Die kleine Raupe, die kein Schmetterling werden wollte

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Produktbeschreibung

Die kleine Raupe, die kein Schmetterling werden wollte

EAN 9783629003522
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Allgemeine Informationen

Ausgabeformate Gebundene Ausgabe
Erscheinungsjahr 2001
Hersteller / Verlag Pattloch Verlag
Kurztitel Steinbacher: Kleine Raupe
Maße (L x B x H) 302x215x12
Schlagworte Bilderbuch, Kinder- u. Jugendliteratur
Seitenzahl keine Seitennummerierung
Unverbindliche Preisempfehlung 12,90

Tests und Erfahrungsberichte

  • Nein, ich will nicht!

    Pro:

    siehe Text

    Kontra:

    siehe Text

    Empfehlung:

    Ja

    Heute möchte ich das Bilderbuch " Die kleine Raupe die kein Schmetterling werden wollte" von Judith Steinbacher und Antonia Nork vorstellen.

    Wie kam ich zu dem Buch:
    *******************************
    Kinder interessieren sich sehr für ihre Umwelt und die Natur. Im Frühling, wenn die Raupen schlüpfen und sich dann von Blatt zu Blatt durchfressen, werden sie oft von den Kindern entdeckt und als niedliches "Haustier" durch die Gegend getragen. Auch ist es schon passiert, das die Kinder einige Raupen mit ins Gruppenzimmer genommen haben, um sie dort in ihren Eigentumsfächern zu verstecken. Wie man sich vorstellen kann, war diese Idee nicht gerade förderlich für die Raupen.
    Das Interesse wollte ich nicht schmälern, sondern darauf aufbauen und Verständnis und Mitgefühl für die Raupen wecken. Außerdem ist es für Kinder sehr interessant, wie so eine kleine, „hässliche“ Raupe zu einem wunderschönen Schmetterling wird. So holte ich das Buch" Die kleine Raube die kein Schmetterling werden wollte" von Judith Steinbacher und Antonia Nork aus dem Bücherregal.

    Worum geht es:
    ******************
    In dem Buch wird die Geschichte einer kleinen Raupe erzählt die lieber die Welt entdecken und spielen wollte, als den ganzen Tag nur zu fressen. Erst als sie einem wunderschönen Schmetterling begegnete wurde ihr klar was sie tatsächlich will.

    Inhalt:
    *********
    Auf den Blättern von Brennnesseln versteckt liegen winzig kleine Eier. Aus einem der Eier schlüpft die kleine Raupe Carla, neben ihr kommen noch Cora und Conrad aus ihren Eiern.
    Bald fangen alle Raupen an zu fressen, denn darin sehen sie ihr Ziel. Nur Carla nicht, sie möchte die Welt entdecken. Für sie ist fressen eine Zeitverschwendung. Anfänglich kann Carla ihre Geschwister überreden sich mit ihr auf den Weg zu machen um. Doch bald bekommen Cora und Conrad hungert und fangen wieder an zu fressen. So macht sich Carla alleine auf den Weg und als sie Abends wieder zu ihren Geschwistern zurück kommt ist sie müde, aber glücklich. Sie hat viel gesehen und erlebt. Auch am nächsten Tag fressen die anderen Raupen nur. Sie futtern sich durch von Blatt zu Blatt und werden immer dicker.
    Carla findet die anderen Raupen langweilig und versucht noch einmal ihre Geschwister zum mitspielen zu animieren. Conrad folgt ihr, doch bemerkt bald, dass er einfach schon zu dick ist um auf einem Grashalm hin und herzuschaukeln. Er plumpst unsanft auf den Boden.
    Nach einigen Tagen haben die Raupen ihre volle Größe erreicht und fangen an sich zu verpuppen. Nur Carla bleibt allein zurück und spielt, aber so ganz allein macht es ihr keinen Spaß. Plötzlich begegnet Carla einem wunderschönen Schmetterling. Sie erkennt was sie wirklich will. Sie möchte auch so ein wunderschöner Schmetterling werden. Auf den Rat des Schmetterlings beginnt Carla zu fressen. Sie weiß von ihren Ausflügen wo die besten und saftigsten Blätter sind und begibt sich dorthin. Noch bevor der Winter kommt ist Carla dick und rund gefressen und verpuppt sich. Im nächsten Frühjahr schlüpft aus der Puppe ein wunderschöner Schmetterling.

    Autorin:
    ***********
    Judith Steinbacher wurde 1946 in Altenmarkt an der Alz geboren. Sie wuchs am Seeoner See auf und besuchte das Gymnasium in Traunstein. Sie studierte 8 Semester an der Akademie für das Grafische Gewerbe in München.
    1974 erschien ihr erstes Bilderbuch. Seither sind etwa 44 Bilderbücher erschienen, von denen meistens auch die Geschichte von J. Steinbacher geschrieben wurde.

