Der Wachsblumenstrauß (Taschenbuch) / Agatha Christie Testbericht

Leider kein Preis
verfügbar
Auf yopi.de gelistet seit 09/2004
Produktübersicht
5 Sterne
(3)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(1)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Erfahrungsberichte (5)
Summe aller Bewertungen
  • Aufmachung:  sehr gut
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr gering
  • Spannung:  sehr gering
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Wie ergreifend ist die Story?:  ergreifend
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von gloriaforever

Mord nach der Beerdigung

  • Aufmachung:  sehr gut
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr gering
  • Spannung:  sehr gering
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Wie ergreifend ist die Story?:  ergreifend
  • Zielgruppe:  Männer
  • Stil:  ausschmückend
  • Seitenzahl:  100 bis 200

Pro:

Spannung, kurzweilig, interessante Verdächtige, undurchschaubar

Kontra:

---

Empfehlung:

Ja

Mein zuletzt gelesener Agatha Christie-Krimi ist wieder mit Hercule Poirot und heißt Der Wachsblumenstrauß

Aussehen des Buches
=================
Bei meiner Ausgabe handelt es sich um Eine Weltbild Verlag Edition, die vor etlichen Jahren einmal erschienen ist. Die Bücher sind alle fest gebunden, haben einen harten, schwarzen Deckel und rote und weiße Schrift. Es gibt keinen extra Einband.

Text von der Vorderseite:
Agatha Christie
Der Wachsblumenstrauß
Ein Hercule-Poirot-Krimi


Allgemeine Buchdaten
==================
Das englische Original erschien 1953 unter dem Titel After The Funeral. Die deutsche Originalausgabe liegt beim Scherz Verlag vor. Die Ausgabe des Weltbild Verlages ist eine Lizenzausgabe.

Leserschaft: Erwachsene
Seitenanzahl: 195
Übersetzung: L. Humm
Weltbild Artikelnummer: 29684822
Preis: 2 Bände dieser Weltbild Edition haben mich damals 11,00 DM gekostet. Bei Amazon.de kostet ein neueres gebundenes Buch von 2007 momentan 7,95 Euro.


Über die Autorin
=============
Agatha Christie wird nicht umsonst die Queen of Crime genannt. Sie wurde 1890 in England geboren und pflege während des 1. Weltkrieges Verwundete und arbeitete in einer Klinikapotheke. Dort erlange sie ihr Wissen über Gifte. Nachdem sie ihren zweiten Ehemann, einen Professor für Westasiatische Archäologie geheiratet hatte, bereisten die beiden den vorderen Orient. Daher spielen dort auch einige ihrer Krimis. Insgesamt schrieb sie 66 Kriminalromane, 144 Stories und 15 Theaterstücke. 1976 starb sie mit nur 85 in Oxford an einem Schlaganfall.


Beschreibung auf der Rückseite
========================
Als er stirbt, hinterlässt der schwerreiche Richard Abernethie sein Vermögen zu sechs gleichen Teilen seinen Angehörigen. Diesen ist der Geldsegen selbstverständlich nicht unwillkommen. Doch sollte einer seiner Erben so weit gegangen sein, Richard zu ermorden? Genau das behauptet steif und fest die naive Cora Lansquenet, die bald darauf selbst einem Mordanschlag zum Opfer fällt. Aber auch Miss Gilchrist, Coras Haushälterin, scheint mehr von der Sache zu wissen, als für sie gut ist. Gewitzt wie immer, schaltet sich Hercule Poirto ein und sieht sich vor einige reichlich verzwickte Fragen gestellt. Befürchtete Richard Abernethie, vergiftet zu werden? Was hat es mit Coras sonderbarem Ölgemälde auf sich? Welche Rolle spielt die rätselhafte Nonne mit der Sammelbüchse? Ein Wachsblumenstrauß verhilft Poirot schließlich zum richtigen Riecher.


Meine eigene Buchbeschreibung
==========================
Richard Abernethie, ein reicher Industrieller, ist überraschend gestorben. Zwar war er schon länger etwas kränklich, aber trotzdem hatte ihm sein Arzt noch etliche Monate gegeben. Nach dem Tod seines einzigen Sohnes Mortimer, hat der alte Herr immer mehr abgebaut. Und so denkt sich niemand der Hinterbliebenen, die zur Beerdigung nach Enderby Hall reisen, etwas Böses dabei. Erst als seine jüngere Schwester Cora Lansquenet wie selbstverständlich zum Familienanwalt sagt, dass Richard natürlich ermordet wurde, bricht Schweigen aus. Was weiß Cora Lansquenet? Sie selbst ist froh etwas zu erben und endlich nicht mehr sparen zu müssen. Doch am nächsten Abend findet ihre Hausdame Miss Anne Gilchrist Cora tot im Bett vor. Sie wurde mit einem Beil erschlagen. Wusste Cora etwas über den Mörder, was ihr zum Verhängnis wurde? Auch Miss Gilchrist entgeht nur ganz knapp einem Anschlag durch eine vergiftete Torte. Dem Familienanwalt Mr. Entwhistle kommt das alles Spanisch vor. Darum bittet er Hercule Poirot um Hilfe. Wurde Richard und Cora von einem der restlichen fünf Erben umgebracht? Alle können das Geld gut gebrauchen, weil sie vorher in finanziellen Schwierigkeiten waren. Hercule Poirot steht anscheinend vor einem unlösbaren Fall.


