Granatapfel Testbericht

No-product-image
ab 10,96
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(4)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von darkunit

Das ist ne Granate, die Frucht der Liebe

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Bestimmt jeder hat die süßen Früchte des Granatapfelbaumes schon gegessen, doch spätestens im Urlaub in Ländern des Mittelmeerraumes ist man ihnen verfallen. Mir ging es jedenfalls so.
In meiner Kindheit kannte ich ihn nur aus Märchen. Die Früchte sind rund und so groß wie ein Apfel und haben eine rote und grüne harte Schale. Doch das Innere besteht aus vielen kleinen saftigen Kernen die einfach nur mit köstlich oder göttlich zu beschreiben sind. Man kann sie ganz leicht mit einem Löffel rauslöffeln, doch meine Tochter zum Beispiel nimmt den Granatapfel komplett auseinander und isst jeden Kern einzeln.
Da sie zum Glück auch hier nach Deutschland importiert werden, kann man sie in jedem guten Supermarkt mit einem umfassenden Obst- und Gemüseangebot erstehen. Ich kaufe sie meist im Rewe oder MiniMal. Im Mittelmeerraum wächst er in riesigen Plantagen zusammen mit Pfirsichen, Nektarinen und Apfelsinen.
In unserem Urlaub auf Rhodos, von dem ich euch ein anderes Mal noch mehr erzählen möchte, gab es Grantäpfel satt, einfach traumhaft. Wir hatten das unverschämte Glück Ende September dort gewesen zu sein, also kurz vor Ernte... ansonsten verweigere ich hier die Aussage.

Leider ist der Granatapfel keine wildwachsende Pflanze, sondern eine alte Kulturpflanze die schon im vorchristlichen Ägypten bekannt war. Die Früchte gelten als ein Symbol der Fruchtbarkeit. Eine Legende berichtet, dass es der Liebesbaum im Garten Eden gewesen sein soll...
Früher war der Granatapfel auch als Heilmittel bekannt. Er soll gegen Bandwürmer geholfen haben und natürlich passend zur Legende hat er auch liebesfördernd gewirkt....
Wir haben uns natürlich aus den kleinen Kernen eigene kleine Bäumchen gezogen. Sie sind zwar erst 50-60 cm hoch, doch mein Mann ist ganz stolz darauf. Wollen wir hoffen, dass sie uns mal viel Früchte bringen. Wenn man erst einmal einen Granatapfel hat, kann man auch über Stecklinge vermehren, doch ich würde bei unseren noch kein Stückchen, sei es auch noch so klein, abschneiden.

Es gibt den Granatapfel auch in der Zwergform, d.h. hier wird das Bäumchen dann nicht so groß nur ca. einen Meter und eignet sich aber gut als Topfpflanze. Auf einer sonnigen Fensterbank blüht er den ganzen Sommer mit vielen Blüten.

Falls ihr jetzt auch einen haben wollt, dann sollten ihr euch einen bei eurem Blumenhändler jetzt im Frühling oder Sommer bestellen, die gibt es leider sonst gar nicht bei uns so einfach zu kaufen. Anfangs wachsen sie auch noch relativ schnell. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Die Ursprungsart des Granatapfels, ich meine jetzt nicht die Zwergform, wird bei richtiger Pflege sehr alt und sollte als Busch oder Baum im Sommer auf der Terrasse gehalten werden. Seine Blüten sind rot bis orange und lassen in Dreiergruppen ihre dicken Kelche ab Juni nach unten hängen. Granatäpfel wollen unbedingt Sonne und schön warm. Allerdings muss er im Winter bei etwa 8°C überwintern, also heißt es irgendwann schleppen...

Von Frühjahr bis Herbst mag er es nur mäßig feucht und einmal wöchentlich eine Düngung, er soll ja Kraft bekommen. Im Winter wird nur ganz sparsam gegossen und nicht gedüngt. Im März, bevor er wieder anfängt zu wachsen, wird er in schöne nahrhafte Erde umgetopft. Wenn er groß genug ist, wird er so geschnitten, dass er eine Krone bilden kann und mehr Äste und Zweige.

Ansonsten ist der Granatapfel sehr robust und widerstandsfähig, aber falls er sich doch einmal ein paar Blattläuse oder Wolläuse zuziehen sollte, sind die auch recht einfach und mit den üblichen Mittelchen zu vertreiben. Bei den Blattläusen reicht oft schon eine kräftige Dusche.
Nun bin ich einfach mal gespannt, ob unsere Bäumchen uns irgendwann einmal auch mit Früchten beglücken werden. Mein Mann ist jedenfalls zu allem bereit, er hat schon gesagt, falls die Bienen streiken, spielt er dann den „Besamer“ äh Befruchter...

47 Bewertungen