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Marianne Scarics: Sensibel kompetent - Zart besaitet und erfolgreich im Beruf
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Marianne Scarics: Sensibel kompetent - Zart besaitet und erfolgreich im Beruf

Testbericht Marianne Scarics: Sensibel kompetent - Zart besaitet und erfolgreich im Beruf

 (Taschenbuch)
(5,0 von 5)
Platz 7 in der Kategorie "Ratgeber Lebenshilfe & Psychologie".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5,0 von 5)
Meinungen:
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Testbericht über Marianne Scarics: Sensibel kompetent - Zart besaitet und erfolgreich im Beruf

)) Die schreibt über mich! ((

erstellt am: 27.12.2011, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Empfehlung:ja
Pro:mutmachend, inspirierend, sensibel geschrieben
Kontra:evt. der Preis - mir war es das wert!
Die Erkenntnis, dass ich hochsensibel bin, traf mich völlig überraschend und brachte in erster Linie eine große Erleichterung für mich. Dass mit mir etwas nicht stimmt, dass ich anders ticke als meine Mitmenschen, dass ich oftmals überfordert oder in mich gekehrt bin – das wusste ich alles, wurde mir auch unzählige Mal von Familie, Freunden und Bekannten gesagt. Viele meiner Probleme ließen sich plötzlich viel besser erklären/verstehen und vergangene Begebenheiten sehe ich nun in einem neuen Licht.

Somit wollte ich nach meiner Entdeckung mehr darüber erfahren und ließ mir zu Weihnachten das Buch „Sensibel kompetent – Zart besaitet und erfolgreich im Beruf“ von Dr. Marianne Skarics schenken. Und als ich begann zu lesen, fühlte ich nur eins: Die Autorin schreibt über mich, sie beschreibt mein Leben, meine Gefühlswelt und vor allem meine berufliche Laufbahn, die man nur noch kraterübersät nennen kann.


~~ Dr. Marianne Skarics ~~

Da frag ich mich natürlich sofort: Wer ist die Frau, die ein Buch über mich schreibt? Dr. Marianne Skarics ist selbst hochsensibel und beschäftigt sich seit Jahren mit dieser Thematik, was man ihrem Buch definitiv anmerkt. Sie studierte an der Universität Wien und zwar die Fächer Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Philosophie und Pädagogik. Sie ist außerdem ausgebildete Graphologin und freie Songtexterin. Ihr erstes Buch trägt den Titel „Popularkino als Ersatzkirche?“ und erschien 2004.
Mit „Sensibel kompetent“ zollt sie ihrer eigenen Hochsensibilität Tribut und trägt sehr dazu bei, dieses Phänomen an die Öffentlichkeit zu bringen, wofür ich ihr sehr dankbar bin.


~~ Sensibel kompetent ~~

Da meine Schwierigkeiten hauptsächlich im beruflichen Umfeld zu finden sind, wollte ich das Buch haben, das sich mit diesem Lebensbereich vorrangig beschäftig. Wie erwähnt, erkannte ich mich und mein Leben in diesen Seiten, die ich euch nun vorstellen möchte. Dazu nutze ich die gleiche Aufteilung, die auch das Buch durchzieht.


1. Was ist das, Hochsensibilität (HS)???

Circa 15 – 20 % der Menschheit ist hochsensibel. Doch was heißt das nun, was macht Hochsensibilität denn aus? Zur Erklärung dieses Phänomens nutze ich gleich mal das Buch selbst und zitiere von Seite 14:
„Hochsensible Menschen haben aufgrund einer physiologischen Disposition eine erhöhte Empfänglichkeit für Reize. Diese erhöhte Aufnahmebereitschaft für äußere (z.B. Geräusche, Gerüche, Berührungen…) und innere Reize (z.B. Erinnerungen, Vorstellungen, Gedanken…) führt dazu, dass Hochsensible mehr Informationen wahrnehmen. Zusätzlich verarbeiten sie diese wesentlich tiefer und gründlicher als nicht hochsensible Menschen.“

