Samsung NX30 + 18-55 mm Testbericht

Samsung-nx30-18-55-mm
Leider kein Preis
verfügbar
Auf yopi.de gelistet seit 05/2014
Summe aller Bewertungen
  • Bildqualität:  sehr gut
  • Ausstattung:  sehr gut
  • Zuverlässigkeit:  gut
  • Akkulaufzeit:  durchschnittlich
  • Bedienkomfort:  sehr gut
  • Tragekomfort:  sehr gut
  • Verarbeitung:  sehr gut
  • Support & Service:  gut

Erfahrungsbericht von BlitziBit

Es muss nicht immer Spiegelreflex sein!

  • Bildqualität:  sehr gut
  • Ausstattung:  gut
  • Zuverlässigkeit:  gut
  • Akkulaufzeit:  durchschnittlich
  • Bedienkomfort:  sehr gut
  • Tragekomfort:  sehr gut
  • Verarbeitung:  gut
  • Support & Service:  durchschnittlich
  • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

Pro:

Leicht & handlich
gut verarbeitet
Bedienung
Automatik
Panorama
Bildqualität
Bewegl. Sucher
Schwenkbares Display

Kontra:

Mangelhafte Displayqualität
Mangelhafte Sucherqualität
Akkulaufzeit

Empfehlung:

Nein

Einleitung

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

im Rahmen eines trnd-Projektes durfte ich die Systemkamera Samsung NX30 testen. Ich habe diese Kamera Anfang Juli erhalten und durfte diese Kamera einen Monat lang auf Herz und Nieren testen. Am 1.8.2014 muss ich die Kamera spätestens zurück geschickt haben, denn behalten darf ich diese leider nicht. Dennoch hat der Test viel Spaß bereitet und ich würde jeder Zeit wieder ein Samsung-Produkt testen. Danke nochmal an Samsung und trnd, dass ich an diesem Test teilnehmen durfte. Hätte natürlich gerne die Kamera behalten, aber dann hätte ich sie wohl bezahlen müssen. Zu schade aber auch ^^

Tipp für Schnellleser:
Da dieser Bericht sehr Detailreich ist, empfehle ich denen die nicht gerne lesen, einfach zum Fazit zu springen. Dort steht das wichtigste zusammen gefasst drin. Alle anderen dürfen gerne alles lesen ;)

Preis und Bezugsquelle:
Wie bereits erwähnt habe ich die Kamera im Rahmen eines trnd-Projektes zugeschickt bekommen. Ich bin bei trnd als Produkttesterin angemeldet und erhielt Anfang Juni ein Bewerbungsticket für die Kamera. Als ich das Ticket gesehen habe, habe ich natürlich sofort die Bewerbung abgeschickt und gehofft, dass ich gewählt werde. Ende Juni erhielt ich dann die Zusage. Ich habe mich riesig darüber gefreut, da ich ein großer Fotografie-Fan bin.
Die Kamera wurde mir einen Monat lang kostenlos zur Verfügung gestellt.

Um euch einen preislichen Eindruck zu verschaffen, habe ich die Preise mal bei Amazon rausgesucht. Die Kamera inkl. 18-55 mm Objektiv kostet 645 €. Das Samsung EX-T50200CSB i-Function Objektiv 50-200 mm bekommt man für ca. 280 €. Macht also insgesamt für das Kamera-Paket 925 €.

Das Testpaket:
Das Testpaket wurde von trnd per DHL geliefert. Es kam in einem stabilen Karton und beinhaltete folgendes:

Samsung NX30 Kamera (Body)
Samsung 18-55 mm Objektiv + Sonnenblende
Samsung 50-200 mm Objektiv + Sonnenblende + Objektivbeutel
Samsung 16 GB Speicherkarte (Darf man behalten)
Akku BP1410
Micro-USB Ladekabel + Netzadapter
Samsung Schultergurt
Software: Adobe Photoshop Lightroom 5
Bedienungsanleitung

Die 16 GB Speicherkarte darf man behalten. Ich habe sie allerdings nicht benutzt und verlose die Karte demnächst auf meinem Fotoblog blitzibit.blogspot.com
Auf meinem Blog findet ihr diesen Testbericht übrigens auch mit Bildern.

Produktbeschreibung des Herstellers:
„Hier ist sie: die Samsung SMART CAMERA NX30 mit Hybrid-Autofokus, 20,3 MP APS-C CMOS-Sensor, Dual-Display und schneller Verschlusszeit von 1/8.000 Sekunde. Noch nie war es komfortabler, Perfektion zu nutzen. Durch die höhere Empfindlichkeit der Smart Camera NX30 können Sie atemberaubende Details auch bei schwachem Licht ohne Körnung oder Rauschen aufnehmen.

