Frontalansicht mit Schrankwand, so wie er momentan bei mir steht. Der Fernseher wurde mit
Samsung UE55C6700
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Samsung UE55C6700
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Testbericht Samsung UE55C6700

 LED Fernseher
(4,0 von 5)
Platz 399 in der Kategorie "LED Fernseher".
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4,0 von 5)
Meinungen:
Preisvergleich: 1.899,00 € - 1.899,00 €
Bester Preis: 1.899,00 € bei Amazon Marketplace ¹

Testbericht über Samsung UE55C6700

Mein Privatkino XXL

Letzte Aktualisierung am: 19.10.2011, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Empfehlung:ja
Pro:perfektes Bild mit kleinen Abstrichen, Schärfe, Kontrast, Farbecht, Funktionsvielfalt
Kontra:komplizierte Senderlisten, Clouding, recht kostenintensiv
Detaillierte Bewertung
Service: Service von UE55C6700: 4,0  gut
Verarbeitung: Verarbeitung von UE55C6700: 5,0  ausgezeichnet
Zuverlässigkeit: Zuverlässigkeit von UE55C6700: 5,0  ausgezeichnet
Ausstattung: Ausstattung von UE55C6700: 5,0  ausgezeichnet
Klangqualität: Klangqualität von UE55C6700: 4,0  gut
Bildqualität: Bildqualität von UE55C6700: 4,0  gut
Bedienkomfort: Bedienkomfort von UE55C6700: 3,0  mittelmäßig
Bedienungsanleitung: einfach & übersichtlich
Installation: mittelmäßig
Wie einige von euch vielleicht mitbekommen habe, bin ich mal wieder umgezogen. Zum gefühlten 99sten Male. Daher war es mal wieder notwendig, eine fast vollständige Wohnungseinrichtung zusammenzukaufen. Für den Wohnzimmer-Fernseher waren eigentlich nur ein Budget von etwa 600 bis 700 Euro eingeplant und passend dazu einen 42 Zoller. Doch es kam anders, da ich für einen kleinen (großen) Aufpreis durch Beziehungen an ein 55 Zoll generalüberholtes Gebrauchtgerät herangekommen bin. Eben dieses leicht überdimensionierte Schmuckstück aus dem Hause Samsung. Auch wenn man bei einem günstig zu bekommenden Fernseher dieser Klasse sicherlich nicht noch bescheidene Wünsche äußern sollte, so war mir doch wichtig, dass der Fernseher einen eingebauten Kabelreceiver besitzt, FullHD Wiedergabe (also 1920x1080) ermöglicht und natürlich ein vernünftiges Bild abliefern kann. Weniger Wert lege ich momentan noch auf die 3D-Technologie, einfach mangels Einsatzmöglichkeiten. All das ist beim 6700er Modell aus Samsungs C-Serie sicherlich der Fall. Allerdings bin ich mal wieder deutlich über mein gestecktes Budget gekommen. Aber was soll's, dafür habe ich dieses Jahr keine Zeit um in den Urlaub zu fliegen.


