Alcatel One Touch 715 Testberichte

Alcatel-one-touch-715
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Ausstattung:  gut

Pro & Kontra

Vorteile

  • Schickes Design

Nachteile / Kritik

  • schlechte Sprachqualität und Sound

Tests und Erfahrungsberichte

  • Mal was anderes, aber...

    • Design:  sehr gut
    • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
    • Ausstattung:  gut

    Pro:

    Schickes Design

    Kontra:

    schlechte Sprachqualität und Sound

    Empfehlung:

    Ja

    Es ist schon ein Hingucker das Alcatel 715. Das Design ist allerdings wie immer Geschmackssache. Was jedoch sofort auffällt ist das wirklich große Display.

    Das war eigentlich der Beweggrund zum Kauf des Gerätes (naja und eben das übliche Testen).

    Die technischen Details sind wie immer auf den jeweiligen WebSeiten zu finden, da jedoch viele Leser immer wieder darauf bestehen alle Daten gleich im Bereicht zu haben hier also eine Schnellübersicht:

    Größe des Gerätes 116x43x20mm (L x B x H) mit sage und schreibe nur 88 g (ein wirkliches Leichtgewicht). Die Sprechzeit ist mit bis zu 6 ½ Stunden angegeben, der Standby-Betrieb bis zu 250 Stunden (Akku : Lithium
  • Schleppst du immer deine Fernbedienung mit?

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Ja

    Diese Frage begegnete mir einmal scherzhaft mit meiner derzeitigen Errungenschaft *lach*. Ansonsten bemerkte ich immer wieder verstohlene Blicke meiner Mitfahrer in der U- oder S-Bahn – wohlwollend wie mir scheint –

    Mir hat es mal wieder in den Fingern gejuckt, ein neues Handy zu benutzen. Die Wahl fiel dieses Mal auf das Alcatel 715 – die Abbildung im Prospekt war schon sehr interessant –
    Da ich mir natürlich nicht alle Nase lang ein neues Handy kaufen will, nutzte ich auch diesmal die Möglichkeit, mich aus dem Leihpool meines Arbeitgebers zu bedienen.

    Das Alcatel 715 kostet ohne Vertragsbindung ca. 279,-EUR, mit Vertrag ist es schon für um die 49,-EUR zu


Das Einlegen der SIM-Karte ging kinderleicht und ein kleiner, roter Schieberiegel ließ mich ahnen, dass das Herausnehmen ebenso leicht gehen würde (schon mal sehr schön). Den Akku, der auch gleichzeitig die Rückseite des Handys bildet, einschnalzen lassen und das Prachtstück im fertigen Zustand in Augenschein genommen. Das riesige Display nimmt über die Hälfte der Länge des Handys (Dualband 900/1800, 116x43x20mm, 88g) ein.

Es überrascht einen nach dem Einschalten zwar nicht mit einer Farbexplosion, verstecken braucht es sich aber dennoch nicht. Es ist blau beleuchtet, hochauflösend und sehr kontrastreich (stellt 4 Graustufen dar), außerdem kann es auf 100x150pixel bis zu 10 Textzeilen darstellen. Eine Besonderheit des Displays (es stellt auch im Querformat dar) sollte ich aber erst zu einem späteren Zeitpunkt feststellen, als ich die Kalender- und Spielfunktion aufsuchte. All diejenigen, die es an den Augen haben, können sich freuen – Zoomfunktion vorhanden –
Unter dem Menüpunkt „individuell“ – graphisch sehr nett mit zwei Herzchen dargestellt – hat man die Möglichkeit, den Bildschirmhintergrund nach eigenem Geschmack zu verändern. Wem die vorhandenen Bilder nicht gefallen, kann eigene Motive mit Hilfe der beiliegenden Software auf Handyformat konvertieren und anschließend per Infrarotschnittstelle oder Datenkabel auf das Gerät laden. Ruftonmelodien kann man mit dieser Software ebenfalls komponieren, falls man in der Lage ist, Noten zu lesen und zu schreiben - was ich bei mir ganz klar ausschließen kann –
Das Display lässt sich auch ohne Beleuchtung noch gut ablesen und wirkt bei Sonneneinstrahlung nicht wie ein Taschenspiegel. Das Querformat kann man individuell einstellen (Links-/Rechtshänder).

Was die Ausstattung des Handys angeht, kommen sowohl vielbeschäftigte Manager, als auch ausgesprochene Spielkinder (wie ich) auf ihre Kosten. Ob man wirklich alle Funktionen auch braucht ist eine andere Frage. Im Einzelnen glänzt das 715 mit folgenden Punkten:

