Clandestino - Manu Chao Testbericht

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Erfahrungsbericht
Summe aller Bewertungen

Erfahrungsbericht von __fachmann__

Eine der besten CDs aller Zeiten

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Kennt eigentlich ein jeder Manu Chao? Viele werden jetzt sagen: schon mal gehört, kann aber nichts mehr damit verbinden. Bei manch anderem kommt vielleicht sofort wie aus der Pistole geschossen: Klar, der King of the Kongo...

Ich glaube, es war das Jahr 1999, als Manu Chao den absoluten Top-Hit \"King of the Kongo\" landete. Mit einem ziemlich stupiden Text \"Papa was King of the Kongo, Mama was Queen of the Bongo, deep down in the jungle...\" aber eine voll peppigen Melodie und einem mitreißenden Rhythmus schaffte Manu Chao es in die Top 10.



Wer ist Manu Chao?
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Manu Chao ist ein baskisch-französischer Sänger, der eigentlich keinen eindeutig zuordnungsbaren Stil hat. Er ist wie ein musikalischer Schwamm, der einfach verschiedene Stilrichtungen aufsaugt und nach seinem Belieben ineinander mischt.

Als Baske-Franzose sind natürlich französische und nordspanische Stilelemente in seiner Musik. Als dunkelhäutiger Franzose steht man jedoch auch den nordafrikanischen, französisch sprechenden Ländern nicht fern. Demzufolge findet man in Manu Chao\'s Musik auch nordafrikanische Stilelemente (das Bongo-Geklimper...). Aber damit nicht genug, wer zum ersten Mal Manu Chao hört, kommt vielleicht auch auf die Idee, dass der Typ aus der Karibik oder aus Südamerika stammt. All diese Stile sind vereint, mal schön getrennt, mal alles zusammen.



Clandestino
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Warum schreibe ich überhaupt über eine CD, die noch aus dem vergangenen Jahrtausend stammt, wo Manu Chao doch längst mit \"Esperanza\" nachgelegt hat? Viele CDs von schnell hochgekommenen Popstars hört man ein halbes Jahr lang an, dann verschwinden sie irgendwo im CD-Regal und werden vielleicht nach Jahren mal wieder zur Erinnerung herausgeholt.

Manu Chao\'s Clandestino ist eine der wenigen CDs, die bei mir, seit ich sie besitze, permanent direkt neben dem CD-Player liegt, d.h. ich höre sie seit fast 2 Jahren regelmäßig an. Von Langeweile oder Überdruss keine Spur. Ich habe Hunderte von CDs, aber nur ganz wenige höre ich so oft wie diese.

Clandestino heißt die super CD, Clandestino heißt heimlich, der illegale Einwanderer oder Ausländer, \"Mano negra clandestina, Africano clandestino, Marijuana illegal\" heißt es in dem Text.

Auf der CD reiht sich ein Top-Song an den anderen, und zwar ohne Pausen; die Übergänge zwischen den einzelnen Stücken sind schnell und fließend. Beim Hören der CD bekommt man so richtig gute Laune, da einen die Rhythmen mitreißen und aufschaukeln.



Abwechslung
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Was ich jetzt schreibe, gilt nicht nur für seine erste CD \"Clandestino\" sondern auch für sein zweites Album \"Proxima Estacion - Esperanza\". Beide CDs sind sich ähnlich, beide werden nie langweilig. Woran liegt dies?

Ich habe oben schon erwähnt, dass Manu Chao zahlreiche verschiedene Stilrichtungen verwendet, sie zum Teil zu einem neuen, eigenen Stil mischt, aber zum Teil auch getrennt lässt. Dadurch springt man beim Hören quasi von einem Erdteil zum nächsten, wieder zurück und so weiter. Das sorgt für Abwechslung.

Für Abwechslung sorgen jedoch auch die zahlreichen Sprachen, in denen Manu Chao singt. Natürlich sind die meisten Lieder in Spanisch gesungen, das hört sich auch am Besten an. Aber auch französische Lieder findet man von Manu Chao, wobei er in der französischen Sprache teilweise bewusst Akzent spricht. Damit noch nicht genug. Manu Chao singt lieder in einer Art baskischen Nationalsprache, da versteht man natürlich kein Wort mehr. Natürlich sind auch englisch-sprachige und portugiesische Teile dabei.



Fazit
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Manu Chao hat bei mir geschafft, was bislang nur wenigen Sängern gelungen ist, nämlich ein Album herauszubringen, das ich jahrelang regelmäßig gerne höre. Zuletzt hat das nur Eminem geschafft.

Sowohl die CD \"Clandestino\" als auch \"Esperanza\" kann ich 100% empfehlen; die Musik ist spitze, abwechslungsreich, aufmunternd und Stimmung machend.

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