Der Lilienpakt (Taschenbuch) / Corina Bomann Testbericht
Summe aller Bewertungen
Erfahrungsbericht von margy
der lilienpakt
Pro:
siehe bericht
Kontra:
siehe bericht
Empfehlung:
Ja
Zum Buch:
Die gebundene 365seitige Ausgabe dieses Buches erschien im Ueberreuter Verlag im Januar 2011. Unter der ISBN 978-3800056019 kostet es 12,95 €. Der Roman eignet sich für Jugendliche im Alter von 14 - 17 Jahren.
Buchumschlag:
Olivgrün ist der schmale Rand des Buchumschlages mit wunderbaren weißen Ornamenten. Der Torso einer jungen Frau in einer weißen Bluse und einem braunen Kleiderrock ist zu sehen, die in ihren Händen den grünen, verschlungenen Stiel einer Lilie hält mit einer roten Blüte.
Autor:
Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, lebt mit ihrer Familie und einigen Haustieren in der Nähe von Berlin. Schon früh entdeckte sie ihren Spaß am Geschichtenerfinden. Vor einigen Jahren hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und widmet sich seitdem ganz dem Schreiben.
Klappentext:
Frankreich 1643: Die siebzehnjährige Christine muss den Mord an ihrer Familie miterleben und befindet sich seitdem auf der Flucht getrieben von dem Plan, die Schuldigen zu entlarven. Ein Schmied nimmt sie nur widerwillig auf, denn er hat Angst vor dem Geheimbund Schwarze Lilie.
Leseprobe, Erstes Buch:
Das Geheimnis
Frühjahr 1643
Als ich klein war, haderte ich oft damit, ein Mädchen zu sein.
Ich wollte wie meine Brüder durch die Wälder streifen, statt mich beim Lautespielen und Sticken zu langweilen. Ich wollte bei der Jagd mitreiten, anstatt im Salon meiner Mutter unter der strengen Aufsicht von Madame Poussier Tanz und gutes Benehmen zu erlernen. Ich wollte frei sein wie die Männer meiner Familie.
Zu dieser Freiheit gehörte für mich, fechten zu lernen.
Solange ich denken konnte, hatten mich Degen und Rapiere fasziniert. Seit ich groß genug war, um Türklinken herunterzudrücken, schlich ich regelmäßig in den Fechtsaal unseres Schlosses. Dort waren die prächtigen Waffen aufgereiht. Ehrfürchtig ließ ich meine Hand über die kostbar verzierten Griffe gleiten und stellte mir vor, mit der Waffe in der Hand elegant über den blanken Marmorboden zu tänzeln, während mein Bild von den hohen, goldgerahmten Spiegeln zurückgeworfen wurde.
Schreibstil:
lebendig, aus der Ich-Perspektive, sehnsüchtig, faszinierend, interessant, spannend, kurzweilig, einfach, flüssig und gut zu lesen
Meinung:
Es ist Nacht und in dieser Nacht donnert und blitzt es. Comtesse Christine d’Autreville, sie ist noch sehr jung, erlebt, wie ihre Eltern ermordet werden. Auch die Diener des Hauses müssen ihr Leben lassen. Ihr Vater versteckte sie noch schnell im Schrank und hier schwor Christine den Tätern Rache für ihr Verbrechen. Das, was sie sich bereits als Kind wünschte, konnte sie tatsächlich in späteren Jahren lernen: Das Fechten. Diese Art von Kampf lernte sie bei einem Waffenschmied. Er hatte einen Sohn, mit dem sich das Mädchen befreundete.
Ihr Vater gab ihr ein Zeichen, das bedeutete, sie möge mit den Musketieren Kontakt aufnehmen. Sie wird sich als Page verkleiden und an der Seite des Musketiers d’Athos reiten und mit ihm gemeinsam den Tod ihrer Familie rächen. Der Bund der schwarzen Lilie jedoch ist mit den Musketieren verfeindet, glaubt Christine zu wissen, doch es soll sich anders entwickeln.
Das Leben der Musketiere schildert die Autorin hier rund um die erfundene, die fiktive Person Christine. Viel Wahres steckt insgesamt in der Geschichte und der Handlung. Den Roman Dumas "Die drei Musketiere" habe ich gelesen und ich kann mich daran erinnern, dass die Namen der Musketiere dieses Schriftstellers und die der Autorin identisch oder fast identisch sind.
Im Nachwort selbst sagt die Autorin, dass die Comtesse eine von ihr erfundene Person ist.
