Birth (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jenni29Mai80

Careful what you wish for

Pro:

interessante Story, super Schauspieler

Kontra:

die Umsetzung, das Ende . . .

Empfehlung:

Ja

… Sei vorsichtig was Du Dir wünschst.

Wenn uns die bevorstehende Langeweile am Abend nach Video World treibt, dann greifen wir, wenn wir keine konkreten Wünsche haben, oft nach DVD´s auf denen NEU steht. Meistens handelt es sich um Filme von denen man nichts gehört hat, weil sie in den Medien nicht groß angepriesen worden. Vielleicht sind sie aber auch unserer Aufmerksamkeit entgangen. Ich entdeckte \"Birth\" befand ihn der Schauspieler Nicole Kidman und Cameron Bright und der Story wegen für interessant und nahm ihn mit.
Ich hatte mich vorher also NULL informiert und ging völlig unbefleckt an den Film. Ich sah ihn allein, mein Bruder und mein Freund hatten kein Interesse, besser war es wohl auch ;o)

■ ■ ■ DARSTELLER ■ ■ ■
Nicole Kidman - Anna
Cameron Bright - Der kleine Sean
Danny Huston - Joseph (Anna´s Verlobter)
Lauren Bacall - Eleanor
Alison Elliot - Laura
Arliss Howard - Bob
Anne Heche - Clara
Peter Stormare - Clifford
Ted Levine - Mr. Conte
Cara Seymoure - Mrs. Conte
Zoe Cadwell - Mrs. Hill
Milo Addica - Jimmy

■ ■ ■ CREW ■ ■ ■
Regie - Jonathan Glazer
Drehbuch - Jean-Claude Carrière, Milo Addica, Jonathan Glazer
Kamera - Harris Savides
Schnitt - Sam Sneade, Claus Wehlisch
Musik - Alexandre Desplat
Produktionsdesign - Kevin Thompson, Jonathan Arkin
Kostüme - John A. Dunn
Ton - Michael Barosky
Produzenten - Jean-Louis Piel, Nick Morris, Lizie Gower
Ausführende Produzenten - Kerry Orent, Xavier Marchand, Mark Ordesky
Casting - Avy Kaufman

■ ■ ■ FSK ■ ■ ■
ab 12 Jahren - weiß nicht was 12-13-14- oder auch 15 Jährige damit anfangen sollen. Ist für mich eher ein Erwachsenenfilm. Die Bedürfnisse von Jugendlichen kann er meines Erachtens nicht im geringsten erfüllen. Und auf Story´s die derart zum Nachdenken anregen legen so junge Leute wohl auch wenig wert. Aber nun gut, ich kann mich irren und Ausnahmen bestätigen die Regel!

■ ■ ■ STORY ■ ■ ■
Der Film beginnt in einem schneebedeckten Park, in dem ein Jogger, ein junger Mann, seine Runden dreht. Er bricht plötzlich einfach zusammen und ist tot. Sein Name war Sean! Gleich daraufhin sehen wir wie ein Baby im Wasser auf die Welt kommt. Besteht eine Verbindung zwischen dem Tod des Joggers und dem Beginn eines neuem Menschenleben?!

Zehn Jahre später feiert die Witwe Anna (Nicole Kidman) des Joggers gerade ihren Geburtstag im Kreise ihrer Familie da taucht ein 10 Jähriger kleiner Junge namens Sean(Cameron Bright) auf und behauptet allen Ernstes die Widergeburt ihres verstorbenen Mannes zu sein. Sie schenkt ihm erst einmal keinen Glauben, schmeißt ihn raus und beschwert sich bei seinem Vater.
Doch der Kleine ist erschreckend hartnäckig und überzeugend, was Anna ganz schön aus der Fassung bringt und ihre Verlobung mit dem neuen Mann an ihrer Seite gefährdet. Aber genau das will Sean ja. Er meint sie würde einen Fehler machen wenn sie diesen Mann heiratet.
So absurd es auch erscheint, Anna kommt nicht umhin dem Kleinen Glauben zu schenken. Der kleine Sean weiß Dinge, die nur ihr Mann Sean wissen kann.

