarts. Denn die Truppen Lord V's sind bereits im Anmarsch.
Die Professoren organisieren den Widerstand, indem sie die steinernen Wächter aktivieren und auf der Zugangsbrücke aufstellen. Doch werden sie gegen riesige Trolle bestehen können? Und es gibt noch eine zweite Zugangsbrücke, die wesentlich wackliger ist: Die überdachte Holzbrücke führt in den Wald, aus dem nun die Räuber hervorbrechen, um sich ihren Anteil an der Beute zu holen. Neville Longbottom, der die Brücke verteidigt, sieht mit Vergnügen, wie die Räuber im Schutzschirm verglühen.
Unterdessen jagt Harry zusammen mit Hermine und Ron nach dem Diadem. Allerdings machen Draco Malfoy und seine zwei Schergen selbst wiederum Jagd auf Harry. Einer der beiden kann seinen Zauberstab nicht kontrollieren, der eine Feuerbrunst entfacht, die sich als feuriges Monster auf alles Brennbare in der Schatzkammer der Burg stürzt - also auf alles! Mit knapper Not gelingt das Entkommen und die zerstörung des Diadems. Das sollte den Dunklen Lord schwächen, oder?
Tut es aber nicht. Denn noch sind zwei Horkruxe übrig. Lord V's magische Atacke auf den Schutzschirm erweist sich von verheerender Wirkung, und schon bald sehen sich die Verteidigungsposten der Burg überrannt. Die Schlacht hat begonnen.
Harry ist bekanntlich mit dem Geist des Lords verbunden. Als Harry die Spur von Severus Snape aufnimmt, erfährt er so, wo er auch den Lord findet. Als er das Gespräch der beiden Verschwörer im Bootshaus von Hogwarts verfolgt, wird ihm klar, dass er selbst der sechste Horkrux ist - und es nur ein Mittel gibt, diesen Horkrux zu beseitigen. Er muss sterben. Doch es gibt ein Leben nach dem Tod. Denn Harry verfügt über den Stein der Auferstehung, das dritte der Heiligtümer des Todes.
Als Lord Voldemort ihn zum Zweikampf im Verbotenen Wald fordert, kann ihm Harry mit Hoffnung im Herzen entgegentreten. Doch was kommt zwischen dem ersten Tod und dem zweiten Leben?
Mein Eindruck
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Im Abschluss der Harry-Potter-Filmreihe wird der Held endgültig zur Jesusfigur, indem er den Tod überwindet. Dieses Kunststück ist eine der Standardaufgaben des westlichen, und schon Frodo und Odysseus mussten durch dieses Stadium gehen, bevor sie endlich den Status des allseits legitimierten Retter annehmen konnten. In einem olympischen Zehnkampf wäre dies die letzte und schwierigste Disziplin.
Nachdem Harry mit seinen Gefährten die Bestandteile des Gegners in einer großangelegten Reinigungsaktion beseitigt hat, würde es sehr merkwürdig wirken, wenn er selbst keinen Preis für diesen Erfolg zahlen müsste. Der Sieg würde zu leicht errungen wirken, und dass er sich telepathisch mit dem geist des Lords verbinden kann, fände keinerlei Erklärung. Harry als kosmischer Müllkutscher? No way!
Doch bevor Harry erkennt, dass er selbst ein - unbeabsichtigt erschaffener - Horkrux ist, muss er sich mit den Umständen seiner Zeugung und dem Tod seiner Eltern befassen. Dabei enthüllt diese Episode, wer der wahre, leibliche Vater des Helden ist. James Potter ist es jedenfalls nicht; er ist nur der soziale und psychologische Daddy. Folglich nimmt Harrys Mutter Lily eine zentrale Rolle ein: Sie spielt die Mutter Maria und die Rolle des Joseph nimmt James Potter ein. Beide fallen dem Lord zum Opfer.
Tod, wo ist dein Stachel?
Für die Jesus-Rolle bringt Harry folglich die besten Voraussetzungen mit. Dass er sich selbst im Kampf gegen seinen Erzfeind zu opfern hat, ist übrigens nicht seine freiwillige Entscheidung, sondern eine Wahl, die ihm sein Gegner aufzwingt. Das ist ganz besonders heikel, wenn man die moralische Berechtigung des Welt-Retters beurteilen will.
