Pro:
Schöne Strände, ruhige erholungbringende Lage
Kontra:
Infrastruktur nach deutschen Maßstäben verbesserungswürdig
Empfehlung:
Ja
Hallo zusammen,
hier ein paar Infos und Impressionen über meinen Sommerurlaub auf Lanzarote, Costa Teguise.
+++++++++++++++ INHALT +++++++++++++++
1. Grundinfos Lanzarote
2. Klima + Wetterbedingungen
3. Reisebericht
4. Meine besonderen Empfehlungen
5. Meine Kritikpunkte
6. Meine abschließende Bewertung
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== 1. Grundinfos Lanzarote ==
Lanzarote ist die östlichste der im Atlantik gelegenen sechs "großen" Kanarischen Inseln (hier hab ich nur die Hauptinseln gezählt: Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera) und liegt ca. 150 km vor der Küste von Marokko (Afrika) und ist rund 1.000 Kilometer vom spanischen Festland entfernt. Lanzarote erstreckt sich pi mal Daumen über 900m² (inklusive der kleinen bewohnten Insel La Graciosa und der unbewohnten Inseln Alegranza, Montaña Clara, Roque del Este y Oeste). Die maximalen Ausdehnung der Insel beträgt von Nord nach Süd etwa 60 km und an seiner "breitesten" *g* Stelle grademal 20 km. Die "einheimische" (ohne die Touris, aber mit den eingewanderten deutschen Rentnern *g*) Bevölkerung wird von offizielle Seite der spanischen Behörden mit rund 100.000 Menschen angegeben.
Es gibt Leute die glauben, dass der Kanarienvogel (sonderbares gelbes Federvieh *g*) der Insel zu ihrem heutigen Namen verholfen hat. Dem ist leider nicht so.
Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort für Hund (can, canis) ab, weshalb grob übersetzt die Inseln "Hundsinseln" heißen.
Die Insel zeigt ihren vulkanischen Ursprung von allen Kanarischen Inseln an deutlichsten (bis heute). Die vulkanische Vergangenheit der Insel macht Lanzarote zu einem wundersamen Bilderbuch der Geschichte. Viele Landschaften sowie Erhebungen und Senken zeigen bis heute die unglaubliche Urgewalt der Erde (ohh jetzt komme ich schon wieder ins Schwärmen *fg*).
Übrigens, da die Kanaren nicht in der mitteleuropäischen Zeitzone liegen, müssen die Uhren 1h zurückgestellt werden (wie in Portugal oder Großbritannien).
== 2. Klima + Wetterbedingungen ==
Auf Grund der nahen Lage zum Äquator, herrscht auf den Kanarischen Inseln eigentlich "ewiger" Frühling. Auch in den klassischen Wintermonaten fällt die Temperatur im Mittel eigentlich nicht unter 15°C. In den Sommermonaten Juli und August werden die Sonnenanbeter von bis zu 40°C verwöhnt bzw. gepeinigt. Die Durchschnittstemperatur liegt aber meistens zwischen 30-35°C. Im Jahresmittel begrenzen sich die Regentage auf läppische 19 Tage Regen, die sich aber meistens auf die "Wintermonate" begrenzen. In den Monaten Mai-August stehen im Mittel grademal 3 Regentage zu Buche. Auf Grund der dadurch resultierenden geringen Regenmengen (Jahresmittel 110mm/m²) wird das "Trinkwasser" durch Entsalzung von Meerwasser gewonnen. Wegen der z.T. knappen Wasserversorgung der Insel, behelfen sich viele Einwohner durch eigene Zisternen, die Regen- bzw. Tauwasser auffangen und so zur Wasserversorgung beitragen.
== 3. Reisebericht ==
Als ich und meine Frau vor 3 Jahren zu unserem ersten Besuch der Insel Lanzarote auf brachen, haben wir nicht viel über die Insel gewusst.
Nach einem ca. 4-stündigen Flug (Stuttgart) sind wir auf den Flughafen der Provinzhauptstadt Arrecife gelandet. Der Flug wird auf Grund der Einstufung "Mittelstrecke" von den Fluggesellschaften mit mind. einem warmen Essen sowie event. Flimvorführungen leichter gemacht.
Nach unserer Landung sind durch unseren Veranstalter (1-2fly) per Bus zu unserem Hotel überführt worden. Die Fahrt zum Hotel betrug erträgliche 30-45 Minuten. Während der Fahrt konnten wir schon einige Impressionen über Land und Leute sammeln, was unsere Vorfreude auf die restlichen 13 Tage unseres Urlaubs permanent steigen lies.
Unser Hotel, das "Las Arenas" in Costa Teguise ist ein Hauptvertragshotel der Neckermann-Gruppe und außerdem als äußerst komfortables Familienhotel bekannt. Unsere Bedenken, dass sich der Urlaub zu einem Besuch in einer Kindertagesstätte verwandeln könnte, hatten sich aber schon am 2. Tag zerschlagen.
Nach einer kurzen "Einführung" in die Geschichte und Kultur der Insel, durch den Reiseveranstalter wurden uns außerdem verschiedene Ausflugsveranstaltungen nahegelegt. Wir haben uns aber vorgenommen, dass die erste Woche erstmal eine richtige Relaxwoche werden sollte, deswegen haben wir uns unverbindliches Informationsmaterial geben lassen, welches wir erst einmal studieren wollten.