Verpackung, Zubehör und Betriebsanleitung
Da mein Bekannter zum Glück die Angewohnheit hat, nahezu alle Verpackungen in seinem Keller zu horten, war der Transport dank Originalverpackung und Styropor kein Problem. Aber schon hier wurde deutlich, dass der Fernseher eigentlich nur zu zweit zu bewegen und aufzustellen ist. Das sollte man berücksichtigen. Auch wegen den 32 Kilo Gesamtgewicht, besonders aber da ein einzelner Mensch einen Karton mit Kantenlängen von 160 und 90 Zentimetern unmöglich mal kurz unterm Arm hängen kann. Dafür ist der Fernseher äußerst gut verpackt und in seinem Karton absolut rutschfest. Auch die Fernbedienung ist so verstaut, dass sie den Fernseher nicht beschädigen kann. Das Zubehör ist bedauerlicherweise angesichts der enormen Möglichkeiten von WLAN über USB hin zu Internetdiensten doch sehr überschaubar. Keine Kabel, kein WLAN -oder USB-Stick. Einfach nur mehrere Bücher in allen erdenklichen Sprachen dieser Welt inklusive deutsch und englisch, eine Fernbedienung und zwei AA-Batterien. Wenn man bedenkt, dass Samsung ja eigentlich möchte, dass gerade die Internetdienste auch genutzt werden und am besten im AppStore kräftig eingekauft wird, ist das sehr mager. Der transparente Kunststofffuß in Glasoptik ist vom Panel des Fernseher getrennt und kann bei Bedarf recht simpel mit vier Schrauben fixiert werden. In meinem Fall hängt der Fernseher jedoch an der Wand.
In Bedienungsanleitung schaue ich normalerweise eher weniger herein, aber der Samsung Fernseher hat einfach so viele Funktionen, dass es nötig wird. Für meine Begriffe ist sie sehr klar und verständlich geschrieben und es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es auf der Samsung-Homepage einen ausgedehnten Support-Bereich mit FAQ, technischen Angaben und Download-Center gibt. Ebenso wie die Möglichkeit der Kontaktaufnahme per Telefon (0180-5; 14 Ct. die Minute) und e-Mail. Man ist sich scheinbar sehr genau bewusst, dass sich manch einer überfordert fühlen könnte, insofern er mit seinem Fernseher nicht nur fern sieht.

Bewertung: 4 von 5 Sterne


Das Erscheinungsbild
Der Fernseher gefällt mir sehr gut. Wobei mir schon im ersten Moment klar war, was Klavierglasoptik und eine glänzende Kunststoffscheibe vor dem Bildschirm bedeuten. Man sieht jeden Fleck und jedes Staubkorn, was unweigerlich mit viel Wienern verbunden ist. Dennoch sieht er klasse aus und ist dank seiner Farbgebung fast für jedes Wohnzimmer passend. Bei mir steht er vor einer dunkelroten Strukturtapete. Passt super. Sehr zweckdienlich finde ich vor allem die Kunststoffscheibe, die zum einen das Panel schützt und zum anderen auch die Navigationselemente am Fernseher beherbergt. Diese befinden sich unterhalb des Rahmen rechts unten. Es handelt sich um berührungsempfindliche Punkte auf der Scheibe, die keinerlei Licht abgeben und folglich beim Gucken auch nicht stören. Klasse gelöst und auch optisch sehr hochwertig verwirklicht. Der Fernseher ist am schmalen Rand gerade einmal 2,6 Zentimeter dick und ist daher für die Nutzung als Wandschmuck wie gemacht. Nur an eine Stelle ragt der Fernseher ein wenig hervor, an der Backplate für die Befestigung, so dass er nicht 100% am der Wand anliegt. Aber dennoch ist der Samsung sehr flach und wirkt dadurch sehr elegant.

Bewertung: 5 von 5 Sterne
Bauart: Ultra Slim / Samsung Crystal TV
Maße und Gewicht (mit Fuß in mm): 1287 x 832 x 307 bei 26,6 Kg
Wandhalterung: VESA 400 x 400


An die Wand geklatscht, eingesteckt und los geht's!
Bevor es an die Wand geht, sollte man sich Gedanken über eine passende Wandhalterung machen. Da Samsung leider auch auf Diese im Lieferumfang verzichtet hat. Für den Fernseher ist eine Halterung im Standard VESA 400x400 angedacht. Sprich, die Bohrungen an der Rückplatte sind im Lochabstand von 400 Millimetern quadratisch angeordnet gefräst worden. Ich habe mich für eine Vogels Halterung entschieden, die dann noch einmal mit rund 50 Euro zu Buche geschlagen hat. Das Einhängen/Verschrauben ist individuell je nach Halterung, ist allerdings meist nicht allzu schwer. Dennoch werden mindestens zwei Personen gebraucht. Einen der guckt und schraubt und einen der das Monstrum von 22,6 Kilo (ohne Fuß) hält. Bevor der Fernseher an die Wand kommt, sollte ich auf einen kleinen Kritikpunkt meinerseits hinweisen. Die Steckplätze für die Antennenkabel, genauso wie für USB oder LAN befinden sich an der Rückseite und sind somit sehr schlecht erreichbar, wenn der Fernseher an der Wand hängt. LAN nutze ich nicht und in Sachen USB habe ich einfach eine USB-Verlängerung zur Hand genommen, die sich gut hinter dem Fernseher und seiner knapp 140 cm Diagonale verstecken lässt. So kann man diese Probleme umgehen. Die Antennenkabel müssen unbedingt angesteckt werden, bevor das Gerät an die Wand kommt. Hinterher kommt man wegen dem geringen Wandabstand praktisch nicht mehr an die Steckplätze heran. Ist alles korrekt angeschlossen, beginnt der Fernseher beim ersten Start mit der Suche nach einer Internetverbindung und startet den automatischen Suchlauf auf allen möglichen Bezugsquellen, die da wären: Kabel Digital und Analog (DVB-C), Antenne (analog, DVB-T), Satellit (DVB-S2), also quasi alle gängigen Standards.