Immer vernetzt, einfach praktisch!
Senden Sie Fotos und Videos direkt an einen Computer, Drucker oder Cloud-Dienst. Teilen Sie Inhalte per E-Mail oder soziale Medien. Und das alles, während Sie fotografieren. (Sorgen, dass Ihr Speicherplatz nicht ausreicht, brauchen Sie sich auch nicht mehr zu machen.)“



Bei der Produktbeschreibung fällt natürlich sofort ins Auge, dass einem wie eigentlich bei jedem Produkt, das Blaue vom Himmel versprochen wird. Mal ehrlich, es gibt nicht die eine „Perfekte“ Kamera, es kommt immer auf die Anwendung drauf an. Es gibt einfach keine Kamera die Perfekt ist und wird es wohl auch nie geben, denn die Technik entwickelt sich täglich weiter.

Auch das Versprechen bei schwachem Licht ohne Körnung und Rauschen aufzunehmen, kann ich nicht ganz glauben, auch darauf werde ich später nochmal drauf eingehen.

Keine Sorgen mehr bzgl. Speicherplatzmangel und immer vernetzt? Ehrlich gesagt habe ich nicht überall Internet und wenn ich mit meinem super tollen mobilen Internet einen Hotspot aufmache, um die Bilder online zu sichern, dauert es wohl Stunden bis die Bilder gespeichert sind, aber genau das werde ich natürlich auch testen.

Erster Eindruck:
Als ich die Kamera zunächst auspackte viel mir sofort auf, dass die Kamera sehr leicht ist. Dennoch wirkt sie dadurch nicht billig. Sie ist hochwertig und gut verarbeitet und liegt sehr gut in der Hand. Durch das Gewicht und die Abmessungen, kann man die Kamera problemlos überall hin mitnehmen.

Bildqualität

Die Samsung NX30 liefert sehr gute Fotos ab, sowohl im Automatik- als auch im Manuellen Modus. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen und bis zu einem ISO-Wert von 3200 liefert die Kamera gute Ergebnisse ohne Bildrauschen und Körnung. Ab einem ISO-Wert von 6400 beginnt das Rauschen dann aber doch. Sofern es für die Situation notwendig ist, kann man das Rauschen aber noch verkraften. Die ISO-Werte 12800 und 25600 sollte man aber selbst im Notfall nicht benutzen. Hierfür ist auch diese Kamera nicht geeignet. Das Rauschen ist so stark, dass die Bildqualität erheblich beeinträchtigt wird. Hier würde ich eher versuchen länger zu belichten und die Blende zu öffnen oder falls möglich ein Lichtempfindlicheres Objektiv zu verwenden. Falls das alles nicht möglich ist, würde ich das Bild lieber mit ISO-Wert 6400 aufnehmen und versuchen es nachzubearbeiten. Es ist einfacher ein dunkles Bild aufzuhellen als ein Verrauschtes Bild wieder hinzubekommen.
Hierbei empfiehlt sich natürlich die RAW-Aufnahme, da diese besser zu bearbeiten ist als ein JPEG-Format. Nach der Bearbeitung kann man es immer noch als JPEG abspeichern.
Bearbeiten lassen sich die Bilder übrigens super mit der mitgelieferten Software. Adobe Lightroom 5 ist einfach zu bedienen und erzielt gute Ergebnisse bei der Bearbeitung.

Im Automatik-Modus stellt die Kamera maximal einen ISO-Wert von 3200 ein und spiegelt somit meine Erfahrung wieder. Denn Samsung würde sich ja selbst ins Bein schießen, wenn die Kamera im Automatik-Modus verrauschte Bilder liefern würde. Da der ISO-Wert, im Automatik-Modus begrenzt ist kommt ein Rauschen i.d.R. nicht vor.

Ich persönlich fotografiere meistens mit einem ISO-Wert von 100 oder 200. Nur wenn ich z.B. bei einem Hallenturnier, in einer dunklen Halle fotografiere nutze ich auch schon mal ISO-Werte bis maximal 3200. So muss ich die Belichtungszeit nicht verlängern und bekomme trotz der Bewegungsgeschwindigkeit scharfe Bilder.
Sofern man nur Gebäude, Natur oder Objekte im Dunkeln fotografieren will, empfehle ich generell einen niedrigen ISO-Wert und ein Stativ zu benutzen. So kann man mit langen Belichtungszeiten arbeiten und bekommt rauschfreie und scharfe Bilder. Mein Stativ konnte ich zum Glück benutzen, da das Gewinde ein Standard Gewinde ist und eben auch auf die Samsung NX30 passte. Was ich allerdings schade finde, dass ich meinen Funkfernauslöser nicht benutzen konnte, da hierfür der Anschluss fehlt. Wäre schön wenn es hierfür mehr Anschlüsse gegeben hätte. Funkfernauslöser gibt es für diese Kamera wohl auch, sofern ich das richtig gesehen habe. Wie gut diese sind kann ich allerdings nicht beurteilen.

