THQ Crimson Sea (Xbox Spiel) Testbericht

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Erfahrungsbericht
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Erfahrungsbericht von sinfortuna

Blutrotes Gewässer

Pro:

Actiongehalt, Abwechslungsreichtum, erstaunlicher Anspruch durch Prise Taktik, düstere Cyberatmosphäre, deutsche Übersetzung

Kontra:

Nur Durchschnitts-Optik/Sound, kein Multiplayer, übertriebenes Philosophie-Gebrabbel, Kamera nicht immer top

Empfehlung:

Ja

Ein Cyber-Spektakel vor einem futuristischen Hintergrund, bei dem die kompromisslose Action eindeutig im Vordergrund steht? Ja, warum nicht, in Ordnung. Dazu noch eine Art an Ballerspiel, bei dem nicht (nur) hirnlos durch die Walachei gedonnert wird, sondern eine Prise an Taktik ebenso mit vertreten ist? Sehr gerne. Schließlich ein Gemetzel, bei dem es trotz des Massakrierens quasi am Fließband nur äußerst selten monotone Passagen im Spielverlauf zu verzeichnen gibt? Aber immer doch. So oder so ähnlich sehen die gewichtigsten positiven Aspekte von „Crimson Sea“ (auf deutsch in etwa: „blutrote See“) für die X-Box von Microsoft aus. Dass wir es trotzdem nicht mit einem Hit zu tun haben, liegt eher an einer zu unauffälligen Präsentation und zarten Mängeln bei der Spieltechnik. Dies ist eher ungewöhnlich, ist es doch bei Actionspielen im Regelfall so, dass wir es mit einer berauschenden Optik und einer krachenden Soundkulisse zu tun haben, es aber oft an Abwechslungsreichtum und Anspruch fehlt. Hier ist es offensichtlich genau andersherum. Erstaunlich.


Dass ein Multiplayermodus keine Berücksichtigung fand, ist bedauerlich, speziell beim Actiongenre ist ein solcher im Hinblick auf die Langlebigkeit doch sehr wichtig. Das ist weniger schön. Demzufolge haben wir es bei „Crimson Sea“ ausschließlich mit einem Soloabenteuer zu tun, welches im Science-Fiction-Genre anzusiedeln ist. Wieder einmal steht die Existenz der Menschheit auf dem Spiel, die ultimative Bedrohung rührt diesmal aber nicht von der Existenz üblicher angriffslustiger Aliens her, sondern geht von einer überaus aggressiven Insektenkultur aus. Sehr lecker. Wir übernehmen die Kontrolle eines Detektiven, der aber offensichtlich wenig Erfolg in seiner Branche zu haben scheint und knapp über dem Existenzminimum zu dümpeln scheint. Eher unfreiwillig geraten wir in dieses seltsame Abenteuer, denn wie sich bald herausstellt, gehören ausgerechnet wir einer ausgestorbenen Spezies an: tief in uns schlummern außergewöhnliche magische Talente, welche urplötzlich zu Tage treten bzw. deren Anwendung zwingend erforderlich ist, um das Schlimmste abwenden zu können. Insofern ist es nicht falsch, von einer Art Anti-Held zu sprechen, was unseren Protagonisten ja nicht unbedingt unsympathisch macht.


In der Folgezeit quälen wir uns durch weit über zwanzig Spielabschnitte, die geradezu übersät sind mit ekligen Insektenarten. Mit unserer ungewöhnlichen Waffe, die wir als scharfes Schwert im Nahkampf und zugleich durchschlagskräftige Knarre im Fernkampf benutzen, setzen wir uns energisch zur Wehr. Je nach Spielsituation empfiehlt es sich nämlich, eher aus sicherer Entfernung – falls möglich – das feindliche Gesocks anzuvisieren, der (chronisch vorhandenen) zahlenmäßigen Überlegenheit jener Insektenbrut hätten wir ansonsten öfters nicht viel entgegen zu setzen. Nett ist, dass wir uns auf unserer beschwerlichen Reise im Laufe der Zeit Unmengen an Gold einsacken dürfen, welches schnellstmöglich in eine bessere Ausrüstung investiert wird. Unsere Waffe wird dadurch nicht nur vielseitiger, sondern lässt sich in ihren speziellen Eigenschaften zudem verbessern bzw. perfektionieren. Dies ist auch bitter nötig und im späteren Verlauf eine Chance zu haben, der Schwierigkeitsgrad ist auf jeden Fall nicht niedrig, aber zum Glück nur selten unfair.


Zu erwähnen ist des Weiteren, dass die niedergemetzelten Gegner eine spezielle Form an Energie hinterlassen, die wir uns nur allzu gerne in Windeseile einverleiben. Jenen Energievorrat brauchen wir insbesondere in den Momenten, in denen uns die momentane Situation über den Kopf zu wachsen droht, dann setzen wir unsere Spezialmanöver ein, welche traditionsgemäß größeren Schaden beim Feind bewirken und wir durch jene wuchtigen Attacken nicht selten so gerade eben noch den Kopf aus der Schlinge ziehen können. Damit es nicht langweilig wird, sind die Missionen, die wir zu bewältigen haben, vom Inhalt bzw. der Zielsetzung her unterschiedlich. Eskortierungsmissionen (beschützt einzelne Person/en) wechseln sich mit reinen Offensivaufträgen (metzelt alles nieder) ab, zuweilen ist es dann noch erforderlich, innerhalb einer vorgegebenen Zeit einen bestimmten Ort zu erreichen oder spezielle Objekte aufzuspüren. Dass wir generell unter Zeitdruck sind, wir nicht jedem von uns schmecken, ich persönlich fand dies auf Dauer auch nicht sonderlich prickelnd, aber wie gesagt: eher Geschmackssache.


