coupe.de Testbericht

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ab 13,27
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Erfahrungsbericht von ET2000

Sind Männer so

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vorwort


Das Magazin coupe.de ist mitlerweile hinreichend bekannt. Aufreizende Covers, gewaltige Schlagzeilen. Die Bravo für Fortgeschrittene, das Goldene Blatt ohne Stars und ohne ähm, Kleider.
Das man bereits festgestellt hat, das meist alle Berichte, einschliesslich Leserbriefe erfunden sind, dass wirklich gar nichts stimmt, tut dem Erfolg keinen Abbruch. Ähnlich schaut es auch bei der Internetpräsenz aus. Immer wieder taucht der Name coupe auf, wenn es um die erfolgreichsten Erotikseiten geht.
Doch Erotik ist ein dehnbarer Begriff und wird all zu oft mit purem Sex verwechselt.
Was also bietet das Portal coupe.de nun dem neugierigen, angeregtem User ?


Layout


Spricht man heutzutage von Reizüberflutung, so trifft man, wenn man die Seite Coupe.de aufgerufen hat, auf eine Jahrhundertflut. Vorausgesetzt man ist ein Mann oder sonst dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt.
Coupe begrüsst mit viel Rot, reichlich nackter Haut und einer ganzen Reihe von PopUp Fenstern, die reichlich nervig sind und auf noch mehr nackte Haut verweisen.
Trotz allem gibt es noch eine recht ordentliche Übersichtlichkeit. Der linke Rand gibt eine Übersicht der einzelnen vorhandenen, reichlichen Sparten.
Das Ganze hat aber bei weitem nicht den Anspruch eines Playboys oder hochwertiger Aktfotografie. Alles wirkt ein wenig billig, der ein oder andere wird geil dazu sagen.
Nunja, man muss sich schon mit dem Niveau des Magazins zufrieden geben.


Inhalt


Man könnte es so umschreiben: Auf die Lügenberichte von Killerinsekten (wobei ein angeblich gebissener Mensch abgebildet wird, der jedoch eindeutig nicht unter einem Biss sondern einer Hasenscharte leidet) verzichtet man im Onlinemagazin. Auch verzichtet man auf irgendwelche technischen Dinge, auf Mode und auf alles andere was nicht mit Sex zu tun hat.

Mit anderen Worten: Sex ist alles worüber man etwas findet.
Und davon reichlich. Bildergalerien von nackten Frauen, SexChat, Kontaktanzeigen, Bordellführer, Sex by call, FSK 18 Area, Coupe Cam usw. usw….

Fällt was auf ?

Ja, Coupe ist online ein ziemliches billiges Machomagazin. Fast ausschliesslich werden nackte Frauen gezeigt. Nur vereinzelt unter der Sparte Uservorstellungen gibt es dann auch ein paar Herren die sich verirrt haben.

Aber Frauen sind in einem Machomagazin natürlich nicht einfach Frauen, sondern: Exotic-Schlampen, freche Teens, Riesendinger, Hobbyhuren usw… .
Alles halt flach und billig. Aber hunderttausenden Usern scheints zu gefallen.

Neu und fast irritierend ist die Sparte „Games“. Hier werden Spiele vorgestellt. Nicht das man welche spielen könnte. Sie werden einfach vorgestellt. So etwas Anno1503. Ob das wohl eingeführt wurde, damit so manch einer eine Ausrede hat ? „Ach ich bin nur wegen den Spielen hier…“

Viele Dinge sind kostenlos. Natürlich Webcams, FSK 18 Bereich usw. .

Wer genau sucht findet auch noch ein paar andere Kleinigkeiten die nicht mit Sex zu tun haben. So kann man sich verschiedene Musikcharts anschauen. Nicht die MediaControl Charts, sondern Black, Dance Charts usw.

Diese Futures sehen aber irgendwie notdürftig hingequetscht aus. Nur um nicht nur Sex anzubieten.

Viele Links führen auf externe kostenpflichtige Anbieter, obwohl sie zunächst aussehen, als ob sie zu coupe.de gehören.

Coupe.de bietet auch einen Chat. Hier kann man als Gast agieren, oder sich registrieren lassen. Die Registrierung ist kostenlos. Darüber hinaus kann man sich dann noch für einen kostenpflichtigen Sexchat anmelden. Wer einmal im kostenlosen Bereich war, der lt. eigenen Angaben FSK 16 frei sein muss, fragt sich aber, was in einem Sexchat anders sein soll. Gut, das Niveau ist vielleicht höher, denn tiefer geht es kaum. Ich hege eher die Befürchtung, das man FSK 16 mit dem Limit geistig höchstens 16 sein zu dürfen um in den Chat zu kommen, verwechselt.

