Pro:
Klein aber oho
Kontra:
sehr pflegeaufwendig und empfindlich
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich etwas über Bonsaibäumchen schreiben. Vor einigen Jahren hatte ich mir diese kleinen liebenswerten Bäumchen nach und nach zugelegt. Von einer Esche angefangen, bis hin zum Ahorn und zur Buche. Ich hatte richtig Spass an den kleinen Pflanzen, die aussehen wie ihre großen Verwandten. Natürlich ist die Pflege ziemlich aufwendig. Man muß den Bäumchen die Wurzeln und Ästchen schneiden, muß sie umtopfen und immer genau beobachten. Es gibt Indoors und Outdoors. Wie die Namen schon sagen, sind die Indoors nur für den Wohnungsbereich, also für Innen da, während die Outdoors auch im Garten oder Balkon bleiben können, auch im Winter. Sie sind winterhart. Man kann von den kleinen Miniaturbäumen die Schalen sehr schön dekorieren, mit kleinen Figuren und ähnlichem. Ich möchte jetzt etwas zu der Herkunft der kleinen Bäume schreiben.
Was ist Bonsai eigentlich? Bonsai heißt Baum oder Pflanze in der Schale. Es können ganze Landschaften auf flache Tablettes gepflanzt werden. Auf einer Ausstellung im Jahre 1878 in London wurden das erste mal Bonsaibäumchen in Europa gezeigt. Ursprünglich waren diese Bäumchen Meditationshilfen für Mönche. Die ältesten Bonsaibäume kommen sicherlich aus China und Japan und wurden zwischen 800 und 1000 Jahre alt. Doch warum bleiben diese Bäume so klein? Durch einen regelmäßigen Rückschnitt wird Blatt und Kronenmasse günstig zum Wurzelwerk erhalten. Mehrmals am Tag sollten man sich um sein Bäumchen kümmern und es kontrollieren. Zum Gestalten des Bonsais benötigt man zum einen Draht, mit dem man die Triebe umwickelt. So ein Draht wird als formendes Mittel verwendet, sobald die Triebe verhärten, wird der Draht wieder entfernt. Beim Wurzelschnitt wird, wenn die Wurzel immer größer wird und aus dem Loch der Schale heraustritt, der Ballen der Wurzel natürlich immer größer und muß geschnitten werden. Das wird ca. alle 2-3 Jahre nötig sein. Zum Schneiden der Äste und Wurzeln benötigt man eine Konkavzange. Mit einer großen bonsaischere lassen sich kleine Ästchen und Blätter schneiden. Durch Pflegefehler können große Schäden entstehen. Was man unbedingt bei der Pfelge beachten muß:
Abmoosen: Ein hoher Stamm kann gekürzt werden, ungleichmäßiger Wurzelansatz, zu bauchiger Stamm, ein entfernter Ast kann als neuer Bonsai dienen.
Düngen und Nährstoffe: Stickstoff, Phosphor, Kalium und Calcium. Schwefel und Magnesium, Eisen usw. Das ist das was ein Bonsai braucht. Er sollte auf keinen Fall überdüngt werden. Im Fachhandel gibt es genügend Auswahl an richtigen Düngemitteln.
Umtopfen und Wurzelschnitt: Umgetopft wird bei Nährstoffmangel, wenn die Wurzelmasse zu groß geworden ist, bei Bodenverdichtung, Schädlingen. Die beste Zeit für das Umtopfen ist das zeitige Frühjahr. Darauf achten, dass die Wurzeln beim Umtopfen nicht zu trocken sind.
Blattschnitt: Durch den Blattschnitt wird eine Verkleinerung der Blätter erreicht. Bester Zeitpunkt Juni-August. Das Bäumchen nicht düngen, bis zum Neuaustrieb.
Erde und Substrate: die Erde sollte einen gute Krümelstruktur haben, ausreichend Humus und Nährstoffe, es gibt verschiedene Erdarten für Bonsais. Man sollte sich vorher erkundigen, wenn man weiß, was für ein Bäumchen man hat.
Äste und Triebe schneiden: Besonders im zeitigen Frühjahr werden die Äste und Triebe geschnitten. Es ist aber auch mehrmals im Jahr möglich. Es wird auf 1-2 Knospen zurückgeschnitten. Der Schnitt sollte schräg geführt werden.
Hier schreibe ich nun einige Arten der kleinen Bäumchen auf:
Birke, Eibe, Esche, Buche, Ahorn, Olive, Azalee, Ginkgo, Kiefer, Lärche und Linde, Weißdorn usw. Wie man erkennt, kann man im prinzip alles zum Bonsai gestalten. Die Preise für son ein Bäumchen sind unterschiedlich. Man kann für ein solches Gewächs ca. 30 Euro bezahlen, das ist noch unterste Grenze. es gibt dabei natürlich Bäume die viel mehr kosten, oder gar unbezahlbar sind.
Leider habe ich keines dieser Bäumchen mehr. Einige sind kaputt gegangen, weil mir einfach hinterher die Zeit fehlte mich darum noch zu kümmern, andere habe ich verschenkt. Die Pflege ist halt sehr aufwendig. Aber Spass macht es trotzdem. Wenn jemand daran Interesse haben sollte, dann kauft Euren kleinen Baum in einem Fachgeschäft. Dort bekommt man die richtige Beratung. Ich habe auch schon Bonsais im Supermarkt gesehen, aber die waren meist in einem erbärmlichen Zustand, so dass man zu Hause mit Sicherheit davon nichts mehr hat. Am besten ist es, wenn man mit einem unproblematischeren Gewächs anfängt, welches nicht so viel Pflege benötigt. Dazu sollte man sich natürlich ein Buch kaufen. Und sich den Rat vom Fachhändler holen, falls mal was schief gehen sollte.
Viel Spass kann ich nur sagen! weiterlesen schließen
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