(Diesmal ist die Story von mir selber wiedergegeben ;o) Toll, necht?)

■ ■ ■ MEINUNG ■ ■ ■
Überwunden hat Anna den Tod ihres Mannes noch lange nicht, das wird sehr deutlich als sie mit dem kleinen Sean konfrontiert wird und auch als sie zusammen mit ihrem Verlobten das Grab ihres Mannes besucht. Dennoch hat sie sich nach 3 Jahren Betteln und Flehen ihres Verlobten endlich dazu durch gerungen wieder zu heiraten. Ihr Mann starb vor 10 Jahren, da ist das mehr als verständlich. Der kleine Mann bringt ihre Entscheidung aber gehörig ins Wanken. Sein starrer Gesichtsausdruck und seine Überzeugungskraft wirken etwas gruselig, mir erschien der Junge wie ein kleiner Psychopath. Kein Wunder. In einem Kinderkörper zu stecken mit den Erinnerungen eines erwachsenen Mannes und der Liebe zu seiner Frau, zu stecken, ist sicher alles andere als prickelnd, sind so Gedanken von mir gewesen. Wenn er seine Frau aber so geliebt hat, dann soll er doch bitte einfach verschwinden und sie in Ruhe lassen. Warum quält er sie so? Wie soll Anna mit einem 10 Jährigen zusammen leben, wie soll das gehen? Andererseits ist es ja auch Sean´s Sicht verständlich, wenn alles so wäre wie man denkt. Er hat Anna geliebt und hätte sie nie verlassen, wenn ihm nicht ein Herzinfarkt oder was auch immer es war in die Quere gekommen wäre. Seine Liebe zu ihr ändert auch die Tatsache nicht das er in dem Körper eines kleinen Jungen steckt. Fragen über Fragen, Gedanken über Gedanken während des Films.

Lustig fand ich Anna´s Frage, als ob sie ernsthaft darüber nachdenkt mit dem neuen Sean ein Leben zu beginnen, beinahe mit einem Schmunzeln im Gesicht, wie er sich das wohl vorstellt. Eine erwachsene Frau hat doch Bedürfnisse die ein kleiner Junge nicht befriedigen kann. Ja und das Jugendschutzgesetz, wollen wir ja auch mal nicht vergessen. So fand ich es schon heftig dass Sean zu Anna in die Wanne steigt und sie sich nicht dagegen wehrt. Das Ganze wurde aber so inszeniert ohne Pervers zu wirken, genauso wie Anna´s Kuss später oder vorher, ich weiß es nicht mehr. Der Kleine hat sie wirklich gehörig durcheinander gebracht.

■ ■ ■ BILD QUALITÄT und anderes …■ ■ ■
Ich fand das Ganze sehr trist und farblos. Das hat mich sehr genervt und hat bei mir wohl kaum die gewünschte Stimmung hervorrufen können. Alles ist so dunkel und pastellfarben, das Apartment, die Darsteller so grau. Sie wirken dadurch alle wie Geister. Sicher zerren von den Toten auferstandene Familienmitglieder an den Nerven ;o) aber das war mir einfach alles zu gruselig dargestellt. Die Story hätte auch in einen farbenfrohe Umsetzung gepasst, weil die Geschichte selber diese Ganze \"düster wirken lassen\", gar nicht nötig hat.

Der Film kam mit interessanter Story daher, die leider dann total umgedreht wird. Meiner Meinung nach hätte man das Gleis auf dem der Film vor sich hin glitt nicht wechseln dürfen.
Mir gefiel der anfängliche Gedanke, und dann ist alles dahin irgendwie.

■ ■ ■ SCHAUSPIELER ■ ■ ■
Nicole Kidman sieht man deutlich an wie der Gedanke das der kleine Sean ihr verstorbener Mann sein könnte, an ihren Nerven nagt, was sich Äußerlich an ihr abzeichnet. Wirklich überzeugend gemacht diese ernsten schmerzerfüllten Augen, ihre Bewegungen und die schockierten Blicke in die Ferne, das unsichere Lächeln usw. Sie versteht es grosses Kino zu machen.
Wobei mir das Ganze trotzdem allgemein zu dramatisch dargestellt wurde.