Bewertung: 4 von 5 Sterne


Das Bild im Auge des Betrachters
Wenn ich mir überlege, wie das typische analoge SD-Bild vor ein paar Jahren noch das Auge beleidigt hat, kommt bei HighDef-Material doch immer wieder Freude auf! Man sieht einfach jedes Haar, jedes Detail und leider auch jede Gesichtsfurche im welken Antlitz von ARD-Moderator XYZ. Und dann bei dieser enormen Weite von 138 Zentimeter Diagonale. Wahnsinn! Fast schon ein bisschen zu groß für den erweiterten Hundezwinger, in dem ich im moment temporär wohne. Einfach fantastisch. Und das alles auf diesem Samsung-Modell um so klarer, schärfer und einfach überwältigender. Das alles wird dank einer Bildwiederholungsfrequenz von 100 Hertz umso wohlgefälliger für das Auge. Auch Samsungs "Hyper Real Engine", weiß zu überzeugen. Dabei handelt es sozusagen um eine interne Software, die das Bild der Quelle ein wenig aufmöbeln soll, das Bild-Upscaling betreibt, Farben korrigiert und Fragmente im Bild unterbindet. Der DVB-C Receiver scheint mir auch recht gut zu sein, so dass Blockbildung oder gar ein Standbild stumpf und einfach nicht stattfinden. Die Standardeinstellung für das Bild in Sachen Farbe, Kontrast und Helligkeit sind im Standard schon sehr gut voreingestellt, so dass ich dort keine Änderungen vorgenommen habe. Jedoch gibt es vielfache Anpassungsmöglichkeiten, teilweise so weitreichend, dass die einzelnen Farbkanäle angepasst werden können. Es gibt aber auch vorprogrammierte Einstellungen, mit denen sich das Bild an den Hintergrund (z.B. Schrankwand) anpassen lässt. Das finde ich auch sehr wichtig, da es bei einem so großen Fernseher durchaus einen Unterschied macht, ob der Hintergrund weiß ist oder... meinetwegen eine Rückseite aus dunkler Eiche das Zimmer ziert. Ich bin mit meiner Kernbuchenschrankwand und dunkelroten Grund mit den Standardwerten sehr gut gefahren. Die Farben sind einfach brillant. Sie sind sehr natürlich, wo sie natürlich sein sollen und leuchtend, wo sie leuchtend sein sollen. Durch die Anti-Reflex-Eigenschaft der Kunststoffschutzblende wird auch nichts verfälscht. Klasse! Jedoch habe ich an dem Bild auch einen großen Schwachpunkt ausgemacht. Das Clouding beim C6700 ist leider enorm! Bei schwarzem Bildschirm kann man genau sehen, wo die LEDs sitzen, die das Panel erleuchten. An den jeweiligen Ecken (Edge LED-Technik) nämlich. Dort ist es deutlich heller, was nicht sein sollte und gerade bei dunkleren Nachtszenen doch sehr stört. Es macht einfach keinen Spaß, wenn der Vampir gerade seine Hauer in sein Opfer versenkt und man denkt, es wäre früher Nachmittag. Ein ganz großer Minuspunkt, der auch ein wenig den Fernsehspaß schmälert. Jedoch nur bei extrem dunklen Filmszenen. Ich wollte euch dazu ein passendes Bild fotografieren, leider hat meine Kompakt-Knipse dies nicht hinbekommen. Der mögliche Blickwinkel des Fernsehers ist auch in Ordnung. So wie er bei mir steht, ist er quasi immer in voller Farbpracht einsehbar. Ich denke daher, dass sich der Blickwinkel durchaus den 170 Grad nähern könnte. Das Bild ist also wirklich klasse, solange es nicht zu dunkel wird.
Bewertung: 3,5 von 5 Sterne

