Totengrund (gebundene Ausgabe) / Tess Gerritsen Testbericht

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Erfahrungsberichte (4)
Summe aller Bewertungen
  • Handlung:  sehr spannend
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  hoch
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von JustOliver

Solide

  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  hoch
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Humor:  kein Humor
  • Stil:  durchschnittlich
  • Zielgruppe:  jedermann

Pro:

Handlung, Schreibweise

Kontra:

Spannung könnte mehr drin sein

Empfehlung:

Ja

Dieses Buch fand ich auf einem Büchertisch, ich glaube zum reduzierten Preis von 7,95 EUR, ein annehmbarer Preis für ein gebundenes Buch. Während meines Wochenendurlaubs in Edinburgh kam ich dann auch mal dazu, es endlich zu lesen. Hier also nun meine Eindrücke.

ALLGEMEINE DATEN

416 Seiten
Erschienen im Limes Verlag
ISBN-10: 3809025763
ISBN-13: 978-3809025764
Originaltitel: Killing Place (UK) / Ice Cold (US)
19,90 EUR

HANDLUNG

Gerichtsmedizinerin Maura Isle fährt nach einem Streit mit ihrem Freund auf einen Ärztekongress nach Wyoming. Dort trifft sie ihren alten Studienfreund Doug, der in Begleitung von Freunden und seiner dreizehnjährigen Tochter ist. Doug überredet sie, im Anschluss des Kongresses noch ein paar Tage mit in die Berge zum Skifahren zu fahren. Doch die Anfahrt geht voll in die Hose, denn sie geraten in einen Schneesturm, in dem Doug die Kontrolle über den Wagen verliert und ihn in den Graben setzt. Mitten im Nirgendwo begeben sie sich also auf die Suche nach Unterschlupf, da die nächste Stadt 30 Meilen entfernt wäre und bei dem Sturm nicht zu erreichen ist. Auch ihre Handys können nicht zum Hilfe holen eingesetzt werden, da sie in der verlassenen Gegend keinen Empfang haben. Nach kurzer Suche gelangen sie in ein verlassenes Dorf. Sie beziehen eines der Häuser, jedoch nicht ohne ein gewisses Unbehagen, da die Häuser ihnen doch Rätsel aufgeben. Es gibt keine Telefone, kein Fernsehen und kein Radio und zudem deuten Bilder, die in allen Häusern hängen, darauf hin, dass ein Mann im Mittelpunkt der Gemeinschaft als eine Art Führer steht. Es scheint sich um das Dorf einer Sekte zu handeln. Unbehagen lösen bei ihnen auch Anzeichen aus, dass die Bewohner wohl Hals über Kopf ihre Hütten verlassen haben, denn sie finden zurückgelassene und inzwischen tote Haustiere oder Hinweise auf plötzlich unterbrochene Abendessen. Als ein weiterer Versuch, das Dorf mittels eines Wagens, den die Gruppe in einer der Garagen gefunden haben, zu verlassen, scheitert und einer aus der Gruppe dabei schwer am Bein verletzt wird, wird ihre Lage noch aussichtsloser.
Parallel hierzu beginnt jedoch eine befreundete Polizistin von Maura mit ihrem Mann (FBI-Agent), die sich über das Ausbleiben der Freundin Sorgen macht zusammen mit den Behörden vor Ort mit der Suche.

MEINE EINDRÜCKE

Es war mein zweites Buch von Tess Gerritsen und es hat mir auf jeden Fall schon deutlich besser gefallen, als das Buch zuvor. Das Buch ist nicht allzu schwierig geschrieben und somit recht einfach zu lesen. Zudem entbehrt es nicht einer gewissen Spannung. Der Bezug des Hauses in dem verlassenen Dorf und die Erlebnisse rundherum haben mich schon sehr in ihren Bann gezogen, wenngleich es sicherlich gut möglich ist, an dieser Stelle noch mehr Spannung zu erzeugen. Was mir zudem sehr gut gefallen hat, ist der Umstand, dass aus der isolierten Situation rund um das Dorf ausgebrochen wird und durch das „Auftauchen“ der Freundin Jane ein zusätzlicher Aspekt in die Handlung gebracht wird. Manch einer mag dies vielleicht auch negativ sehen, denn es hätte sicherlich auch seinen Charme, die gesamte Handlung zunächst auf das Dorf zu konzentrieren. Mir gefällt jedoch die Öffnung des Handlungsraums, da durch die parallel laufenden Ermittlungen immer wieder Fährten gelegt werden, die in Leere führen, zunächst aber neu Spannung erzeugen.
Ein weiteres Plus des Buchs ist die Unvorhersehbarkeit des Handlungsverlaufs. Klar, bei allem, was passiert denkt man zunächst an die dunklen Machenschaften der Sekte und des Sektenführers. Auf diese Spur wird man allein schon durch das Vorspiel geführt, der den Sektenführer alles andere als in ein gutes Licht stellt. Gerritsen versteht es somit sehr geschickt, den Leser zunächst in eine völlig andere Richtung zu lenken. Erst im fortgeschrittenen Verlauf merkt man, dass alles doch in eine ganz andere Richtung läuft. Sehr geschickt eingefädelt!
Dennoch bin ich nicht ganz zufrieden. Denn irgendwie bleibt bei mir das schon beschriebene Gefühl, dass mehr drin wäre. Echte Nervenkitzelmomente vermisse ich nämlich in dem Buch. Da wäre sicherlich in der einen oder anderen Situation ohne Frage mehr drin gewesen.

53 Bewertungen, 6 Kommentare

  • MyDream

    30.08.2012, 12:06 Uhr von MyDream, Bewertung: sehr hilfreich

    Freue mich immer über Gegenlesungen, und lese immer gegen!

  • sigrid9979

    30.08.2012, 10:15 Uhr von sigrid9979, Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche einen schönen Tag...

  • katjafranke

    30.08.2012, 00:59 Uhr von katjafranke, Bewertung: sehr hilfreich

    Viele liebe Grüße von KATJA

  • Baby1

    29.08.2012, 23:58 Uhr von Baby1, Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Lale

    29.08.2012, 23:17 Uhr von Lale, Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß *~

  • sirikit06

    29.08.2012, 22:53 Uhr von sirikit06, Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche Dir einen schönen Abend! LG