Etwas gelangweilt hatte ich mir gedacht, ich könnte ja einmal unter der Sparte „SexWissen“ nachschauen und meinen Horizont erweitern. Erweitern ist hier durchaus ein angebrachter Begriff. Allerdings weniger der Horizont als irgendwelche Körpermerkmale der Personen die vor dem Horizont agieren.
Auch hier bewegt sich alles auf Bravo Niveau. Nur eine Klasse härter.
Beispiel: \"Oral-Verkehr - andersrum\"
Der Mund ist diesmal der passive Teil. Er wird
von der Vagina oder dem Penis geküsst,
gestreichelt oder angestubst.
Nicht andersrum!


Das erinnert mich ein bischen an die Aussage in einem Film wo sie mal sagte: Es ist ein Unterschied ob man fi… oder gefi… wird.

Mehr ?

\"Profi-Streichel-Einheiten\"
Vielseitigkeit ist das Stichwort: Streichelt Euch
mit: Fingerspitzen, Fingernägeln, Handflächen,
den Zehen, der Zunge, den Lippen, den
Haaren, der Nase, dem Ohr, dem Bein oder
mit dem Pinsel, einer Feder, Metall, Leder und Eiswürfeln - der Phantasie sind keine Grenzen
gesetzt. Und das alles natürlich an
verschiedenen Körperstellen.

Das Streicheln durchaus beliebt und sinnvoll ist, ist klar. Und benötigt man wirklich solche Tipps ? Hat man heutzutage so wenig Fantasie ? Viele werden sagen: Ja, hat Mann ;-)
Das mit dem Metall versteh ich nur noch nicht so ganz. Nimmt man eine Hantelstange, ein Brecheisen ? Egal.

Interessanter ist das schon das Sex Lexikon. Dort gibt es Begriffe, die in meinem Leben noch nicht gehört habe. Ja gut, ich gebs zu – die meisten Dinge sind mir dann doch schon einmal begegnet. Immerhin ist der Besuch dieser Region recht amüsant.

Im Kontakte Bereich gibt es viele kostenpflichtige Kontakte, aber auch einen kostenlosen Anzeigenbereich für Privatpersonen. Allerdings ist auch hier wieder nicht sofort erkennbar, wenn man auf eine externe, kostenpflichtige Seite gelangt. Die achso privaten Videochats konnte ich daher nicht, ich sach mal, geniessen, da mir die 2,50 € die Minute doch ein wenig zu sehr imponierten. Selbst wenn man einem Mann eine gewisse Notgeilheit unterstellt könnte der abgebuchte Betrag von 150 € die Stunde bei einigen zur dauerhaften Impotenz führen. Wenn nicht wird die Ehefrau schon dafür sorgen.

Im kostenlosen Anzeigenbereich kann man dann in einer Suchmaske grob ein paar Daten eingeben (Wohnort, Interesse, Geschlecht) um aus den Anzeigen herauszufiltern, was man denn sucht. Interessanterweise muss man nicht unter verschiedenen Sexkategorien suchen, sondern kann so was wie Brieffreundschaft, Mailkontakt, Freizeitpartner suchen. Toll, oder ?!

Meine Suche lies mich dann aber doch in einigen Fällen zweifeln. So gab es einige verdächtig attraktive Bilder von angeblich real existierenden Menschen, die natürlich keine 0190 Nummer haben. Man müsse sich nur einen Pinn besorgen und bekomme deren Email Addy. Allerdings kostet der Pinn. Denn den bekommt man für 1,86 € je Minute under einer 0190 Hotline. Beschiss pur ?
Wer so naiv ist und glaubt, dass die dort abgebildeten Personen wirklich antworten, der sollte vielleicht einmal darüber nachdenken, ob er vielleicht mit Körperregionen anfängt zu denken, die überhalb der Gürtellinie liegen.

Zurück auf die Startseite, begleitet von wiederum einigen PopUps, viel mir nun nicht mehr viel ein und kostenloses kaum noch auf.
Es blieb ein Blick ins Impressum und die Erkentniss, das Coupe im Bauer MedienVerlag in Hamburg erscheint.


Fazit


Den Begriff Erotik definier ich klar anders. Den Begriff erotische Fotokunst definier ich völlig anders und in irgend einer Form reizend finde ich die Seite nicht.
Ganz klar. Hier geht es um Sex, überwiegend für den Mann. Man knallt ein paar nackte Mädels hin, die zum grossen Teil attraktiv sind aber billig präsentiert werden und redet dann viel über Sex. Statt reden empfehle ich manchen Besuchern vielleicht einmal zu handeln. Denn wenn die Aktivität die fürs Lesen verschwendet wird in die Partnerin investiert würde, dann würd es vielleicht auch einmal mit der Nachbarin klappen, oder die Frau lässt es nicht mehr mit der Nachbarin klappen. Oder wie auch immer.

Coupe.de jedenfalls ist billig und für die Gruppe Pupertierende Teenager bedingt und die Zielgruppe genitaldenkender Männer bestimmt geeignet.

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