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Ob Schröder und Co. wohl "die Zeit" lesen? Sollten sie, denn es steht gerade jetzt wieder dort, wie und was getan werden MUSS, damit wir in Deutschland nicht ganz absaufen. Und was da steht, ist so bestechend einfach, dass ich es zweimal lesen musste, um sicher zu gehen, dass ich beim ersten Mal nicht etwas entscheidendes übersehen hatte. (1)
Die Zeit ist eine Wochenzeitung, welche gleich nach dem Krieg (1946) gegründet wurde. Es heisst, ihr Bild, ihre Art wurde am meisten geprägt durch Marion Gräfin Dönhoff, verstorben im Alter von 92 anfangs diesen Jahres. Sie war eine der Gründerinnen der Zeit: "Sie war eine der großen Journalistinnen des 20. Jahrhunderts. Wenige Frauen sind in der Zunft der international angesehenen Publizisten zu solchem Ansehen gelangt wie Marion Gräfin Dönhoff. In Deutschland aber ist sie fünf Jahrzehnte lang weit mehr gewesen als eine schreibgewaltige, scharf beobachtende und urteilende Reporterin, Glossenschreiberin, Leitartiklerin. Sie war eine moralische und, jenseits der Parteien, eine politische Instanz." (2)
Aber weder die Zeitung an sich noch die Gräfin sind hier das Thema, ich wollte es nur mal erwähnt haben, nein, mir gehts um den Web-Auftritt der Zeit, den ich sehr mag, sehr schätze und rege benütze.
Eigentlich kam ich auf einem Umweg zu dieser Webseite, sozusagen durch die Hintertür. Ich bin Mitglied bei der einzigen Online-Demokratie (dol2day.com) und dort ist es üblich, seine diversen Präverenzen, nachdem man diese in Tests ermittelt hat, ins Profil zu schreiben. Einige dieser Test werden bei evote.de gemacht, da stehen diverse Fragebögen zur Verfügung, von Lyrik über Politik und Wissen zur Kultur und Wirtschaft, manche ernsthafter als die anderen, manche verwirrend, andere erhellend, vielleicht auch nur vermeintlich erhellend, ein Spiel eben. Den Test, den wir von dol2day so gerne machen, ist "Finden Sie heraus, wer Sie sind!" von Prof. Dr. Winand Gellner / Gerd A. Strohmeier (falls irgendeiner die Knaben kennt, der Vollständigkeit halber), ermittelt wird "Was überwiegt in Ihnen - der Hierarchist, der Egalitarist oder gar der Individualist?". Mein Ergebnis unter (3) wen's interessiert. evote.de ist eine Unterseite von zeit.de .
Dann irgendwann klickte ich auch zur Home-Seite von zeit.de und sah mich einem äusserst ansprechenden Layout gegenüber, eierschalenfarben würde ich das nennen, weich und angenehm, augenfreundlich. Die Zeit ähnelt von der Aufmachung etwas dem Offline-Produkt, natürlich, es wäre ein Fehler, wenn es kein Wiedererkennen gäbe. Vorallem bei einer sehr guten, bekannten Marke.
Es würde den Rahmen meines Beitrags hier sprengen und ihn unerträglich in die Länge ziehen, würde ich alles aufzählen, was die Web-Seite der Zeit zu bieten hat, eine vielfältige Thematik, Schwerpunkt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. UND Archive, es gibt Archive, wo wahrscheinlich alle je erschienen Artikel (seit 1995) abgelegt sind. Einen kleinen Haken hat das aber, der Service ist nicht umsonst. Der Abruf kostet 1,48€. ABER, "Kostenlos finden Sie ausgewählte Artikel der Ausgaben 01/1999 bis zur aktuellsten Ausgabe direkt über die Eingabe der URLs http://JAHR/AUSGABE/ also z.B.: http:/ /www.zeit.de/2002/01/". So, dies für einen (Ciao-)Leser, der das fehlende erwähnen eines Archives bei einem meiner anderen Beiträge über Online- Zeitungen bitter beklagt hatte.
Ausser den meist hervorragenden
Artikeln gibt es einen Buchladen. Aber nicht einfach so einen Büchershop, nein, ich zitiere: "ZEIT-Mitarbeiter empfehlen Bücher - jedoch nicht wie gewohnt in Form einer Rezension. Jeder erzählt eine Geschichte zu einem Buch, das ihm/ihr viel bedeutet. Und diese Geschichten können Sie hier hören.
Die Idee stammt von dem italienischen Schriftsteller Alessandro Baricco. Er eröffnete einen Buchladen in Turin, in dem es nur wenige Titel zu kaufen gibt. Jeder einzelne wird von einer Person empfohlen - per Kopfhörer erfährt der potenzielle Leser von den Vorzügen des Buches. " - Und hier kann man sich einfach ein mp3-file herunterladen/anhören, diese Dateien sind allerdings ein wenig "dick" (über 2 MB) und für jemanden wie mich mit Zwangs-ISDN dauert es etwas mit dem herunterladen. Sehr witzige und interessante Idee, wie ich finde. Während ich dies schreibe, redet Susanne Gaschke (Reporterin) über das Buch "Bright Young Things" von Scarlett Thomas.
Unter Zeit-Reisen können LeserInnen an Reisen teilnehmen, zum Beispiel an einer Hundeschlittenfahrt in Grönland oder eine Schiffsreise zu den Galápagos.
