Tannenberg ermittelt (Taschenbuch) / Bernd Franzinger Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  gering
  • Spannung:  gering
  • Humor:  durchschnittlich
  • Stil:  sehr ausschmückend

Erfahrungsbericht von CyberQueeny

Ich ermittle für die Polizei

  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Humor:  sehr humorvoll
  • Stil:  ausschmückend
  • Zielgruppe:  Männer

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Als Leseratte lese ich rund 250-300 Bücher im Jahr und muss sehr häufig feststellen, das meine Anforderungen mit jedem Jahr etwas steigen. Dabei ist es in meinen Augen gar nicht so schwer mich zufrieden zu stellen. Ein guter Plot, ein angenehmer Stil, eine ideale Umsetzung, authentische Protagonisten und je nach Genre ein gute Portion Romantik, Fantasy oder Spannung. Keiner dieser Punkte sollte jedoch übertrieben werden. Mehr verlange ich nicht.

Dieses Buch habe ich als Rezensions-Exemplar beim Gmeiner Verlag angefordert. Seit meiner Kindheit liebe ich Krimis, bei denen ich selbst mitraten kann. 30 Krimis zum Selbstlösen klingt nach dem ultimativen Buch. Neugierig machte ich mich sofort ans Lesen.

===Buchdaten===
Autor: Bernd Franzinger
Titel: Tannenberg ermittelt
Originaltitel:
Verlag: Gmeiner
Erschienen: 2012
ISBN-10: 3839213290
ISBN-13: 9783839213290
Seiten: 186
Kosten: 6,90€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Krimi
Niveau: leicht
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Bernd Franzinger, Jg. 1956, lebt mit seiner Familie bei Kaiserslautern. Mit seinen überaus erfolgreichen Tannenberg -Krimis gehört er zu den bekanntesten Autoren der deutschen Krimiszene. In 'Die Rheinpfalz' veröffentlicht er regelmäßig Krimirätsel. (Quelle: Amazon.de)

===Optischer Eindruck===
Optisch ist das Cover treffend, aber sehr schlicht. Roter Hintergrund und eine Pistole als Eyecatcher. Es ist passend zum Inhalt, aber doch sehr schlicht.

===Zitierter Klappentext===
Eine Menge Fälle warten auf Kommissar Tannenberg. Insgesamt gilt es, 30 Fälle zu lösen. Tüftler, Denker und Hirnakrobaten stellen sich der Herausforderung und gehen mit Tannenberg auf Verbrecherjagd.
Aber lassen Sie sich nicht in die Irre führen, die Lösung liegt meist sehr nah. Oder doch nicht? (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Tannenberg-ermittelt-R%C3%A4tsel-Krimis-Bernd-Franzinger/dp/3839213290/ref=sr_1_sc_1?s=books&ie=UTF8&qid=1342956925&sr=1-1-spell

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Insgesamt 30 Kriminalrätsel warten auf den Leser. Tannenberg oder sein Vater ermitteln in den unterschiedlichsten Situationen. In einer Kneipe geht das Licht aus, und der Mörder nutzt die Dunkelheit aus. In einem anderen Fall wird Tannenbergs Vater bei einem Wettbewerb betrogen. Und in noch einem anderen Fall wird ein Mann tot aufgefunden, Selbstmord – oder doch Mord? 30 Krimis, die den Tüftler und Hobby-Detektiv mehr oder weniger fordern. Also aufmerksam lesen, rekonstruieren und schon habt ihr den Fall sicher in der Tasche.

===Sarahs meine Meinung===
In meiner Jugend habe ich mir immer Rätsel-Krimis in der Bücherei ausgeliehen oder auf den Flohmärkten gekauft. Ich liebe solche Bücher. Herausfinden, ob man selbst schlau genug ist, den Fall zu lösen, das hat mich immer gereizt. Doch manchmal reichte die eigene Logik nicht aus, und auch genaues Lesen half nicht weiter, sodass ich an manchen Fällen schon als Kind gescheitert bin. Ihr könnt euch meine Freude vorstellen, als ich dieses Buch entdeckt habe.

Zappelig, voller Vorfreude habe ich mich ans Lesen gemacht, und der erste Fall war gleich genial. Allerdings ließ diese Freude mit jedem Fall nach.

Die Idee Leute zum genauen Lesen zu bringen und sie in die Ermittlungen mit einzubinden ist vielversprechend. Allerdings müssen die Fälle auch gut umgesetzt werden, und genau da hapert es in meinen Augen gewaltig. Auch wenn der Autor seine Fälle regelmäßig in „Die Rheinpfalz“ veröffentlicht, kann er diese Fälle oder Umsetzung nicht für ein deutschlandweites Publikum anwenden.