Bei Tageslicht liefert die Kamera natürlich hervorragende Bilder. Die Bilder sind gestochen Scharf und je nach Blendenzahl ist ein schöner Schärfeverlauf erkennbar. Die Automatik liefert tolle Bilder und ist natürlich nur durch den Manuellen Modus zu toppen. Für den manuellen Modus muss man sich allerdings mit den Parametern auskennen. Ich persönlich ziehe den Manuellen Modus schon immer vor und habe sogar als ich angefangen habe mit der Fotografie den Automatik-Modus komplett übersprungen.

Ausstattung

Technische Details:
Für die Technik Freaks unter euch sind hier nochmal die Technischen Details, diese kann man natürlich auch auf der Seite des Herstellers nachlesen. Wen diese Daten nicht interessieren, kann diese auch gerne überspringen und bei meiner persönlichen Meinung weiterlesen ;)

Sensor
Sensor- Auflösung: 20,3 Megapixel
Fotoauflösungen: JPEG (3:2) 20,0 MP (5.472 x 3.648 Pixel), 10,1 MP (3.888 x 2.592 Pixel), 5,9 MP (2.976 x 1.984 Pixel), 2,0 MP (1.728 x 1.152 Pixel). Nur Burst 5,0 MP (2.736 x 1.824 Pixel). JPEG (16:9) 16,9 MP (5.472 x 3.080 Pixel), 7,8 MP (3.712 x 2.088 Pixel), 4,9 MP (2.944 x 1.656 Pixel), 2,1 MP (1.920 x 1080 Pixel). JPEG (1:1) 13,3 MP (3.648 x 3.648 Pixel), 7,0MP (2.640 x 2.640 Pixel), 4,0MP (2.000 x 2.000 Pixel), 1,1MP (1.024 x 1.024 Pixel) RAW: 20,0MP (5.472 x 3.648 Pixel)
Lichtempfindlichkeit: Auto, 100, 200, 400, 800, 1.600, 3.200, 6.400, 12.800, 25.6000, *Auto ISO: max. Level ISO 3200
Sensor-Typ: CMOS

Objektiv
Zoombereich: 18 - 55 mm
Optischer Zoom: bis zu 2x
Autofokus: Hybrid-Autofokus-System II
Bildstabilisator: Lens Shift (abhängig vom Objektiv), DIS für Video Modus: OIS Modus 1 / Modus 2 / Aus

Display
Bildschirmdiagonale: 7.6 cm / 3 Zoll
Display Auflösung: 1.036.000 Pixel
Displaytyp: Super AMOLED Touchscreen Type C
Schwenkbares Display: Ja
Touchscreen: Ja

Speicher
Speichermedium: SD, SDHC, SDXC (bis zu 128 GB garantiert)
Dateiformate: JPEG, RAW

Verschluss
Max. Verschlussgeschwindigkeit: 1/8.000 Sek.
Min. Verschlussgeschwindigkeit: Auto: 1/4 Sek., Manuell: 30 Sek.
Verschluss-Modi: Einzelbild, Serienbild, Burst (nur 5 Megapixel), Selbstauslöser, Belichtungsreihe (AE, WB, PW, Tiefenschärfe)

Blitz
Integrierter Blitz: Ja
Blitzeinstellungen: Smart Blitz, Auto, Blitz aus, Aufhellblitz, Aufhellblitz mit Rote-Augen-Reduktion, Synchronisation auf den erste Verschlussvorhang, Synchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang
Blitzkorrekturwerte: -2 - +2 EV (in 0.5 EV Stufen)
rote Augen Korrektur: Ja
Externer Blitzschuh: Ja

