Russland: Sankt Petersburg Testbericht

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Erfahrungsbericht von komerzhasi

St. Petersburg - Vendig des Nordens - einfach traumhaft

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wenn man schon einmal in Russland ist, sollte man sich nicht nur auf Moskau beschränken.
Das haben wir uns ebenfalls gedacht und sind nach 3 Tagen Moskau nach St. Petersburg aufgebrochen ...

St. Petersburg (auch Venedig des Nordens genannt) feiert im nächsten Jahr das 300jährige Stadtjubiläum.
Den Namen hat die Stadt durch Peter den Großen, den man (leider nur als Statue ;-)) sehr häufig in der Stadt antrifft.

Zum besseren Verständnis habe ich den bericht ein bisschen gegliedert ...

ANREISE
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Aus Deutschland empfiehlt sich die Anreise per Flugzeug (der Aiport liegt ein wenig ausserhalb St.Petersburgs) oder mit dem Schiff über die Ostsee.
Bei der zweiten Variante ist für die Aufenthaltsdauer von bis zu 3 Tagen KEIN Visum erforderlich.
Da wir von Moskau nach St. Petersburg wollten sind wir mit dem Zug gefahren ...
Und das war eine sehr gute Entscheidung.
Für den Preis von 2200 Rubeln (ca. 70 Euro) ging es mit dem Nachtzug 20:30 Uhr in Moskau los.
Der Kauf der Tickets erwies sich jedoch anfänglich schwierig und ohne unsere russischen Freunde wären wir wahrscheinlich kläglich gescheitert.
So hatten wir aber dann ein gemütliches, abschliessbares und klimatisiertes 2-Mann-Abteil für die 8 Stunden Fahrt.
Während der Fahrt bekommt man auf Wunsch und für wenig Geld Tee (tshaj), Sekt oder Vodka vom Schaffner - oder besser von der Deschurnaja ;-).
Gegen 5:30 sind wir dann wohlbehalten und gut ausgeschlafen ;-) in St. Petersburg angekommen.

ÜBERNACHTUNG
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Wir haben uns für die günstigste Übernachtungsmöglichkeit entschieden - Holiday Hostels.
Direkt an der Newa gelegen (traumhafter Blick !) bekommt man hier einen Schlafplatz schon ab 10 Euro.
Je nach Anspruch kann man dann ein Einzel- bzw. Doppelzimmer buchen (sofern verfügbar - Reservierung ist ratsam) oder in einem Mehrbettschlafsaal ein Bett beziehen.
Und für ein paar Stunden Schlaf und ein Frühstück am Morgen war diese Art der Übernachtung absolut in Ordnung.
Übernachtungen in \"normalen\" Hotels sind relativ teuer - ein Doppelzimmer ist nicht unter 75 Euro pro Person und Nacht zu bekommen.
Vor allem sollte man reserviert haben.


TRANSPORT / VERKEHRSMITTEL
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Wie in Moskau gibt es in St. Petersburg eine Metro.
Allerdings ist die Streckenführung auf den ersten Blick sehr merkwürdig, da man an den \"belebten\" Plätzen selten eine Metrostation findet.
Da St.Petersburg eine Stadt ist, die in einem ehemaligen Sumpfgelände erbaut wurde, erklärt sich das dann irgendwie von allein.
Die Fahrt mit der Metro kostet 5 Rubel. Ein Manko auch, dass man nicht umsteigen kann (die Metrolinien haben zwar Knotenpunkte, welche sich aber nicht in EINER Station befinden).
Als Alternative stehen einem die Strassenbahn (Tramwaj), Trolleybusse oder Minibusse zur Verfügung.
Die Tickets, und das hat uns echt überrascht, muss man beim Schaffner kaufen.
Echt kurios, wenn man in einem einzelnen Strassenbahnwagen mit 20 Passagieren eine Schaffnerin trifft :-) und für 5 Rubel ein Ticket bei ihr kauft.

Ansonsten bleiben noch die Taxis/Black Taxis, die aber (wie in meinem Moskau-Bericht beschrieben ;-) ) wohl nix für Touris sind.

