Pro:
zentrale Lage
Kontra:
überfüllt
überhitzt
überteuert
Empfehlung:
Nein
Einleitung
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Da ich unlängst einige Monate Arbeitseinsätze am Potsdamer Platz durchgeführt habe, und zwar in den Arkaden, liegt nichts näher, als über diesen Ort einmal zu berichten. Ich war nahezu täglich dort, und kann von mir sagen, daß ich eine persönliche Meinung entwickelt sowie persönliche Erlebnisse habe.
Die Hintergrundinformationen habe ich von http://www.potsdamer-platz.net bezogen.
Lage
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Die Potsdamer Platz Arkaden befindet sich, wie unschwer zu erraten ist, auf dem Potsdamer Platz, und dieser liegt sehr knapp im Westteil Berlins, und zwar im Bezirk Tiergarten. Allerdings an der Grenze zum Bezirk Kreuzberg und Mitte, was sehr zentral in Berlin ist.
Der Potsdamer Platz
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1702 wurde der Platz durch die Kreuzung von vier Wegen gebildet. Damals handelte es sich noch um Feldwege, aus Sand. 1835 - 1838 wurde dort der erste Bahnhof Berlins und Preußens erbaut, womit die bewegte Verkehrsgeschichte dieses Ortes begann, und der Name Potsdamer Platz geprägt wurde. Seitdem wuchs der Verkehr und die Bedeutung des Potsdamer Platzes beständig.
Aufgrund der gewachsenen Bedeutung und Frequentierung wurde der Platz von den Nazis gerne für Propaganda genutzt.
Infolge der deutschen Teilung, nach dem zweiten Weltkrieg war der Potsdamer Platz unbenutzbar, und lag brach.
Nach der Wiedervereinigung war auf dem Potsdamer Platz viele Jahre eine gigantische Baustelle zu sehen, die von einer roten Infobox gekrönt wurde.
Geschichte der Arkaden
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Am 15. Januar 1997 wurde der erste Spatenstich getan, und am 2. Oktober 1998 wurden die, vom Bauherren Daimler-Benz errichteten Arkaden eröffnet.
Heute
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Die Potsdamer Platz Arkaden, 180 Meter lange Einkaufspassage präsentiert auf über 40.000 m², über drei Ebenen verteilt, in einer glasüberdachten Ladenstraße ca. 120 Fachgeschäfte und Dienstleistungsbetriebe. Im weitern halten die Arcaden für ihre Besucher ca. 4.000 Parkplätze bereit, von denen sich 2.500 in den drei Untergeschossen des Areals befinden und weitere 1.500 Autostellplätze in einem naheliegenden, separaten Parkhaus.
Angebot
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In den Arkaden sind die folgenden Bekleidungsgeschäfte zu finden:
Fischer Mode,
Brando 4,
Janisch, M.P. Sox,
Ulla Popken,
Wöhrl,
Gerry Weber,
Aust,
Benetton,
Eddie Bauer,
Falke,
Zara,
Hallhuber,
Hennes & Mauritz,
Mango,
Mexx,
Palmers,
Wolford,
Biba,
Bonita,
Foot Locker,
Colloseum,
Esprit,
Fast Forward,
Fishbone,
Isico USA Sport,
We Store,
Springfield,
H & M.
Schuhe/Lederwaren:
Anna Stern Lederwaren,
Street,
Bree,
Mandarina Druck,
Leiser,
Deichmann,
Schuhhof,
Schuhtick,
Shoe & me
Kosmetik & Gesundheit
Douglas Parfümerie,
Einblick Optik,
Apotheke,
Drospa,
Vitalia Reformhaus,
Rosewater`s,
The Body Shop,
Yves Rocher
Lebens- und Genußmittel:
Tabak & Cigars,
Tabak-Börse,
Presseshop,
Teehandelskontor,
Tee - Haack,
Tchibo,
Wiener Feinbäcker,
Haselhorster,
Kaiser´s,
Aldi,
De Goey Kaas,
Arko,
Hussel Süßwarenfachgeschäfte GmbH,
Rund um die, sowie in den Arcaden sind folgende Gastronomiebetriebe:
Asia - Pavillion,
caffe e gelato,
Play Off,
Pomme de Terre,
Salomon Bagels,
Wiener Café,
Andy´s Diner & Bar,
BB´s Coffee & Muffins,
Bistro,
Tchibo Coffee Bar,
Fai Sushi,
Caroshi Cocktail Bar,
Dorian Gray Diskothek,
Gosch-Sylt,
McDonalds,
Mommsen Eck,
Tony Roma´s,
Häagen Dasz,
Nordsee Gourmet,
Pizza Pasta Salumeria,
Saray Grill,
Brezel Ditsch,
Segafredo,
Sushi Circle,
Bendig,
Wolf echt gute Wurst,
Hardy im Huth Weinhandlung und Bistro,
Mr.Clou,
Nordsee,
Posh Austrialian Bar,
Restaurant Diekmann im Weinhaus Huth,
Starbucks,
Tascaria Maredo.