Danny Huston spielt hervorragend den eifersüchtigen immer mehr vor Wut rasenden Verlobten Joseph. Unglaublich das er ernsthaft den Kleinen verprügeln wollte. lol

Die Schauspieler, vor allem der Junge, der wirklich prima kleine Psycho´s spielen kann, waren absolut überzeugend. Er wirkt besorgniserregend erwachsen. Ich fand ihn bisher in jeder seiner Psychorollen fantastisch. Wie z.B. auch in Godsend. Der Kleine macht mir immer wieder Angst ;o)

■ ■ ■ DIE DVD ■ ■ ■
Das es sich um eine Leihdvd handelte und es schon einige Zeit her ist kann ich euch zum Aufbau des Menü´s nichts sagen. In jedem Fall sehe ich mir für die Ciao Berichte immer die Extra´s an und da waren wohl keine. Ich kann mich jedenfalls nicht mehr daran erinnern. Deswegen habe ich im Internet geforscht und alle Seiten besagten \"Special Features - keine Angaben\" oder ähnliches. Also wird es wohl wirklich nichts geben. Das wundert mich allerdings sehr. Bei einer solchen Starbesetzung, sprich Nicole Kidman und Cameron Bright , sollten doch wenigstens Interviews drin sein, aber das ist wohl nicht der Fall.
Bevor ich in der Luft zerrissen werde, weil ich nicht sagen kann in wieviele Szenen der Film eingeteilt wurde habe ich mir gerade überlegt zu behaupten das ich eine VHS gesehen habe, oder gar im Kino war ... *lach* aber das wäre gelogen. ;o)
Und mal ehrlich, so richtig wichtig ist der Menüpunkt Kapitelanwahl nicht, oder?

■ Bildformat:
16:9 (1.85:1) anamorph

■ Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1

■ Untertitel:
dvd-ausstattung für Hörgeschädigte

■ Kapitel- / Szenenanwahl
■ Kinotrailer

■ ■ ■ FAZIT ■ ■ ■
Empfehlenswert auf jeden Fall, aber nicht wenn man Bock auf richtig gute, spannende, lustige Unterhaltung hat. Wenn man gerade nichts Besseres zu tun hat und schon alles andere gesehen hat ;o) kann man ruhig mal einen Blick riskieren. Vielleicht mögt ihr Filme derart auch viel mehr als ich. Vielleicht fehlt mir auch eine gewisse Weitsicht dafür.

Ich habe den Film ein bisschen bereut weil ich ihn mir glanzvoller und spannender vorgestellt habe. Ist alles etwas zu flach für mich gewesen. Starke Story, schwache Umsetzung, trotzdem teilweise schockierend, doofes Ende.

Ich gebe dem Film für die Story noch 3 Sterne, und auch der Schauspieler wegen, dafür das er zum Nachdenken anregt, aber mit dem Ende und dem Grau und Grau Bild bin ich einfach nicht einverstanden.
Auch bleibt für mich die Frage offen was genau der Film genau aussagen will. Soll es bedeuten, dass Wiedergeburt Schwachsinn ist? Das man an so einem Mist nicht glauben soll. Soll es 10 Jährige dazu animieren erwachsenen Frauen hinter herzuspionieren um ihnen das Leben schwer zu machen? Geht es lediglich um den Tod und Trauer?
Auf jeden Fall: Im Kampf Liebe und Tod, gewinnt die Liebe, weil sie den Tod überlebt.

■ Lieben Gruß Jenni

■ ■ ■ Einen Trailer findet ihr unter anderem auf:
http://www.prosieben.de/kino_dvd/trailer/popup_video/08880/

Der verspricht aber mehr als der Film halten kann.

50 Bewertungen, 1 Kommentar

  • moonlighthoney

    10.07.2005, 13:44 Uhr von moonlighthoney, Bewertung: sehr hilfreich

    Aufteilung deines Berichtes! Gefällt mir gut, optisch ansprechend! Natürlich auch ein guter Bericht ;-) lg moonlight