Die Liebesbeziehung meiner beiden "Großen"

Die beiden "Großen" Die graue Maus ist Cindy :-)
Russisch Blau
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Testbericht Russisch Blau

Platz 12 in der Kategorie "Katzenrassen".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5,0 von 5)
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Testbericht über Russisch Blau

Russisch und doch wenig temperamentvoll

Letzte Aktualisierung am: 12.04.2006, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Empfehlung:ja
Pro:Sanftes Tier mit sehr anschmiegsamem Wesen!
Kontra:Mir fällt nichts ein!
Detaillierte Bewertung
Bewegungsdrang: Bewegungsdrang von Russisch Blau: 3,0  mittel
Familientauglichkeit: Familientauglichkeit von Russisch Blau: 5,0  sehr hoch
Futterkosten: Futterkosten von Russisch Blau: 3,0  mittel
Pflegeaufwand: Pflegeaufwand von Russisch Blau: 4,0  gering
Platzbedarf: Platzbedarf von Russisch Blau: 3,0  mittel
Liebe Leserinnen und Leser!

In einem Randbezirk von Wien – in den 60er Jahren war das noch ziemliche Provinz – aufgewachsen, verbrachte ich mit meinen Großeltern sehr viel Zeit auf einem Bauernhof in Niederösterreich, wo ich wahrscheinlich meine Liebe zu Tieren entdeckt habe. Auch zu Hause lebte ich dann immer unter Tieren, meist Meerschweinchen, Wellensittichen, Kanarienvögel und Zierfischen. Mit knapp sechs Jahren zog ich mit meiner Mutter von den Großeltern weg und fühlte mich sehr einsam ohne die geliebten Tiere. Um mir eine Freude zu bereiten besorgten meine Eltern ebenfalls Meerschweinchen und in späterer Folge einen Hund. Da meine Mutter – aus welchen Gründen auch immer – keine Katzen wollte, war ich als Kind auch kein großer Katzenliebhaber, was sich aber im Erwachsenenalter bald ändern sollte.

Mein erstes eigenes Haustier war aber noch immer kein Stubentiger, sondern eine Rottweilerhündin namens Carmen die einige Jahre bei mir lebte. Als Carmen im Alter von sieben Jahren an Kehlkopfkrebs verstarb wollte ich erst kein Tier mehr haben, denn bis zu diesem Tag musste ich mich schon so oft von liebgewonnenen Tieren trennen und jedes Mal starb in mir etwas mit. Doch ich hatte nicht mit der Initiative eines Freundes gerechnet – er schenkte mir ein kleines schwarzes Katzenbaby mit dem Namen Bärli, in das ich mich Hals über Kopf verknallte. So wurde meine große Liebe zu Katzen geboren. Da einige meiner Freunde meine Tierliebe kannten wurde ich immer auf arme Katzen in ihrer Umgebung aufmerksam gemacht – die ich dann auch zu mir nahm - sodass schlußendlich fünf Katzen mein Leben bestimmten. Seit dem sind mehr als 18 Jahre vergangen und das letzte meiner geliebten Tiere verstarb vor nicht ganz drei Jahren.

Viele Monate habe ich überlegt ob ich mir das noch einmal antun sollte, aber immer wieder zog es mich in Zoogeschäfte und eines Tages sah ich SIE... meine geheime Wunschkatze – eine Russisch Blau! Mich faszinierte diese Rasse zuerst nur wegen ihrer wunderbaren blaugrauen Farbe – Da ich aber sehr viel über sie gelesen hatte wusste ich über ihre Wesensart recht gut Bescheid und entschied: Die oder keine mehr, und so wurde Dorothea mit ungarischem Adelstitel mein Eigen. Für einen Preis von € 436,04 habe ich sie vor ca. zwei Jahren erstanden. Ihr Name gefiel mir nicht sonderlich, also taufte ich sie kurzerhand in Cindy um.

Zur Info: Ich besitze wieder zwei Stubentiger, oben genannte Cindy, und einen Siamkater namens Merlin - Bericht folgt.

Der Ursprung der Russisch Blau

Diese Rasse hieß ursprünglich einmal Archangel-Katze da sie angeblich aus der Hafenstadt Archangelsk in Nordrussland stammt und offenbar von Matrosen im Laufe des 19. Jahrhunderts aus dieser kalten Gegend nach Westeuropa gebracht wurde. Während des zweiten Weltkrieges war diese Rasse so selten, dass sie fast vom Aussterben bedroht war. Durch das Auskreuzen mit British-Blau-Tieren sowie mit Blue-Point-Siamesen konnte sie davor bewahrt werden.

Das Wesen der Russisch Blau

Grundsätzlich sagt man dass diese Rasse zu den eher ruhigeren gehört doch wenn sie mal ihre fünf Minuten hat, dann geht hier die Post ab.