Sucher
Suchertyp: EVF
Sucherauflösung: 2.359.000 Bildpunkte

Funktionen
Gesichtserkennung: Ja
Panorama-Funktion: Ja
Effekte: Modi: Standard, Lebhaft, Porträt, Landschaft, Natur, Retro, Kühl, Moderat, Klassisch, eigene Einstellung (3) Eigene Parameter: Schärfe, Kontrast, Sättigung, Farbtönung
Serienbildfunktion: 4 - 60 B/Sek.
Manueller Weißabgleich: Auto, Benutzerdefiniert, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampe, Leuchtstoffröhre (W, D, N), Blitz, Kelvin, Feinabstimmung: 7-stufig auf der Amber-/Blau-/Grün-/Magenta-Achse
Selbstauslöser: Ja
GPS: Ja

Video
Videoformate: MP4 (H.264)
Bildwiederholrate: 60fps, 30fps, 24fps ( nur 1.920x810) (3D: nur 30fps)
Videoauflösung: 1.920 x 1.080, 1.920 x 810, 1.280 x 720, 640 x 480, 320 x 240 (Standard: 1.920 x 1.080)
Tonaufzeichnung: Ja

Schnittstellen
Computer Anschlüsse: USB 2.0 (Hi-Speed), Micro-USB-Ausgang
WLAN: Ja
Audio/ Videoausgang: NTSC, PAL (wählbar); HDMI 1.4a (1080i, 720p, 576p, 480p)

Batterie
Batterie-/ Akkutyp: BP1410 (1410 mAh)
Akkuleistung in Aufnahmen: 400 Aufnahmen (CIPA Standard)

Allgemeine Merkmale
Abmessungen (B/H/T): 127 mm x 95.5 mm x 43.25 mm
Farbe: Schwarz
Gewicht: 368 g (nur Gehäuse)

Zuverlässigkeit

Schwenkbares Display:
Die Idee eines schwenkbaren Displays ist nicht neu, ich bin aber dennoch ein Fan davon. So kann man z.B. einfacher Selfies machen oder am Boden oder aus der Luft fotografieren. Das Display kann man sich dabei so drehen, dass man trotzdem ohne Probleme sehen kann, was gerade fotografiert wird. Das Display ist zudem mit einer Touchfunktion ausgestattet, was die Bedienung erleichtert. Das waren aber auch schon alle positiven Dinge des Displays. Negativ finde ich, dass man z.B. das Bild im Display nicht ein Zoomen kann, um z.B. den Fokus genauer einzustellen. Bei meiner Canon geht das. Außerdem hat das Display eine schlechte Qualität. Wenn es dunkel ist und man wackelt entsteht im Display so ein weißes Rauschen an Konturen. Dann kann man kaum mehr richtig über das Display fokussieren und kann nur hoffen, dass das Bild scharf wird. Auch bei guten Lichtverhältnissen, wenn man mit dem Objektiv reinzoomt oder wackelt entsteht dieses weiße Rauschen an Konturen.

Der Sucher:
Der Sucher lässt sich bewegen, also nach oben klappen. Dies kann ebenfalls sehr hilfreich sein wenn man z.B. nah am Boden fotografiert. Aber auch beim Sucher habe ich das Problem, mit dem weißen Rauschen an Konturen von Objekten. Mal ehrlich wie soll ich so vernünftig ein Bild scharf stellen, wenn mein Auge durch dieses Rauschen irritiert wird. Auf dem Bild später sieht man dieses Rauschen aber nicht, dennoch empfinde ich es als störend und ist für mich ein Grund die Kamera nicht zu kaufen, da ich eigentlich immer Manuell fokussiere.

Akkulaufzeit

Der Akku hält für ca. 400 Bilder. Für mich persönlich ist die Akkulaufzeit nicht ausreichend, was nicht heißen soll, dass die Akkulaufzeit schlecht ist. Wenn ich allerdings den ganzen Tag auf Fototour bin mache ich schon mal über 2000 Bilder. Mit dem Akku würde ich demnach nicht weit kommen. Wenn ich mir also die Kamera kaufen würde, würde ich mindestens 2-3 Ersatz Akkus und eine extra Ladestation mitbestellen. Ob es eine Ladestation gibt weiß ich allerdings nicht, denn ich konnte im Internet nichts finden. Der Ladevorgang dauert ca. 2 Stunden.

Das Ladekabel hat einen Micro-USB-Anschluss zum Laden. Das Ladekabel inkl. Netzteil schließt man einfach an die Kamera an und dann wird der Akku in der Kamera geladen. Das USB-Kabel und das Netzteil habe ich allerdings nicht benutzt. Da ich bereits ein Samsung Smartphone und ein Tablet besitze und es ebenfalls kompatibel mit der Samsung NX30 ist. Ich habe einfach meine bereits vorhandenen Ladekabel benutzt, um die Kamera zu laden. Das hat den Vorteil, dass ich ein Ladekabel weniger in der Wohnung rum liegen habe und trotzdem alles Laden kann.

