Pro:
Fahrleistungen
<BR>Understatement
<BR>Motor hat Power extrem
<BR>Klang
<BR>Austattung
<BR>
Kontra:
Preis
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Yopis !
Heute möchte ich mal wieder einen Bericht zu meinem Lieblingsthema schreiben – Autos! Und da ich – wie der aufmerksame Yopiberichteleser vielleicht schon bemerkt hat – ein Fan der weißblauen Marke aus Bayern bin, so handelt mein heutiger Bericht auch mal wieder von einem Wagen aus der bayerischen Edelschmiede. Dabei geht es nicht um einen Allerwelts-BMW, wie man sie täglich auf den Straßen sieht, sondern es geht heute um den neuen BMW M5 mit sagenhaften 507 PS.
Vorwort
************
Ihr fragt Euch nun vielleicht, wie einer wie ich (also ein ganz bodenständiger Mensch) an ein so hochkarätiges Geschoß kommt, aber ich will es Euch verraten. Meine Freundin hat letztes Jahr bei der Zeitschrift „AutoBild“ einen Testtag für mich mit dem besagten BMW M5 gegen den Porsche Carrera gewonnen. Hierzu ging es von Hamburg aus in die Nähe von Hannover zum Contidrom, der „Continental“-Teststrecke, wo ich beide Wagen testen durfte. Ganz nebenbei durfte ich den Testalltag der AutoBild-Redakteure erfahren und Nico Rosberg (fährt momentan sehr erfolgreich in der GP2-Meisterschaft und bald auch in der Formel 1 – der Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg) kennenlernen, der ebenfalls zum Testen der beiden Wagen mit war, denn die Boliden brauchen schon geübte Hände zum Fahren am Limit. Aber wie schon gesagt, mein Bericht soll sich auf den M5 konzentrieren.
Außendesign / Exterieur
*******************************
Auf den ersten flüchtigen Blick wirkt der BMW M5 wie ein ganz normaler 5er, wie man ihn kennt. Für Kenner der Marke und beim genaueren Betrachten fallen dann aber schnell viele Unterschiede zum Serien-5er auf. Als da wären:
Große 19 Zoll-Räder in den Dimensionen 255er vorn und 285er hinten, die sich in breiteren Kotflügeln ausbreiten können. Weiter sind eine größere und bulligere Frontschürze, Seitenschweller, Außenspiegel und ein Heckdiffusor leicht zu erkennen, allesamt aus der M-Abteilung von BMW. Auf dem Dach trohnt eine kleine Haifischflosse als Antenne für´s Navi und Telefon. Von hinten strahlt uns eine 4-Rohr-Auspuffanlage entgegen. Das wird auch die Ansicht sein, wie man den M5 in freier Wildbahn meistens wohl erleben kann, und wenn dann auch nur kurz. Durch sein Sportfahrwerk kauert er im Gegensatz zur Serienlimosine näher am Asphalt. Seine Länge beträgt für einen Sportwagen beachtliche 4,85 m. Man kann dem Wagen seine Dynamik spüren, wenn man neben ihm steht.
Lediglich auf der Autobahn hatte man des öfteren Mühe schnell unterwegs zu sein, denn die anderen Verkehrteilnehmer sahen nicht sofort im Spiegel welch Kraftmeier da hinter ihnen fährt. Da hatte es der mitgereiste Porsche leichter. Da wusste ein jeder, der ist schnell, obwohl der M5 ihn locker abhängen konnte.
Innendesign / Interieur
****************************
Steigen wir ein und entern den Fahrersitz. Unsere Blicke bleiben an hochwertigen Materialien hängen, wie Alu in der Mittelkonsole, Leder wohin das Auge schaut. Ein sehr griffiges Lenkrad mit Multifunktionstasten und Schaltpaddeln für schnelles Schalten während der Fahrt. Das Armaturenbrett ist ebenfalls mit Leder bezogen. Alles riecht sehr edel. In der Mitte des Armaturenbrettes findet sich ein zweites Infodisplay wieder. Hier kann man Einstellungen überwachen für unzählige Fahrzeugfunktionen, wie zum Beispiel, Klima, Radio, Navigation, Motormanagement, Fahrwerksabstimmung, Schaltpausen und sich die aktuellen Temperaturen Außen wie Innen anzeigen lassen. Der Schaltknauf ist sehr klein und knuffig. Er ist aber vielmehr ein Automatikhebel, denn der M5 ist entweder automatisch oder per Hand zu schalten. Hinter dem Schalthebel befindet sich der sogenannte I-Drive-Controler mit dem man sich durch die unzähligen vorher genannten Menüs klicken kann. Das ist für Ungeübte nicht ganz leicht, aber wenn man den Bogen einmal raus hat, nicht allzu schwer.
Die Sitze sind sehr sehr gut. Nach dem Starten klammert die obere Lehne sich um den Körper, als wolle sie einen festhalten vor dem Höllenritt. Somit ist immer für besten Seitenhalt gesorgt, auch in schnellen Kurven. Die Oberschenkelauflage war ausziehbar. Das die Sitze elektrisch verstellbar und beheizbar waren, versteht sich von allein.
Hinten war ebenfalls alles mit feinem Leder ausgeschlagen. Vom Platz her gibt es keine Veränderung zum Serien 5er. Da bietet der M5 reichlich von.
