Canon EF 28mm f1.8 USM Testbericht

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Erfahrungsbericht von Amilorid

Solide Linse mit kleinen Schwächen

Pro:

Ideale Brennweite, hohe Lichtempfindlichkeit, wunderschönes Bokeh, grandiose Schärfe ab ƒ2.5, USM

Kontra:

Relativ teuer, minimaler Randschärfe- und Randlichtabfall

Empfehlung:

Ja

Ich benutze das Canon EF 28mm ƒ1.8 seit etwa einem Jahr an einer EOS 450D und einer EOS 600D. Kaufentscheidend war für mich vor allem die hohe Lichtempfindlichkeit durch die sehr große maximale Blendenöffnung. Hierdurch lassen sich auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen und ohne Stativ gute Aufnahmen erzielen. Nutzbar ist dieses Objektiv an jeder Canon mit EF-Anschluss, sowohl mit Crop- als auch Vollformat-Kameras.


== Bildqualität ==

Durch die große Blendenöffnung von ƒ1.8 und die asphärischen Linsen erhält man ein wunderschönes Bokeh. Natürlich muss man in diesem Blendenbereich Abstriche bei der Bildschärfe machen, aber ab einer Blende von ƒ2.5 sind die Bilder absolut einwandfrei scharf. Lediglich in Randbereichen kann ich bis Blende ƒ4.0 einen leichten Schärfeabfall beobachten, der aber nur bei deutlichem Hinsehen erkennbar ist. Auch eine leichte Vignettierung durch einen Randlichtabfall kann man bis ƒ4.0 nicht leugnen. Das Objektiv ist aber in meinen Augen für alle Situationen geeignet. Seine Stärken kann es vor allem bei geringem Licht ausspielen. Beispielsweise habe ich bei einem Konzert wunderschöne Fotos mit einem atemberaubenden Bokeh einfangen können.
Die Streulichtempfindlichkeit, die in manchen Testberichten bemängelt wird kann ich nur teilweise bestätigen. Ich finde sie nicht übermäßig ausgeprägt, aber ich muss auch dazu sagen, dass ich Streulicht recht gerne als Stilmittel benutze und mich dies deshalb auch nicht sonderlich stört.
Das Objektiv definitiv auch sehr gut zum Filmen geeignet. Mit der EOS 7D eines Freunden haben wir ein paar sehr schöne Sportaufnahmen anfertigen können, auch hier erwies sich der Brennweitenbereich als ideal und die große Lichtempfindlichkeit kam uns natürlich auch sehr entgegen. Auch für Aufnahmen innerhalb von Gebäuden war der Brennweitenbereich trotz Verwendung einer Kamera Crop-Faktor ideal. Mit dem zweiten 50 mm Objektiv kamen wir nicht weit und hätten förmlich in der Wand verschwinden müssen um ein Gesicht komplett aufnehmen zu können. Aber mit der 25 mm Linse war dies überhaupt gar kein Problem.


== Ausstattung & Benutzung ==

Wer mit dem Gedanken spielt sich das Canon EF 28mm ƒ1.8 anzuschaffen, der sollte sich im klaren sein, dass es sich um ein Festbrennweiten-Objektiv handelt. Das heißt: man hat keinen optischen Zoom zur Verfügung. Dies bringt einige Vorteile mit sich (z.B. leichtere, kompaktere Bauweise, höhere Bildschärfe), aber es schränkt einen bei der Benutzung durchaus ein. Man muss also eine gewisse Flexibilität an den Tag legen und auch bereit sein sich für das perfekte Motiv ein bisschen zu bewegen. ;)
Ich persönlich finde es schade, dass das Canon EF 28mm ƒ1.8 keinen integrierten Bildstabilisator hat. In diesem Preissegment und bei der sonstigen Ausstattung des Objektivs hätte man dies in meinen Augen durchaus erwarten können. Hiermit hätte man nämlich die Lichtstärke des Objektivs noch ein bisschen besser ausnutzen können, da mit einem Bildstabilisator in der Regel eine zwei bis drei Stufen längere Belichtungszeit bei gleicher Bildqualität benutzt werden kann.
Die USM-Technologie ermöglicht einen sehr schnellen, nahezu geräuschlosen Autofukos, der auch manuell korrigiert werden kann. Dies ist gerade bei großen Blendenöffnungen mit einem sehr kleinen Schärfebereich äußerst hilfreich, da der Autofokus hier gerne mal ein paar Milimeter danebenliegt.


== Verarbeitung ==

Das Objektiv wirkt insgesamt sehr hochwertig verarbeitet, hat keine übergroßen Spaltmaße und ist zudem noch sehr leicht. Meiner Meinung nach hätte dieses Glas durchaus den roten Strich verdient. Das ist die Kennzeichnung für besonders hochwertige - auch L-Objektive genannten - Linsen von Canon. Durch die hohe Qualität macht die Anwendung des Objektivs natürlich noch einmal deutlich mehr Spaß. Vor allem für Personen, die zum ersten mal von den komplett aus Plastik gefertigten Kit-Objektiven auf ein hochwertigeres umsteigen wird diese Linse eine Offenbarung sein. Der Fokusring lässt sich gut fassen und auch drehen, die wenigen Schalter rasten perfekt ein - insgesamt ein hervorragender Eindruck.


== Fazit ==

Vollprofis werden die oben aufgeführten Schwächen dieses Objektivs sicherlich abschrecken. Wer im Amateur bis Semiprofessionallen Bereich tätig ist und eine solide Festbrennweite mit hoher Blendenöffnung sucht, dem kann ich aber mit gutem Gewissen zu diesem Glas raten.

19 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Hamsterbacke09

    15.06.2012, 14:38 Uhr von Hamsterbacke09, Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht. Liebe Grüße aus Niederbayern von Jessy

  • target1312

    14.06.2012, 21:48 Uhr von target1312, Bewertung: besonders wertvoll

    BW und Gruß aus dem Schbg.-Land