Bedienkomfort

Bedienungsanleitung:
Die Bedienungsanleitung finde ich sehr unübersichtlich und klein gehalten. Ich wollte z.B. einstellen, dass die Kamera die Bilder im RAW-Format speichern soll. Diese Funktion habe ich nicht gefunden und aus Frust die Anleitung durchsucht. Ich benutze normalerweise nie Anleitungen und probiere lieber rum bis es klappt. Nachdem ich die Anleitung durchforstet hatte wusste ich wieder warum ich normalerweise Bedienungsanleitungen meide. Zeitverschwendung ohne Ende. Eine Lösung für mein Problem habe ich auch darin nicht gefunden. Ob es nun an der Strukturierung der Anleitung liegt oder daran, dass dazu wirklich keine Info enthalten ist kann ich nicht sagen. Aber tut euch selbst einen Gefallen und lasst die Bedienungsanleitung im Karton und probiert lieber rum. Beim Rumprobieren findet man zudem meist noch andere sinnvolle Dinge heraus. Ich habe nachher herausgefunden, dass man das RAW-Format nur einstellen kann, sofern das Wählrad auf „M“ für den Manuellen Modus steht. Hat das Wählrad eine andere Position sucht man vergebens nach der Einstellung im Menü.

Bedienung:
Mal abgesehen von dem oben genannten Beispiel, lässt sich die Kamera einfach einstellen. Die Knöpfe und das Wählrad erklären sich, dank Guter Bezeichnung, von selbst. Infos zu den einzelnen Programmen werden zudem im Bildschirm angezeigt, sofern man das entsprechende Programm angewählt hat. Auch über das Touchscreen lässt sich alles einfach bedienen und einstellen. Dennoch kann man alles genauso gut über die Menütasten einstellen. Je nachdem wie man es lieber mag.

Einstellungen:
Die Kamera bietet jede Menge verschiedene Einstellungen an. Auszuwählen sind die Einstellungen über das Wählrad. Die Aufnahme-Modi werden im Folgenden von mir erklärt.

Automatik-Modus:
Der Automatik-Modus lässt sich über das Zeichen „AUTO“ auf dem Wählrad anwählen. Mit dieser Einstellung habe ich die ersten Bilder bei der WM geknipst. Die Kamera erkennt automatisch welche Einstellungen am günstigsten sind z.B. Blende, Verschlusszeit, ISO etc. Die Kamera unterscheidet hierbei aber nicht zwischen dem Objekt, welches fotografiert wird. Es ist der Kamera z.B. egal ob es ein Baum, ein Gebäude oder ein Mensch ist. Bei Smart-Einstellungen wird hier z.B. nochmal unterschieden und die Einstellungen beispielsweise für Portrait o.ä. perfektioniert.

Wi-Fi-Modus:
Der Wi-Fi Modus kann eigentlich nur mit einer schnellen Internetverbindung sinnvoll genutzt werden. Zu Hause im WLAN klappt es z.B. super die Bilder direkt von der Kamera zu Facebook o.ä. hochzuladen. Versucht man es allerdings aus dem Mobilen Internet heraus scheitert man an der Größe der Bilddateien. Die Bilder werden nicht übertragen bzw. es dauert Stundenlang. Außerdem wird das mobile Internet schnell gedrosselt, sofern man vom Anbieter eine Drosselung drin hat. Eine Sicherung der Bilder von unterwegs ist somit ohne Speicherkarte nicht gewährleistet. Dennoch finde ich die Funktion gut, da man die Kamera nicht immer sofort am PC anschließen muss um Bilder zu teilen. Es geht z.B. auch gemütlich von der Couch aus.

Smart-Modus:
Im Smart Modus kann man zunächst auswählen, was fotografiert werden soll. Die Einstellung geschieht entweder über das Touchscreen oder über die Menü-Tasten. Man kann zwischen Mehrfachbelichtung, Kreative Aufnahme, Smarte Sprung-Aufnahme, Silhouette, Sonnenuntergang, Nacht, Feuerwerk, Leuchtspuren,, Schönes Portrait, Bestes Gesicht, Landschaft, Makro, Momentaufnahme, Farbfülle, Wasserfall und Panorama wählen. Je nach gewählter Situation stellt die Kamera die passenden Werte dafür ein. Den Wasserfall, den Sonnenuntergang und das Feuerwerk konnte ich nicht testen, da der Testzeitraum zu kurz war und ich von den 3 Dingen nichts vor die Linse bekommen habe. Ansonsten kann ich aber sagen funktionieren die Smarten Einstellungen sehr gut. Für einen Hobbyfotograf sind die Ergebnisse mehr als zufrieden stellend.