Technik / Elektronik
Saturn,
Vobis
T-Punkt
D2 Vodafone
Sonstige Shops:
Ampelmann,
Design Forum,
Heimatstube,
Hugendubel,
Papeterie Berlin,
Teddy & friends,
Watch Corner,
Charlotte & tippt,
Christ,
Picture Point,
Swarovsky,
Swatch Store / Smart Center,
Bijou Brigitte,
Ice Accessory Gallery,
Eins Zwei Drei,
Mc Paper,
T-babble,,
La Maison De Lucille,
Nanu Nana,
Mr. Souvenir.
Meinung und Erlebnisse
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Der Potsdamer Platz ist ein unglaublich gigantischer Touristenmagnet, und dementsprechend permanent überfüllt. Da frage ich mich, wie es damals mit der Planung lief, ob eine solche Menschenmasse erwartet wurde. Denn ich spiele mit dem Gedanken, daß es immer noch überfüllt sein könnte, wenn man direkt neben den Arkaden eine weitere Einkaufspassage ‘Arkaden2’ bauen würde? Einiges an Entlastung auf den Gängen und rund um die Rolltreppe würde dies auf jeden Fall bringen, aber wäre es dann erträglich oder immer noch zu voll?
Die Arkaden sind regelmäßig jeden Winter völlig überhitzt. Die Autokunden können ihre Jacken einfach in den Fahrzeugen lassen, aber die Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel gehen bei der Hitze fast ein. Das habe ich leider am eigenen Leib zu spüren bekommen. Auch wenn ich meine Jacke sofort über die Tasche hänge, und Mütze, Schal etc. in die Tasche stopfe, habe ich aufgrund des Winterpullovers nach spätestens zehn Minuten ein knallrotes Gesicht von der Hitze. Da kann man schon richtige Kreislaufprobleme bekommen. Das Problem wäre vermeidbar, wenn das Centermanagement sich durchringen könnte, ausreichend Schließfächer zur Verfügung zu stellen.
Einkaufen in den Potsdamer Platz Arkaden ist für mich (als Durchschnittsverdiener) nicht attraktiv. Die Geschäfte sind für die Bedürfnisse der Touristen und der Reichen ausgerichtet, und mir zu teuer sowie zu voll. Selbst zu Aldi gehe ich nicht gerne, weil es so furchtbar überfüllt ist, und die Kassiererinnen genervt und unfreundlich sind. Da sieht man ganze Schulklassen Chips und Alkopops kaufen, und das natürlich mit der entsprechenden Lautstärke und Zappelei. Das einzige, was ich halbwegs ok finde, ist Kaisers, was unlängst, nach einem Umbau, neu eröffnet hat, und wirklich etwas bietet für das teure Geld, welches sie verlangen. Schmackhaften Kaffee gibt es bereits ab 50 Cent. Vielfältige Erfrischungsgetränke, die zwar für Supermarktverhältnisse teuer sind, aber wenigstens noch akzeptabel für den Notfall. Auch Salat und Obstsalat wird neuerdings angeboten, und zwar mit Plastikbesteck. Bei Drospa, leider der einzigen Drogerie im Center, habe ich mich schon öfter geärgert, wenn ich vor der Arbeit noch schnell ein Putzmittel oder Raumspray und dgl. besorgen wollte. Da denke ich mir, schnell noch mal in die Drogerie auf dem Weg hineinrauschen, und xy besorgen, und dann finde ich nichts Vernünftiges, weil sich in diesem Center alles nur an Touris und den Reichen orientiert.
