Pro:
Variationsreichtum in der Instrumentierung,Black-Sabbath-Hits,8 schwermütige Songs gespickt mit geilen Tony-Iommi-Solis, lange Tracks
Kontra:
nur 8 Songs, aber bei der länge von teilweise über 10 minuten verschmerzbar
Empfehlung:
Ja
Vorwort
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Black Sabbath. Ein Name wirft seine Schatten voraus. Und in Bezug auf das gleichnamige Album „Black Sabbath“ im Original von 1970 stimmt das sprichwörtlich, denn das was das Cover schon vermuten lässt – düstere Atmosphäre, eine geheimnisvolle Frau und absterbende Vegetation (Herbst) – setzt sich sofort ab dem ersten Track fort. Das zu den einleitenden Worten.
Die Band
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Black Sabbath das sind von 1970 – 1978:
Der Sänger mit der unnachahmlichen Sirenenstimme John „Ozzy“ Osbourne;
der Gitarrist mit den unglaublich schnellen Händen Anthony „Tony“ Iommi;
der Bassist Terence „Geezer“ Butler und
der Schlagzeuger William „Bill“ Ward
Black Sabbath war das Debutalbum der gleichnamigen Band im Jahre 1970 und war gleichbedeutend einem musikalischen Grundstein – der Grundstein des Heavy Metal...
Erst dieses Album und diese Band aus den Arbeitervierteln aus Birmingham (GB) sollte Bands wie Metallica, Manowar, Iron Maiden u.v.m. eine Chance geben und durch Black Sabbath sind diese Bands das, was sie heute sind. Nicht ohne Grund gibt es diesen schönen und oft zitierten Spruch: „Black Sabbath kreierte den Heavy Metal; Metallica perfektionierte ihn.“
Soviel zum Vorwort. Wenden wir uns der Platte zu.
Sobald der Blick auf die Trackliste fällt, steigen einem auch schon fast die ersten Tränen in die Augen. Gerade mal 8 Songs. Naja besser als nichts, denkt sich der ein oder andere. Auf diesen Punkt komme ich später nochmals zurück.
Tracklist
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#1 Black Sabbath
#2 The Wizard
#3 Behind the Wall of Sleep
#4 N.I.B.
#5 Evil Woman
#6 Sleeping Village
#7 The Warning
#8 Wicked World
Auf den ersten Blick fallen eigentlich “nur” 2 Titel auf, die eine gewisse Aussagekraft haben, da vielleicht bekannt – „Black Sabbath“ und „N.I.B.“
Auf Black Sabbath werde ich zuerst eingehen...
...und die Songs im einzelnen...
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> Black Sabbath < - „Na toll, wieder ne Band bei der Album, Name und Titel alles dasselbe ist.“ Nein, etwas komplizierter ist es schon und heute weiß man ja auch, dass Black Sabbath keine Eintagsfliege war.
Black Sabbath, der Titelsong zum Album, ist ein total geniales Stückchen Musik, wenn man das so sagen darf. Der Anfang – Grollender Donner, krachende Blitze, schwerschlagende Kirchturmglocken und prasselnder Regen – Gänsehautstimmung. Diese ersten Geräusche der Platte führen den Hörer in die dunkle, düstere und depressive Welt von Black Sabbath. Der Klang der stark verzerrten Gitarre ist so „irreal“, dass es anfangs schwer fällt zu glauben, dass dies ein Instrument sein soll. Dieses Geräusch ist so täuschend echt der Hintergrundstimmung angepasst, das der Gedanke, es könnte ja eine Gitarre sein, ziemlich weit hinten angestellt wird. Und ist die Verwunderung über diesen unkonventionellen Einstieg erst einmal überwunden, kommt sofort das nächste Highlight – Ozzy’s Stimme. Man kann den Klang der sich aus Gewitter, Gitarre und Sirenengesang da zusammenbraut wirklich nur als „schrecklich schön“ einstufen. Doch gerade die Stimme ist es gewesen und ist es immer noch die den Sound von Black Sabbath so unverkennbar macht. Das „Ohh Nooo“, das Ozzy ins Mikro ächzt ist besser als jeder Gruselfilm. Ein schweres Bass und E-Gitarrenriff kennzeichnet den Song. Irgendwann wechselt der Rhythmus und es entsteht der Eindruck einer laufenden Melodie. Iommi zeigt schon beim ersten Song sein ganzes Improvisationstalent und zaubert ein schönes Solo aus dem Hut. (6:19)
