Kenia Testbericht

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Erfahrungsbericht von trenker26

Wa Na Njaa

Pro:

Tolles Essen

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Servus Leute!

Vorwort
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Damit ihr alle weiterlest, erkläre ich gleich mal die Überschrift. „Wa Na Njaa“ bedeutet nicht anderes als Hunger haben und ich hoffe ihr seid alle hungrig auf meinen Bericht *g* Nun aber geht’s los mit ein paar Gedanken von mir zum Thema Essen und Trinken aus Afrika bzw Kenia.


Wie ihr alle wißt, kommt meine Frau aus Kenia und ich selber war auch schon zweimal in diesem Land. So konnte ich mir schon vor Ort meine Wampe mit dem heimischen Essen vollschlagen und habe es teilweise auch bei mir zu Hause. Obwohl das in Deutschland oft nicht so einfach ist, denn nicht alle Zutaten bekommt man hier problemlos. Es gibt zwar inzwischen genügend Afro Shops, aber leider liegen die nicht bei uns um die Ecke. Und wenn ich beispielsweise eine Mango beim Supermarkt um die Ecke kaufen will, dann kommt mir fast das Kotzen. Zumindest wenn ich sie vergleiche mit den Mangos in Afrika, die ohne die ganze Chemie aufgewachsen sind und auch dementsprechend schmecken.

Nun, Kenia hat viel kulinarisches zu bieten. Das liegt zum einen daran, daß es auf der einen Seite am indischen Ozean liegt und man somit jede Menge an Fisch und ähnlichen Meeresbewohnern bekommen kann. Ein Freund von Fisch und Co bin ich aber nicht, so daß ich hier recht wenig Erfahrung habe. Auf der anderen Seite von Kenia liegt der Lake Viktoria und der ist auch sehr fischreich. Da ich des öfteren schon in Nairobi war, gibt es dort auch einen Fischmarkt, die Fische von diesen See verkaufen. Davon will ich euch gleich mal eine stinkende Geschichte erzählen. *g*

An einen sonnigen Vormittag gingen wir zu diesem Fischmarkt. Es waren so um die 25 Grad und je näher wir diesen Markt kamen, um so unerträglicher wurde der Gestank. Irgendwann war ich mittendrin statt nur dabei und ich war umgeben von Fisch ohne Ende. Meine Frau ist natürlich wählerisch und so dauerte es gut eine Halbe Stunde, bis sie ihre Auswahl getroffen hatte. Ich war froh als mein Mathyium ein Ende hatte, doch irgendwie war mir flau im Magen. Selbst ein Liter Cola konnte da keine Abhilfe schaffen. Wieder zu Hause wurden die Fische zubereitet und unter offenen Feuer zubereitet. Das ganze dauerte viele Stunden und am Abend fielen gut 10 Personen über das leckere Essen her. Leider hatte ich immer noch keinen Appetit und trotz allen Willens brachte ich keinen Bissen runter. So viel zum Thema Fisch. *g* Wenn ihr mal zufällig in Nairobi seid, schaut unbedingt bei so einen Fischmarkt vorbei. Ich sag euch, es ist ein unvergeßliches Erlebnis *gg*

Schlendert man nun einfach so durch Nairobi, wird man schnell feststellen, daß es an jeder Ecke was zum Essen gibt. Seien es nun die ganzen Märkte, die nun wirklich alles an Obst oder Gemüse haben. Auch so was wie Schnellimbisse findet man hier ohne Ende. Mal ein Hähnchen hier, ein paar Pommes dort, verhungern werdet ihr bestimmt nicht. Und wer in Nairobi nach einen Mc Donalds sucht, der sucht hier vergeblich. Denn dieses Unternehmen ist hier schon lange von der Bildfläche verschwunden.

Allerdings gibt es in Nairobi ein Fast Food Unternehmen, das immer regen Zulauf hat. Es trägt den Namen Nando´s und ist eigentlich aus Südafrika. In Nairobi ist es direkt neben dem Hilton Hotel angesiedelt, so daß auch sehr viele Touristen hier hin kommen. Einen Vergleich zu McDonalds kann man hier aber nicht machen, denn hier gibt es einfach viel mehr als schmierige Burger. So bekommt man Pizzen in verschiedenen Größen, oder man bekommt Hähnchen. Und alles wird frisch zubereitet, so daß man schon mal eine Weile warten muß. Die Wartezeit kann man aber verkürzen, indem man das leckere Eis probiert. Natürlich kann man auch diverse Burger haben, aber ich habe die noch nie probiert.

