Die Henkerin (Taschenbuch) / Pavel Kohout Testbericht

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Erfahrungsbericht von margy

die henkerin

Pro:

siehe bericht

Kontra:

siehe bericht

Empfehlung:

Ja

Zum Buch:

Das broschierte 429seitige Buch erschien im Wilhelm Goldmann Verlag im April 1999. Unter der ISBN 9783442094054 ist das Buch nur noch gebraucht im Internet zu erhalten. Preis: ab 1,50 € zuzüglich Versandkosten. 1978 erschien dieses Buch unter dem Originaltitel "Katyne" 1978 in der Tschechoslowakei.

Buchumschlag:

Eine Axt mit einem Kussmund in rosa ist auf dem Umschlag des Buches zu sehen.

Autor:

Pavel Kohout, 1928 in Prag geboren, ist als Dramatiker und Schriftsteller international bekannt geworden. Als einer der Wortführer des Prager Frühlings wurde er 1969 aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen. Kohout lebt heute in Wien und Prag.

Klappentext:

In deutscher Sprache erscheint beim Verlag Hoffmann und Campe in Hamburg die Übersetzung des Romans »Die Henkerin« von Pavel Kohout (* 1928); das tschechische Original erscheint 1980 beim Verlag Index in Köln. Der in der kommunistischen CSSR verfemte Autor hat das Werk als Reaktion auf die politischen Schauprozesse der 50er Jahre geschrieben. Der philosophierende Henker Wolf gründet mit seiner jungen Assistentin Schimsa eine Geheimschule, in der sich junge Leute auf die Laufbahn des Henkers vorbereiten sollen. Die obersten Stellen des Staats billigen das Projekt. Der Roman macht mit allen Aspekten der Todesstrafe vertraut, um zu beweisen, dass viele Menschen jederzeit bereit sind, als Henker die Gewalt in der Gesellschaft an der Macht zu halten.

Leseprobe:

Aber immer, Meister. Wenn ich mir nur meine eigene Schlinge knüpfen dürfte?
Wäre es nicht besser, ihn zu reißen? fragte Wolf zweifelnd. Am Liebsten hätte er sein Wort zurück genommen.
Das wäre ihm gegenüber unfair, sagte der Junge zu seiner Überraschung..

Schreibstil:

sehr gewöhnungsbedürftig, Dialoge ohne Anführungszeichen, satirisch,

Meinung:

Hier geht es um ein Buch, das Kohout in den 50er Jahren geschrieben haben soll. Er war ein Tscheche, dem das System des Kommunismus in seinem Land nicht gefiel. Die einfachen Bürger wurden von der Macht des Staates bis aufs Blut gequält.
In einer satirischen Art und Weise erzählt der Schriftsteller hier von einem Henker, der sich Menschen annimmt, die bei ihm in die Lehre gehen. Die Frau Schimsa, seine Assisstentin und er hatten eine Geheimschule gegründet und bilden andere zum Beruf des Henkers aus.
Offiziell durften Frauen - so beginnt der Roman wie in einem Vorspann zur eigentlichen Geschichte - noch das Abitur machen. Sie hatten wie im Mittelalter keine Möglichkeit, sich dem Willen des Staates zu widersetzen. Wäre das der Fall gewesen, hätten sie mit ihrem Leben bezahlen müssen.
Genau das setzt der Schriftsteller in seinem Roman um und schreibt in einer humoristischen Weise, die einen wahren Hintergrund und einen wahren Kern hat.
Es ist eine Anklage gegen das Regime seines Landes. Es ist sehr schwer zu lesen, denn mit dem Stil, der Schreibweise des Autors musste ich mich erst anfreunden, die Worte langsam lesen, mich sehr konzentrieren, um den Text zu verstehen.
Dieses Buch eignet sich für Erwachsene, die sich für die Hintergründe des kommunistischen Regimes interessieren und wissen wollen, wie es in der damaligen DDR und dem ganzen Osten zugegangen ist.
Was mir auffiel und was mich ein wenig störte: Anführungszeichen fehlten bei der wörtlichen Rede. Das Buch ist interessant, jedoch nicht spannend.

27 Bewertungen, 3 Kommentare

  • sigrid9979

    24.08.2012, 13:25 Uhr von sigrid9979, Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche einen schönen Tag

  • Summertime_1981

    24.08.2012, 12:01 Uhr von Summertime_1981, Bewertung: sehr hilfreich

    Prima vorgestellt. Über eine Gegenlesung würde ich mich sehr freuen!

  • atrachte

    24.08.2012, 10:33 Uhr von atrachte, Bewertung: sehr hilfreich

    sh. lg