Pro:
Kader ist noch stark genung, sehr gute Jegendarbeit, tolles Stadion
Kontra:
112 Millionen Euro Schulden, Sturm zu harmlos
Empfehlung:
Ja
Hallo ihr schwarz- gelben da draußen und auch alle sonstigen Fußballfans dürfen sich gegrüßt fühlen. Ciao- sowie Yopimitglieder ebenso.
Nach längerer Pause möchte ich mal wieder bei Yopi einen Bericht reinstellen und zwar geht es um Borussia Dortmund.
Fangen wir gleich an.
Geschichte und Triumphe:
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1909 wurde der Ballspiel-Verein Borussia Dortmund 1909 im Wirtshaus „ Zum Wildschütz“ gegründet.
Im Juni 1911 fand das erste Spiel statt und in den folgenden Jahren musste sich die Borussia von der A- Klasse hochkämpfen.
15 Jahre später, im Juni 1926 wurde das legendäre Stadion „Rote Erde“ eröffnet. Vorher hieß die Spielstätte „Weiße Wiese“, was ein treffender Name.
Ende der dreißiger Jahre errangen die Dortmunder die ersten kleinen Erfolge und nach dem Krieg erlebte der Dortmunder Fußball seine erste Blütezeit, die mit den Meistertiteln 1956, 1957 und 1963 gekrönt wurde.
In der Zeit vor der Einführung der Bundesliga 1963/1964 wurde die deutsche Meisterschaft in Endspielen zwischen den Gruppensiegern Nord, West und Süd entschieden.
1956 gewann der BVB 4:2 gegen den Karlsruher SC und ein Jahr später 4:1 gegen den Hamburger SV. Das besondere daran ist, dass in beiden Endspielen exakt dieselbe Elf auflief!
Im Europapokal lief dagegen nicht sonderlich viel zusammen, jeweils in der zweiten Runde war gegen Manchester United, bzw. AC Mailand Schluss.
Das letzte Endspiel um die Meisterschaft gewann Dortmund vor 75.000 Zuschauern in Stuttgart mit 3:1 gegen den damaligen Favoriten 1. FC Köln.
Nach Siegen gegen Oslo, Benfica Lissabon, und Dukla Prag war gegen Inter Mailand das Ende der Fahnenstange erreicht.
Übrigens war es mit Timo Konietzka ein Borusse, der am 24.8.1963 das erste Bundesligator schoss. Genützt hat es aber nichts, denn trotz zweier Konietzka- Tore verlor der BVB in Bremen mit 2:3.
Im Jahr 1965 holten die Schwarz- Gelben durch ein 2:0 gegen Alemania Aachen (Tore: A: Schmitt, Emmerich) erstmals den DFB- Pokal und Hans Tilkowski wurde als erster Torwart zum „Fußballer des Jahres“ gewählt.
Der Triumph zog einen weiteren nach sich, den die Borussia nicht mehr wiederholen kann, den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1966.
Von neun Spielen verlor der BVB nur eins, 2:4 bei CSKA Sofia. Die damalige Truppe mit Reinhard „Stan“ Libuda (So genannt wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Engländer Stanley Matthews), Aki Schmidt, Sigi Held und Lothar „Emma“ Emmerich schaltete auf dem Weg ins Finale unter anderem Atletico Madrid und West Ham United aus.
Im Finale in Glasgow trafen die Dortmunder auf den großen FC Liverpool mit Trainerlegende Bill Shankly. Sigi Held brachte nach 62 Minuten Dortmund in Führung, aber Roger Hunt gelang der Ausgleich.
Den ersten deutschen Europapokalgewinn machte Stan Libuda perfekt, der in der 107. Minute den 2:1 Siegtreffer erzielte, und was für ein schönes Tor. Sigi Held schoss nach einem Solo den britischen Torwart an, der Ball prallte zu Libuda, der aus 30 Metern schräg zum Tor den Ball in die lange Ecke schlenzte. Damals stand übrigens ein gewisser Rudi Assauer im Kader des BVB, der als Schalker Manager den einzigen Cup holte, der der Borussia bis heute fehlt- der UEFA- Cup.