Zum Beispiel setzt der Autor bei einigen Werken auf einen rheinischen Dialekt. Man versteht, was die Leute sagen, aber oft nur sinngemäß und dementsprechend ist es viel schwerer die Rätsel zu lösen, wenn man sich durch einen Dialekt kämpfen muss, der dank vieler Verdächtiger wirklich anstrengend ist. Damit jedoch nicht genug. Oft setzt der Autor ein Fachwissen der Region voraus, sodass ich ohne Google gar nicht auf die Lösung kommen würde. So werden geographische Kenntnisse verlangt, von Ortsnamen und ihrer Lage, die man als Norddeutscher gar nicht wissen kann. Genauso wird nach Stadien oder ähnlichen Punkten gefragt. Da ich unterwegs, im Bett oder der Wanne lese und nicht für Fragen extra auf Internet warte, waren einige Fälle für mich gar nicht lösbar. Ein Punkt der nervt. Hier hätte ein „guter“ Autor schon schalten müssen, und sich sagen: Ich wähle Fälle aus, die wirklich jeder lösen kann, ohne Ortskenntnisse haben zu müssen.

Bei einigen Rätseln wird mit Bildern gearbeitet, die wirklich großen Spaß bereiten und ein geschultes Auge verlangen. Man muss den Text genau gelesen haben, und dann kann man den Hinweis, den Fehler oder den Widerspruch problemlos entdecken. Nicht immer, aber meistens, denn ein Rätsel in schwarz-weiß konnte ich persönlich nicht lösen, da eine rote Kappe gesucht wurde. Selbst mein Mann, der sich den Text zweimal durchgelesen hat, und sogar mit Hilfe der Lösung versucht hat mir den Täter zu zeigen, hat ihn nicht entdeckt.

Während manche Fälle also Allgemeinbildung und ein gutes Auge verlangen, sind andere Rätsel echt lachhaft. Bei einigen Fällen musste ich nicht mal den halben Text lesen, um den Fehler zu entdecken. Als kleines Beispiel: Eine Scheibe wird eingeworfen und es wird natürlich ermittelt. Schnell wird klar, wer in Frage kommt, man holt einen Stein als Beweismaterial heraus und die Täter streiten es natürlich ab, denn jeder hätte ja die drei Steine werfen können. Das dieser Hinweis so frühzeitig kommt, ist nervig, denn so braucht man gar nicht mehr weiterlesen. So einfache Dinge sind in vielen Rätseln. Es sind Beispiele, wie ich sie aus Kinder-Krimis kenne, die für Leser ab 12 gedacht sind. Für einen Erwachsenen jedoch zu einfach.

Von den 30 Rätseln habe ich 21,5 gelöst. Warum ein halber? Ich hatte die richtige Person, aber die falsche Begründung. Liest man sich jedoch die Begründung, die übrigens auf Kopf am Ende einer jeden Geschichte steht, durch, dann ist es eigentlich immer logisch. Von diesen 30 Rätsel sind rund 5 Fälle sehr Rheinland-Pfalz beschränkt, rund 18 sind einfach nur kinderleicht und fast nervig und der Rest ist klasse.

Da mich persönlich so wenig Rätsel angesprochen haben, und ich teilweise echt das Gefühl hatte einen Kinder-Krimi zu lesen, bin ich eher etwas enttäuscht, wodurch das Buch auch nur 3 Sterne bekommt.

===Abschließendes Fazit===
30 Rätsel zum Mitraten im Kinderniveau.

Pro: Idee, manche Rätsel
Contra: 80% der Fälle, Dialekt
Empfehlung: Nein, 3 Sterne



~*~ Danke ~*~ fürs ~*~ Bewerten ~*~ Lesen ~*~ Kommentieren ~*~


© Eure CQ für www.sarahs-buecherwelt.blogspot.com
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.

26 Bewertungen, 5 Kommentare

  • atrachte

    25.07.2012, 14:49 Uhr von atrachte, Bewertung: sehr hilfreich

    sh. lg

  • catmum68

    25.07.2012, 13:59 Uhr von catmum68, Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreicher Bericht, LG

  • target1312

    25.07.2012, 13:48 Uhr von target1312, Bewertung: sehr hilfreich

    SH und einen Gruß aus dem Schaumburger Land

  • XXLALF

    25.07.2012, 13:05 Uhr von XXLALF, Bewertung: sehr hilfreich

    ...und einen sonnigen mittwoch

  • Bochsi

    25.07.2012, 12:47 Uhr von Bochsi, Bewertung: sehr hilfreich

    SH der Bericht! Freue mich sehr auf gegenlesung.