In einfacheren Worten: Hochsensibel Menschen sind anfälliger für Reize und benötigen viel Zeit, um diese Reize zu verdauen / verarbeiten. Dabei gibt es sehr viele verschiedene Variationen der Hochsensibilität. Die einen springen extrem bei Geräuschen an (vor allem Maschinenlärm kann so jemanden in die Knie zwingen und große Schmerzen bereiten), andere können bestimmte Gerüche intensiv wahrnehmen (erinnert mich ein wenig an „Das Parfum“), wieder andere sind sehr empathisch (spüren das Befinden anderer Menschen sehr intensiv), und wieder andere versinken so sehr in einen Gedanken, dass sie darüber Stunden verbringen, um ihn zu Ende zu denken. Dabei gilt, dass sich diese Ausprägungen natürlich nicht einzeln zeigen, sondern in der Regel zusammen auftauchen, weshalb es oftmals zur Überreizung des Gehirns kommt.

Bei mir selbst ist die Empathie besonders ausgeprägt. Sehr oft habe ich mir die Frage gestellt, warum ich so leicht hinter die Masken von vielen Menschen schauen kann, warum ich fühle, wenn jemand lügt oder warum ich ‚schlechte’ Gefühle anderer so extrem annehme, als wenn ich sie selbst hätte. Wie oft wusste ich, was der andere sagen will, bevor er es sagte… Wie oft bekomme ich kleine Gesten oder Gesichtmimiken mit, die kein anderer der Anwesenden bemerkt hatte? So oft dachte ich, ich bilde mir das ein, ich spinne… Nun weiß ich, dass ich nicht spinne und nicht verrückt bin, sondern dass eine Laune der Natur mir die Hochsensibilität gegeben hat und ich damit leben darf/muss/möchte.

Den Begriff „Hochsensibilität“ (auch Hochsensitivität, Hypersensibilität) prägte die amerikanische Psychologin Elaine Aron erstmals im Jahre 1996. Dementsprechend ist die Forschung auf diesem Gebiet erst 14 Jahre jung, was bedeutet, dass die Wissenschaft sich zu diesem Phänomen noch nicht bekannt hat. Aber es gibt bereits mehrere Bücher zur Hochsensibilität auf dem Markt (sowohl englische als auch deutsche) und immer mehr Menschen erkennen sich selbst als hochsensibel.

Am Ende des Berichtes werde ich einige Links aufführen, worunter auch ein Selbsttest ist, um herauszufinden, ob man selbst hochsensibel ist.


2. Arbeitswelt heute

Dieses Kapitel beschreibt, in welchen Umständen heutzutage Arbeit stattfindet. Stress, Hektik und vor allem Belastbarkeit sind unabdingbare Vorraussetzungen, um Erfolg im Beruf zu haben.
Hochsensibel sind zwar genauso belastbar wie Nicht-hochsensible, ABER da sie in gleicher Zeit viel mehr Reize aufnehmen, sind ihre Akkus einfach schneller leer – sie brauchen früher Erholung und vor allem mehr Zeit zur Verarbeitung der aufgenommen Reize. Daher ERSCHEINEN sie oftmals weniger belastbar und werden daher schneller abgestoßen. Einfühlungsvermögen, ganzheitliches Denken von Prozessen / Ideen sind die Stärken der Hochsensiblen, aber in einer Zeit, in der schneller und am besten riesenhafter Erfolg wichtig ist, zählt umsichtiges und prüfendes Verhalten nicht viel.

Selbst im Gesundheitsbereich, wo besondere Empathie und Einfühlungsvermögen von großem Vorteil sind, zählt heute nur noch der Profit. In Krankenhäusern hasten die Schwestern und Ärzte von einem Patienten zum nächsten, Zeitdruck und viel zu viele Mängel machen ihnen die Arbeit schwer. Wer mit den Patienten fühlt, ist nicht tragbar, wer zuviel Zeit mit ihnen verbringt, um ihnen die Schmerzen / Einsamkeit etc. zu erleichtern, kostet Geld und schafft nicht genug.
Für Hochsensible scheint kein Platz mehr in der heutigen Arbeitswelt zu sein.