Essen gehen? Für mich nur, wenn ich eingeladen werde, sonst ist mir das wirklich zu teuer, außer bei Mc Donalds, wo die Preise immer gleich sind. Im Play Off und im Asia Pavillon bekommt man zwar einen Preisnachlaß, wenn man im Center arbeitet, aber mir war es trotzdem noch zu teuer. Als ich dort eingesetzt war, habe ich mir immer eine Mahlzeit für die Mittagspause mitgebracht.
Arbeiten in den Potsdamer Platz Arkaden? Das ist wesentlich anstrengender als an anderen Orten. Schon bei Betreten des Centers am Vormittag ist es voll, so daß man eiligen Schrittes an den trödelnden Touris vorbeinavigieren muß. Am Arbeitsplatz angekommen herrscht Streß pur. Egal in welcher Funktion du in einem Einzelhandesgeschäft bist, sobald du ohne Jacke und Tasche herumläufst, stürmen die Kunden auf dich zu, und schlimmstenfalls befindest du dich innerhalb der ersten fünf Minuten deiner Arbeitszeit in einer Traube von Menschen. Die Arbeit, die du eigentlich zu tun hättest, ist kaum noch ausführbar, weil man die Leute nicht abschütteln kann. Die Menschen haben keine Lust, zwischen Verkäufern und anderen Mitarbeitern zu unterscheiden, und haben auch kein Verständnis, wenn ihre Wünsche nicht sofort erfüllt werden. Die Kunden kommen bereits um 10:00 Uhr mit ihren Fragen und Wünschen, gegen 12 Uhr wird es kurzfristig richtig voll, weil die Angestellten aus den umliegenden Büros Mittagspause machen. Von 14 bis 16 Uhr ist nur noch der normale Streß (oder sogar mal etwas Ruhe), der sich dann bis 18 / 19 Uhr steigert und zwischen 19 und 20 Uhr seinen Höhepunkt findet. Um 20 Uhr müßte man die Kunden hinauswerfen, was natürlich nicht erlaubt ist, aber arbeiten nach 20 Uhr ist auch nicht erlaubt. Ausländische Touristen sind dann völlig entsetzt, daß in Deutschland die Geschäfte um 20 Uhr schließen. Also ich sage euch, wenn ihr im Einzelhandel arbeitet, egal in welcher Position und Funktion, versucht immer den Potsdamer Platz zu meiden. Es ist nämlich nicht besser bezahlt, wegen des Streßfaktors.
Promifaktor: Da ich nun lange Zeit fast täglich dort war, bin ich z.B. auch an den Dreharbeiten von GZSZ vorgeigekommen, habe verschiedene Kamerateams von Sat1 und / oder RTL bei dem Dreh für Magazine und Dokus gesehen. Es laufen eine Menge kleiner Promis, sog. B-Promis auf dem Potsdamer Platz herum, auch Weltstars, wie z.B. unlängst Angelina J. und Brad P. gesehen wurden. Für Autogrammjäger und Hobbyfotografen dürfte dieser Ort dementsprechend interessant sein und für Touris eine weitere Attraktion.
Fazit
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Der Potsdamer Platz ist ein Touristenmagnet und wie gesagt völlig überlaufen. Die komplette Infrastruktur ist meiner Meinung nach überlastet, egal ob es um Verkehrsmittel, Breite der Wege, Plätze in der Gastronomie, Toiletten oder Bedienung und Angebot im Einzelhandel geht.
Es bestehen zwar, wie ich gezeigt habe, sehr viele Angebote in den Arkaden, aber man kann sie schwer wahrnehmen, weil alles so überfüllt und auch sehr teuer ist.
Alles in allem kommt mir der Potsdamer Platz manchmal wie eine Abzockermeile vor. Überfüllt, überhitzt, keine Schließfächer und superteuer. Den Touris das Geld aus der Tasche zu ziehen ist leicht, und an die Einwohner und Mitarbeiter wird nicht groß gedacht.
Ich persönlich gehe weder in den Arkaden einkaufen noch essen, was ich auch in Zukunft nicht vorhabe. In Berlin bevorzuge ich die Einkaufscenter Gropiuspassagen (siehe auch meinen Bericht über die Gropiuspassagen), was mein Lieblingscenter ist oder das Ring Center. weiterlesen schließen
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