Wer es etwas exotischer haben will, der kann zum Beispiel die Anlage des Nairobi Safari Park besuchen. Wer als Tourist schon mal in Nairobi war, wird diese Hotelanlage etwas außerhalb der Stadt bestimmt kennen. Neben einen Hotel gibt es dort auch ein Casino, in das ich auch schon ein kleines Vermögen hinterlassen habe *g* Auf dieser Anlage findet aber auch jeden Abend eine Veranstaltung mit afrikanischer Musik und diversen Tänzen statt. Hier kann man sich mit Krokodil, Elefanten, Zebra, oder Antilopenfleisch verwöhnen lassen. Ist echt eine leckere Sache, sage ich euch. Natürlich gibt es solch ein Fleisch in keinen Supermarkt zu kaufen, denn all diese Tiere sind geschützt. Dementsprechend ist auch der Preis, aber es lohnt sich.

Natürlich gibt es in Kenia auch genug zu trinken. Und wie in vielen Ländern gibt es hier auch genug Bier. Allen voran ist das berühmt berüchtigte Tusker Bier, das ich mir immer wieder gerne gönne und auch schon gegönnt habe *g* Kneipen gibt es auch genug in Nairobi und trotz aller Probleme, die diese Menschen dort haben, sind die Kneipen am Wochenende immer voll. Das Tusker fließt in Strömen und die Leute wollen ihre Probleme vergessen. Und ich war schon einige Male dabei, als diese Menschen ihre Probleme vergessen haben *gg*

Zum Guten Schluß will ich euch doch noch was ans Herz legen und euch mein kenianisches Lieblingsgericht vorstellen. Ich glaube, jeder der Kenia kennt, kennt auch „Ugali“ Hab ich recht? Die Zubereitung ist auch sehr einfach, denn man bringt Wasser zum Kochen und fügt dann noch etwas Salz hinzu. Nun rührt man in das Wasser Maismehl hinzu, bis es eine feste Konsistenz gibt. Bei schwächerer Hitze knetet man dann noch etwas herum und fertig ist das ganze. Dieses Ugali kann man zu allem Essen was man will. Wir haben es am liebsten zu Fleisch, das wir meistens mit allen möglichen Gemüse vermischen. Ugali hat eigentlich den Vorteil, daß man kein Besteck mehr braucht, denn Ugali wird mit der Hand gegessen. Man nimmt ein Stück, formt es zu einer Kugel mit einer Delle drin wo man es zusammen mit dem Fleisch und dem Gemüse essen kann. Eine ganz neue Erfahrung ist das, sage ich euch *g* Und auch in diesen Zusammenhang muß ich euch eine kleine Geschichte erzählen.

Es war im Jahr 1999 und ich kannte meine heutige Frau erst wenige Wochen. Eines Tages kam ich zu Besuch und ich fand ihre Schwester mit ihren kleinen Sohn vor, der damals nicht ganz 3 Jahre alt war. Es wurde gekocht was das Zeug hielt und ich versuchte mich inzwischen mit meinen zukünftigen Neffen anzufreunden. Das gelang zwar im ersten Moment nicht wirklich doch inzwischen sind wir die besten Freunde *gg* Das Essen war irgendwann fertig und der Tisch wurde gedeckt. Ich saß da und wollte sogleich loslegen mit dem Essen doch ich sah, daß man vergessen hatte, Besteck zu bringen. Bevor ich was sagen konnte legten die Damen auch gleich los und aßen was das Zeug hielt. Mir verging fast der Appetit als ich sah, daß die alles mit den Händen aßen. Und als ich dann sah, daß der kleine Kerl mit nicht mal 3 Jahren diese Eßtechnik voll beherrschte, war ich erstaunt. Denn gekonnt drückte er eine Delle in dieses Ugali und füllte diese Delle mit Soße und Fleisch. So blieb mir nichts anderes übrig, als es auch so zu machen. Das mißlang zwar am Anfang, so daß ich viel zur allgemeinen Erheiterung beigetragen habe, doch inzwischen mache ich das perfekt *g*

Zum Schluß
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Das wärs fürs Erste mal gewesen und ich hoffe, ich konnte Euch etwas weiterhelfen. Ich könnte hier schreiben ohne Ende über das leckere Essen in und aus Kenia, doch wer nie selber da war, verpaßt hier was. Also, plant euren nächsten Urlaub gleich mal in Kenia, probiert das süffige Tusker Bier und überzeugt euch von dem gesunden und reichlichen Essen. Fasten könnt ihr dann wieder in Deutschland *gg*

In diesem Sinne, Kwaheri! ( Servus auf Deutsch *lach*)

Werner

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