Art'otel Dresden Testberichte
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2004
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Pro & Kontra
Vorteile
- Lage, Frühstück, Preis
- Lage, Personal, Sauber
Nachteile / Kritik
- BETTEN!!!
- Einrichtung nicht mehr die Modernste
Tests und Erfahrungsberichte
-
Bei der Matratze hört die Kunst auf...
Pro:
Lage, Frühstück, Preis
Kontra:
BETTEN!!!
Empfehlung:
Ja
Nachdem wir uns nun vorgenommen hatten, jedes Jahr einen anderen schönen Weihnachtsmarkt zu besuchen, hatten wir dieses Jahr Dresden ins Auge gefasst.
Doch, es stellte sich dann als gar nicht so einfach heraus, ein günstiges und gut gelegenes Hotel zu finden. Nach einiger Recherche stieß ich jedoch auf ein ganz gutes Angebot - und zwar auf das Art'otel Dresden.
Bei HRS wollte man für die Nacht zum Sonntag 99 € für das Zimmer mit Frühstück - für die Nacht zum Montag fielen dann sogar nur noch 88 € an.
Für ein vier Sterne Hotel, dass mit seiner besonderen Inneneinrichtung wirbt und dessen Lage und überzeugte, ist der Preis gar nicht mal so übel.
Die
Das Hotel befindet sich am westlichen Rand der Altstadt. Es liegt sehr verkehrsgünstig, denn der Bahnhof Dresden Mitte ist in Laufweite. Vor dem Hotel fährt eine Straßenbahnlinie und zum Zwinger sowie zur Elbe kommt man in nur wenigen Minuten auch zu Fuß, was bei der chronisch verstopften dresdner Innenstadt sowieso die beste Alternative ist.
Das Hotel gehört übrigens zu einem Art’bürokomplex, sodass man zumindest vom Äußeren keine Wunder erwarten kann. Es stellte sich dann auch als der übliche Mix aus Glas und Stahl heraus, der zurzeit als modern und äußerst praktisch gilt.
Fazit: gute Lage aber Standardoptik
Die Einrichtung
Das Art’otel wirbt auf der Homepage damit, dass ein Star-Innenarchitekt die Einrichtung entworfen und ein besonderer Künstler das Interieur mit seinen Kunstwerken geschmückt hat. Also waren wir sehr gespannt, was uns wohl erwarten würde.
Leider war dann jedoch schon die Lobby etwas enttäuschend. Wir wurden von einem relativ kahlen Raum empfangen, in dem ein riesiges, gelbes Etwas, stand das sich später als der Aufenthaltsraum des Empfangspersonals herausstellte. Des Weiteren sahen wir zwei größere Sitzgruppen aus kleinen, viel zu tiefen und wackligen Designermöbeln und eine Sitzgruppe die um einen Flachbildschirm, auf dem n-tv lief, gruppiert war.
Der Check-In verlief sehr schnell und freundlich, sodass wir schnell auch aufs Zimmer konnten. Der Fahrstuhl brachte uns dann in die zweite Etage. Ein Zimmer auf einer der oberen Etagen war leider trotz Nachfrage nicht erhältlich, obwohl ich nicht der Meinung bin, dass das Hotel derartig ausgebucht war.
Und schon wurden wir wieder überrascht. Der Gang zu den Zimmern zwar ist mit großen Kunstwerken gestaltet, aber das Licht ist aus. Bei unserer Ankunft hatten wir natürlich noch Tageslicht, so dass uns das nicht weiter störte.
Und obwohl ich mir schon dachte, dass der Innenarchitekt wohl einen Ödipus Komplex haben müsse, weil alle Türen Brüste trugen, wurde mir das ganze Ausmaß erst später abends als es dunkel war klar. Denn diese Brüste leuchteten auch noch im Dunkeln und verschafften so dem Hotelgang einen surrealen Touch, der mich an Russ Meyer Filme erinnerte. Wem das zu viel war, der konnte natürlich auch den Lichtschalter im Gang betätigen und selbigen für kurze Zeit in gleißendes Licht tauchen lassen.