Die Titelverteidigung hingegen verlief extrem ernüchternd. Ausgerechnet an der Stätte des größten Triumphs, in Glasgow, war in der ersten Runde Schluss gegen die Rangers. Übrigens endete die nächste Runde in einem europäischen Wettbewerb wieder in Glasgow. Im UEFA- Cup 1982/1983 waren die Rangers in Runde eins Endstation.
Die Bundesligakurve zeige nach einem guten Start mit Platz 3 1965 und der Vizemeisterschaft 1966 stetig bergab.1968 nur 14. und 1969 gar 16., heutzutage ein Abstiegsplatz, folgten. Wie gut, dass damals nur 2 Teams abstiegen.
Allerdings war es in der Spielzeit 1971/1972 soweit, der Wiederaufstieg folgte erst 1976/1977. Bemerkenswert ist ein Blick in die ewige Zweitligatabelle. Dortmund holte in 2 Saisons nur 4 Punkte weniger als Schweinfurt 05 in 4 Saisons (Anmerkung: Die Zweite Liga wurde erst 1974/1975 eingeführt, vorher spielte der BVB in der Oberliga).
Im zweiten Aufstiegsjahr folgte übrigens ein unrühmlicher Borussenrekord. Am letzten Spieltag setzte es eine 0:12 Niederlage im Düsseldorfer Rheinstadion gegen Borussia Mönchengladbach, die höchste Bundesliganiederlage.
Fortuna Köln sorgte 1983 für eine Pokalsensation und fegte im Halbfinale den BVB mit 5:0 vom Platz. Das Finale verloren sie aber mit 1:0 gegen den Stadtrivalen 1. FC Köln.
Zum Ende der Saison 1985/ 1986 kam es zu einer Neuauflage dieses Spiels, diesmal in der Relegation zur Bundesliga. Fortuna gewann das erste Spiel 2:0, Dortmund das Zweite 3:1 und auch noch das Entscheidungsspiel mit sage und schreibe 8:0!
Ich frage mich, ob bei einem Abstieg Dortmund in den 90er Jahren auch so erfolgreich gewesen wäre. Wahrscheinlich nicht.
Die nächste Saison endete auf Platz 4 und im UEFA- Cup wurde dem BVB wieder Glasgow zugelost, diesmal Celtic und diesmal kamen die Dortmunder auch weiter. In der dritten Runde war gegen Club Brügge Schluss. Nach einem 3:0 Heimerfolg konnte eigentlich nicht mehr viel schief laufen, aber das Rückspiel ging mit 0:5 verloren.
Die Neuzeit:
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1989 folgte nach 23 Jahren der erste Titelgewinn. Im Pokalfinale unterlag Werder Bremen der Borussia mit 1:4. Norbert Dickel, der seit Jahren Stadionsprecher ist, traf zweimal, dazu noch Frank Mill und Michael Lusch. Das Gegentor erziele ausgerechnet Karlheinz Riedle, der später am größten Triumph der Vereinsgeschichte beteiligt war. In der folgenden Saison folgte die letzte Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger, aber der spätere Champions Sampdoria Genua schaltete Dortmund in der zweiten Runde aus. Letzter Titelträger war übrigens 1999 Lazio Rom.
1991 begann die erfolgreiche Ära Ottmar Hitzfelds in Dortmund mit der Vizemeisterschaft. Guido Buchwalds Kopfballtor kurz vor dem Ende bescherte Stuttgart um Trainer Christoph Daum die Meisterschaft und Dortmund den Beginn der großen UEFA- Cupspiele.
Im Viertelfinale schossen Michael Schulz und Lothar Sippel Rom mit Thomas Häßler aus dem Wettbewerb, ehe im Halbfinale das nervenaufreibende Elfmeterschießen gegen AJ Auxerre folgte. Jeweils 2:0 gewannen die Heimmannschaften ihre Spiele und in Auxerre folgte das Elfmeterschießen, in dem Stefan Klos, als er den 12. Elfmeter von Mahe, hielt zum Helden wurde.
Die Finalspiele gegen Juventus Turin mit den späteren Dortmundern Andreas „Heintje“ Möller und Julio César gingen mit 1:3 und 0:3 verloren und Juve hatte sich den Titel redlich verdient. Allerdings führten die Dortmunder im ersten Spiel durch ein Tor von Michael Rummenigge nach 61 Sekunden mit 1:0 doch 3 Baggio- Tore (2x Roberto, 1x Dino) bedeuteten eine Vorentscheidung zugunsten Juventus. Im Rückspiel traf Dino Baggio doppelt und Möller setzte den Schlusspunkt.