Die Zeit für die Schule richtet sich an Schüler, Lehrer und Schulen mit dem kostenlosen Angebot die Zeit für 4 Wochen beziehen zu können und im Anschluss daran Unterrichtsmaterial (eine Projektarbeit) für die II Sekundarstufe zur Verfügung stellt. Also Kinder, erzählt das mal euren Lehrern. Zudem können Schüler für die Zeit schreiben anlässlich eines Wettbewerbs, weiters unter (4)
Dann finden wir ein "Stimmt's-Archiv", "Seit Mitte 1997 beantwortet Christoph Drösser Woche für Woche eine "Stimmt's?"-Frage in der Druckausgabe der ZEIT. Hier sind nun sämtliche seitdem erschienenen Kolumnen dokumentiert - über 200 Folgen." Ich habs mir nicht weiter angesehen.
Es gibt noch so vieles, was der interessierte Leser dort finden kann, es wird einfach zu unübersichtlich und nähme kein Ende, würde ich ALLES erwähnen/ ansprechen. Vorallem auch deswegen, weil ich nicht alles nutze und nie alles nutzen werden. Hier noch eine Stichwortauswahl, welche aber auch nicht abschliessend ist:
zeit.de ist eine wunderbare Seite, sie ist unterhaltsam, sie ist kurzweilig, sie ist gut strukturiert, sie bietet so vieles, viel mehr als die meisten ähnlichen Seiten im Web, sie hat ein angenehmes Design, die Ladezeiten sind erträglich, die Themen sind aktuell, die Artikel gut recherchiert und sehr ausführlich (ich denke, nicht weniger ausführlich als in der Offline-Ausgabe), man kann sogar Spass haben mit zeit.de, sie ist lehrreich, sie ist erfrischend, sie erstaunt, ich mag sie.
(1) wer wissen möchte, welchen Artikel ich meinte, der lese ihn selber, es lohnt sich auf jeden Fall und kann doch zu Depressionen führen angesichts der Tatsache, dass zumindestens ich im Moment in Deutschland mich fühle wie auf einer unerträglich grossen Titanic. Aber speziell das deprimiert natürlich wiederum nur mich. http://www.zeit.de/2002/43/Politik/200243_leit_1.h tml
(2) der ganze Artikel von Theo Sommer, http:// www.zeit.de/2002/12/Politik/200212_sommer.html
(3) ich bin gemäss evote: Egalitarist 75% - Individualist 16% - Hierarchist 9%
„Der Kampf gegen die Dummheit hat gerade erst begonnen." Das ist der Spruch der neuen Kampagne der Wochenzeitung „Die Zeit". Ich bin nun über einen Monat Abonnent dieser Zeitung und jeden Donnerstag warte ich gespannt auf die Post. Das Internetangebot ist eine gute Ergänzung zu der Zeitung...
Vor meinem Abonnement habe ich bei www.zeit.de die Artikel gelesen, übrigens die gleichen, die in Wochenzeitung auch stehen. Das führte letztendlich auch zu meinem Abonnement. Bestellt habe ich es natürlich über das Internet, die Adresse: www.zeit.de. Wo auch sonst?
Der Aufbau der Seite ist gut gelungen. Es ist übersichtlich, die Seiten kann man sehr gut mit dem Opera betrachten und es gibt jede Menge Artikel. Die aktuellsten (also die der akutellen Ausgabe) befinden sich auf der Titelseite. In der linken Leiste erhält man einen Überblick über die Unterrubriken (Politik, Wirtschaft, Wissen etc.) und per Mausdruck gelangt man schnell dahin. Dann gibt es noch die Rubriken, die Services für den Leser anbieten. Man gelangt schnell zur Abonnement-Bestellung, zum Newsletterservice, zu den Stellen- oder Kontaktanzeigen. Man kann auch elektronische Postkarten ganz einfach versenden und hinter „E-Vote" versteckt sich Interaktives. Da werden einem Fragen gestellt und anhand der Antworten soll herausgefunden werden, welche Partei am besten zu einem passt.
Der Newsletterservice ist mit das Beste, was ich in dieser Form je gesehen habe. Es gibt sieben verschiedene Newsletter. Da wären der „Jobbrief", der „Kulturbrief", der „Magazinbrief", der „Pressebrief", der „Reformbrief", der „Stellenbrief" und der „Zeitbrief". Was die einzelnen bedeuten? Jobbrief und Stellenbrief ist klar wie Klosbrühe. Was die anderen bedeuten, erfahren Sie hier: http://newsletter.zeit.de/cgi-bin/lyris.pl?site=ze it&page=topic&topic=zeit&text_mode=0&lang =deutsch Besser kann man es nicht erklären. Jeder kann sich diese Newsletter bestellen, egal ob Abonnent oder nicht.
Zeit.de hat nebenbei noch ein Archiv, wo man dann zwei Jahre alte Artikel raus suchen kann. Mit der Suchfunktion geht das ganz einfach. Natürlich können Abonnenten über Zeit.de auch noch das Abo (zeitweilig) abbestellen, reklamieren, Fragen stellen, Leute werben und Prämien einsacken usw.
Dieses Angebot an Informationen ist eine meiner wichtigsten Anlaufadressen für die Information. Es ist schön, dass es so viele Artikel und vor allem lange Artikel dort, denn das ist nicht selbstverständlich; ich fand sogar mal Reden im Bundestag dort wieder. Andere Zeitungen wollen sogar für aktuelle Informationen und nicht nur für Archivrecherche Geld sehen. Bei zeit.de kann zumindest das Archiv der letzten zwei, drei Jahre kostenlos nutzen, aktuelle Informationen sind eh kostenfrei. Ich kann dieses Angebot wirklich jedem empfehlen. Wer nicht genug Geld für ein Abonnement hat, der kann sich ihr mit guten Artikeln versorgen. Das einzige Manko ist, dass man bei zeit.de nicht die schönen Grafiken ihrer Kampagne nicht herunter laden kann. Wenn ihr die Grafiken dort finden solltet, dann sagt bescheid.