3. Herausforderungen am Arbeitsplatz

Dieses Kapitel beschreibt die vielen Anforderungen, die es auf der Arbeit und durch die Arbeit geben kann.
Jeder Mensch kennt Schwierigkeiten mit Kollegen und oder Vorgesetzen. Machtgerangel, Rivalendenken, Mobbing sind leider heute keine Seltenheit mehr, denn Arbeit ist knapp und jeder kämpft um seinen Lebensunterhalt. Wenn nun schon Nicht-Hochsensible oft diesen Schwierigkeiten erliegen und dadurch krank werden, so sind solche Umstände für HS noch schlechter zu ertragen. Hinzu kommt, dass Hochsensible sehr oft den Eindruck von „der ist seltsam“ hinterlassen und damit gerne als Mobbingziel gewählt werden. Sie werden in der logischen Konsequenz viel schneller psychisch krank, fühlen sich der negativen Reize früher hilflos ausgesetzt und durch die intensive Verarbeitung solcher Erlebnisse verfestigen sich die schlechten Gefühle oft zum Burnout oder zur Depression.

Das Kapitel gibt aber ebenfalls Ratschläge, wie solche Situationen gehandhabt werden können. 5 Wege zählt die Autorin auf, um Mobbing zu vermeiden bzw. sich dagegen zu wehren:
- offene Gegenwehr (dem Mobbenden direkt ins Gesicht sagen, was los ist)
- externe Experten einbeziehen und damit den Konflikt lösen
- Betriebsrat einbeziehen und einen Schlichtungsversuch unternehmen
- Vorgesetzten einbeziehen und dadurch für Klarheit sorgen
- Juristische Maßnahmen ergreifen.
Der wichtigste Weg ist natürlich: Sich des Mobbings bewusst machen und über seinen Schatten springen und etwas unternehmen, anstatt sich zurückzuziehen und es zu erdulden (was viele Hochsensible – und ich selbst auch - eher tun, da HS in der Regel ein sehr stark ausgeprägtes Harmoniebedürfnis haben).

Somit zeigt dieses Kapitel das „Fehlverhalten“ eines HS auf, bietet aber gleich Hinweise und Tipps zur Lösung an. Sicherlich sind diese nicht sofort umsetzbar, aber mit Übung wird ein Meister geboren ;)


4. Fron, Job oder Berufung

Für mich das wichtigste Kapitel des gesamten Buches. Es beschreibt drei Arten, wie ein Arbeitsplatz empfunden werden kann:
Als Fron
Als Job
Als Berufung


Fron

Fron lässt mich an Skavenarbeit denken, an Qual, Leid, Schmerzen und vor allem Zwang. Und genau das ist gemeint.
Wenn man sich morgens hochquält und weinen möchte, weil man zu dem ungeliebten Arbeitsplatz gehen muss. Wenn man jede Minute zählt bis zum Feierabend. Wenn man sich nicht mal freuen kann, wenn der Feierabend endlich da ist. Wenn man am Freitag abend schon leidet, weil man Montag wieder arbeiten muss. Wenn man jeden Tag sich klarmachen muss, dass man das Geld braucht.
Dann ist es Fron! Warum tut man sich das an, fragt die Autorin? Ja, warum? Weil man keine Alternative sieht, weil man glaubt, man kann eh nichts anderes. Weil man so ausgelaugt ist von dieser ungeliebten Arbeit, dass man keine Motivation hat, sich etwas anderes zu suchen. Weil man im Müll drin steckt und befürchtet, in eine Jauchgrube zu kommen.

Dieses gilt für alle Menschen, ob HS oder nicht. Während aber Nicht-HS so einen Frondienst durchaus über Jahre verrichten können, gehen HS innerhalb kurzer Zeit zugrunde. Zu den vielen schrecklichen äußerlichen Reizen gesellen sich innere Vorwürfe, depressive Zukunftsbilder und seelische Abgestumpftheit. Selbst wenn sie nur wenige Stunden in so einem Job verbringen, werden sie innerhalb weniger Wochen ihr gesamtes Privatleben quasi einstellen, weil ihre Kopfspirale ihnen keine Möglichkeit mehr geben wird, mit Freunden, Bekannten ect. zu lachen, Freude zu empfinden. Ihr gesamtes Nervenkostüm richtet sich auf Negatives, auf Depressives.
Und auch hier gibt es wieder Aufmunterung für Menschen, die so einen Frondienst verrichten: Die Autorin nennt eindringlich Gründe, warum man 1. diesen Arbeitsplatz sofort verlassen sollte und 2. warum es doch immer eine Alternative gibt. Wer sich seiner Qualitäten bewusst ist, wird auch einen anderen, besseren Job finden! Wer weiß, was er kann, wird auch einen Personalchef überzeugen können. Wichtig ist es, dass der Job zu den eigenen Fähigkeiten passen muss und eben nicht umgekehrt!