In der Bundesliga wurden die Borussen 1992/1993 und 1993/1994 jeweils Vierter und durften damit wieder im UEFA- Cup starten. 1993/1994 war gegen Inter Mailand Schluss und im folgenden Jahr war im Halbfinale gegen Juventus (2:2, 1:2) Endstation.
Trotzdem gab es Grund zu feiern, da mit einem überragenden Matthias Sammer und dem „Babysturm“ Lars Ricken und Ibrahim Tanko die Meisterschale nach Westfalen ging. Der Babysturm war notwendig geworden, da die etatmäßigen Stürmer Stéphane Chapuisat, Karlheinz Riedle und Flemming Povlsen mit Kreuzbandrissen ausfielen.
1995/1996 bebte der Borsigplatz erneut, denn die Mannen im Kapitän Michael „Susi“ Zorc, der mit 15 Treffern sogar bester BVB- Torschütze war, wurden erneut Meister. In der Gruppenphase der Champions League kam es wieder mal zum Duell gegen Juventus Turin und diesmal konnte sogar ein 2:1 Sieg in Turin gefeiert werden. Im Viertelfinale war dann mit 0:2 und 0:1 gegen den späteren Finalisten Ajax Amsterdam Schluss.
Der Triumph von München:
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1996/1997 war ein durchwachsenes Jahr, „nur“ Platz 3 in der Bundesliga, aber dafür setzte sich der Verein international die Krone auf. Die Gruppenphase wurde schadlos überstanden und in den folgenden Runden musste sich Dortmund mit Gegnern aus der Vergangenheit messen. Zuerst traf der BVB auf AJ Auxerre mit Trainer Guy Roux und setzte sich mühelos mit 3:1 und 1:0 durch.
Danach folgten beim Rückspiel gegen Manchester United die wohl nervenaufreibendsten 90 Minuten als Fernsehzuschauer. Das Hinspiel gewann Dortmund 1:0, das Rückspiel im Old Trafford war ein Krimi par Excellenze. Jürgen Kohler rettete zweimal auf der Torlinie und Lars Ricken traf zum erlösenden 1:0.
Das Finale im Münchner Olympiastadion bescherte das 4. Wiedersehen mit der alten Dame Juve und ausgerechnet Karlheinz „Air“ Riedle, der einige Jahre in Italien spielte, hatte großen Anteil am Dortmunder Sieg. Durch zwei Riedle Tore ging Dortmund in der ersten Halbzeit in Führung bevor Del Piero per Hacke verkürzen konnte.
Aber Ottmar Hitzfeld hatte noch ein Ass im Ärmel, Lars Ricken, einen der Babybomber. Er traf kurz nach seiner Einwechselung mit einem Heber aus 30 Metern über den Torwart zum 3:1 Endstand. Das Ricken nach dem Tor über die Tartanbahn des Olympiastadion lief fiel mit gar nicht auf, ich war so glücklich, als hätte ich selbst gespielt. Das Dortmund später den Weltpokal holte ist eher Nebensache.
Endlich hatte Dortmund mit der Vergangenheit gebrochen und sowohl italienische als auch englische Vereine bezwungen.
Die Erfolgself, die an den zwei Meisterschaften und dem CL- Triumph beteiligt war bestand aus:
- Stefan Klos, mittlerweile Kapitän bei den Glasgow Rangers und Ersatztorwart Wolfgang „Teddy“ de Beer
- Libero Matthias Sammer, der 1996 zum Fußballer des Jahres gewählt wurde
- Die Mannsecker Jürgen Kohler (Fußballer des Jahres 1997), Martin Kree, Julio César, Stefan Reuter und Günter Kutowski
- Im Mittelfeld Andi Möller, Paul Lambert, Jörg Heinrich, Paulo Sousa, Steffen Freund, Michael Zorc, Patrik Berger, Knut Reinhardt, Thomas Franck und René Tretschok
- Im Sturm: Stéphane „Chappi“ Chapuisat, Karlheinz Riedle, Flemming Povlsen, Ibrahim Tanko, Heiko Herrlich und Lars Ricken
Die drei Superpokalsiege 1989, 1994 und 1995 erwähne ich nur der Form halber.