Obwohl die Schriftstellerin hier Kämpfe lebendig werden lässt, es immer wieder Blut fließt und es auch um Vergewaltigungen geht, triftet der Roman nicht ins Bodenlose aus. Einzelheiten lässt Corina Borman aus. Mit diesen Mitteln ist der Roman sowohl für Jugendliche wie auch für Erwachsene geeignet.
Ich lernte die Kunst des Waffenschmiedens kennen mit vielen historischen Fakten und Hintergründe. Spannend und faszinierend ist das Leben der Musketiere hier nahegebracht an den Leser. An keiner Stelle wurde es mir langweilig, kannte die Erzählung keine Längen. Der Schreibstil ist einfach, flüssig und gut zu lesen.
Die Schriftstellerin schafft es auf ihre eigene Art und Weise, Christine als Hauptfigur so darzustellen, dass sie aus dem Kindesalter hinaus ist und doch noch keine Erwachsene ist. Gefühlsmäßig ist sie oft noch wie ein Kind, alles andere, was sie ausmacht, eine Erwachsene.
Doch wie am Anfang des Buches bereits erwähnt, sagt Christine aus ihrem Blickwinkel, dass sie viel lieber als ein Junge geboren wäre. Ein Mädchen zu sein, bedeutete für sie, wie in einem Gefängnis zu leben mit allen Verboten. Immer wieder merkt sie, dass ihre Brüder anders behandelt werden als sie selbst, dass sie viel mehr Bewegungsfreiraum haben und Freiheit überhaupt. Deshalb weigert Christine sich auch, die weiblichen Fähigkeiten erlernen zu wollen.
Trotz alledem wirkt die Comtesse nicht wie eine Frau aus der heutigen Zeit, denn die Schriftstellerin machte sich die Mühe, sie in die Zeit des 17. Jahrhunderts passend darzustellen. Der Roman ist spannend und faszinierend, vor allen Dingen glaubwürdig. Wunderbar ist es, aus der Sichtweise des Mädchens die Geschichte um sie und die Musketiere erzählt zu bekommen. So hatte ich das Erlebnis, an ihren Gefühlen teilhaben zu können.
Die gebundene 365seitige Ausgabe dieses Buches erschien im Ueberreuter Verlag im Januar 2011. Unter der ISBN 978-3800056019 kostet es 12,95 €. Der Roman eignet sich für Jugendliche im Alter von 14 - 17 Jahren.
Buchumschlag:
Olivgrün ist der schmale Rand des Buchumschlages mit wunderbaren weißen Ornamenten. Der Torso einer jungen Frau in einer weißen Bluse und einem braunen Kleiderrock ist zu sehen, die in ihren Händen den grünen, verschlungenen Stiel einer Lilie hält mit einer roten Blüte.
Autor:
Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, lebt mit ihrer Familie und einigen Haustieren in der Nähe von Berlin. Schon früh entdeckte sie ihren Spaß am Geschichtenerfinden. Vor einigen Jahren hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und widmet sich seitdem ganz dem Schreiben.
Klappentext:
Frankreich 1643: Die siebzehnjährige Christine muss den Mord an ihrer Familie miterleben und befindet sich seitdem auf der Flucht getrieben von dem Plan, die Schuldigen zu entlarven. Ein Schmied nimmt sie nur widerwillig auf, denn er hat Angst vor dem Geheimbund Schwarze Lilie.
Leseprobe, Erstes Buch:
Das Geheimnis
Frühjahr 1643
Als ich klein war, haderte ich oft damit, ein Mädchen zu sein.
Ich wollte wie meine Brüder durch die Wälder streifen, statt mich beim Lautespielen und Sticken zu langweilen. Ich wollte bei der Jagd mitreiten, anstatt im Salon meiner Mutter unter der strengen Aufsicht von Madame Poussier Tanz und gutes Benehmen zu erlernen. Ich wollte frei sein wie die Männer meiner Familie.
Zu dieser Freiheit gehörte für mich, fechten zu lernen.
Solange ich denken konnte, hatten mich Degen und Rapiere fasziniert. Seit ich groß genug war, um Türklinken herunterzudrücken, schlich ich regelmäßig in den Fechtsaal unseres Schlosses. Dort waren die prächtigen Waffen aufgereiht. Ehrfürchtig ließ ich meine Hand über die kostbar verzierten Griffe gleiten und stellte mir vor, mit der Waffe in der Hand elegant über den blanken Marmorboden zu tänzeln, während mein Bild von den hohen, goldgerahmten Spiegeln zurückgeworfen wurde.