Dass er auch noch den Stein der Auferstehung besitzt und einsetzt (auch hier ein Auftritt von Mutter Lily!), lässt es so aussehen, als wäre der sichere Tod keineswegs ein schlimmes Schicksal, sondern lediglich ein vorübergehendes Ärgernis, dessen erfolgreiche Bewältigung nur eine Frage der Zeit und Hartnäckigkeit ist. (Ich vermute, dass der Director's Cut diese Krise besser darstellt, als die kürzere Fassung.)
Wozu sind Freunde da?
Ja, wozu braucht Harry eigentlich seine Freunde, habe ich mich ständig gefragt. Diesmal könnte er eigentlich alles selbst erledigen. Durch den Kuss, den sich Hermine und Ron (endlich!) geben (dürfen), ist er sowieso von ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen. Nicht schlimm, denn sein Herz gehört schon längst Ginny Weasly, Rons rothaariger Schwester.
Dass die beiden doch noch zu etwas taugen, beweisen sich beim Erlegen von Naghini, der Menschenfresser-Schlange des Lords. Das bekommen sie auch nur fertig, weil ihnen - ausgerechnet! - Neville Longbottom, der sprichwörtliche Feigling, mit seinem Schwert hilft. Neville kann somit alle Scharten auswetzen.
Bleibt eigentlich nur noch der gleichzeitige Showdown mit dem Gegner. Eigentlich eine Formsache, wie sich zeigt, denn der mächtige Elderstab steht eigentlich dem Dunklen Lord gar nicht zu und verweigert ihm die Gefolgschaft. Mir ging dies alles viel zu glatt und selbstverständlich. Was ist bloß aus den blood-and-guts-Krisen geworden, in denen der Held ein Bein und einen Arm opfern musste, um den Sieg davontragen zu können? Die Überwindung des Todes erscheint wie ein Klacks dagegen.
Fortsetzung folgt?
Man muss schon unschuldige Kinderaugen mitbringen, um den guten Ausgang des Helden-Märchens nicht vorauszusehen. Dass die nächste Generation ihre Kinder ebenfalls nach Hogwarts, das Zauberer-Internat, schickt, versteht sich von selbst. Aber dieser Epilog war eigentlich völlig überflüssig, wie ich fand. Dennoch: Auf diese Weise ist klar, dass die Abenteuer in Hogwarts eigentlich weitergehen könnten. Etwa als TV-Serie. Und wahrscheinlich hat J.K. Rowling, die Autorin der Romane, inzwischen bereits Milliardenangebote ablehnen müssen, um diese traurige Schicksal ihrer Schöpfung zu verhindern.
3D? Welches 3D?
Der Look dieser finalen Schlacht und ihres "Bühnenbilds" erinnert nicht von ungefähr an die gewisse düstere Szenen in Peter Jacksons "Herr der Ringe"-Verfilmung. Deutlich wurden die plastischen Aspekte der Burg herausgearbeitet, was besonders in der phantastischen Sequenz deutlich wird, in der sich Harry und sein Gegener umklammern - nur um wie eine Rakete kreuz und quer um und durch das imposante - und schwer beschädigte - Gemäuer herumzurasen. Das erinnert fatal an den Zweikampf Gandalfs mit dem in die Tiefe von Khazad-dûm stürzenden Balrog.
Die - mehr oder weniger virtuelle - Kamera leistet hier ebenso ausgezeichnete Arbeit wie bei der Achterbahnfahrt, die die Gefährten hinunter zur Schatzkammer von Bellatrix führt. Eindeutig sind diese Joyrides auf das an Disneyland geschulte Kinderpublikum zugeschnitten. Doch Schwindelgefühle stellen sich erst in der allerletzten Szene des Finalkampfes ein, als die Kamera einen derartigen gewagten Schwenk aus der Höhe vollführt, dass es dem unvorbereiteten Zuschauer den Magen umdrehen kann.