Interessanter ist da schon die bis jetzt letzte Meisterschaft 2002, als der BVB am vorletzten Spieltag die Tabellenführung von Bayer Leverkusen, die 0:1 in Nürnberg verlieren, übernimmt. Dortmund gewann mit nur 9 Feldspielern gegen 10 Hamburger mit 4:3und musste am letzten Spieltag zuhause gegen Bremen gewinnen und die Meisterschaft wäre perfekt. Stalteris Führungstor glich Jan Koller aus und der eingewechselte Ewerthon traf 60 Sekunden nach seiner Einwechselung zum 2:1 Siegtreffer. Nach Lars Rickens Tor im Champions League Finale 97 war dieses Jokertor das wohl wichtigste in der BVB- Geschichte. Marcio Amoroso wurde zusammen mit Martin Max Torschützenkönig und sicherte sich mit 27 Scorerpunkten diese Wertung. Mittlerweile wird er wegen etlicher Eskapaden verachtet in Dortmund, aber in dieser Saison zeigte er, warum Dortmund 28,2 Millionen Euro für ihn bezahlte. Jetzt ist er ablösefrei zu haben und der BVB hat einen Schuldenberg von 112.000.000 Euro, was eine erschreckende Zahl! Dabei muss man bedenken, dass der BVB der erste börsennotierte deutsche Verein ist und der Börsengang sehr viel Geld in die Kassen brachte, das nun aufgebraucht ist.
Die Gegenwart:
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Verlorenes Endspiel, Teil 1:
02/03: In der folgenden Saison wurde der FC Bayern souverän Meister und Dortmund schien auf dem Weg in die Champions League. Am letzten Spieltag lagen die „jungen Wilden“ des VfB Stuttgart auf Rang 3 knapp hinter Dortmund. Im Heimspiel gegen Absteiger Cottbus wollte der BVB mit einem Sieg alles klar machen, doch es sprang ein 1:1 heraus und Stuttgart kam direkt in die Champions League.
Verlorenes Endspiel, Teil 2:
03/04: Platz 3 bedeutete die Champions League Qualifikation und es musste nur der FC Brügge aus dem Weg geräumt werden. Jedoch versagten die hochbezahlten Profis im Elfmeterschießen die Nerven und es ging in den UEFA- Cup, in dem der FC Sochaux Dortmund der Lächerlichkeit Preis gab.
Verlorenes Endspiel, Teil 3:
Nachdem Mönchengladbach Dortmund im Pokal abschoss ging es zum Ende der Saison um den direkten Einzug in den UEFA- Cup, alias „Döner“ oder „Coca-cola- Cup.“
Am drittletzten Spieltag gab es eine peinliche 2:6 Niederlage bei Hertha BSC und vor dem letzten Spiel in Kaiserslautern hatte Dortmund einen Punkt Vorsprung auf den VfL Bochum. Dortmund zeigte Nerven und kam gegen den Fastabsteiger nur zu einem 1:1 während Bochum gewann und in den UEFA- Cup einzog.
Verlorenes Endspiel, Teil 4:
Durch das Abrutschen auf Platz 6 kam der BVB in den UI- Cup und traf dort wieder auf einen belgischen Vertreter und schied aus. Man muss sich das mal vorstellen. 60.000 Zuschauer kommen zu einem UI- Cup- Spiel und trotz eines 1:0 Auswärtssieges schafft es der BVB nicht in die nächste Runde einzuziehen. Die 1:2 Niederlage durch einen Treffer in der 86. Minute ist absolut bitter, da das Präsidium mit der Qualifikation für den UEFA- Cup geplant hat und vor allem mit den Einnahmen aus dem UEFA- Cup.
