Kampf um den Stuhl Petri: Die Geschichte der Gegenpäpste (gebundene Ausgabe) / Christiane Laudage Testbericht

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Erfahrungsbericht
Summe aller Bewertungen
  • Aufmachung:  sehr gut
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr gering
  • Spannung:  sehr gering
  • Humor:  kein Humor
  • Wie ergreifend ist die Story?:  sehr ergreifend
  • Stil:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von HEIDIZ

Päpste, die keine wurden

  • Aufmachung:  sehr gut
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr gering
  • Spannung:  sehr gering
  • Humor:  kein Humor
  • Wie ergreifend ist die Story?:  sehr ergreifend
  • Zielgruppe:  Männer
  • Stil:  durchschnittlich
  • Seitenzahl:  300 bis 400

Pro:

siehe Text

Kontra:

siehe Text

Empfehlung:

Ja

Die Päpstin Johanna hatte mich mit dem Roman von Donna Woolfolk Cross gefangen genommen und interessiert. Dann kam dazu im letzten Jahr das Musical heraus, welches ich mir in Fulda angesehen hatte. Mein Interesse wurde noch größer und habe nach Informationsmaterial gesucht, um mich zur Historie zu belesen. Zwei Bücher sind mir besonders aufgefallen. Eines davon soll heute Gegenstand meiner Besprechung sein:

Die Gedanken zum Buch sind noch ganz frisch.

Inhalt und Gliederung:
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Vorwort

Einführung
Angelo Mercati und die Papstliste
Amato Pietro Frutaz und die Definition „Gegenpapst“
Der Begriff „Gegenpapst“

Der Weg auf den apostolischen Stuhl
Die Geschichte der Papstwahlordnung
Die Eroberer des Heiligen Stuhls

Die Gegenpäpste in der Antike und im Frühmittelalter
Hippolyt oder Novatian – Wer war der erste Gegenpapst?
Felix II. : Ein Gott, ein Messias, ein Bischof?
Ursinius: Mit Gewalt zum Ziel


Gegenpäpste im hohen und späten Mittelalter

Das „dunkle“ Jahrhundert
Christophorus und Sergius: Mord, Totschlag und andere niedrige Verhaltensweisen


Gregorianische Reform und Investiturstreit
Benedikt X. und Honorius II. : Falsch gedacht


Krach im Kardinalskollegium: Die Papstwahlen von 1124, 1130 und 1159
Die Papstwahl 1124: Cölestin II., ein verhinderter Papst


Die große abendländische Schisma (1378 – 1417) und die Reformkonzilien

Der Aufbruch des Schismas
Die Päpste in Rom
Die Päpste in Avignon


Das Konzil von Basel
Felix V.: Eine Geschichte der enttäuschten Erwartungen

Das Schisma und die Folgen
Der Tod und das Schisma


Schlusswort
Liste der Gegenpäpste
Anmerkungen
Bildnachweis

Mit diesem Buch hat der Leser einen umfassend Überblick über die Geschichte der Gegenpäpste, die ich – soweit ich durch Suchen im Netz herausfinden konnte – in keinem weiteren Buch habe finden können.

Diese erzählerisch bildhafte und doch auch sachliche aber spannende Darstellung der Gegenpäpste und des Mittelalters ist absolut einmalig. Die Papstwahlen und alles, was damit in Zusammenhang steht, werden detailliert erläutert.

Zur Geschichte der Päpste gehören unbedingt auch die der Gegenpäpste – 40 an der Zahl waren es wohl gewesen.

Kurze Leseprobe:
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Das letzte Gegenpontifikat kann man ohne weiteres als Lektion im Scheitern begreifen. Felix V. zeigte einen deutlichen Mangel an Realitätssinn, als er sich vom Basler Konzil zu dessen Papst wählen ließ und tatsächlich glaubte, auf breite Anerkennung zu treffen. Doch obgleich er vielfach schon zu Lebzeiten zum Objekt des Spottes wurde, verfügte der Savoyarde über ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein, was den Standard seines Hofes anging. Bereits während seiner Zeit als Herzog, ermöglichte Amadeus als Mäzen ein ausgeprägtes künstlerisches Leben am Hof. 341

Meine zusammenfassende Meinung:
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Dieses Buch war es wert, gelesen zu werden. Ich habe sehr viel Informatives und Interessantes daraus mitgenommen, sehr viel Neues erfahren, was ich gut verstanden habe.

Schön ist, dass die Autorin wirklich jede Kleinigkeit „auseinander nimmt“ – was aber nicht bedeutet, dass es langwierig wäre - im Gegenteil …

Ich hab es genossen, dieses spannende Buch zu lesen. Es hat mir sehr gut gefallen, wie die Autorin den Spagat geschafft hat zwischen einem Sachbuch und einem spannend geschriebenen „historischen Krimi“. Schön ist, dass man somit auf einfache Art und Weise Wissen vermittelt bekommt und gleichzeitig genügend Raum gegeben wurde, sich seine eigene Meinung zu bilden.

Die Autorin hat eine Schreibweise, die es leicht macht, dieses Sachbuch zu lesen. Man muss natürlich interessiert sein und sich in die Thematik eindenken wollen. Man erfährt sehr viel Geschichtliches zu Daten und Personen der Geschichte, die im Zusammenhang mit den Päpsten und Gegenpäpsten stehen und standen. Die Kapitel sind relativ übersichtlich, was das Lesen noch um einiges erleichtert, auch, wenn man mal weniger Zeit und Muße haben sollte.

Dem Buch sind acht Seiten farbiges und aussagekräftiges Bildmaterial beigefügt.

Die Herangehensweise an die Thematik ist eine schrittweise, mit der Erklärung des Definitionsbegriffes über die Geschichte der Papstwahl bis hin zu den einzelnen Gegenpäpsten. Somit wird man Schritt für Schritt in die Materie eingeführt, was das Verständnis nochmals erleichtert, wenn man sich im Vorfeld noch gar nicht mit der Thematik auseinander gesetzt haben sollte.

Man spürt, dass die Autorin hier umfassend recherchiert haben muss, weil so viele Erkenntnisse in die Handlung eingewoben sind, die das Buch historisch sachlich so wertvoll machen.

Dieses Buch führt ideal in die Thematik ein, ist aber auch – so möchte ich meinen – ein Buch für solche Leser, die sich schon mit der Thematik auseinander gesetzt haben.

Wertvoll auch die Anmerkungen, die man zu einzelnen in den Texten befindlichen besonderen Informationen nachlesen kann. Die Textstellen, zu denen es Anmerkungen gibt, sind mit einer Hochzahl versehen, die Anmerkung im Anhang ist also leicht aufzufinden.

Ich empfehle das Buch jedem, der sich für diese Thematik interessiert.

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