Zum Unterschied von meinen früheren Hauskatzen hat sie aber schon ein etwas anderes Gemüt, sie ist etwas ruhiger, scheu und zurückgezogen. Streicheln lässt sich nur dann wenn sie es auch tatsächlich will. In die Arme nehmen kann ich sie absolut nicht, das mag sie nicht. Aber wenn sie der „Liebesrausch“ einmal packt, dann wird man sie für eine Zeit lang nicht mehr los. Am liebsten kuschelt sie morgens mit mir unter der Bettdecke, rollt sich auf den Rücken und dann muss ich ihren Bauch streicheln. Abends wenn ich von der Arbeit nach Hause komme ist sie die erste die mich begrüßt und sich auf dem Boden wälzt.

Lange dachte ich dass meine Cindy gar nicht schnurrt aber eines Tages kam ich drauf, dass sie es doch tut. Nur schnurrt sie ganz leise, wenn ich es hören möchte, muss ich mein Ohr an ihren Körper legen. Nach meiner Erfahrung ist die Russisch Blau überhaupt eine sehr leise Katze, denn wenn sie maunzt ist auch das nicht so laut zu hören, wie das Jammern des Katers.

Die Russisch Blau eignet sich wunderbar als Familienkatze, da ihre Charaktereigenschaften durchwegs positiv sind. Ich würde sie als gutmütig und sanft mit einem großen Maß an Intelligenz – sie ist die einzige, die Türen öffnen kann - bezeichnen. Ihr Temperament ist mäßig aktiv, denn sie liegt lieber in ihrem Kistchen und schläft, als das sie durch die Räume hetzt.

Der Körperbau und das Fell der Russisch Blau

Diese Rasse zeichnet sich durch einen makellosen Körperbau aus. Sie ist etwa mittelgroß, sehr elegant mit langen schlanken Beinen. Sie bewegt sich geschmeidig und graziös, dabei aber pfeilschnell und mit gezielten Sprüngen. Manchmal stolziert sie mit hocherhobenem Kopf durch die Wohnung, als wolle sie sagen: Seht her wie schön ich bin! Ihr Kopf ist eher schmal mit vorstehenden Schnurrhaarkissen und ihre Augen – die mandelförmig und weit auseinander liegen – glitzern in einem wunderbaren grün. Wenn sie mir in die Augen blickt habe ich das Gefühl als versinke ich in einem glasklaren grünen See.

Das Fell der Russisch Blau ist wohl einzigartig – wobei ich nicht genau weiß, ob sie tatsächlich die einzige mit dieser Fellart ist – denn durch ihr Doppelfell wirkt sie wie ein Plüschtier. Das Haarkleid ist seidig weich, fein und schimmert in einer fast unbeschreiblichen blaugrauen Farbe. Man nimmt an, dass ihr dichtes Fell auf die strengen Winter ihrer Herkunft zurückzuführen ist. Fellpflege bedarf es kaum, obwohl ich ihr die wohltuende Massage mit der weichen Bürste so ab und zu mal gönne. In einem Katzenbuch habe ich gelesen, dass diese Rasse vereinzelt auch in schwarz oder weiß vorkommt, aber die internationale Anerkennung nur der „blauen“ gilt.

Mein Fazit über die Russisch Blau

Obwohl ich – wie schon erwähnt – zwei Katzen besitze bin ich davon überzeugt, dass diese Rasse auch alleine ganz gut zu halten ist – vorausgesetzt man hat die notwendige Zeit für sie. Da ich aber täglich viele Stunden außer Haus bin, habe ich mich entschieden, sie nicht vereinsamen zu lassen.

Zu Merlin hatte sie von Anfang an eine richtige „Liebesbeziehung“. Noch niemals habe ich zwei Katzen so oft aneinander geschmiegt liegen gesehen – Bilder dieser Szenen findet ihr auf meiner HP.

Eigentlich habe ich noch nie so eine angenehme Erfahrung bei Katzen gemacht wie bei Cindy, sie ruiniert nichts, ist nicht aufdringlich – was mich manchmal sogar etwas stört – aber sie ist auf ihre Art und Weise auch sehr liebenswürdig. Manchmal kann sie auch eine kleine Furie sein, denn sie ist es die faucht, wenn ihr mal etwas nicht passt.

Grundsätzlich kann ich diese Rasse jedem Katzenliebhaber – und welche es werden wollen – empfehlen. Sie bedarf keiner außergewöhnlichen Haltung und Pflege und gehört nicht zu den kratzbürstigen Katzen.

Ich hoffe ich konnte euch die Russisch Blau etwas näher bringen und so manchem die Entscheidung zu dieser Rasse erleichtern.

Samtpfotige Grüße von eurer ©Perserkatze

PS.: Ergänzung: Mittlerweile habe ich insgesamt fünf Katzen, das wollte ich nur schnell mal gesagt haben ;-)
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Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
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Alusru
Alusru, 27.05.2002

Meine Mutter hat eine und sie ist begeitert. ich liebe Siam Katzen, llieben gruszlig uschi.
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