Meine Meinung und Fazit
=====================
Ich kannte die Handlung von Der Wachsblumenstrauß schon vor dem Lesen des Buches. Auf jeden Fall dachte ich das anfangs. Es gibt nämlich einen alten Schwarzweiß-Film mit Margarete Rutherford in dem Miss Marple die Hauptrolle spielt. Im Originalbuch ist Hercule Poirot tatsächlich derjenige der den Fall untersucht und schließlich löst. Auch in anderen Punkten unterscheidet sich dieser bekannte Film vom Originalbuch. So wird Cora Lansquenet im Film mit einer Hutnadel erstochen, während sie im Buch auf sehr brutale Weise durch mehrere Schläge mit einem Beil stirbt. Hercule Poirot geht auch etwas anders an die Ermittlungsarbeit, wie die temperamentvolle Margarete Rutherford. Während sie immer auf Achse ist, lässt Hercule andere für sich die Laufarbeit machen und reist nur nach Enderby Hall um dort alle herbeigerufenen Erben zu befragen. Wenn man das Buch wirklich ganz genau liest, kann man fast selbst auf die Lösung kommen. Denn die Mörderin verrät sich durch einen Satz und eine Kopfbewegung. Das ist natürlich erst ziemlich am Schluss richtig klar. Bei Hercule Poirot finde ich das Ende immer toll. Da er immer alle Beteiligten und Verdächtige einberuft um dann den ganzen Fall in jedem Detail erklärt. Dabei tut er bei jeder einzelnen Person immer so als wäre das der Mörder gewesen, um schließlich den wahren Tathergang zu lüften und den wirklichen Täter zu überführen. Er muss eben einfach mit seinen kleinen grauen Zellen etwas angeben.

Dieses Mal hat sich Agatha Christie bei den Personen und auch bei der Umgebung in der die Morde geschehen selbst übertroffen. Was beim Lesen vielleicht etwas untergeht ist, dass es eine Widmung von Agatha Christie gibt. Der Wachsblumenstrauße ist für James – im Gedenken an glückliche Tage in Abney. James ist James Watt Jr. der Neffe von Agatha Christie und mit Abney ist Abney Hall gemeint. Das Haus in dem die Familie Watt gelebt hat und in dem Agatha Christie die Feiertage verbrachte. Abney Hall wird kurzerhand von ihr in Enderby Hall umgewandelt und ihre Erinnerungen daran wieder belebt. Es sind typische Beschreibungen des englischen Landlebens auf einem großen Landsitz. Die Familie von Richard Abernethie ist genauso bemerkenswert wie Enderby Hall. Da gibt es Cora Lansquenet, die einen französischen Maler heiratete, der inzwischen verstorben ist, und deswegen von der Familie verachtet wurde. Die Abernethies hatten sich mit einer großen Firma Reichtum erworben und ein Maler passte wohl nicht so ganz ins Bild. Cora war aber anscheinend auch immer etwas zurückgeblieben und so wundert es eigentlich nicht, dass ausgerechnet sie ausspricht was manch anderer nur so spaßeshalber gedacht hat: Nämlich das Richard Abernethie doch bestimmt umgebracht wurde. Neben Cora gibt es auch noch die Nichten Susan und Rosamund. Sie können beide das Geld gut gebrauchen. Ihre Männer sind nämlich etwas komisch und sie versuchen sie durch das Erbe an sich zu binden. Greg, der Mann von Susan arbeitet in einer Apotheke und wird von seinem Chef unterdrückt. Einmal hat er fast eine Frau umgebracht, weil er eine Rezeptur falsch zusammen gemischt hat. Damit ist er schon einmal verdächtig. Er scheint auch ein bisschen psychotisch zu sein. Michael, der Mann von Rosamund arbeitet beim Theater und betrügt sie. Sie denkt, dass sie durch viel Geld wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen könnte. Doch am Ende ist sie schwanger und gerade das bindet ihren Mann wieder stärker an sie. Dann gibt es noch den Neffen George, der in Casinos und beim Pferderennen sein Geld durchbringt. Die Erbschaft kommt gerade rechtzeitig bevor sich die Schlinge um seinen Hals festzieht. Neben den Nichten und Neffen und der komischen Cora, lebt nur noch der Bruder Timothy. Er ist Hypochonder. Oder tut wenigstens so. In Wirklichkeit ist er gar nicht kränklich, sondern kann sehr wohl herumlaufen und sich die Sachen, die er benötigt, selbst besorgen. Nur ist es natürlich schöner seine Frau Maude herumzuscheuchen. Die letzte Erbin ist die Schwägerin Helen. Sie scheint eine einfache Person zu sein. Liebenswürdig und hilfsbereit. Was die Familie aber nicht weiß: Helen hat ein Kind von einem verheirateten Mann und kann das Erbe daher gut gebrauchen.