    Illustratorin:
    **************
    Antonia Nork – Trotz intensiver Suche im Internet konnte ich nichts über sie finden.

    Weitere Bücher von Judith Steinbacher:
    ********************************************
    Ø Wer klaut Oskars Ostereier?
    Ø Wer hilft Oskar Osterhase?

    Weitere Bücher von Antonia Nork:
    **************************************
    Ø Die grüne Raupe, die bunt sein wollte
    Ø Felix und das Glühwürmchen

    Judith Steinbacher als Autorin und Antonia Nork als Illustratorin haben schon mehrere Bilderbücher zusammen herausgebracht.

    Pro und/oder Kontra:
    ****************************
    Pro:
    Die wunderschönen Aquarellbilder zeigen den Kindern eine Maltechnik die in Bilderbüchern nicht üblich ist.
    Das Thema der Geschichte und die Hinführung zum Thema finde ich sehr gut.
    Es gibt einige Wörter z.B. Astgabel, Eihülle, Zeitverschwendung, die den Wortschatz erweitern.

    Kontra:
    Leider musste ich feststellen das der Text etwas vom Bild abweicht. So wird auf einer Seite erzählt, das Cora sich verpuppt hat und an einem Seidenfaden in eine Astgabel hängt. Weder die Astgabel mit Cora noch den Seidenfaden konnten die Kinder auf der Seite entdecken. Auf einer anderen Seite war die Rede von vielen kleinen Raupen, doch es sind nur Cora, Conrad und Carla auf dem Bild zu sehen.
    Meiner Meinung nach sollte in einem Bilderbuch der Text und das Bild möglichst identisch sein.
    .
    Kindliche Perspektive:
    *************************
    Kinder fühlen sich zu Tieren besonders hingezogen.
    Die Bilder selber sind farblich ansprechend gemalt.
    Die Raupe hat kindliche Gesichtszüge, ausgedrückt durch das Smilegesicht.
    Die Diffraktionsfolie (Glitzerfolie) ist das was die Kinder am meisten anspricht.

    Pädagogischer Hintergrund:
    *********************************
    Was kann das Bilderbuch bewirken.....
    Verantwortung für sich übernehmen, was tut mir gut. Die kleine Raupe möchte spielen und nicht nur fressen.
    Es kann Mut machen seinen eigenen Weg zu gehe, sich selbst zu finden und nicht der Masse zu folgen.
    Selbstvertrauen stärken, auch wenn die Geschwister nicht mitziehen, für Carla ist es der richtige Weg.
    Willensstärkung- ich habe jetzt Lust zu spielen und die Welt entdecken und ich mache es.
    Die kleine Raupe lässt sich auch nicht durch ihre Geschwister davon abhalten.

    Bild und Text einzeln und im Kontext:
    *****************************************
    Die Bilder sind im Aquarellstil gezeichnet. Die einzelnen Objekte in jedem Bild sind schwarz umrandet. Ab und zu sind kleine Details in die Bilder eingearbeitet. Die Grundfarbe fast aller Bilder ist grün. Die Raupen beleben das Bild durch ihre rot/gelbe Bauchfarbe und verschmelzen dann wieder mit dem Hintergrund, da die grüne Rückenfarbe sich wunderbar ins Gesamtbild einfügt. Die Bilder allein können den Inhalt des Buches nicht ganz wiedergeben, sie benötigen den Text für den genauen Ablauf der Geschichte.
    Durch die bunten Farben und der Diffraktionsfolie verströmen die Schmetterlinge Fröhlichkeit.
    Bild und Text teilen sich eine Doppelseite, wobei der Text fast immer einen hellen Hintergrund hat.
    Der Text wechselt immer wieder zwischen Erzählform und wörtliche Rede. Einige der Sätze sind etwas zu lang geraten. Einige der Wörter brauchen eine nähere Erklärung, da sie im normalen Sprachgebrauch nicht häufig vorkommen. Siehe Pro und/oder Kontra


    Aussehen:
    *************
    Die Vorderseite des Bilderbuches ist im Aquarellstil gemalt. Es sind ein wunderschöner, glitzernder Schmetterling und kleine Raupe zu sehen. Beide sitzen auf Grashalmen, die Raupe bewundert den Schmetterling. Ganz oben am Rand steht, sehr kleingedruckt, die Autorin und die Illustratorin. Der Buchtitel ist in blau geschrieben, wobei die Wörter Raupe und Schmetterling in rot gehalten sind.
    Auf der Rückseite ist eine Schmetterlingspuppe zu erkennen und ein Tautropfen.
    Im oberem Teil ist eine Inhaltsangabe des Buches.
    Der Einband des Buches lässt sich gut abwischen und auch die einzelnen Seiten kann man bei Bedarf reinigen.
    Alles weitere kann man auf den Bildern sehen