> The Wizard < - Das kuriose an diesem Titel ist, dass es der einzige Black Sabbath Song ist, in dem eine Mundharmonika verwendet wurde. Und diese Mundharmonika klaut auch noch der Leadgitarre von Tony Die Show und übernimmt stellenweise die musikalische Führung. Hier werden noch einwenig die Rock’n’Roll-Einflüsse sicht- und hörbar, denn der Song animiert eher zum fröhlichen Schunkeln und Schaukel als zum knallharten, nackenmuskulaturverspannenden Headbanging. Auch unterscheidet sich dieser Titel durch seine geradezu überschwängliche Lebensfreude, die keineswegs Sabbath-typisch ist. Aber die Combo aus Mundharmonika und Gitarre ist keine schlechte Idee und klingt ganz passabel. (4:22)
> Behind the Wall of Sleep < - Die Besonderheit dieses Songs ist die Echowirkung von Ozzy’s Stimme. Auch der Sabbath-typische hohe Anteil an Instrumentalteilen fällt hier sofort auf. Ozzy’s Birminghamer Akzent kommt in diesem Stück auch zu tragen. Wenn man es hört, weiß man, was ich meine... (3:37)
> N.I.B. < - Ein schöner nahtloser Übergang zu diesem Titel durch ein schönes Bassolo und dann der Neuanfang durch Schlagzeug, Gitarre, Bass und Stimme. Dieses markante Riff ist es anscheinend gewesen, was N.I.B., wovon ich immer noch nicht in Erfahrung bringen konnte, was es denn nun bedeutet (Kann mir jemand helfen?), zu einem riesen Hit gemacht hat. Auch der Headbangercharakter hat wohl dazu beigetragen und die eindringlichen Worten "...my name is lucifer ; please take my hand...". Das Solo in der Mitte des Songs ist einfach genial... wie immer... und dann etwas später verzaubert uns Iommi nochmals mit einem längeren Solo. (6:04)
> Evil Woman < - Kein schlechter Song, aber er erinnert mich etwas an Deep Purple „Highway Star“ und somit an Hardrock – daran sieht man wieder mal, wie hart das Album zwischen den Grenzen des Hardrocks und des Rock’n’Roll’s steht. Auch leichte Jazzelemente wie Bluenotes kann man erahnen und das Solo + Begleitung riechen geradezu nach Jazz. (3:12)
> Sleeping Village“ – Als ich es zum ersten Mal gehört habe, dachte ich mir: „Wow.“ Und ich war baff, weil ich so etwas nie auf einer Black Sabbath Platte vermutet hätte. Es ist eines dieser Mehr-Musik-für’s-Geld-Lieder. Hier durfte wirklich mal alles was ein Instrument in der Band spiel kräftig in die Tasten hauen. Vorn dran wie immer der Gitarrero, aber auch die andren kamen sicher nicht zu kurz. Viele Takt- und Rhythmuswechsel und der Anfang ist im Cowboy-Bebop-Style gehalten, falls das jemanden jetzt etwas sagt. (Banjo-Sound, aber eher auf asiatische Art) Danach schließen sich harte, schwere Riffs und geniale Soli an. Es ist weniger ein Song, vielmehr eine lange Einleitung zum nächsten Song. (3:46)
>The Warning < - und genau so nahtlos ist wieder der Übergang in diesen Song. Jetzt darf Ozzy auch wieder singen. Die Gitarre übernimmt hier den klagenden Part und die Stimme spricht ihr nette, tröstende Worte zu. Phänomenal schöner Song. Viel Solo. Das Ende ist etwas dramatisch gestaltet,... doch das war noch gar nicht das Ende und die Melodie erwacht wieder zum Leben. Motto des Song: härter, schneller, schöner – Tony, mach’s uns noch mal!!! Am Ende begleitet sich Iommi sogar selber!!! Bester Gitarrist aller Zeiten... (10:30)
>Wicked World < - Ein knackiges Riff führt hier auch in den Song. Es scheint als wäre die Gitarre nicht mehr zu bändigen. Dann beruhigt sich alles. Und die Stimme setzt ein. Diesen Klang kann man nicht beschreiben, das muss man selbst gehört haben. Es ist eine Mischung aus Echo, Computerstimme, Brian Warner und Robert Plant. Und wieder eines dieser total geilen Gitarrensoli aus Iommis Zauberhand. (4:43)
Fazit
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„Black Sabbath“ ist ein Relikt aus der Zeit als der Heavy Metal noch in den Kinderschuhen steckt - ja fast als er seine ersten Schritte ins Leben machte. Wer harte, schöne, lange Soli liebt, und das tut in der Regel jeder Rockfan, der braucht dieses Album. Ich empfehle: direkt mit Kanüle an die Hauptschlagader!
Das ist noch Musik, bei der man merkt, dass echte Könner ihres Fachs dahinterstehen. weiterlesen schließen
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