Businessbereich

- einem großen Rufnummernspeicher mit bis zu 800 Eintragsmöglichkeiten - man kann bis zu 15 Unterverzeichnisse anlegen, jedem Eintrag können diverse zusätzliche Informationen (E-Mail, Anschrift, etc.) hinzugefügt werden -
- einem gut durchdachten Terminplaner mit verschiedenen Eintrags- (Termin, Geburtstag, Anruf) und Ansichtsvarianten (Tag, Woche, Monat), der Möglichkeit, eine To-Do-Liste anzulegen – insgesamt merkt sich das schlaue Handy bis zu 1000 Termine und 60 To-Do´s
- das Telefonbuch und der Terminplaner lassen sich bequem mittels der beigefügten Software mit dem PC (lt. Hersteller auch PALM und Windows CE) synchronisieren ( Lotus Notes, Lotus Organizer, MS Outlook, Outlook Express) - wahlweise mit Infrarot oder Datenkabel -
- wer die Hände beim Telefonieren frei haben muss, profitiert von der integrierten Freisprecheinrichtung, die mich mit gutem Klang überzeugt hat
- nicht nur telefonieren kann man „freihändig“, auch kann man von Sprachwahl (bis 20 Einträge) und Sprachbefehlen (bis 20 Befehle) profitieren – kurze Notizen (bis 60 Sekunden) kann man mit der Memo-Funktion archivieren (auch Telefonmitschnitte möglich - meine Erfahrung damit, nur rund 15 Sekunden, die aber in guter Sprachqualität)
- dank WAP 1.2.1 und GPRS Class 10 kann man sich auch von Unterwegs aus mal schnell Informationen besorgen
- wer WAP nicht nutzt, sondern lieber den Anschluss mit einem PC sucht, den bringt das eingebaute GSM/GPRS Modem (Class 10) auf den richtigen Weg
- polyphonen Klingeltönen, die sich auf Wunsch jedem Eintrag einzeln zuordnen lassen

Funbereich

- EMS 4.0 (SMS mit Bild und Ton)
- 3 Spiele (Killer Expo, Run Run Run und Bot War) – bei Bot War kann man per SMS gegen andere antreten (klappt nur, wenn Gegenspieler auch mit dem 715 ausgestattet ist)

Vibrationsalarm, Wecker, Uhr, Rechner und T9-Funktionen dürfen natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Die Uhr vermittelt schon fast den Eindruck, bei dem Handy könne es sich um einen Globetrotter handeln, der auch in außereuropäischen Mobilfunkbereich Anbindung schafft (Weltzeit kann man sich anzeigen lassen) – das klappt leider nicht – dafür kann man schauen, wie spät es bei dem Liebsten / der Liebsten ist, wenn er/sie sich in einer anderen Zeitzone befindet (zum Beispiel).
Der Wecker verfügt netterweise über eine Schlummerfunktion, die allerdings mit zwei Handgriffen zu aktivieren ist.
Die T9-Funktion hat mir ein klein wenig Kopfzerbrechen bereitet – Groß- und Kleinschreibung scheint nicht der Franzosen Ding zu sein, so hab ich dann letztendlich alles klein geschrieben – meinem Geschmack hat sie nicht zugesagt, wobei ich zugeben muss, dass ich:

a) kein SMS-Fan bin (in 1 Minute Gespräch pack ich mehr Infos)
b) ziemlich Nokia verwöhnt bin

Die Sprachqualität empfand ich überwiegend als gut – etwas blechern klangen meine Gesprächspartner nur bei sehr schlechtem Empfang – die Klingeltöne waren nur teilweise mein Geschmack (sehr nett: Bird, Monkey, Cow) man hat aber ja auch die Möglichkeit, per Memofunktion eigene Rufmelodien aufzunehmen.

Die eingebaute Antenne ist ein wenig empfindlich gegen Berührung bzw. Abdeckung mit der Hand, wenn man aber darauf achtet, das Handy nur im unteren Bereich zu halten, hat man wenig Probleme.

Die Menüführung überrascht einen mit einigen Funktionszuordnungen, die man so nicht erwartet hätte – Ton- und Displayeinstellung (bis auf Kontrast und Beleuchtungsdauer) finden sich z.B. unter „individuell“ (wie schon oben beschrieben) und nicht unter „Einstellungen“ – (ich möchte jetzt keine Auflistung machen, was man genau wo finden kann)
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sie ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, man kann sich aber auch von der sehr vorbildlich gehaltenen Bedienungsanleitung (iconunterstützt) lenken lassen. So findet man die für einen selbst wichtigen Punkte schnell.
Hat man seine Menüpunkte gefunden, die man häufig nutzen möchte, kann man entweder die Tastatur mit den Funktionen belegen (Ausnahme: Taste 1 reserviert für Mailbox), die seitlich links angebrachte Taste mit zwei der Funktionen belegen oder die entsprechenden Sprachbefehle aktivieren.
Der mittig angebrachte Joystick ist im Ruhemodus mit drei Funktionen belegt:

- hoch: SMS-Menü
- runter: Telefonverzeichnis
- OK-Taste drücken: Ab ins Menü, ansonsten dient er der Navigation in den Menüs.

Schade ist, dass der Joystick ein wenig zu fummelig ist und nicht immer präzise arbeitet (er hat bei den Spielen übrigens keine Steuerungsfunktion, die Steuerung erfolgt über die Tasten) – ich traute ihm nicht so recht über den Weg –
Die sonstige Verarbeitung ist tadellos, die Tastatur hat einen guten Druckpunkt, nix wackelt (ja, Nokia – so müssen Akkus sitzen!!) und auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Das Handy sieht einfach edel aus – retrodesigned – passt in problemlos in die Jeansjackentasche und hat mich sehr überzeugt.

Ich kann das Alcatel 715 all jenen empfehlen, die sich aus dem Handy-Einheitsbrei hervorheben möchten und die Farbdisplay zwar für nett, aber nicht für überlebenswichtig halten. Die Ausstattung ist vorbildlich und die im Contra erwähnten Punkte finde ich nicht so gravierend – lasst einfach die Finger von der Antenne!! –

Von mir daher "sehr gut" und ein Seufzen – das hätte ich gerne behalten –

Vielen Dank fürs Lesen und Durchhalten ;o)