Zu begrüßen ist es hingegen unzweifelhaft, dass wir nicht andauernd völlig auf uns allein gestellt sind, denn nicht selten begleitet uns eine kleine Schar illustrer Mitstreiter. Es liegt dann an uns, mit wem wir genau die jeweilige Mission angehen wollen und wie es mit deren Ausstattung aussehen soll. Dadurch kommt ein zusätzlicher Schuss Abwechslung mit ins Spiel, ansonsten würde das ewige Herumstreunen durch Dungeons und High-Tech-Labyrinthe auch drohen, langweilig zu werden. Die Prise Taktik durch die individuelle Aufstellungsmöglichkeit unserer Truppe ist auf jeden Fall eine feine Sache. Schließlich bestimmen wir auch noch, wie sich die (nicht von uns im Kampf gesteuerten) Kollegen in der Auseinandersetzung mit dem (nächsten) Feind verhalten sollen. Die richtige Mischung macht’s auch hier, wobei im Regelfall natürlich die Ausgewogenheit Vorrang haben sollte. Mag die Story an sich, eher dem üblichen Einheitsbrei angehören – ein Schuss Philosophie kann man dem Ganzen aber nicht absprechen, es fehlt dennoch der Tiefgang bzw. gibt es einige Schwafeleinlagen, die langweilen – so gefällt vor allem der (zumindest für ein Actionspiel) gehobene Anspruch.


Grafik und Soundkulisse fallen demgegenüber (überraschend) ein bisschen ab. Wie bereits eingangs erwähnt, hatte ich es eher umgekehrt erwartet. Stattdessen haben wir es mit einem anspruchs- und abwechslungsreichen Gameplay zu tun, aber nur mit einer durchschnittlichen Präsentation. Die Protagonisten sind angenehm groß und auch ansprechend detailliert gezeichnet, sie wirken weder klobig noch irgendwie kantig. Ähnliches gilt für das feindliche Gesocks wie überhaupt die angenehm düstere Atmosphäre grundsätzlich überzeugt. Und trotzdem: die Texturen am Boden und im Hintergrund sind eher schlicht und auch die Spezialeffekte, die wir speziell im Kampf beobachten können, weisen keine außergewöhnlichen Highlights auf. Freuen tun wir uns hingegen über eine gelungene deutsche Übersetzung, die entsprechenden Bildschirmtexte sind nicht zu beanstanden. Leider fanden weder 16:9-Format noch 60-Hertz-Modus eine Berücksichtigung, das ist sehr schade und hätte der insgesamt nur soliden Optik sicher gut getan. Ordentlich gelungen ist jedenfalls die englische Sprachausgabe, zudem begrüßen wir die Unterstützung einer Surroundanlage. Das Hintergrundgedudel reißt jedoch niemanden vom Hocker, ohne allerdings zu enttäuschen bzw. deplaziert zu wirken. Insgesamt wirkt die akustische Untermalung zu unspektakulär, zu wenig inspiriert, als dass sie sich aus der Durchschnittsmasse hervorheben könnte. Schuld daran haben auch die zwar passenden aber alles in allem zu abwechslungsarmen und zu wenig krachenden Soundeffekte.


Keine bemerkenswert gute Grafik wie so oft bei Actionspielen, keine mitreißende Soundkulisse, kein Multiplayermodus und etwas zu viel belangloses Geschwafel: das alles sind sicherlich keine Eckpfeiler, die einen Hit ausmachen. Am Meisten genervt hat mich aber etwas ganz Anderes: die Kameraführung. Diese ruckelt und lässt sich an engen Stellen kaum anständig in die richtige Position bringen. Dies führt oft zu unverschuldeten Benachteiligungen und sorgt für Verdruss. Immerhin gefallen Abwechslungsreichtum, das interessante Waffen- und Kampfsystem, die taktische Note, die düstere Cyber-Atmosphäre und die gute deutsche Übersetzung. Meine Spielspaßwertung: 66%.

29 Bewertungen, 10 Kommentare

  • Leela

    13.12.2006, 15:51 Uhr von Leela, Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • sudden23

    05.12.2006, 01:22 Uhr von sudden23, Bewertung: sehr hilfreich

    lg Martin

  • bigmama

    05.12.2006, 00:44 Uhr von bigmama, Bewertung: sehr hilfreich

    lg Anett

  • LittleSparko

    04.12.2006, 16:12 Uhr von LittleSparko, Bewertung: sehr hilfreich

    lg, daniela

  • morla

    04.12.2006, 14:50 Uhr von morla, Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • junior33

    04.12.2006, 12:50 Uhr von junior33, Bewertung: sehr hilfreich

    SH und liebe Grüße, Ingo !

  • Estha

    04.12.2006, 12:28 Uhr von Estha, Bewertung: sehr hilfreich

    super :-)

  • paula2

    04.12.2006, 12:04 Uhr von paula2, Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße

  • Baby1

    04.12.2006, 11:26 Uhr von Baby1, Bewertung: sehr hilfreich

    * LG Anita *

  • phobee

    04.12.2006, 10:55 Uhr von phobee, Bewertung: sehr hilfreich

    sh & liebe Grüße