Job

Der Job ist deutlich besser als Fron. Es ist zwar noch nicht die Arbeit, woran das Herz hängt, aber die Umstände sind so gut, dass man es gut ertragen kann. Ob es nun besonders liebe Kollegen sind, oder die Bezahlung und Arbeitsbedingungen super sind, es kann irgendetwas sein, was einfach stimmt.

Für Nicht-HS ist dieses in der Regel der Job, den sie anstreben und halten wollen. Es lässt sich halt gut arbeiten, die Arbeit selbst geht gut von der Hand und sein Herz hat man eben zu Hause beim Hobby.
Auch HS halten es oftmals Jahre oder sogar dauerhaft mit einem Job aus, aber es wird ihnen immer etwas fehlen, um wirklich glücklich zu sein. Für Hochsensible muss die Arbeit einen Sinn ergeben – und zwar nicht einen Profit- oder Wirtschaftssinn -, sondern ein Sinn in der Wirkung der Tätigkeit. Veränder ich etwas in der Welt durch mein Tun? Und vor allem: Verbessere ich damit etwas? Bei einem Job ist das nicht der Fall, aber es ist halt auch kein Fron, es ist eben Arbeit für Geld


Berufung

Womit wir bei der Berufung sind. HS brauchen in ihrer Arbeit Sinn und Ganzheitlichkeit, d.h. die Arbeit (oder das Ergebnis) muss für sie etwas sein, dass ihren ethischen, künstlerischen und gerechtigkeitssinnlichen Werten entspricht. So finden sich sehr viele HS in folgenden Berufsgruppen: Therapeuten, Lebensberater, Heilpraktiker, Ärzte, Rechtsanwälte, Autoren, Freie Künstler, Journalisten, Lehrer…

Diese Berufe können eine Berufung für HS sein, wenn sie ihn so ausüben können, wie sie es für richtig erachten. Daher sind viele dieser HS selbständig oder freiberuflich, um sich ihre Arbeitsbedingungen einzurichten und ihren hohen Ansprüchen gerecht werden zu können. Die Berufung erfüllt Herz und Verstand eines Menschen, er erfüllt ihn mit Freude und Lebensmut – und zwar jeden Menschen! Aber für HS ist der Umstand, die Berufung leben zu dürfen, noch viel wichtiger und existienzieller. Sie ist notwendig, damit HS gute Arbeit bringen können – und diese Arbeit ist oftmals weitaus präziser und erfolgreicher als die von anderen, weil HS sie komplett durchdenken und somit auch evtl. Schwierigkeiten im Voraus erahnen und verhindern können. Als Ausgleich dazu braucht es eben viel länger, bis die Arbeit von HS fertig ist :)


5. Steine am Weg zur Berufung

Das Kapitel zählt Probleme auf, die auf der Suche nach der Berufung auftauchen können. In der Regel sind es die eigenen Ängste und Sorgen, die vor allem HS zurückhalten, den Weg zur Berufung konsequent anzugehen. Denn obwohl HS viele besondere Stärken haben, zeichnen sie sich in der Regel als introvertiert, ängstlich und vorsichtig aus. Sie haben gelernt, ihre Intuition ernst zunehmen, da vieles eingetroffen ist, was sie gefühlt hatten. Und da sie Projekte im ganzen durchdenken (also auch Misserfolge ect.), scheuen sie oftmals davor zurück, neue Wege einzuschlagen. Die Autorin analysiert hier sehr genau, welche Schwierigkeiten man sich selbst macht, wie man sich selbst blockiert, um nur kein Risiko einzugehen. Und dann zeigt sie Schritte, die einen langsam dem Ziel näher bringen können. Auch hier gibt sie wieder viel Mut und Hoffnung in ihre Zeilen, um zu sagen: Wage es, geh deinen Weg!