Genau diese Mischung an Persönlichkeiten und dem idyllischen Landleben machen Agatha Christies Bücher immer so interessant. Wenn man nur nach den Personen geht, könnte jeder der Mörder sein und tatsächlich äußert jede Person auch etwas Verdächtiges. Ob aus Aufregung oder wegen tatsächlicher Schuld muss der Leser und natürlich Hercule Poirot herausfinden. Bei dem Wachsblumenstrauß bleibt durch immer neue Informationen und viele neue Anschläge und Wendungen die Spannung bis zur letzten Seite erhalten. Es ist immer was los und das Buch an sich ist sehr kurzweilig. Ich bin schon immer der Meinung gewesen, dass Hercule Poirot-Bücher um einiges brutaler sind als Miss Marple-Krimis. So ist es auch bei dem Wachsblumenstrauß. Vor allem der Mord an Cora Lansquenet wird ein wenig zu deutlich beschrieben. Von daher würde ich das Buch eher für Erwachsene zum Lesen empfehlen. Das Geschehen wird deutlich aber nicht zu ausschmückend beschrieben. Man kann sich schön ein Bild machen, aber es bleibt noch genug Platz für die eigene Fantasie.

Meine Buchausgabe ist sehr schön gestaltet. Der Buchdeckel ist sehr stabil und daher auch noch nach Jahren in gutem Zustand. Die Seiten sind nicht zu eng bedruckt. Die Sprache ist sehr einfach und es gibt viele Kapitel mit denen man sich das Lesen bequem einteilen kann.

Ich kann euch das Buch Der Wachsblumenstrauß von Agatha Christie auf jeden Fall zum Lesen empfehlen. Das Buch ist sehr spannend und wirklich kurzweilig zu lesen. Bis zum Ende kommt man nicht auf den Täter. Nur wenn einem der einzige Hinweis auffällt. Von mir erhält das Buch alle 5 Sterne als Wertung.

81 Bewertungen, 19 Kommentare

  • Marslight

    26.11.2011, 23:50 Uhr von Marslight , Bewertung: sehr hilfreich

    ---Herzliche Grüße---

  • Themistokeles

    24.10.2011, 15:22 Uhr von Themistokeles, Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße, Themistokeles!

  • Lenni26

    19.10.2011, 17:34 Uhr von Lenni26, Bewertung: besonders wertvoll

    super Bericht...bw...LG Lenni26

  • campino

    16.10.2011, 01:22 Uhr von campino, Bewertung: sehr hilfreich

    lg andrea -----------

  • templerthomas

    10.10.2011, 19:12 Uhr von templerthomas, Bewertung: sehr hilfreich

    danke fürs Lesen bei mir

  • tina08

    09.10.2011, 22:51 Uhr von tina08, Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße ... Tina

  • sunflower76

    09.10.2011, 11:01 Uhr von sunflower76, Bewertung: besonders wertvoll

    Sehr aufschlussreicher Bericht, gerne ein bw und lG, Dani

  • goat

    07.10.2011, 15:23 Uhr von goat, Bewertung: besonders wertvoll

    Hier kommt das versprochene BW.

  • Summertime_1981

    07.10.2011, 14:02 Uhr von Summertime_1981, Bewertung: besonders wertvoll

    Prima beschrieben. Über eine Gegenlesung würde ich mich sehr freuen. LG

  • mima007

    07.10.2011, 11:44 Uhr von mima007, Bewertung: besonders wertvoll

    bw. Viele Gruesse, mima007

  • cleo1

    07.10.2011, 11:43 Uhr von cleo1, Bewertung: sehr hilfreich

    LG und ein schönes Wochenende. cleo1

  • sigrid9979

    07.10.2011, 11:08 Uhr von sigrid9979, Bewertung: sehr hilfreich

    Stürmische Herbstgrüße ....

  • hameln58

    07.10.2011, 02:22 Uhr von hameln58, Bewertung: besonders wertvoll

    liebe Grüße..Gina

  • FurkanYilmaz

    07.10.2011, 00:58 Uhr von FurkanYilmaz, Bewertung: besonders wertvoll

    Wundervoller Bericht !!! Schon deine Überschrift ist cool ! Noch was zur Schriftstellerin: Sie starb mit "NUR" 85 :-D LG, Furkan

  • morla

    06.10.2011, 23:19 Uhr von morla, Bewertung: besonders wertvoll

    lg. ^^^^^^^^^^^^^petra

  • Lale

    06.10.2011, 21:16 Uhr von Lale, Bewertung: besonders wertvoll

    Allerbesten Gruß *~*

  • Clarinetta2

    06.10.2011, 21:00 Uhr von Clarinetta2, Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gut geschrieben

  • katjafranke

    06.10.2011, 20:46 Uhr von katjafranke, Bewertung: sehr hilfreich

    Viele liebe Grüße. KATJA

  • titus01

    06.10.2011, 20:07 Uhr von titus01, Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße...titus01