Motor / Getriebe
*********************
Kommen wir nun zu dem Teil, der den M5 erst zu dem macht was er ist, einen Hochleistungssportler. Der Motor stammt aus der Entwicklung der Formel 1 Triebwerke von BMW. Dementsprechend ist zu erklären, dass er bis zu 8.000 Umdrehungen mühelos drehen kann. Das Ganze ist ein 5 Liter großer 10 Zylinder V-Motor, der 520 Nm auf die Kurbelwelle wuchtet und bis zu 507 PS leistet. Man kann den Motor aber auch mit 400 PS oder 500 PS fahren und wie gesagt mit voller Leistung. Zu steuern über das Motormanagement zusammen mit den Fahrwerksabstimmungen. So kann jeder Fahrer sich seinen Wagen auf seine Bedürfnisse abstimmen.
Die Fahrleistungen empfand ich fernab von Gut und Böse. Von 0 auf 100 vergingen gerade einmal 4,7 Sekunden. Noch imposanter waren aber die Zwischenspurts, die der Motor erzeugte. Bei 240 wurde der 6. Gang eingelegt und die Fuhre drückte weiter voll ins Kreuz, bis bei 270 km/h der elektronische Begrenzer, der von BMW schon etwas höher als die 250 km/h eingestellt war, wie eine Bremse wirkte. Beim Durchbeschleunigen fiel der 360 PS starke und nicht gerade langsame Porsche immer weit ab, als sei er eine lahme Gurke. Hatte der M5 aber seine gedrosselten 270 km/h erreicht, kam er aber wieder langsam heran und überholte bis er seine 290 km/h erreichte. Für all diejenigen, die sich diese Schmach ersparen wollen, bietet BMW aber auch die V-Max-Aufhebung gegen ein kleines Entgelt an, dann dürfte man leicht in den Club der 300er kommen. Ich warne aber vor zu schnellem Fahren mit dem wagen, da der Füherschein hier schneller weg ist, als man von Hamburg nach Fleinsburg ist
Dass soviel Power auch Sprit verbraucht, steht außer Frage. BMW gibt für seinen Wagen an, dass man außerorts mit 10,2 Litern auskommt und im Drittelmix knapp 15 Liter verbraucht. Bei unsreren Vollgastouren waren es aber allerdings 20 Liter. Aber na ja, wer so einen Wagen hat, den juckt der Spritverbrauch eh nicht.
Der Motorsound war Sportwagensound pur. Von bullig dröhnend bis heiser hochdrehend hatte der 10 Zylinder alle Tonlagen drauf. Drinnen war das Ganze aber sehr angenehm. Nicht zu laut und auch nicht zu leise, denn man möchte ja auch was von der Kraft hören. Der Porsche hingegen war für meine Begriffe laut, aber Porschefahrer lieben ebenfalls ihren Boxersound.
Das Getriebe war ein sogenanntes SMG-Getriebe, was man voll automatisch fahren kann, oder auch per Schaltpaddel am Lenkrad wie in der Formel 1 schalten kann. Ebenso mit bewegen des Schaltknaufes. Die Gangwechsel erfolgen je nach Einstellung der Abstimmung von komfortabel bis knallhart in nur 0,3 Sekunden. Das war mir persönlich aber etwas ruckig. Beim runterschalten gibt der Wagen automatisch Zwischengas, was sich sehr gut anhört. Das bekommt kein Fahrer so gut hin, wie die Elektronik.
Fahrwerk
**************
Zum Fahrwerk muß ich wohl nicht allzu viel sagen. Der Wagen klebt auf der Straße wie Pattex. Es gibt wohl keine Straße und keinen Fahrer, der ihn im Normalfall ins Schleudern bekommt. Gut, die Physik hat überall ihre Grenzen, aber diese hier sind höher als hoch. Was sie angesichts der fulminanten Fahrleistungen aber auch sein sollten und sind. Die Breitreifen tun ihr übriges dazu, ebenso wie die elektronischen Helfer wie Stabilitätsprogramme, die ständig das Fahrzeug und seine Bewegungen überprüfen um schnell und sicher eingreifen zu können.
Ausstattung
****************
Der von mir gafahrene M5 war mit allem ausgestattet, was das Herz sich vorstellen kann und was gut und teuer ist. Dies alles aufzuzählen, bedarf wohl einer Extraseite, was ich hier ehrlich gesagt nicht machen möchte. Es gab nichts, was es nicht gibt.
Kosten
*************
Tja, soviel Exklusivität hat natürlich ihren Preis. Der BMW M5 fängt bei 86.200 EUR an. Mein Testmobil kostete 95.000 EUR, wie der kleine Porsche. Im Vergleich hat man ein größeres, komfortableres, schnelleres Auto als den Porsche, mit dem man zur Not auch mal Sonntags Brötchen holen kann.
Auch der Verbrauch ist nicht gerade sparsam, aber das ist auch nicht gewollt. Der Wagen ist auf Sport konzipiert und nicht auf Sparen.
Fazit
********
Für mich war der Tag mit dem M5 und dem Porsche einer der besten meines Lebens. Soviel Power auf einmal und konzentriert, habe ich noch nie erlebt und werde es wohl auch nie wieder.
Der BMW M5 ist eine Führerscheingefährdende Granate, die schneller losschießt, als man gucken kann.
Für mich wird dieser Wagen immer ein Traum bleiben. Solange muß ich leider mit meinem kleinen 320 Diesel durch die Lande cruisen und den M5 hinterhergucken…
Ich hoffe, Euch hat der Bericht gefallen, so wie mir das Fahren und Ihr lasst es mir mit guten Bewertungen und Kommentaren wissen.
In diesem Sinne, liebe Grüße…Dany (10.10.05)
weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben