Scream 4 (Blu-ray) Testbericht
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Erfahrungsbericht von atrachte
Don´t fuck with the original
Pro:
siehe Bericht,
Kontra:
siehe Bericht,
Empfehlung:
Nein
Die grausigen Morde in dem eigentlich beschaulichen Örtchen Woodsboro liegen nun mehr als zehn Jahre zurück. Das anfängliche Entsetzen über die brutalen Taten, ist längst einer Art lokalen Stolz gewichen. Vor allem für die Jugend der Kleinstadt, welche die Mordserie vor allem mit den darauf basierenden „Stab“ Filmen in Verbindung bringt, hat das Geschehene kaum etwas schreckliches. Stattdessen zelebriert man förmlich den Jahrestag mit Filmmarathons und schlechten Scherzen. Sidney Prescott (Neve Campbell) hat länger gebraucht um die Vergangenheit zu verarbeiten. Mittlerweile tingelt sie durchs Land und promotet ihr erstes Buch, in welchem sie aus erster Hand berichtet von den Morden. Die Promo-Tour führt sie nach Jahren auch wieder in ihre Heimatstadt zurück, wo sie schon bald auf ihre Freunde Dwight Riley (David Arquette) und Gale Weathers (Courteney Cox), die inzwischen miteinander verheiratet sind, trifft. Das das freudige Wiedersehen ist nicht von langer Dauer, denn schon kurz nach ihrer Ankunft in Woodsboro, geschehen um Sidney herum brutale Morde...
Man kann Craven und seinen Drehbuchschreibern Kevin Williamson („Scream“ 1 und 2) Ehren Kruger („Scream 3“, „The Ring 2“) nicht vorwerfen, dass sie sich keine Gedanken gemacht haben. Immerhin haben sie die alte „Scream“ Formel durchaus gut ins 21. Jahrhundert herüber gerettet und greifen viele Trends wie Twitter und Facebook auf, verarschen die Ideenlosigkeit ihrer eigenen Branche, sowie die aktuelle Tendenz wirklich jeden halbwegs bekannten Horrorfilm der letzten Jahrzehnte neu aufzulegen. Insofern präsentiert sich „Scream 4“ als sehr selbstironisch und ist sich nie zu Schade, sich auch selbst durch den Kakao zu ziehen und mit den eigenen Filmmechanismen zu jonglieren. Nur: was auf dem Papier des Drehbuches mitunter sehr gut funktionieren mag, klappt im fertigen Film viel zu selten. Zwar hat man immer wieder Momente, in denen man mit Augenzwinkern einen Verweis oder Querschlag gegen die populäre Kultur erkennt oder sich über den ein oder anderen Oneliner erfreut, richtig große Momente hat der Film diesbezüglich aber keine, was im Umkehrschluss dazu führt, das der gesamte Film rückwirkend betrachtet erschreckend uncharmant erscheint.
Paradoxerweise ist „Scream 4“, obwohl noch nie so viel Wert darauf gelegt wurde den Zuschauer auf einer schwarz-humoristischen Schiene zu unterhalten, die bisher düsterste Fortsetzung und nähert sich somit von allen Sequels dem Original am stärksten. Dies merkt man vor allem in den Mordszenen, welche zwar einen rauen Umgangston pflegen, allgemein aber kaum der Rede wert sind, da sie unterm Strich doch reicht kreativlos anmuten. Ein Problem, das aber schon bei den ersten beiden Fortsetzungen (meiner Meinung nach) auftrat. Das wohl größte Manko von „Scream 4“ ist allerdings, das er reichlich unspannend ist. Nicht wirklich langweilig, aber irgendwie auch über weite Strecken uninteressant. Zwar gelingt es Craven erneut den Killer fast bis zum Ende geheim zu halten und mit der endgültigen Auflösung für das ein oder andere Staunen zu sorgen, gleichzeitig ist aber gerade der Endteil des Filmes mit der schwächste Part überhaupt, gerade weil das einst so intelligente Spiel auf mehreren Ebenen und mit den Mechanismen des Genres vollkommen überspannt wird. Sowieso hat sich Craven aber schon eine gute Viertelstunde vor dem Abspann vollkommen verlaufen.
Natürlich werden Fans der Reihe sich auch „Scream 4“ nicht entgehen lassen. Schon alleine, da mit Neve Campbell („Studio 54“, „Wild Things“), David Arquette („Arac Attack“, „Never Die Alone“) und Courtney Cox („Friends“, „President Evil“)die drei Hauptrollen der ursprünglichen Trilogie wieder mit an Bord sind und man mit ihren Figuren auch wirklich noch seine Freude hat, wie vor zehn Jahren. Allerdings dürfte dies nur für in Nostalgie schwebende Freunde der Reihe gelten, denn die anderen Rollen sind hingegen so öde und nicht der Rede wert, dass es einem schier egal ist, wer von den blaßgesichtigen Teens als nächstes abgeschlachtet wird. Ironischerweise legen die Drehbuchschreiber ausgerechnet Hauptfigur Sidney Prescott den alles sagenden Satz schon in den Mund: „Don´t fuck with the original“. Wie wahr.
Originaltitel: Scream 4 (USA, 2011)
Laufzeit: ca. 105 Minuten
FSK: Ab 16 Jahren
Regie: Wes Craven
Darsteller: Neve Campbell (Sifney Prescott), Courtney Coy (Gale Weathers-Riley), David Arquette (Dewey Riley), Hayden Panettiere (Kirby Reed), Lucy Hale (Sherrie),Emma Roberts (Jill Roberts), Mary McDonell (Kate Roberts)...
4/10
64 Bewertungen, 14 Kommentare
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16.03.2012, 10:09 Uhr von dadolger
Bewertung: sehr hilfreichKlasse
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20.10.2011, 21:28 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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20.10.2011, 17:49 Uhr von Volker111
Bewertung: sehr hilfreichHabe mich schon für Scream nie so besonders erwärmen können
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17.10.2011, 17:51 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichdanke fürs Lesen bei mir
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11.10.2011, 20:22 Uhr von Edamia
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht. schönen Abend wünsch ich dir. glg
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07.10.2011, 21:18 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichsehr gut geschrieben
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07.10.2011, 02:08 Uhr von hameln58
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße..Gina
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06.10.2011, 19:37 Uhr von cleo1
Bewertung: sehr hilfreichLG cleo1
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06.10.2011, 16:35 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichViele Gruesse, mima007
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06.10.2011, 16:27 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht.LG Quacky
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06.10.2011, 09:57 Uhr von edelcat
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüsse, Edeltraud
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05.10.2011, 14:53 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^petra
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05.10.2011, 12:28 Uhr von titus01
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße...titus01
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05.10.2011, 11:46 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichViele liebe Grüße. KATJA
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