Pro:
Johnny Messner, Viele spektakuläre Szenen, im großen und ganzen ein bisschen besser als Teil 1
Kontra:
Eher nicht für Horrorfans geeignet, Animation der Schlangen, FSK 12, Nachtszenen
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich euch über einen Film Berichten, auf den ich mich schon freute, seit ich irgendwann vor 1 oder 2 Jahren gehört habe, dass er gedreht wird. Warum? Weil ich zu den scheinbar wenigen Menschen gehöre, die Teil 1, `Anaconda´ auch schon einigermaßen gut fanden. Ob der Film also meinen Erwartungen entsprach, erfahrt ihr jetzt.
Story
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Dr. Jack Byron erfährt von einer Pflanze, genauer gesagt der Blutorchidee, die an den Flüssen des Dschungels von Borneo wächst. Natürlich will er die Blume nicht für seine Freundin oder seine Mutter pflücken, sondern Geld mit ihr machen, denn: Man sagt der Pflanze nach, dass es mit ihr möglich ist, das Leben zu verlängern. Allerdings gibt es da ein kleines Problemchen: Die Blume blüht nur alle sieben Jahre und zur Zeit blüht sie. Allerdings nurnoch für wenige Tage. Nachdem das Team um Byron die Genehmigung erhalten haben, machen sie sich auf den Weg.
In Borneo angekommen wird noch eins benötigt: Ein Führer, denn das Forschungsteam kennt sich in dem riesigen Dschungel ja nicht aus. Und da es nur einen bekannten Führer gibt der das machen könnte, wendet man sich an ihn - Bill Johnson, der für 50.000 Dollar einwilligt.
Ein weiteres Problem, welches sich der Gruppe entgegenstellt, ist dass zur Zeit Regenzeit ist, was dafür sorgt, dass die meisten Flüße über die Ufer geschwemmt sind. Eines nachts bietet der geldgeile Expeditionsleiter Byron dem Captain der Rostlaube Bloody Marie einen Deal an: Er bekommt zusätzliche 50.000, wenn er die Route abkürzt, was allerdings heißt, dass sie eine weitaus gefährlichere Strecke fahren müssen. Bill Johnson willigt ein - ein Fehler, wie sich später herausstellt! Denn der Fluß endet an einem riesogen Wasserfall, den das Boot sogleich runterschippert.
Ohne Essen und Technik steht man nun also da, das einzige was man noch hat ist ein Handy. Bill Johnson ruft einen alten Kumpel an, ob der sie mit seinem Boot aus der misslichen Lage retten könnte. Der willigt ein und macht sich auf den Weg zu einem großen Felsen, der Treffpunkt. Als die Gruppe schon gerretet scheint, passiert plötzlich etwas schreckliches: Aus heiterem Himmel wird einer der Forscher von einer riesigen Anaconda angegriffen und gefressen. Auch der Freund von Bill Johnson kommt nicht lebend am Treffpunkt an. So steht man also mitten im Dschungel, ohne Verpflegung und stets in der Angst von Anacondas angefallen zu werden. Denn wie sich später herausstellt ist Paarungszeit und alle Anacondas in Gesamt Borneo versammeln sich in diesem Gebiet.. Das Abenteuer beginnt!
Schauspieler
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Während in Teil 1 noch bekannte Gesichter vor der Kamera zu sehen waren, ( Jennifer Lopez, Ice Cube, Jon Voight usw.. ) sind in Teil 1 ausnahmslos alle unbekannt, was aber nicht weiter schlimm ist, da ja auch unbekannte Darsteller gute Leistungen bringen können. Leider trifft das hier nicht auf jeden zu.
Um es mal vorweg zu nehmen: Am besten gefallen hat mir Johnny Messner alias Bill Johnson. Vielleicht liegt es daran, dass er das typische Image eines Actionstars hat, auf jeden Fall hat er mich des öfteren an Vin Diesel erinnert. Zu erwähnen wäre noch dass der eher unbekannte Schauspieler richtig gut spielte.
Ab da geht es dann aber schon abwärts. So spielt zwar keiner sehr schlecht, vielmehr sind es die Charaktere, die einem nicht gefallen, da alle vor Klischees nur so strotzen. So haben wir hier alle Typen, die es auch schon in anderen Horrorfilmen zu bestaunen gibt: Der zu anfangs undurschaubare Draufgänger der sich dann als großer Held entpuppt, der schwarze Hip Hopper, der viel lieber beim Football wäre, das Arschloch das alle töten will usw..
Manchen Leuten macht es Spaß sich solche klischeerollen anzusehen, ich persönlich finde es nicht sooo schlimm, da ich von `Anacondas´ nichts anderes erwartet habe.