    Altersangabe:
    *****************
    Die Altersempfehlung für dieses Buch liegt laut Verlag bei 3 Jahren.
    Das Verständnis für die Thematik des Buches kann in dem Alter aber noch nicht vorausgesetzt werden. Auch ist relativ viel (gemessen an der Altersempfehlung) Text vorhanden. Somit ist meine Altersempfehlung ab 4,5- 5 Jahren.

    Allgemeine Infos:
    ********************
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 3629003524
    Verlag: Pattloch
    Maße: 30x21 gebundenen Ausgabe – 32 Seiten

    Ein Hinweis für Erzieher/innen und Lehrer/innen aus Rheinland Pfalz:
    ******************************************************************************
    Bei meinen Recherchen nach Informationen über die Illustratorin bin ich über die Internetseite des Tierschutzvereins Rheinland-Pfalz gestolpert.
    Dieser Verein bietet für Schulen und Kindergarten verschiedene „Tierschutzkisten“ im Verleih an. Das ganze wird gefördert vom Ministeriums für Umwelt und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz. Es ist ein Projekt das auf die Initiative des Tierschutzbeirates ins Leben gerufen wurde.
    Das Projekt Tierschutz- Mobil kurz TIMO genannt, bietet Lehrmaterial für 4-10 Jährige über die Lebensbedürfnisse von Haus- und Heimtieren.
    Das Arbeits- und Unterrichtsmaterial kann von Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen in Rheinland-Pfalz kostenlos ausgeliehen werden.
    Warum ich darüber schreibe?
    Es gibt dort eine Schmetterlingskiste. In dieser ist auch das Buch, über das ich hier berichte, enthalten.
    Die Internetseite ist www.tierschutz-rheinland-pfalz.de/tierschutz/tierschutzmobil.php


    Preis und Bezugsquelle:
    ******************************
    Der Neupreis für die gebundene Ausgabe beträgt 12,90 Euro.

    Meine Eigene Erfahrung mit dem Buch:
    *********************************************
    Als ich mir das Buch mit den Kindern erarbeitet habe, kamen viele Fragen auf. Gleich auf der ersten Seite haben sich die Kinder festgebissen. „Wo ist Carla? Wer von den drei Raupen ist Carla? Wo sind die anderen Raupen? Warum fressen die Raupen ihre Eihülle auf?“ waren nur einige Fragen der Kinder. Carla haben wir erst erkennen können als wir das Buch beim drittenmal durchgelesen haben. Jetzt viel uns auf, Carla ist die Raupe die immer lächelt.
    So wie ich es empfunden habe, ist den Kindern die Wandlung zuerst nicht recht klar geworden. Dafür kamen einfach zu viele Fragen auf, sodass sie sich nicht auf den Inhalt des Buches konzentrieren konnten. Erst beim 2.Mal durchlesen, konnten sie sich mehr auf den Inhalt der Geschichte konzentrieren. Und nach dem 3. Mal vorlesen erinnerten sie sich an unser Puzzle vom Schmetterling. Ein 4 Schichten Puzzle, das die Metamorphose Raupe – Schmetterling, aufzeigt.
    Was mich doch etwas erstaunt hat, war die Antwort auf meine Frage „Was hat euch besonders gut gefallen an dem Buch“... Die Antwort war immer die Schmetterlinge mit der Glitzerfolie.
    Auf die Geschichte selber sind die Kinder nicht weiter eingegangen.

    Fazit:
    ********
    100% bin ich von diesem Buch nicht überzeugt. Allerdings denke ich, das schon allein wegen der Aquarellzeichnungen das Buch zu empfehlen ist. Eine Technik die sich von der breiten Masse abhebt. Die Metamorphose der Raupe zum Schmetterling ist ebenfalls gut in einer Geschichte verpackt und somit sehr lehrreich.
    Zwar ist die Verwandlung der Raupe zum Schmetterling schon oft in verschiedenen Büchern behandelt worden, doch bisher ist mir noch kein Bilderbuch untergekommen, dass sich so ausführlich damit beschäftigt.
    Auch ist das Buch sehr gut zur Wortschatzerweiterung zu gebrauchen.
    Und als kleiner Bonus erfahren die Kinder noch was zu den Jahreszeiten, denn die Geschichte erstreckt sich über ein ganzes Jahr und das spiegelt sich auch in den Bildern wieder.