Bildschirmdiagonale 138 cm (55 Zoll)
Paneltechnologie Ultra Clear Panel
Backlight-Technologie: LED-Hintergrundbeleuchtung (Anm.d.Autors: Edge)
Clear Motion Rate / Bildwiederholungsrate: 400 CMR / 100 Hz
Auflösung: Full HD 1.920 x 1.080 Pixel
Bildverbesserungssystem: HyperReal Engine / Farboptimierung: Wide Color Enhancer Plus


Der Ton im Ohr des Betrachters
Um es an dieser Stelle kurz zu machen. Die integrierten 2x15 Watt Stereoboxen werden von mir nicht benutzt. Wie bei eigentlich allen Fernsehern dieser Größe wirken sie dann doch ein wenig kümmerlich und können eben trotz simuliertem Raumklang keine echte Soundanlage ersetzen. Daher nutze ich statt den Fernsehboxen auch meine HiFi-Anlage über meinen Onkyo AV-Receiver. Es gibt auch noch diverse Einstellungen, wie der Raumklang nachzuahmen sei, z.B. lautere Stimmen für Filme oder eben mit Betonung auf Musik. Auch diese Einstellungen überlasse ich meinen AV-Receiver. So dass ich mir über die Stereoboxen des Fernsehers kein Urteil erlauben möchte.

Bewertung: keine

Dolby-Technologie: Dolby Digital Plus, Dolby Pulse
Klangsystem: SRS TheaterSound DTS-Unterstützung dts 2.0 + Digital Out
Ausgangsleistung (RMS): 2 x 15 W


Benutzerkomfort und Menünavigation
Die meisten Funktionen des täglichen Gebrauchs sind innerhalb von ein, höchstens zwei Tastendrucke auf der durchaus hochwertigen Fernbedienung erreichbar. EPG, Bild-in--Bild und auch das Wechseln zwischen den verschiedenen Empfangsquellen. Alles wurde sauber gelöst. Das ist bei den vielfältigen Quellen aufgrund von 4 HDMI-Schnittstellen, zwei USB-Ports und einem LAN-Zugang auch extrem wichtig. Die Fernbedienung ist mit einer sehr intuitiven Tastenbelegung versehen. So dass sie angesichts der vielfältigen Funktionen des Geräts im Alltag erstaunlich leicht handzuhaben ist. Auch die vielfachen Möglichkeiten, sich "eigene Listen" zusammenzustellen kenne ich in diesem Umfang nicht. Ganze 4 Favoritenlisten können angelegt werden, und zwar bunt gemischt. DVB-T Sender können in der selben Liste stehen wie analoge und digitale Kabelsender oder Satelliten-TV. Auf diese Weise lassen sich auch sehr einfach themenbezogene Listen aufbauen. Einzig das Sortieren der Listen durch Verschieben der Sender ist eine einzige Zumutung und wird auch im Handbuch nur sehr dürftig erklärt. Und selbst in den Foren der "Samsung-Community" sucht man oft vergebens nach Rat. Ich halte mich eigentlich für jemanden, der im Bereich Technik und Unterhaltungselektronik schon einiges gesehen hat und auch ausknobeln musste, aber hier stieß ich an meine Grenzen. Im Prinzip habe ich es dann doch hinbekommen, allerdings in stundenlanger Sisyphusarbeit nach dem Trial&Error Verfahren. Soll heißen, ich habe solange herum probiert, bis es passte. Das fand ich dann doch sehr ärgerlich, insofern sich diese Prozedur durchaus öfters wiederholt, wenn Kabel Deutschland mal wieder Sender verschiebt oder einfügt. In diesem Zusammenhang vermisse ich auch die PVR-Funktion ein wenig. Also die Möglichkeit das Programm über USB auf eine externe Festplatte, einen Festplattenrekorder oder Stick aufzunehmen. Das etwas günstigere Modell C6200 kann das, also warum hat man hier diese Funktion gestrichen? Angeblich sollte dies per Firmware-Update möglich sein, jedoch hat sich für mich nach einem Upgrade auf die aktuelle Version rein gar nichts verändert.
Ich halte also fest, dass sich der Fernseher im Alltag durchaus einfach und komfortabel bedienen lässt und die Fernbedienung durchaus gut ist. Aber sobald man etwas individuell gestalten will, wie etwa Senderlisten, ist sehr viel Geduld gefragt.

