Pro:
lässt unser Blut fliessen
Kontra:
wehe er gerät unter Druck
Empfehlung:
Nein
Damit das Blut im Kreislauf fliessen kann benötigt es einen gewissen Druck.
Jeder Herzschlag löst eine Druckwelle aus, die in die Arterien weitergeleitet wird.
Reguliert wird der Blutdruck durch das Zusammenspiel von Gefässweite, Herzleistung und Blutvolumen.
Tagesablauf des Blutdrucks
Die Blutdruckwerte schwanken im Laufe des Tages.
Am Morgen sind sie relativ tief und steigen mit Beginn der Tagesaktivitäten an.
Am Abend ist der Blutdruck meist am höchsten und während des Schlafes sinkt er wieder ab.
Natürlich reagiert der Blutdruch auch auf körperliche und psychische Reize.
Eine anstrengende Arbeit oder Aufregung treiben den Blutdruck kurzfristig in die Höhe.
Ich habe normalerweise einen normalen Blutdruck, aber beim Arzt ist er meistens leicht erhöht. Das nennt man Praxis- oder Weisskittelhypertonie (Hypertonie = Bluthochdruck),
da ich nur in der Arztpraxis einen zu hohen Blutdruck habe aber zu Hause einen normalen.
Bluthochdruck als Risikofaktor
Die meisten Menschen ahnen nicht einmal, dass ihr Blutdruck erhöht ist, da ein erhöhter Blutdruck nur selten Beschwerden verursacht.
Das heisst nicht, dass erhöhter Blutdruck harmlos ist, ganz im Gegenteil.
Wird ein dauerhaft hoher Blutdruck nicht behandelt, erhöht sich das Risiko für einen Herzinfarkt oder Hirnschlag um das Doppelte bis Zehnfache.
Das ist wie eine Zeitbombe die man nicht ticken hört.
Reaktion der Gefässe auf zu hohen Druck
Sind Arterien auf Dauer zu hohem Blutdruck ausgesetzt verhärten und verdicken sie sich.
Ausserdem schädigt hoher Blutdruck die Innenschicht der Arterien (= Endothel).
Dadurch erhöht sich auch das Risiko für eine Herzkrankheit, einen Hirnschlag oder eine Schädigung von Nieren und Augenarterien.
Die Blutdruckmessung
Üblicherweise wird der Blutdruck mit einer aufblasbaren Manschette gemessen, die einen Druck auf die Oberarmarterie ausübt. An einem Quecksilbermanometer lassen die die Blutdruckwerte dann ablesen (in Millimeter Quecksilbersäule = mmHg).
Gemessen werden zwei Werte
1. Der systolische oder auch obere Wert.
Das ist der maximale Druck in der Arterie, der durch den Herzschlag zustande kommt.
2. Der diastolische oder auch untere Were.
Dies entspricht dem Druck in den Arterien zwischen zwei Herzschlägen.
Dieser Wert ist abhängig von der Weite und Elastizität der Arterien.
Eine einmalige Blutdruckmessung sagt jedoch in der Regel wenig aus, da die Werte über den Tag stark schwanken. Wenn jedoch bei mehreren Messungen der Blutdruck in Ruhe Werte von 140/90 mmHg oder mehr ergibt, sollte man eine Abklärung durch den Hausarzt in Erwägung ziehen.
Zur Diagnose einer Hypertonie (Bluthochdruck) wird manchmal auch eine Langzeit-Blutdruckmessung angewendet.
Ein kleines Gerät misst und zeichnet über 24 Stunden den Blutdruck auf und die Auswertung der gemessenen Werte erlauben dann eine genaue Analyse des Blutdrucks.
Einfache Massnahmen wie z.B. Übergewicht abzubauen oder erst gar nicht anzusetzen, fettarme und salzreduzierte Ernährung, genügend Zufuhr von Kalzium, regelmässige Bewegung und Entspannung und reduzierter bezw. gemässigter Alkoholgenuss können dazu beitragen, dass sich hoher Blutdruck erst gar nicht einstellt beziehungsweise ein leicht erhöhter Blutdruck sich wieder ins Lot bringen lässt.
Auf jeden Fall sollte man sich Gewissheit über den Zustand seines Blutdrucks verschaffen um rechtzeitig reagieren zu können und schwerwiegende Spätfolgen eines zu hohen Blutdrucks zu vermeiden. weiterlesen schließen
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