Natürlich ist klar, dass das Hotel ganz offensichtlich Energie sparen möchte, denn auch die Keycards dienen - wie sonst nur aus dem Urlaub bekannt - gleichzeitig als Hauptsicherung.
Fazit: wie gewollt und nicht gekonnt
Die Zimmer
Unser Zimmer lag an einem der spitzen Winkel des dreieckigen Hofes. Die gegenüberliegenden Zimmer waren leider so nah, dass man ohne Schwierigkeiten hinein schauen konnte. Dafür war der Aufenthalt insgesamt sehr ruhig.
Das Zimmern an sich ist nicht sehr groß und etwas länger als breit. Im Eingangsbereich befindet sich eine kleine Ablage, die dann auch schon in das Bett übergeht, welches parallel zur Fensterfront steht.
Der Architekt war offensichtlich der Meinung er müsse den Gast die üblichen viereckigen Zimmer vergessen machen und bemühte sich, durch den Einbau zusätzlicher Rundungen, ein neues Raumgefühl zu transportieren. So schwang sich zum Beispiel die Gardine in sanfter Rundung vom Fenster in den Raum, und verbarg so geschickt Fernseher und Minibar.
Das einzige innenarchitektonische Highlight war für mich die geschwungene Mahagoniwand. Hinter dem größten Teil befindet sich das angenehm große Bad und am anderen Ende ein winziger Schrank. Womit wieder bewiesen wäre, dass sich das Zimmer nicht für langfristige Aufenthalte eignet.
Ich weiß nicht, ob Mahagoni nun wirklich noch als zeitgemäß empfunden werden kann, aber im Art'otel Dresden scheint man noch auf die eher einfallslose dunkeltönige Einrichtung zu stehen, was mir auch der langweilig graue Teppich bestätigte.
Das Zimmern an sich kann man schon als angenehm bezeichnen. Es bietet immerhin eine Klimaanlage, die auch heizen kann, verschiedene Lichtquellen, Fernseher, Radio und eine Minibar.
Die Attraktion sollte offenbar das Bad sein, denn in der Mahagoniwand befindet sich ein Fenster. Vom Bett aus kann man herrlich seinem Partner beim Verrichten seiner Geschäfte auf der Toilette zusehen. Wem das zu viel des Guten ist, der betätigt einfach einen Schalter und schon verwandelt sich die Scheibe in Milchglas.
Das Bad selbst ist mit gelben Fliesen ausgekleidet, die in der Mitte einen hellblauen Punkt haben. Es gibt eine große und beleuchtete Duschtasse, in der es so richtig Spaß machte, sich zu pflegen. Das Bad hat sogar eine eigene Heizung, die ich natürlich sogleich voll aufdrehte, sodass wir bei 35 Grad nackt über die Fliesen hüpfen konnten.
Leider setzte sich dann jedoch der Zwang zum Stylistischen durch und die Architekten stellten einen Waschtisch auf, der mich schmerzlich an eine Kombination aus Deutsche Bahn Zugtoiletten-Waschbecken und Zahnarzt-Spuckbecken erinnerte.
Er nimmt unwahrscheinlich viel Platz weg, sieht blöd aus und stellte sich natürlich auch schnell als unpraktisch heraus, da man auf dem Edelstahl natürlich jeden angetrockneten Wassertropfen sieht.
Und wofür ich ganz deutlich Punkte abziehe, sind die Betten. Die Matratzen waren so unerträglich weich, dass ich sehr schlecht geschlafen habe und mein Freund Rückenschmerzen bekommen hat.
Auf mein Nachfragen an der Rezeption antwortete man mir nur, dass alle Zimmer gleich ausgestattete wären. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass das Personal zwar sehr freundlich und bemüht war, jedoch gegenüber Nachfragen und Kritik sehr hilflos reagierte.
Fazit: interessant, aber nicht herausragend
Was gibt's noch?