Nun war erst einmal Sonne, Strand und Meer für uns angesagt. Bei wunderbar sonnigen 35°C im Schatten haben wir uns ein paar wunderbare Tage am Strand gemacht. Die geringe Luftfeuchtigkeit und das 23°C warme Wasser verhalfen uns zu einem paradiesisch leichtem Urlaubsfeeling. Die abendlichen Spaziergänge an der ausgedehnten Uferpromenade in Costa Teguise und die lauen Sonnenuntergänge taten ihr Übriges um in einen Zustand der beinahen kompletten Glückseligkeit zu verfallen.
Die Ortschaft Costa Teguise hat trotz der z.T. zugebauten Strandabschnitte, im Hinterland Ihren urtümlichen Charme gewahrt. Neben kleinen Fincas und alten Häusern reihen sich auch ausgedehnte Ebenen und Erhebungen aneinander die auf Grund Ihrer Ursprünglichkeit macht sich ein Gefühl, dem einzigen vom Menschen unberührten Fleck auf Erden gefunden zu haben, breit.
In der zweiten Woche haben wir dann entschlossen, uns die Insel durch eine große Inselrundfahrt (Dauer 2 Tage) zeigen zu lassen. Bei dieser Rundfahrt werden dem Urlauber unglaubliche Impressionen zu Teil, wie man sie nirgendswo anders auf der Welt findet. Sei es der Vulkannationalpark, die grüne Grotte, das Tal der 1000 Palmen oder die Kunstwerke des Künstlers César Manrique, der auf den Kanaren fast wie ein Heiliger verehrt wird. Nähere Infos zu den aufgezählten Ausflugzielen finden sich unter Punkt 5.
Nach den beeindruckenden Tagen des Ausflugs (wir haben allein an diesen 2 Tagen ganze 10 Filme verschossen), wollten wir den Urlaub ebenso ausklingen lassen, wie er in der ersten Woche begonnen hatte. Mit einem wehmütigen letzten Blick zurück, sind wir dann nach 2 Wochen Sonne, Strand, Erholung und Kultur pur und um viele wunderbare Eindrücke reicher, zurück in die Heimat geflogen. :'-(
== 4. Meine besonderen Empfehlungen ==
Nationalpark Timanfaya:
Auf Grund des vulkanischen Ursprungs von Lanzarote fanden wir im National Park Timanfaya eine Vielfalt an geologischen Phänomenen und biologischen Entwicklungen die unter "Normalbedingungen" nie hätten entstehen können. In diesem Lebensraum gab es praktisch keine störenden menschlichen Einflüsse und damit wurde dieser Park heute ein unberührtes Flackchen Erde (der Zutritt zum Nationalpark ist nur unter Anleitung mit einem einheimischen Reiseführer gestattet !!!!). Das heutige Gesicht der Region des Nationalparks wurde während einer Periode von sechs Jahre, von 1730 bis 1736, in der häufige Vulkanausbrüche ihre "gestalterische" aber auch zerstörerische Kraft zeigten, geprägt. Der letzte größere Ausbruch fand im Jahre 1824 statt. Auf Grund der nach wie vor hohen vulkanischen Aktivitäten ist aber ein weiterer Ausbruch jederzeit möglich (kleine Schauergeschichte unseres Reiseführers am Rande :-) )
Mirador del Río:
Dieser Aussichtspunkt erlaubt einen atemberaubenden Blick auf die Inseln La Graciosa und Montaña Clara. Das Mirador ist eine weitere atemberaubende Kreation von César Manrique. Die Architektur des "Hauses" ist neben dem wunderschönen Ausblick ein weiteres Highlight. Der große Hauptraum des in den Fels geschlagenen Mirador's ist auf Grund Wölbung ein Wunder des Akustik. D.h. (wird haben es selbst ausprobiert) die eine Person steht am einen Ende des Raumes und die andere ca. 20m am anderen Ende und man kann sich ohne Probleme mit leiser Stimmme unterhalten (sehr beeindruckend).
La Cueva de los Verdes:
La Cueva de los Verdes im Norden der Insel und südöstlich vom Vulkan Monte de la Corona gelegen, sind ein Teil eines faszinierenden unterirdischen Grottensystems (ca. drei- bis fünftausend Jahre alt !!!) (Die Grotte war früher der Abfluss für den Lavastrom in Richtung Meer). Nebenbei sind die Cueva's auch das längste vulkanisch Gangsystem der Welt (6 km lang). Die Grotte ist über Treppen mehrere hundert Meter begehbar und würde jedem Touristen hunderte Momente für einen unvergesslichen Schnappschuss erlauben. "Leider" leben in den Höhlen und unterirdischen Seen geschützte einzigartige Tierarten, die es nicht so gerne haben (manche können daran sterben) wenn Sie mit Blitzlicht fotografiert werden. An die Grotten angegliedert findet sich ein Museum, dass die prähistorische Entstehungsgeschichte der Grotte aufzeigt (ist für Nichtgeologen auf jeden Fall empfehlenswert).
== 5. Meine Kritikpunkte ==
Meine einzigen Kritikpunkte die ich aus diesen 2 Wochen vielleicht ziehen kann, ist das z.T. unangemessene Benehmen von englischen Touris. ;-)
== 6. Meine abschließende Bewertung ==
Wer auf der Suche nach einer ausgewogenen Mischung aus Kultur- und Badeurlaub, verbunden mit unvergesslichen Impressionen einer weitgehend unberührten Natur ist, für den muss das nächste Urlaubsziel auf jeden Fall Lanzarote heißen.
P.S. Unter www.reise.de fand ich mein Hotel in der Hauptreisezeit Juli-August, mit einem Angebot für 14 Tage zu rund 950,- €.
In diesem Sinne hoffe ich, euch mit diesem Bericht geholfen zu haben und würde mich über event. Verbesserungsvorschläge und Kommentare zu diesem Bericht freuen.
Grüße tallax weiterlesen schließen
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