Daten zum Film
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Originaltitel: Anacondas: The Hunt for the Blood Orchid
Alternativtitel: -
Land: USA (2004)
Regie: Dwight H. Little
Länge: 96 min
Freigabe: 12
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Kritik
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Hat der Film meine Erwartungen erfüllt? Naja, das kann man jetzt in zweierlei Sichtweisen betrachten: Ich sollte wohl erwähnen, dass ich mich zwar auf den Film gefreut habe, meine Erwartungen aber nicht all zu hoch waren. Von demher würde ich schon sagen, dass ich das bekommen habe, was ich wollte. Einen Abenteuerfilm, wenn auch billiger Gattung, wie es ja auch schon der erste Teil hatte. Doch besagter erster Teil hatte das gewisse etwas, das ihn von anderen Tierhorrorfilmen abhebt und in die obere Lige befördert, auch wenn Kritiker den Film in der Luft zerissen haben.
Kommen wir jetzt aber mal zu den Dingen, die einem bei `Anacondas´ negatv aufstoßen. Wie in Teil 1 auch ist dass die Animation der Schlangen. Teilweise wirken sie ziemlich billig. Da kann man als Zuschauer nur froh sein, dass viel angedeutet wird und man die Schlangen nicht so oft sieht wie im Vorgänger.
Was mir auch missfallen hat, waren die gewaltigen Logiklöcher im Drehbuch. Warum zum Beispiel gehen die Forscher mit einem alten Kutter in das Gebiet, wofür sie nochmal 100.000 zahlen und nicht gleich mit einem Helikopter? Das wäre sehr viel einfacher aber liegt halt nicht im Sinne der Macher. Was ich zum Schluß des Films auch noch lächerlich fand, war folgende Situation: Die Forscher wollen raus aus dem Dschungel, was man ja durchaus verstehen kann. Nur der Leiter, Jack Byron ist dagegen und will weiter nach der Blutorchidee suchen. Da die anderen dagegen sind, wird kurzerhand einer von ihnen lahmgelegt. Diese Ablenkung nutzt Byron um das Boot, welches die Gruppe selbst gebaut hat, zu klauen. Den anderen, die jetzt wie die begossenen Pudel dastehen, bleibt nichts anderes übrig, als Byron zu folgen um so möglicherweise das Boot wiederzubekommen. Und jetzt der Kritikpunkt: Nach ca 10 Minuten Fußmarsch (!) ist die Gruppe bei Byron, dem Boot und den Pflanzen angelangt. Das fand ich persönlich mehr als komisch, da die ganze Zeit darüber geredet wurde, wie weit die Pflanze noch weg wäre und dass es sich nicht lohnt, dafür sein Leben auf´s Spiel zu setzen. Dann ist man in 10 Minuten zu Fuß da. Na dann.. Auch ein bisschen komisch, dass gerade in einer Schlucht unter den Pflanzen dutzende Schlangen rumliegen und nichts besseres zu tun haben, als sich zu paaren.
Kommen wir jetzt zu einem Punkt, der mich gleichermaßen aufgeregt und schockiert hat: Der Film hat eine Freigabe ab 12 Jahren! Nicht, dass ich keine Filme ab 12 schauen würde, im Gegenteil - aber für so einen Film ist es wohl einfach nur unangebracht. Schließlich hat uns auch Teil 1 mit Schockeffekten beehrt, was hier fast komplett wegfällt. Da muss man sich wirklich fragen, was die Macher dazu gerieben hat, den Film so zu entschärfen. Geldgier? Man weiß es nicht, aber gutzuheißen ist es auf keinen Fall.
Was ich letztendlich noch als nervend empfunden habe, waren die Szenen, die sich im Dunkeln abspielten. Nicht dass ihr jetzt glaubt ich hätte Angst im Dunkeln ;-) Vielmehr hat man ab und zu fast nichtsmehr erkannt. Sowas stört dann nurnoch den Filmgenuss, wenn man die Augen zusammmenkneifen muss und angestrengt auf den Monitor starren um etwas zu erkennen.
Fazit
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Ich weiß jetzt nicht recht, ob ich dem Film 3 oder 4 Sterne geben soll. Man wird von ihm gut unterhalten, keine Frage. Andererseits stören aber auch die Nachtszenen, die Logik und auch der Bodycount lässt aufgrund der FSK 12 zu wünschen übrig. Die Sache mit den billig animierten Schlangen ist schade, aber war nicht anders zu erwarten. Aufgrund der ein oder anderen Atemberaubenden Szene ( Als das Floß den Wasserfall runterfällt und da, als ein Mann in ein Wasserecken fällt, in dem sich dutzende, riesige Schlangen paaren. ) gebe ich dem Film jetzt doch 4 Sterne, da man sich den Streifen auch gut mehrere male ansehen kann. Eine Empfehlung würde ich nur für Fans von Abenteurfilmen aussprechen, denn Horrorfans bekommen nichts zu sehen, was sie nicht schon kennen.
Mfg
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