Neben den üblichen Tagungsräumen bietet das Art'otel Dresden auch noch einen kleinen Fitnessraum und eine Sauna im Angebot. Beides befindet sich in der sechsten Etage, von wo aus man einen herrlichen Blick in Richtung Altstadt hat.
Der Fitnessraum enthält ein Laufband, ein Fahrrad und ein Multifunktionsgerät für das Muskeltraining. Mich würde jedoch wundern, wenn diese Geräte in den letzten zwei Monaten jemals benutzt worden wären.
Etwas schöner erscheint mir dann schon die Sauna. Es passen zwar maximal vier Leute in den kleinen Kabuff, aber dafür haben alle einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und man kommt sich direkt als Gäste mal näher. Deutlich großzügiger hingegen ist der Duschbereich ausgefallen, der mit zwei normalen Duschen, einer kalten Massagedusche und einem Kneippeimer aufwarten kann. Bademäntel kann man sich an der Rezeption ausleihen.
Fazit: Klein aber fein
Das Frühstück
Das Frühstück war bei unserer Reservierung bereits inklusive. So weit wir uns in der näheren Umgebung umgesehen haben, besteht auch keine andere Möglichkeit frühstücken zugehen. Das Frühstück kann in den zwei Restaurants des Hotels eingenommen werden. Wir haben natürlich beide Angebote ausprobiert.
Das Bistro: ist ein kleines Café, das außerhalb der Frühstückszeit auch für externe Gäste zugänglich ist. Man sitzt zwar etwas eng aber es ist ganz gemütlich.
Das Buffet ist in der Mitte aufgebaut und lässt so gut wie keine Wünsche offen, erweist sich jedoch als recht traditionell. Es besteht also aus ein wenig Obst, Brötchen, Brot, Cerealien, Wurst und Käse, Jogurt und Quark, sowie Marmelade und Honig.
Ich war etwas enttäuscht, denn hier hörte offensichtlich das Kunstvolle am Hotel auf und man verlegte sich wieder auf Konventionelles.
Der Kaffee wird in Thermoskannen auf den Tisch gestellt, an der Teetheke kann man sich selbst bedienen ebenso bei den drei verschiedenen Saftautomaten.
Zwar ist das Personal wieder nett, allerdings auch sehr zurückhaltend, was bei den kleinen Tischen schnell dazu führt, dass sie mit leeren Tellern überfüllt sind.
Und Gäste, die Sonderwünsche haben, müssen sich erst mühsam das Personal heran winken.
Das Hotel verfügt auch über ein Restaurant: Hier sitzt man zwar etwas lockerer verteilt, aber die Designerstühle sind so unbequem, dass man es wirklich nicht allzu lange darauf aushält.
Das Buffet und das Personal entsprechen im Großen und Ganzen natürlich der Ausstattung des Bistros.
Fazit: man setzt auf Bewährtes
Ich muss sagen im Großen und Ganzen ist für mich das Art’otel Dresden empfehlenswert.
Als besondere Pluspunkte empfinde ich die sehr gute Lage, den durchaus interessanten Preis und das Frühstück.
Die Einrichtung hingegen empfand sich als gewöhnungsbedürftig und vielleicht doch etwas zu hausbacken, denn da habe ich schon innovativere Sachen gesehen.
Leider werden wir das Hotel nicht noch einmal besuchen, denn das größte Minus waren für mich die viel zu weichen Matratzen der Betten. Und wenn ich nicht richtig schlafen kann, macht das alle sonstigen Vorteile zunichte.
Ostra-Allee 33
01067 Dresden
Telefon: 0351/49220
www.artotels.deKommentare & Bewertungen
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anonym, 04.02.2007, 01:24 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Da scheinen wohl alle Hotels die Sparmaßnahmen an den Matratzen wohl gleich zu handhaben. Grß Younis
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mjk25, 06.11.2005, 20:05 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
toller bericht.grüße aus der stadt wo dieses hotel steht.mario
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