High Fidelity (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von DolphinSunshine

Wo findet man solche Männer?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Gestern abend haben eine Freundin und ich uns mal wieder ein Video ausgeliehen, da das Fernsehprogramm mal wieder nichts her gab und auch sonst nicht wirklich etwas los war. Nachdem wir uns nicht wirklich auf einen Film einigen konnten (ich wollte eigentlich eine romantische Komödie, sie lieber einen Thriller), fiel unser Blick letztendlich auf High Fidelity und den nahmen wir dann einfach mit, ohne uns weiter damit zu befassen.

Story:
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Der Film handelt von Rob (John Cusack), der einen eigenen Plattenladen betreibt und eigentlich ganz in der Musik aufgeht. Er stellt gerne Kassetten für seine Angebeteten zusammen, da er dies als eine Art Kunst ansieht, in der es darum geht, Gefühle, Stimmungen und Zusammenhänge zu erfassen und mit der richtigen musikalischen Untermalung zu versehen. Sein Plattenladen läuft nicht besonders gut, aber er hält sich wacker über Wasser und muß sich tagtäglich mit seinen etwas chaotischen und verqueren Mitarbeitern herumschlagen, die er eigentlich nur als Aushilfen eingestellt, die nun aber täglich auf der Matte stehen.

Seine Freundin Laura hat ihm gerade den Laufpaß gegeben und ist aus der Wohnung ausgezogen, weshalb Rob nun über sein Leben nachdenkt und sich fragt, was alle seine Verflossenen dazu bewogen hat, ihn zu verlassen. Nach und nach spürt er seine Ex-Freundinnen auf und versucht den Ursachen der Trennungen auf den Grund zu kommen, was ihm aber nicht so richtig gelingen will. Er erkennt allerdings, daß er Laura eigentlich sehr liebt und sie gerne wieder haben will. So beginnt er um sie zu kämpfen.

Einige Schicksalsschläge und komplizierte Situationen später kommen Rob und Laura auch wieder zusammen und ???? verwirklicht sich mit Hilfe von Laura einen Traum. Er produziert die CD einer jungen Band und bringt sie auf einer Release-Party groß raus, wo er auch erkennt, daß einer seiner Mitarbeiter wirklich musikalisch etwas auf dem Kasten hat.


Die Darsteller:
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John Cusack spielt die Hauptperson Rob, und erzählt die meiste Zeit des Films über das Leben von Rob, als würde er eine Art Tagebuch per Video festhalten. Diese Art Erzählstil liegt mir normalerweise bei Filmen überhaupt nicht, aber hier wird der Charakter von Rob sehr gut rübergebracht und ich erkenne viele Lebensanschauungsweisen von mir selber wieder. Ok, ich bin kein Mann, aber auch ich liebe Musik, würde liebend gerne einen Plattenladen betreiben (wenn das finanzierbar und einträglich wäre) und liebe es für Leute Kassetten zusammenzustellen, die etwas aussagen und/oder zu einer Stimmung, Lebenslage oder einem Thema passen. (Das die meisten Leute, daß gar nicht zu würdigen wissen, oder gar erkennen, warum ich gerade diese Mischung ausgewählt habe, soll hier mal nichts zu Sache tun! ;-)) Ich kann mich jedenfalls gut mit Rob identifizieren und ihm so einiges nachfühlen.

Laura wird von Iben Hjejle gespielt, die mir bisher sonst noch in keinem anderen Film untergekommen ist. Sie spielt zum Teil eine unnahbare Frau, die sich im Laufe der Zeit aber zu einer sympathischen Freundin entwickelt, die erkennt, daß ihr Freund Träume hat, bei denen sie ihm helfen kann sie zu verwirklichen, was sie dann auch tut.

Weitere Beziehungen hatte Rob mit Frauen, die von so illustren Damen wie Lisa Bonet (aus der Cosby-Show) oder Catherine Zeta-Jones gespielt werden. Besonders gut hat mir da Catherine Zeta-Jones gefallen, die als überhebliche und oberflächliche Zicke, der es nur auf einen großen Kreis von Bewunderern ankommt, sehr überzeugend rüberkommt.

Auch die schrulligen Mitarbeiter von Rob sind eigentlich mehr oder weniger sympathische Charaktere, die von Todd Louiso und Jack Black sehr gut dargestellt werden. Dick möchte man am liebsten selbst zwischendurch manchmal erwürgen (wie Rob es auch gerne tun würde), während man Barry am liebsten in den Arm nehmen möchte und trösten würde.

Auch nett, fand ich den Gastauftritt von Bruce Springsteen (der sich selbst gespielt hat), als Rob über sein Leben sinierte und fand, daß es gut einem Song von Bruce Springsteen entsprungen sein könnte. (Leider kommt der Text hier in der Synchronisierung nicht so rüber, aber man kann halt nicht alles haben.)


Fazit:
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Für Leute wie mich, die Musik lieben und schon immer einen Bezug dazu hatten, mit Musik gut Gefühle oder Stimmungen zum Ausdruck zubringen oder die gerne musikalische Zusammenstellungen zu bestimmten Themen machen, ist dieser Film eine wahre Freude. Es macht Spaß den Top 5 Listen, der Charaktere zuzuhören, um sie mit den eigenen Bestenlisten von Liedern, Alben oder sonstigen Themen zu vergleichen oder Abweichungen festzustellen. Und auch Anregungen zu neuen musikalischen Inspirationen zu bekommen.

Wer allerdings nicht viel mit Musik am Hut hat, sich nicht oder nur wenig mit den großen (und auch kleineren) Bands der letzten 20-30 Jahre wenigstens ein bischen auskennt und auch nicht auf Filme im „Tagebuch“ Stil steht, der sollte High Fidelity lieber im Videothekenregal stehen lassen. Einen guten Bezug zur Musik insgesamt muß schon vorhanden sein, damit man mit diesem Film etwas anfangen kann.

Mir bleibt jetzt nur noch die Frage.... wo findet man denn hier solche Männer? Außer dem Freund meiner besten Freundin, der ja (wie aus der Formulierung zu erkennen) schon vergeben ist, kenne ich leider kein Exemplar der männlichen Spezies, der sich mit Musik ein wenig auskennt und in dieser Richtung meine Begeisterung und Faszination für diese „Ausdrucksweise“ teilt. Aber so ein Mann wäre bestimmt ein guter Partner für mich, denn Musik ist nun einmal ein wichtiger Teil meines Lebens (auch wenn ich leider kein Talent habe, selber musikalisch aktiv zu sein! ;-)). Falls sich also jemand angesprochen fühlt.... Nur zu!!!! Meldet euch! ;-) Ihr werdet schon sehen was ihr davon habt! *g*

18 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Kenbo

    30.07.2002, 02:03 Uhr von Kenbo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Eine Partnersuchanzeige kann man auch auf diese Art und Weise rausbringen! ;-))

  • fanny1809

    15.02.2002, 22:32 Uhr von fanny1809
    Bewertung: sehr hilfreich

    super geschrieben