Das ist auch die einzige Szene, wie ich ich finde, in der die Dreidimensionalität der Szene voll zur Geltung kommt. Es gibt ja auch eine zweidimensionale Fassung des Streifens, doch die "Tridifizierung" dieser Fassung hat m.E. nicht den erhofften Effekt gebracht: Allzu selten nutzt die Regie 3D-Effekte, um den Zuschauer zu erfreuen. Und dafür soll man Aufpreis zahlen? Das finde ich zweifelhaft.
Unterm Strich
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Ich habe mir diesen Streifen im Kino angesehen, weil ich schon Teil 1 auf Blu-Ray gesehen hatte und wissen wollte, wie die Geschichte um die Horkruxe weitergeht und endet. Dass ein Held wie Harry Schotter nicht draufgehen würde, war ja eh klar. Eher schon denkbar war jedoch, dass Hermine oder Ron den Löffel abgeben müssten - was ja nicht erfolgt.
Die Tage des Dunklen Lords und seiner Anhänger waren hingegen gezählt, je mehr Horkruxe zerstört wurden. Schade eigentlich, dass er nicht im Magen eines Drachen endete, wie Baron Harkommen im Schlund eines Sandwurms. Stattdessen löst sich der Dunkle Lord wie Ascheflocken in seine Bestandteile auf - ein dénouement, wie ich finde.
Natürlich kann man diesen Abschluss der Serie ohne Bedenken jeden Harry-Schotter-Fan empfehlen. Und filmtechnisch vermag der Regisseur hier dem überragenden "Gefangenen von Askaban" durchaus das Wasser zu reichen. In der Aussage bleiben dennoch etliche Fragen und Zweifel, wie ich oben bereits erwähnt habe. Vielleicht werden zumindest diese Fragen im Director's Cut ausgeräumt. Denn dass hier gekürzt wurde, merkt man schon daran, dass Szenen aus dem Trailer in der Endfassung fehlen...
Fazit: vier von fünf Sternen.
Michael Matzer (c) 2011ff
63 Bewertungen, 18 Kommentare
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22.08.2011, 14:50 Uhr von KatzeLucy
Bewertung: besonders wertvolllg
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21.08.2011, 14:50 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollBW...Liebe Grüße Edith und Claus
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12.08.2011, 11:02 Uhr von Marko1984
Bewertung: besonders wertvollschöne Grüße und ein BW von mir!
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10.08.2011, 13:37 Uhr von chasen
Bewertung: besonders wertvollbw und liebe Grüße, Claudia
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09.08.2011, 18:03 Uhr von Tweety30
Bewertung: besonders wertvollBW und liebe Grüße!
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09.08.2011, 17:57 Uhr von Matze081
Bewertung: sehr hilfreichSchöne Grüße aus Greifswald ;)
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09.08.2011, 14:28 Uhr von 00flintstone
Bewertung: besonders wertvollsehr aufschlussreich...werd ihn ansehen...lgflint freu mich über GL
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09.08.2011, 10:22 Uhr von Ibizagirl1977
Bewertung: besonders wertvollEin 1a Bericht und ein ganz klares BW, LG Sonja
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09.08.2011, 02:03 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollBw.Erstklassiger Bericht.LG
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08.08.2011, 23:02 Uhr von sirikit06
Bewertung: besonders wertvollWünsche Dir eine gute Woche! LG
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08.08.2011, 21:38 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: besonders wertvollfür den hervorragenden bericht ein bh
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08.08.2011, 18:12 Uhr von manu63
Bewertung: besonders wertvollviele Grüße von Manuela
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08.08.2011, 16:00 Uhr von trullilu
Bewertung: besonders wertvollGrüße schickt dir trullilu !!!
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08.08.2011, 15:09 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße von der KATJA
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08.08.2011, 14:36 Uhr von goat
Bewertung: besonders wertvollDas nenne ich mal eine sehr gute Filmrezension.
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08.08.2011, 13:18 Uhr von Luna2010
Bewertung: besonders wertvollSuper toll berichtet. Ich hab bei dir gelesen, guckst du mal bei mir vorbei? Würde mich sehr darüber freuen. Ich wünsche dir einen schönen Wochenstart
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08.08.2011, 13:06 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: besonders wertvollSehr hilfreich und liebe Grüsse
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08.08.2011, 12:51 Uhr von candyman01
Bewertung: besonders wertvollEcht guter Film!Grüße











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