Bewertung: 3 von 5 Sternen


Die eingebauten Receiver und die Wiedergabe vom USB-Stick
Was die Receiver angeht, in meinen Fall digitaler Kabelreceiver, bin ich ein wenig ein gebranntes Kind. Irgendwie bin ich doch jedes Mal ein Stückweit auf die Nase gefallen. Zuerst kam ein Humax der erst einmal eine Gedenkminute hatte, bevor er überhaupt gestartet hat und Umschaltzeiten hatte, die zwischendrin einen Toilettenbesuch möglich machten. Dann hatte ich den Smart MX83 (s. Bericht), der mir inzwischen weggebröselt ist und sich zuletzt jede 30 Minuten auf gehangen hat. Da war ich dann doch skeptisch mit dem Fernseher eine sozusagen unbekannte "Komplettlösung" zu kaufen. Aber die Sorgen war unbegründet. Der eingebaute Kabelreceiver ist erste Sahne und wird seit dem Kauf des Fernseher und wohl auch schon beim Vorbesitzer problemlos eingesetzt. Die Umschaltzeiten sind mit ca. einer halben oder ganzen Sekunde super und zuverlässig ist er auch. Auch am DVB-T Receiver habe ich nichts zu meckern. Trotz den dicken, alten Mauerwänden eines Altbaus ist der Empfang hier am Münchner Stadtrand beeindruckend und nahezu frei von Aussetzern. Der USB 2.0-Port tut ebenso seine Arbeit für normales Bildmaterial. Nur bei FullHD-Material hat er bei mir ein wenig geschwächelt. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nicht am Stick lag. Jedenfalls hat es ordentlich geruckelt. Möglicherweise sind auch die Übertragungsraten für USB einfach zu hoch gewesen. In diesem Zusammenhang bin ich auch von der Komptabilität des Samsungs durchaus angetan. Ihm wurden alle gängigen Codecs und Fomate eingebläut. Legendlich eher exotische Formate wie FLAC oder Untertiteldateien, die konnte er dann nicht mehr wiedergeben. Aber MP3/AAC/WMV/MKV/h.264/MPEG wurden alle im vollen Funktionsumfang akzeptiert. So zum Beispiel auch Dinge wie die Kapitelauswahl. Der Ottonormalgucker wird hier in Sachen Abspielfähigkeiten gar keine Probleme haben. Zum Satellitenempfang kann ich mangels Erfahrung genauso wenig sagen wie über die Möglichkeiten per LAN. WLAN ist ja immer so eine Kette von Faktoren. Jedenfalls habe ich auch da bisher keine Probleme gehabt. Von der Qualität der eingebauten Receiver und der USB/LAN/WLAN-Controller bin ich überzeugt worden.

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Empfang: DVB-T/C/S2
Common Interface Typ: 1 CL+ Schacht (HD+ kompatibel)
Anschlüsse: 4x HDMI, 2x USB, 1x Komponenteneingang, 1x Composite, 1x S/PDF (digital, optisch), 1x Sub-D, 1x SCART, 2x Antenneneingang RF, Kopfhörerausgang, 1x LAN Ethernet