6. Sensibilität als Ressource

Sensibilität ist wichtig in unserer Gesellschaft. So wie Stärke viele Vorteile hat, so besitzt auch Sensibilität eine Kraft in sich, die oftmals unterschätzt wird. Sensible tragen oft zum guten Betriebsklima bei, sie können Konflikte (die nicht sie selbst betreffen) meistens sehr schnell auflösen, wirken harmonisierend auf ihre Mitmenschen und können – wie erwähnt – oftmals auch Probleme oder Schwierigkeiten „voraussagen“, einfach weil sie ein Projekt komplett durchdenken können. So wie Stärke ein Projekt pushen kann, kann Sensibilität es zu dauerhaftem Erfolg führen. Wo Muskelkraft schwere Teile bewegen kann, kann Sensibilität motivieren und anfeuern. Es sind andere Werte, aber beides in Kombination wäre wohl die beste Symbiose überhaupt.


7. Berufe für Sensible

In diesem Kapitel werden die Berufe noch mal vorgestellt, die für Sensible Menschen insbesondere empfehlenswert sind. Eine Auswahl habe ich oben bereits genannt.
Die Autorin stellt hier die fördernden, als auch die hemmenden Seiten dieser Berufe vor und gibt damit einen guten Einblick, inwieweit sie für HS geeignet sind. Dabei stellt sie typische Eigenschaften von Hochsensiblen vor und analysiert diese in Bezug auf die Berufe. Auch Selbstständigkeit als Alternative nimmt sie unter die Lupe und wägt die Vorteile mit den Nachteilen ab.


8. Frei im Beruf

Dieses Kapitel beinhaltet die Themen Selbstvertrauen und Selbstliebe, denn nur wer über das beides verfügt, kann in seiner Berufung aufgehen und erfolgreich sein – der Glaube und Wille versetzt nun mal Berge ;)

Auch Gedanken zu Kraft und Ausdauer kommen hier zu Sprache, wer seinen Beruf als Berufung sieht, wird dieses Antrieb besitzen und somit auch über Kraft und Ausdauer verfügen. Natürlich mit Beachtung der „Verschnaufpausen“ = Verarbeitungszeit der Reize.


9. Bibiliographie

Wer weiter recherchieren möchte, kann die umfangreiche Liste an Literatur nutzen, die die Autorin hier dankenswerter Weise angefügt hat.



~~ Was sage ich denn nun zu dem Buch? ~~


Das Buch war für mich wie eine Erleuchtung! Und ich bin so dankbar, dass ich es bekommen habe!

Wie ihr unweigerlich bemerkt habt, springt in jeder Kapitelbeschreibung meine persönliche Note durch, aber ich kann auch nicht anders, denn was die Autorin schreibt, trifft auf mich zu 100% zu! Und sie schreibt so leicht, so sensibel *g* und motivierend, dass mir oft die Tränen in die Augen traten. Endlich habe ich eine Erklärung für mein „Andersein“, und endlich können mich die Ärzte mal kreuzweise mit ihrem: „Ich weiß nicht, was Sie haben!“… Nun ICH weiß es jetzt!

Dabei liegt meine Ausprägung wie bereits erwähnt auf der empathischen Schiene, dadurch bekomme ich leider aber Ablehnung mir gegenüber deutlich zu spüren und dieses macht einen widerrum noch empfindsamer. Gerade auf der Arbeit ist es so schwierig, diese Gefühle auszuschalten oder zu ignorieren, sodass ich nach gewisser Zeit immer verzweifelter werde, was ich machen soll. Ich eckte immer an, und ich habe mittlerweile wirklich den Lebenslauf eines Lebenskünstlers ^^ Mit Entdeckung meiner HS und mithilfe dieses Buches hoffe ich, solche beruflichen Katastrophen wie in der Vergangenheit, abwenden zu können.