Besonders gut gefällt mir die Panorama Funktion. Denn mit meiner Canon DSLR muss ich immer viele Einzelbilder zu einem Bild mühsam zusammensetzen, um ein Panorama zu erstellen. Mit der Samsung NX30 drückt man einfach auf den Auslöser und zieht die Kamera in eine Richtung. Die Kamera erstellt dann automatisch das Panorama Bild. Das Panorama wirkt nicht abgehackt kann aber je nach Winkel sphärisch verzerrt sein. Ich habe einfach mal vom Zollverein in Essen ein Test-Panorama gemacht. Hier sieht man dass es verzerrt ist. Man muss aber bedenken, dass das erste Gebäude zu den Rohrleitungen im 90 Grad Winkel steht. Da ist es kein Wunder, dass das Bild am Ende verzerrt ist. Positiv ist dennoch, dass ein fließendes Bild entsteht, ohne sichtbare Übergänge. Sofern man weiter weg steht und nur Landschaften fotografiert, fällt die Verzerrung weniger auf. Die Verzerrung kann man aber auch einfach als Gestaltungsmittel nutzen ;)

Auch die Smarte-Einstellung für „Bestes Gesicht“ finde ich sehr praktisch. Man macht z.B. mehrere Bilder von seinen Freunden als Gruppe und kann dann, wenn z.B. Person A auf dem zweiten Bild die Augen zu hatte, das Gesicht aus dem ersten Bild nehmen und ins zweite Bild setzen. So schafft man es dann doch mal alle auf einem Bild gut aussehen zu lassen ;)

Den Aufnahme-Modus „Kreative Aufnahme“ finde ich unnütz. Egal was ich fotografiert habe, ich konnte keine Veränderung des Bildes feststellen.

i-Function (Fn):
Auf dem Wählrad gibt es zudem eine i-Function (Blendenprioritätsmodus), welche mit einem kleinen „i“ in einem Kreis gekennzeichnet ist. Man stellt das Wählrad darauf ein und dann gibt es am Objektiv eine „i-Fn“ Taste. Sofern man diese drückt, kann man mit dem Objektiv die Einstellungen wie z.B. Belichtungszeit und Blende einstellen. Ich brauch diese Funktion aber ehrlich gesagt nicht, da ich die Einstellungen auch im Manuellen-Modus vornehmen kann.

Benutzerdefiniert (Custom):
C1 und C2 auf dem Wählrad geben dem Nutzer die Möglichkeit manuell eingestellte Werte abzuspeichern. Wenn man z.B. gerne Leuchtspuren von Autos fotografiert und selber eine gute Einstellung gefunden hat, kann man diese hier drunter abspeichern. Bei Bedarf kann man einfach C1 oder C1 aufrufen und hat sofort alles wieder so eingestellt. Das finde ich ehrlich gesagt eine sehr gute Idee und ist mir persönlich auch hilfreich gewesen.

Manueller Modus:
Der manuelle Modus ist auf dem Wählrad durch ein „M“ gekennzeichnet. Hier kann man wirklich alles von Hand einstellen. Ich finde hierbei kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und es macht am meisten Spaß. Zudem entstehen im Manuellen Modus, meines Erachtens nach die schönsten Bilder, sofern man sich ein wenig mit den Einstellungen beschäftigt und sich damit auskennt. Als ich vor ca. 3 Jahren angefangen habe zu fotografieren, habe ich sofort mit dem manuellen Modus angefangen und einfach von einem Objekt hunderte Bilder mit verschiedenen Einstellungen gemacht. So habe ich einfach durch ausprobieren gelernt, welche Einstellung was am Bild verändert. Ist auf jeden Fall spannender als alles nur theoretisch zu lernen.
Wie man alles einstellen kann erklärt sich eigentlich von selbst, da die Menü-Tasten gut bezeichnet sind und man sofort im Display sieht was man eingestellt hat.

Blendenautomatik:
Hier wird wie der Name bereits sagt, die Blende automatisch eingestellt. Alles andere wir z.B. den ISO-Wert kann man selber aber noch einstellen. Die Blendenautomatik ist auf dem Wählrad durch ein „S“ gekennzeichnet.