Internetfunktionen - Heute schon am Fernseher auf YouTube gesurft?
Ehrlich gesagt bin ich was dieses Thema angeht von allen Herstellern ein wenig enttäuscht. Auf diesem Gebiet gibt es immer noch nur halbgare Lösungen, die mir persönlich das vielgelobte "Internet-TV" nicht von den Lippen kommen lassen. Es gibt kein offenes Netz mit einem Browser zum surfen, keine vernünftige Navigationsmöglichkeit, das vorhandene Angebot zum Filme herunterladen und/oder Streaming ist in den Kinderschuhen und noch nicht spruchreif. Wer solche Dienste wünscht, braucht einen externen Anbieter mit externer Hardware (z.B. das Entertain der Telekom oder Maxdome). So auch bei Samsung. Vor der Nutzung des "Internet-TV" wird zunächst logischerweise der Zugang zum Netzwerk benötigt. Dies geschieht bei WLAN sehr einfach, eigentlich wie bei jedem anderen Gerät auch. Es wird ein WLAN-fähiger Router und eben ein WLAN-Stick benötigt, der leider nicht im Lieferumfang dabei ist. Samsung versucht seinen eigenen überteuerten WLAN-Stick als Sonderzubehör unter die Leute zu bringen, aber Modell XYZ tut es genauso. Ist der WLAN-Stick einmal eingesteckt, muss er nur noch am Router angemeldet werden und es kann losgehen. Standardmäßig sind diverse kleinere Spielchen und Apps von zum Beispiel Facebook, Youtube und dem Bildhoster Picasa angelegt. Dieses Angebot an Apps kann - natürlich gegen eine kleine "Aufwandsentschädigung - im AppStore von Samsung ständig erweitert werden. Im Grunde finde ich es nicht schlecht, wie Samsung das Problem mit der Navigation gelöst hat. Man hat sozusagen eine eigene Oberfläche, die einzig mit der Fernbedienung recht gut zu bedienen ist. Bei YouTube kann man ganz simpel mit den Pfeiltasten der Fernbedienung navigieren. Zusätzlich steht einem eine kleine Tastatur zur Verfügung mit der ähnlich wie am Handy per 0-9 Nummernpad Worte geschrieben werden können. Gerade bei YouTube sieht man bei Videos, was für eine fantastische Arbeit der "Hyper Real Engine" leistet. Es ist schon Wahnsinn mit welch einer sauberen Kantenglättung die bis zum Minimum komprimierten YouTube-Videos auf dem Fernseher erscheinen. Ganz große Klasse! Bei Seiten mit Passwortschutz wie Facebook oder Picasa wird anscheinend ein Cookie hinterlegt, so dass man diese Prozedur nicht bei jedem Besuch über sich ergehen lassen muss. Gut, es ist alles machbar. Aber ehrlich gesagt benutze ich für solche Dinge immer noch lieber meinen PC.

Bewertung: 3 von 5 Sternen


All Share und Anynet - Alle Samsung Produkte aus einer Hand und mehr
"All Share" und "Anynet" sind eigentlich zwei verschiedene Features beim Fernseher. Allerdings habe ich nie so recht verstanden, wo das eine anfängt und das andere aufhört. Daher habe ich sie einfach einmal zusammengeworfen. Kurzum geht es darum, dass sämtliche Samsung-Gerät im Multimedia-Haushalt zusammenwirken sollen. So soll zum Beispiel, wenn der Blu-Ray-Spieler eingeschaltet wird, der Fernseher mit angehen und automatisch die richtige Schnittstelle zum Blu-Ray-Gucken angewählt werden. Wenn man während des Films auf sein Blutooth-fähiges Samsung Handy einen Anruf bekommt, wird das im Bild des Fernsehers mit einem Symbol angezeigt. Empfangene Nachrichten können auf dem Bildschirm Bild-in-Bild wiedergegeben werden. Dabei ist es zum Beispiel auch Möglich mit der Fernbedienung des Blu-Ray-Spielers Es geht also darum, dem Multimedia-Menschen von heute ein paar Handbewegungen und Tastendrücke abzunehmen. Ganz ehrlich, ich bin heilfroh, dass man diese Funktionen abschalten kann. Es klingt ja auf dem ersten Blick alles gut und schön. Blu-Ray einlegen und schon kann man sich den Film ohne weitere Verzögerungen ansehen. Nur fängt das Problem schon da an, dass ich meinen spannungsgeladenen Thriller nicht über die kläglichen TV-Boxen hören möchte, sondern über meine 5.1 Anlage über den AV-Receiver. Ein Onkyo. Onkyo? Ein Nicht-Samsung-Gerät? Hilfe! Spätestens hier ist "All Share" (meine ich) überfordert und weiß nicht mehr rein noch raus. Die Möglichkeit dem System manuell zu sagen, was Sache ist, gibt es nicht. Deswegen ist dieses Feature für mich weitestgehend wertlos. Meine Alternative lautet "Logitech Harmony", eine programmierbare Fernbedienung, die die Standard Samsung Fernbedienung bei mir schon nach der zweiten Woche abgelöst hat. Die Idee ist zwar gut. Aber die Umsetzung ist mehr als nur ausbaufähig. Vor allem ist es notwendig, den Menschen mit einzubeziehen. Leider ist dies wohl nicht im Sinne des Erfinders, da ja gerade der Automatismus das große Plus sein soll.