Daher verstehe ich das Buch fast als ein Arbeitsbuch, denn die vielen Anregungen, Tipps und Hilfestellungen lese ich immer mal wieder durch, um zu üben, sie anzuwenden. Und einige sind wirklich kinderleicht! Ein Beispiel? Klar, gerne: So schreibt sie, wenn einem mal wieder auf der Arbeit alles zuviel wird, weil drei Leute gleichzeitig was von einem wollen, das Telefon klingelt und ein Lieferant eine Unterschrift haben will, so soll man kurz die Augen schließen, tief durchatmen und dann eine abzuarbeitende Reihenfolge für sich festlegen und diese dann durchziehen- ist man damit fertig, soll man sich ein paar Minuten Auszeit nehmen und vor die Tür gehen oder aus dem Fenster schauen oder ähnliches, um sich zu „neutralisieren“.

Als ich es las, dachte ich: Haha, witzig, wie soll das denn gehen??? Naja, wie das so ist, gab es ziemlich schnell darauf genau so eine Situation: Eine Kunden wollte was von mir, zwei Kollegen fragten was und der PC-techniker hatte auch noch i-was… Ich merkte, wie mein Puls hochschoss und mir leicht schwindelte (mein Zeichen von Überreizung) und da fiel mir der Tipp ein. Ich machte genau das: Ich atmete tief durch, rief meinen Kollegen und der Kundin zu: „Moment bitte!“ und „bearbeite“ dann die Reihenfolge: Techniker, Kundin, Kollegen. Und dann sagte ich zu den Kollegen: „Ich geh mal eben vor die Tür“. Und Überraschung: Keiner hatte was dagegen!!! Seitdem funktioniert das einwandfrei, meine Kollegen wissen mittlerweile auch, warum ich es so mache und verstehen das sehr gut.

Natürlich wird das nicht bei allen Tipps funktionieren, die in diesem Buch begegeben werden. Oftmals liegt es aver daran, dass der betroffene Mensch sich gerade in einem Fronjob befindet, wo solche Tipps wirklich kaum unmgesetzt werden können, weil die Bedingungen dazu gar nicht gegeben sind. Aber das Buch regt mich an, auch andere Wege zu suchen und zu finden, um Überreizung und Überforderung zu vermeiden. Natürlich gelingt es mir immer noch nicht dauerhaft, aber ich registriere Fortschritte!
Auch über Berufung habe ich dank dieses Buches nachgedacht. Ich bin noch nicht sehr weit in diesen Gedanken, habe aber bereits eine Vorstellung, was ich machen möchte und wie es funktionieren könnte. Mal schauen!

Das Buch ist so geschrieben, dass wirklich jeder alles verstehen kann. Es erklärt, zeigt auf und ist unglaublich motivierend. Es ist ein Sachbuch, ein Buch über ein Phänomen, das immer noch weitgehend unbekannt ist. Das soll und muss sich ändern! „Sensibel kompetent“ kann und möchte ich wirklich allen Lesern empfehlen, nicht nur HSlern, sondern jedem Menschen, um HSler besser zu verstehen und die Welt einfach mal mit ihren Augen zu sehen. Und wenn Sensibiliät endlich wieder geschätzt wird, dann wird für beide, für HS und für Nicht-HS die Welt ein Stückchen schöner!

5 Sterne für ein Buch, das mein Leben ziemlich stark umgekrempelt hat und noch umkrempeln wird :)


Buchfakten

OT: Sensibel kompetent – Zart besaitet und erfolgreich im Beruf
Verlag: Festland Verlag, Wien
Erscheinungsjahr: 2007 – 1. Auflage
Preis: neu 23,00 € (was es für mich auf jeden Fall wert ist!)



Links zu dem Thema Hochsensibiliät:

www.zartbesaitet.net (mit test)
www.hochsensibel.org (Informations- und Forschungsverbund Hochsensibilität e.V.)
www.hochsensibilitaet.ch
http://sensibel-ber aten.de/hochsensibilitaet (eine kurze Erklärung)
Nahariel
Testbericht-Gesamtbewertung: besonders wertvoll
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mima007
mima007, 28.12.2011

bw. Viele Gruesse, mima007
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