Zeit-Automatik:
Bei dieser Einstellung wird die Verschlusszeit automatisch eingestellt. Alles andere wie z.B. den ISO-Wert kann man selber einstellen. Die Zeit-Automatik ist auf dem Wählrad durch ein „A“ gekennzeichnet.

Programm:
Außer Verschlusszeit und Blendenwert kann man die Einstellungen manuell vornehmen. Dieser Modus ist durch ein „P“ gekennzeichnet.

Aufnahmemethode:
Zudem gibt es ein zweites kleineres Wählrad mit dem man die Aufnahmemethode einstellen kann. Es kann zwischen Einzelbild, Reihenbildaufnahme, Timer und Belichtungsreihen (BKT) gewählt werden. Ich benutze meist ganz klassisch die Einzelbildaufnahme.

Weitere Erfahrungen & Fazit

Body:
Der Body wiegt gerade mal 368 g und ist damit sehr leicht und bedingt durch die Abmessungen (B/H/T 127 mm/95,5 mm/34,25 mm) ist die Kamera auch gut mit kleinen Händen zu bedienen. Auch mit einer Hand kann ich die Kamera problemlos halten, was aber eigentlich nicht notwendig ist. Wenn ich fotografiere konzentriere ich mich voll und ganz auf das Bild und mache nebenbei ohnehin nichts anderes. Ich habe also so oder so beide Hände zum Fotografieren frei. Lediglich für Selfies ist es sinnvoll, dass man auch mit einer Hand fotografieren kann. So hat man am Ende nur einen Arm im Bild und nicht beide.
Das Gehäuse ist zwar aus Kunststoff, aber macht dennoch einen hochwertig und gut verarbeiteten Eindruck. Ich glaube auch nicht, dass es sofort kaputt geht, wenn die Kamera mal hin fällt. Ausprobiert habe ich das natürlich nicht, da es nicht meine Kamera ist.

Erste Fotos/Bedienung:
Die ersten Fotos habe ich beim Public Viewing beim WM Spiel Deutschland gegen USA gemacht. Ich hatte vor dem Spiel leider keine Zeit mich mit der Bedienung und den Einstellungen zu beschäftigen, also entschloss ich mich einfach dazu den Automatik-Modus zu testen. Ich muss dazu sagen, dass ich normalerweise den Automatik-Modus meide, aber als trnd-Testerin fühlte ich mich dann doch dazu verpflichtet auch diesen Modus mal auszuprobieren. Ich war sogar positiv überrascht, da die Bilder wirklich gut geworden sind und ich damit sogar einige Emotionen einfangen konnte. Die Bilder sind nicht Über- oder Unterbelichtet sondern genau richtig. Zudem sind die Gesichter scharf und der Hintergrund unscharf, genauso wie ich es haben wollte.

Die Objekive/Objektivauswahl:
Es wurde ein 18-55 mm Objektiv und ein 50-200 mm Objektiv mitgeliefert. Eine gute Mischung für den Anfang. So kann man sowohl Landschaften und Gebäude aufnehmen, als auch Dinge näher heran holen. Beide Objektive sind Standard-Objektive. Für den Hobby und Amateur-Bereich ausreichend. Die Objektive liefern scharfe Bilder ab, sofern man es zuvor richtig eingestellt hat. Zudem besitzen sie einen Bildstabilisator, der eine unruhige Hand bis zu einem gewissen Maße ausgleichen kann. Außerdem kann sowohl ein Auto-Fokus eingestellt werden, als auch manuell fokussiert werden. Die Objektive sind beide sehr leicht, aber dennoch gut verarbeitet.

Die Objektivauswahl für diese Kamera ist eher gering, verglichen mit Nikon, Canon, Sony und Co. Da Objektive ja bekanntlich enorm für die Bildqualität zuständig sind finde ich es sehr schade, dass die Auswahl so gering ist. Wäre für mich ein weiterer Grund die Kamera vorerst nicht zu kaufen.

Blitz:
Der Blitz ist ok, aber nur vergleichbar mit einer normalen Kompaktkamera. Ein externer Blitz kann aufgesetzt werden was möglicherweise bessere Ergebnisse erzielen würde, als der integrierte Blitz. Der Blitzschuh hat zudem eine Schutzkappe was ich sehr gut finde. So bleibt der Blitzschuh heile und ist vor Staub und Dreck geschützt.

Video:
Die Videofunktion ist der Grund, warum ich die Kamera nicht wieder abgeben will. Nicht weil die Videoaufnahme so unglaublich gut ist, sondern weil ich dann ne zweite Kamera hätte um Videotutorials für Fotografie-Anfänger zu drehen. Allgemein ist die Videofunktion aber nichts Besonderes. Sie liefert rauschfreie Bilder mit guter Tonaufzeichnung ab.