Schreibstil:
lebendig, aus der Ich-Perspektive, sehnsüchtig, faszinierend, interessant, spannend, kurzweilig, einfach, flüssig und gut zu lesen
Meinung:
Es ist Nacht und in dieser Nacht donnert und blitzt es. Comtesse Christine d’Autreville, sie ist noch sehr jung, erlebt, wie ihre Eltern ermordet werden. Auch die Diener des Hauses müssen ihr Leben lassen. Ihr Vater versteckte sie noch schnell im Schrank und hier schwor Christine den Tätern Rache für ihr Verbrechen. Das, was sie sich bereits als Kind wünschte, konnte sie tatsächlich in späteren Jahren lernen: Das Fechten. Diese Art von Kampf lernte sie bei einem Waffenschmied. Er hatte einen Sohn, mit dem sich das Mädchen befreundete.
Ihr Vater gab ihr ein Zeichen, das bedeutete, sie möge mit den Musketieren Kontakt aufnehmen. Sie wird sich als Page verkleiden und an der Seite des Musketiers d’Athos reiten und mit ihm gemeinsam den Tod ihrer Familie rächen. Der Bund der schwarzen Lilie jedoch ist mit den Musketieren verfeindet, glaubt Christine zu wissen, doch es soll sich anders entwickeln.
Das Leben der Musketiere schildert die Autorin hier rund um die erfundene, die fiktive Person Christine. Viel Wahres steckt insgesamt in der Geschichte und der Handlung. Den Roman Dumas "Die drei Musketiere" habe ich gelesen und ich kann mich daran erinnern, dass die Namen der Musketiere dieses Schriftstellers und die der Autorin identisch oder fast identisch sind.
Im Nachwort selbst sagt die Autorin, dass die Comtesse eine von ihr erfundene Person ist.
Obwohl die Schriftstellerin hier Kämpfe lebendig werden lässt, es immer wieder Blut fließt und es auch um Vergewaltigungen geht, triftet der Roman nicht ins Bodenlose aus. Einzelheiten lässt Corina Borman aus. Mit diesen Mitteln ist der Roman sowohl für Jugendliche wie auch für Erwachsene geeignet.
Ich lernte die Kunst des Waffenschmiedens kennen mit vielen historischen Fakten und Hintergründe. Spannend und faszinierend ist das Leben der Musketiere hier nahegebracht an den Leser. An keiner Stelle wurde es mir langweilig, kannte die Erzählung keine Längen. Der Schreibstil ist einfach, flüssig und gut zu lesen.
Die Schriftstellerin schafft es auf ihre eigene Art und Weise, Christine als Hauptfigur so darzustellen, dass sie aus dem Kindesalter hinaus ist und doch noch keine Erwachsene ist. Gefühlsmäßig ist sie oft noch wie ein Kind, alles andere, was sie ausmacht, eine Erwachsene.
Doch wie am Anfang des Buches bereits erwähnt, sagt Christine aus ihrem Blickwinkel, dass sie viel lieber als ein Junge geboren wäre. Ein Mädchen zu sein, bedeutete für sie, wie in einem Gefängnis zu leben mit allen Verboten. Immer wieder merkt sie, dass ihre Brüder anders behandelt werden als sie selbst, dass sie viel mehr Bewegungsfreiraum haben und Freiheit überhaupt. Deshalb weigert Christine sich auch, die weiblichen Fähigkeiten erlernen zu wollen.
Trotz alledem wirkt die Comtesse nicht wie eine Frau aus der heutigen Zeit, denn die Schriftstellerin machte sich die Mühe, sie in die Zeit des 17. Jahrhunderts passend darzustellen. Der Roman ist spannend und faszinierend, vor allen Dingen glaubwürdig. Wunderbar ist es, aus der Sichtweise des Mädchens die Geschichte um sie und die Musketiere erzählt zu bekommen. So hatte ich das Erlebnis, an ihren Gefühlen teilhaben zu können.
30 Bewertungen, 3 Kommentare
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30.09.2012, 01:33 Uhr von katjafranke, Bewertung: besonders wertvoll
Grüße von der Katja....
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29.09.2012, 20:12 Uhr von ag_588, Bewertung: sehr hilfreich
Gute Einschätzung des Produkts
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29.09.2012, 19:23 Uhr von sigrid9979, Bewertung: sehr hilfreich
Wünsche ein schönes Wochenende


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