BMW Z3 Testbericht

Bmw-z3
Abbildung beispielhaft
ab 46,77
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  durchschnittlich
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von loope

Gutes Auto aber auch ein hoher Preis!!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Zweimal habe ich einen Z3 2.2i für je einen Tag zur Probe gefahren. Ein Auto was Spass macht, aber das tun andere Roadster auch zu einem besseren Preis-Leistungsverhältnis!

Der erste 2.2i kam mit den Extra-Sportsitzen - eine Zumutung für alle, die keine Wespentaille haben. Nach kurzer Zeit drücken die Sitze bei breitgebauten Menschen derart auf die Hüften, dass man Schmerzen bekommt.

Fahrwerk:
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Das Serienfahrwerk ist einigermassen hart, aber es poltert recht laut. Kurze Querrillen mag es nicht so gerne. Die Kurvenneigung fällt gering aus. Insgesamt allerdings vermisst man etwas die Direktheit des Fahrwerks. Das mag auch an der Lenkung liegen, die zwar deutlich besser als im 3er, der aber trotzdem noch ein Quentchen mehr an Feingefühl gut tun würde.

Räder/Reifen:
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Das etwas schwammige Kurvengefühl mag auch zum Teil an den Rädern der Dimension 225/45 gelegen haben; die fahren sich wie (c)odo_11 Ballonreifen, laufen aber auf der Autobahn jeder Spurrille hinterher. Sowas habe ich bisher noch nicht erlebt. Die Reifenmarke war Michelin Pilot Sport 225/45 R 16 89 ZR / Y.

Motor:
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Der einzig echte Freudenspender des Z3. Macht wirklich Spass, der kleine Reihensechszylinder. Fährt seidenweich, aber etwas Roadstersound kommt dank des Auspuffsounds doch auf – allerdings mehr von aussen. Das Betriebgeräusch des Motors hingegen bleibt, von innen betrachtet, dezent. Allerdings braucht er, wie alle Sauger, ordentlich Drehzahl – unter 3500 UPM geht wenig. Das allerdings treibt den Verbrauch dann in die Höhe. Bei flotter Fahrweise kommt man so locker auf 12Liter/100km – aber auch 10L/100 sollten drin sein bei ‚vernünftigerer’ Fahrweise.

Die Beschleunigungswerte und Elastizitätwerte sind ok, und, vernünftig betrachtet, ist die Motorleistung ausreichend. (c)odo_11

Da nun ein Roadster aber gerade ein absolut unvernünftiges Auto ist, rate ich Spassjägern zum (älter) 2.8i oder besser noch zum neueren 3.0i. Denn Motorleistung kann ja man bekanntlich nie genug haben!


Karosserie:
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Mir gefällt das Design sehr gut! Wer schon Fotos vom neuen Z4 gesehen hat, wird das eigenständige und mutige Z3 Design noch schätzen lernen! Es ist zwar an Zahlen in die Jahre gekommen, für mich ist das Design aber zeitlos und macht den Reiz der Karosserie aus.

Details wie die Kiemen an den vorderen Kotflügeln, die agressiven Scheinwerfern mit dem scheinbar schelmischen Gesicht und der ausgeprägte, fast feminine Hüftschwung setzen Akzente, die wie das gesamte Auto im Roadster Design neue Impulse (c)odo_11 gesetzt haben. Und die dem neuen Z4 abgehen.

Die Steifigkeit der Karosserie allerdings ist eher bescheiden;der Wagen windet sich auf holprigen Strassen wie ein Politiker vor einem Spenden-Untersuchungsausschuss.Wer mal einen Honda S2000 gefahren ist wie ich kennt eine steife Karosserie. Aber einen S2000 werde ich hier nicht mit einem Z3 vergleichen, auch wenn sie preislich in der selben Liga spielen. Denn dann würde an dem Z3 kein gutes Haar mehr bleiben ;-)

Ach ja, es gibt noch einen kleinen Kofferraum hinten (da wo bei den meisten richtigen Sportwagen der Motor ist...), aber wer mit einem Roadster Familieneinkäufe machen will, hat das Prinzip eines Roadsters nicht verstanden. (c)odo_11


Innenraum:
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Gefällig gearbeitet und gibt keine Rätsel auf. Die erhältichen Farbkombinationen allerdings stossen schnell an die Grenzen des guten Geschmacks. Mein Fahrzeug hatte blaue Innenaustattung mit diese ploierten Alueinlagen, auch auf der Mittelkonsole, was sich bei hoch stehender Sonne als echtes Blendwerk entpuppte: Die Sonne spiegelte sich und blendete einen im ungünstigsten Fall.

Die Soundanlage (Business-CD mit Standard-Lautsprechern ab Werk) gewinnt allerdings keinen High-End Preis. Entweder zu Harman-Kardon Soundsystem greifen, oder am besten gleich selber was \'G\'scheits\' einbauen . Für Verkehrsfunk reichts aber.