SEHENSWÜRDIGKEITEN
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... und dabei beschränke ich mich wirklich mal auf die wichtigsten ...
Wenn man in St.Petersburg ankommt landet man irgendwann mal unweigerlich am Nevsi Prospekt - der Boulevard der Stadt.
Dort findet man alles, was gut und teuer ist. Diese Strasse braucht man dann nur noch in Richtung Newa (Fluss) zu laufen.
Vorher empfiehlt es sich, lieber noch einen Film für die Kamera zu kaufen ...
Direkt an der Newa findet man dann das Winterpalais des Zaren, gegenüber die Eremitage (weltberühmte Kunstsammlung und - ausstellung) und einen Steinwurf entfernt die Admiralität, welche gut durch ihren goldenen Turm zu erkennen ist.
Nicht weit entfernt erhebt sich die Isaaks-Kathedrale (3.größter Kuppelbau der Welt !) und gleich nebenan befindet sich das berühmte Reiterdenkmal Zar Peter des Großen.
Wenn man dann noch Kraft in den Beinen hat, sollte man unbedingt noch die Peter-Paul-Festung besichtigen.
Diese Festung befindet sich auf einer kleinen Insel und man hat einen unbeschreiblichen Ausblick auf die Stadt, den Fluss und die vielen Brücken.
Leider wurde während unseres Besuchs viel gebaut, viele Gebäude waren eingerüstet oder nicht zur Besichtigung freigegeben.

Das absolute Highlight kann man aber erleben, wenn man zur Zeit der \"weissen Nächte\" in St.Petersburg ist.
Aufgrund der nahen Lage am Polarkreis wird es vor,zum und nach Sommeranfang hier nie richtig dunkel.
(Wir waren am 03.07./04.07. dort und es war gerade mal 2 Stunden dunkel).
Und wenn man schon so lange wachgeblieben ist, dann muss man sich unbedingt ein weiteres Schauspiel ansehen.
Die nächtliche Öffnung der Newa-Brücken.
Zwischen 1:45 Uhr und 5 Uhr werden alle Brücken der Newa geöffnet um grösseren Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen.
Ein absolutes Muss und mittlerweile ein echter Tip für Nachtschwärmer !

Noch ein Tip für einen Tagesausflug ...
Da wir nur einen Tag Zeit für einen Ausflug hatten, mussten wir uns zwischen Zarskoje Selo (dort wird gerade das Bernsteinzimmer restauriert und nachgebildet) und dem Peterhof entscheiden.
Wir sind dann zum Peterhof gefahren (35 km entfernt von St. Petersburg - 45 Minuten mit dem Bus ab Baltischem Bahnhof/ pro Person 15 Rubel).
Der Peterhof ist ein riesiges Areal, direkt an der Ostsee, vergleichbar mit Sanssouci - nur eindeutig viel schöner :-)
Gebaut für Peter den Großen zum Ausspannen und Lustwandeln.
Beim Gang durch die grüne Oase mit unzähligen Brunnen, Springbrunnen und Wasserspielen konnten wir uns gut vorstellen, dass es Spitze sein muss, König zu sein ;-)
Es besteht auch die Möglichkeit, sich historische Klamotten auszuleihen um den Daheimgebliebenen mal zu zeigen, wie man als Freiherr, König, Prinzessin oder Gräfin aussieht.
Die Eintrittspreise halten sich mit 80 Rubeln / Person auch in Grenzen.
Die Fahrt zurück haben wir dann mit einem Tragflächenboot angetreten. Im Vergleich zur Fahrt mit dem Bus ein teures Vergnügen (380 Rubel !!!).

TIPS und was mir sonst noch so einfällt
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1. Interessant sind die Rundfahrten auf den kleinen Kanälen in der Stadt bzw. auf den Newa-Seitenarmen. Sollte man echt ausprobieren.
2. Kneipen und Cafes sind irgendwie Mangelware. In der Nähe des Nevski-Prospekt kann ich aber die Bar \"James Coock\" empfehlen.
3. Solltet ihr euch die Brückenöffnung anschauen, dann achtet drauf, wo ihr gerade seid und wohin ihr noch müsst. Sonst passiert es euch schnell, dass ihr auf einmal vom Weg zum Hotel abgeschnitten seid und dann bis 5 Uhr warten müsst :-)

Falls ihr mal die Gelegenheit habt, nach St.Petersburg zu kommen, tut es !
Ich kann es euch nur wärmstens empfehlen und ich bin mir sicher, es war nicht meine letzte Reise dorthin.

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