Fazit:
Die Kamera ist trotz der tauschbaren Objektive leicht und handlich. Trotzdem ist sie gut verarbeitet und wirkt trotz Plastikgehäuse nicht billig. Die Bedienung der Kamera ist sehr einfach, besonders durch den Touchscreen und die Wahlräder. Die Automatik der Kamera und die Smart-Einstellungen haben mich positiv überrascht und überzeugen durch gute Ergebnisse. Die Panorama-Funktion ist für mich das Highlight der Kamera. Mit meiner Canon DSLR muss ich immer mehrere Bilder am PC zu einem Panorama zusammenfügen. Das ist natürlich sehr Zeitaufwändig. Mit der NX30 entsteht das Panorama direkt in der Kamera und die Qualität des Panoramas ist sehr gut, wenn auch etwas verzerrt. Auch das Schwenkdisplay ist hilfreich, da man so z.B. die bekannten Selfies besser knipsen kann. Abgesehen von guten Bildern, kann die Kamera auch Videos aufnehmen. Die Videofunktion ist ok, aber kein Highlight.

Negativ zu vermerken habe ich die geringe Akkulaufzeit von ca. 400 Bildern und die mangelhafte Qualität des Displays und des Suchers. Im Display erscheint an Konturen ein weißes Rauschen beim Zoomen. Dieses Rauschen entsteht auch, wenn man mit der Kamera etwas wackelt und bei schlechten Lichtverhältnissen. Das Rauschen ist so stark, dass man nicht mehr richtig erkennen kann, ob das Bild scharf ist. Beim Sucher genau dasselbe Problem. Auf dem aufgenommenen Bild ist das Rauschen zwar nicht mehr vorhanden, aber es stört unheimlich bei der Scharfstellung der Kamera. Für mich ist der manuelle Fokus dadurch komplett unbrauchbar und der ist für mich eigentlich das Wichtigste Instrument bei der Bildgestaltung. Demnach für mich ein absolutes No-Go. Das Problem sollte von Samsung schnellstmöglich überarbeitet werden. Möglicherweise habe ich hier aber auch nur ein Montags-Gerät erwischt.

Wäre das Problem mit dem Display und dem Sucher nicht aufgetreten hätte ich 4,5 Sterne vergeben. So kann ich allerdings nur 3 von 5 Sternen vergeben. Zudem empfehle ich die Kamera nur denen, die gerne Automatik und Smart-Funktionen nutzen, denn dafür ist die Kamera meines Erachtens gebaut. Automatik-Fans brauchen, demnach keine Spiegelreflex-Kamera, sondern können auch zur NX30 greifen. Spiegelreflex Kameras sind nämlich im Allgemeinen größer und schwerer als die NX30. Menschen die gerne Manuell fokussieren sollten von der NX30 allerdings komplett die Finger lassen und lieber zu einer DSLR greifen.

Danke fürs Lesen und Bewerten.
LG BlitziBit

21 Bewertungen, 11 Kommentare

  • anonym

    09.02.2015, 15:30 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße! Kassandra2015

  • goat

    23.12.2014, 23:44 Uhr von goat
    Bewertung: besonders wertvoll

    LG Melanie

  • anonym

    03.11.2014, 14:36 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dankeschön und Grüße aus Köln!

  • BoxerRocko

    03.11.2014, 07:28 Uhr von BoxerRocko
    Bewertung: besonders wertvoll

    bw nachgereicht Liebe Grüße

  • BoxerRocko

    30.10.2014, 07:03 Uhr von BoxerRocko

    bw wird nachgereicht LG

  • Matze081

    30.10.2014, 06:01 Uhr von Matze081
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Grüße :D

  • mausi1972

    27.07.2014, 11:23 Uhr von mausi1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sonnigen Gruß. Marion

  • minasteini

    26.07.2014, 19:35 Uhr von minasteini
    Bewertung: besonders wertvoll

    Freue mich auch über Gegenlesungen. LG Marina

  • Modelunatic

    26.07.2014, 18:03 Uhr von Modelunatic
    Bewertung: besonders wertvoll

    Super informativ geschrieben! BW & liebe Grüße

  • diecordu

    26.07.2014, 16:25 Uhr von diecordu
    Bewertung: besonders wertvoll

    Super ausführlicher und informativer Bericht! Viele Grüße!

  • Nina1805

    26.07.2014, 16:04 Uhr von Nina1805
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW! Super Bericht! Freue mich über Gegenlesungen.