Sitzposition:
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Der Händler wollte mir die hohe Sitzposition schmackhaft machen, indem er mir demonstrierte, wie toll man in diesem Wagen bei runtergefahrenem Fenster den Ellenbogen auf die Tür legen kann..... Super-argument. Gewinner des Monats in der (c)odo_11 Kategorie ‚Dummverkäufergelaber’.

Die Sitzposition ist definitiv zu hoch! Da helfen auch keine elektrisch verstellbaren Sitze, da die Karosserie einfach zu hoch baut (auch der der Schwerpunkt liegt zu hoch)selbst in der niedrigsten Einstellung der ist der kopf sehr exponiert, deshalb unbedingt Überrollbügel!

Man merkt dem Wagen halt seinen Bruder (3er Limo) an.

Dafür zieht es, wenn man offen fährt, wie Hechtsuppe von hinten in den Nacken. Ein besonderes Phänomen: ausgeprägter Zug in den rechten Teil des Nackens sitzend auf der Fahrerseite; auf der Beifahrerseite etwas verminderter Zug in den linken Nackenbereich. AUCH DAS WINDSCHOTT SCHAFFT DA KEINE WESENTLICHE ABHILFE!!!

Da muss es schon verdammt warm sein, damit man sich keinen \'Bims\' holt.

Die Bremsen:
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Sind ok, sie hinterliessen weder einen besonders schlechten noch auffällig guten Eindruck.


Das ESP:
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Kommt, wenn eingeschaltet, öfter als einem lieb ist zum Einsatz, da die Traktion des Wagens in (c)odo_11 Kurven eher bescheiden ist und das ESP recht konservativ abgestimmt scheint. Wer driften kann und will, sollte das ESP also auslassen, da es eine echte Spassbremse ist.


Verdeck (manuell):
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Beim ersten Probefahrzeug quietschte das geschlossene Verdeck in höchst aufdringlichem Masse ab ca 40km/h so störend vom rechten Fensterrahmen, dass ich den Wagen kurzerhand die meiste Zeit stehen liess; leider war es zu kalt zum Offenfahren; vor allem da es ja so zieht.

Öffnen: Mir ist es nicht gelungen, das Verdeck ohne auszusteigen nach hinten zu klappen. Mit einigem Kraftaufwand ist es mit 2 Hebeln von innen gut zu entriegeln. Allerdings ist es ohne Artistik und massiven Kraftaufwand alleine mir nicht möglich gewesen, dass Verdeck nach hinten zu klappen. Also musste ich aussteigen! Zu zweit geht das Aufklappen im Sitzen aber ganz gut. (c)odo_11

Laut Händler ist die Persenning nicht notwendig bei geöffnetem Verdeck ; ich glaube aber, dass man einen Strafzettel bekommt, sollte man diese nicht aufknüpfen und unlustige Beamten antreffen. Denn das Verdeck rastet aufgeklappt nirgends ein. Und wie mühsam das Anlegen einer Persenning ist, brauche ich hier nicht zu erläutern; MX-5 Fahrer wissen, was ich meine.


FAZIT:
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Über die Zugluft habe ich oben bereits gesagt, dass selbst das Windschott nicht abhilft. Zusätzlich werden die Windgeräusche (offen gefahren) ab ca 120-130km/h so aufdringlich, dass man sich freiwillig der Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen anpasst.

Das Revier des Z3 sind also Landstrassen mit Kurven als Autobahnen. Da macht er Spass, aber auch im Stadtverkehr (sehen und gesehen werden) ist er offen gefahren ein Spassbringer – ausser beim Tanken. Denn die Z3 Modelle bekommen (bekamen, da das Modell in D nicht mehr neu bestellt werden kann und die Produktion ausläuft, Stand 03.April 2002) nicht die Valvetronic-4 oder 6Zylinder, die den Bezinverbrauch senken.

Zum richtigen Sportwagen fehlt fahrwerksmässig, sitzmässig und motormässig beim Z3 2.2i ein Quentchen. Eben dieses Quentchen aber hat er in der Preisliste zu viel!

Da gibt es andernorts bei vergleichbarem Preis Besseres oder zu kleinerem Preis Vergleichbares.

Wer sich also für den Z3 entscheidet, tut dies zum grössten Teil aus Liebe zum Design. Ich habe mich nicht für einen Z3 entschieden, da mir das Design allein nicht als Kaufanreiz reichte.

Trotzdem: Kein schlechter Wagen, der auch gebraucht (wie alle Roadster bis auf Barchetta) relativ wertstabil ist.

Schade dass der Wagen eingestellt ist; er ist jetzt schon ein Klassiker!!!

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