Bewertung: 2 von 5 Sterne

Funktionsvielfalt:
Internet@TV, AllShare, Connect Share Movie, BD Wise, WLAN Adapter Support, Teletext, 25 Menüsprachen, Bild-in-Bild, Anynet+, automatischer Senderdurchlauf, automatische Lautsprecheranpassung, Uhrzeit, Timer-Schaltung, EPG, Spielemodus, digitaler Rauschfilter


Das leidige Kostenthema
Bei mir ging das jetzt nach dem Motto "bin ich billig heran gekommen". Normalerweise ist der C6700 aber alles andere als preiswert und spielt für einen 55 Zoller ohne 3D Feature ziemlich weit oben in der Preisklasse mit. Bei Amazon kostet das gute Gerät derzeit 1970 Euro (Preis 25.07.2011). Ganz ehrlich, das wäre mir auch für diese enorme Größe einfach zu viel Geld. Samsung steht zwar gerade in dem Sektor für Spitzenklasse, aber das ist es nicht wert. Eine zumindest etwas günstigere Alternative wäre zum Beispiel der kleine Bruder, der C6200. Wenn man die technischen Daten so durchsieht, erkennt man kaum einen Unterschied und er ist etwa 200 Euro billiger. Dafür kann er aber mit einer PVR-Aufnahmefunktion aufwarten. Warum auch immer diese im C6700 nicht integriert wurde. Was den lieben Strom angeht, so ist der C6700 für seine Klasse der 55 Zoller recht sparsam. Als Höchstwert ist 190 Watt angegeben, der Durchschnittsgucker verbraucht 140 Watt. Im Stand-By sind es verschwindend geringe Werte jenseits von 0,06 Watt. Man sollte sich da nichts vormachen, um so größer der Fernseher, um so höher ist der Verbrauch. Allerdings ist die LED-Technologie grundsätzlich recht sparsam. Der C6700 hat sich das Öko-Siegel "Planet First" verdient.

Bewertung: 4 von 5 Sterne


Schlussendlich
Wenn man mich heute fragen würde, ob ich mit dem Gerät zufrieden bin, würde ich antworten: Ja! Das Bild ist einfach großartig und das ist ja nun einmal das wichtigste an einem Fernseher. Man sollte vor dem Kauf auch die Größe bedenken. 55 Zoll sind riesig und für meinen Laufstall schon eigentlich zu groß. Das Clouding-Problem fällt nur selten ins Gewicht, dafür allerdings um so heftiger. Über die Boxen brauchen wir kein Wort verlieren. Die Internetfunktionen finde ich wie bei fast allen anderen Herstellern auch ein wenig lieblos dahin geklatscht, auch wenn Samsung in Sachen Navigation sich hat etwas einfallen lassen. Wenn ich da an meinen Sharp denke (meine letzte Glotze) ist dies schon um Welten besser geworden. So bleiben mir persönlich neben dem Clouding eigentlich nur zwei große Kritikpunkte, diese "Anytime-All Share" Geschichte und die unglaublich komplizierte Senderbelegung. Gerade letzteres ärgert mich dann doch. Der Preis ist mir im Vergleich zu anderen Modellen auch ein wenig zu hoch. Knappe vier Sterne von meiner Warte aus.

Der Testbericht bezieht sich auf den Samsung UE55C6700 (EAN: 8808993767021) mit der Fernbedienung TW 1060.
RoneryWulf
Testbericht-Gesamtbewertung: besonders wertvoll
Der neueste Kommentar
campino
campino, 21.10.2011

..... lg andrea .....
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