Die Aussichten:
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Die Situation für den BVB ist verdammt eng und nur sportlicher Erfolg sichert das Überleben. Angesichts des erdrückenden Schuldenberges muss der Einzug in einen internationalen Wettbewerb geschafft werden. Große Sprünge können sich die Dortmunder nicht leisten, Thorsten Frings ist bereits für 9 Millionen verkauft worden, alle Zugänge sind ablösefrei. Derzeit steht noch die Frage im Raum, ob Mark van Bommel aus Eindhoven zum BVB stößt. Schalke wollte ihn haben, aber van Bommel lehnte ab. Die Ablösesumme beträgt angeblich sechs Millionen Euro und es gibt einen guten Grund, warum er im Westfalenstadion heimisch werden könnte. Trainer Bert van Marwijk ist sein Schwiegervater!
Im DFB- Pokal geht die Reise nach Lübeck und das Viertelfinale sollte das Ziel sein, obwohl der BVB kein Pokalverein ist.
Stadion:
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In früheren Zeiten spielte der BVB im altehrwürdigen Stadion „Rote Erde“, das heute noch die Amateure in der Regionalliga nutzen. Zur Fußball- WM 1974 entstand das Westfalenstadion, das etwas mehr als 40.000 Zuschauern Platz bot. In den 90er Jahren wurde die Kapazität stets erhöht und das nach englischem Prinzip erbaute Stadion wurde an den Ecken zugebaut. Mit knapp 82.000 Zuschauern ist es das größte Stadion der Bundesliga und alleine auf der Südtribüne stehen 25.000 Menschen und peitschen die Borussia nach vorne. Probleme gibt es leider mit dem Rasen, der nicht genügend Licht bekommt und daher öfters neu verlegt wird.
Jeder Fußballfan sollte sich mal dieses Stadion angesehen haben, es ist ein tolles Erlebnis und ich hoffe, dass bei der WM 2006 die DFB- Elf seine Spiel dort austrägt.
Wer mehr über meine Erfahrungen wissen will kann sich den separaten Bericht von mir ansehen.
Homepage:
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Vorneweg kann man sagen, dass es sehr aktuell und übersichtlich ist, aber nicht alles was gelb glänzt ist Gold.
Erstmal kann man auf der Startseite zwischen den Sprachversionen Englisch, Deutsch und Chinesisch (Zukunftsmarkt, aber warum will der BVB China erobern?) wählen. Oder man betritt gleich den großen virtuellen Fanshop oder man informiert sich rund im die BVB- Aktie. Ich habe 2 Jahre lang bei einem Tippspiel auf der Seite mitgemacht, bis mir mitgeteilt wurde, dass das ab sofort kostenpflichtig sein würde. Nun gibt es einen BVB-Club, der Geld kostet und einige Funktionen der Page nicht benutzbar macht. Trotzdem gibt es sehr viele Informationen rund ums Westfalenstadion und man kann sich das Borussenmagazin sparen, das es vor den Heimspielen zu kaufen gibt.
Präsidium:
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Manager Michael Meier und Präsident Dr. Gerd Niebaum haben die Zügel fest in der Hand und sind für den Börsengang und die finanzielle Schieflage mitverantwortlich. BVB- Idol Aki Schmidt betreut die Fanclubs, die es selbst in Nigeria gibt, Michael Zorc ist Sportmanager und Stefan Reuter hat den neu geschaffenen Posten als Assistent der Geschäftsleitung bekommen, was auch immer das zu bedeuten hat. Die Borussia gehört übrigens zu den Topklubs Europas, den so genannten G-14, zu denen eigentlich auch Hertha BSC dazu gehören wollte, aber mit Platz 13 wird das nix.
Trainerstab:
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Nach sechs erfolgreichen Jahren mit Ottmar Hitzfeld durften sich 4 Trainer erfolglos in Dortmund austoben bis Matthias Sammer 4 recht erfolgreiche Jahre, in denen er einen Meistertitel und die UEFA-Cupfinalteilnahme 2002 gegen Feyenoord Rotterdam vorzuweisen hatte. Nach der Saison 03/04 entschied man sich Sammer zu entlassen und mit Bert van Marwijk übernahm erstmals ein Holländer das Kommando beim BVB. Bekannt geworden ist er mit einem Sieg über Dortmund, das Spiel endete 3:2 und war das besagte UEFA-Cupfinale. Sein Einstand verlief zwar nicht besonders erfolgreich, aber was nicht ist kann ja noch werden.
Der Bekannteste aus dem Trainerstab ist Torwahrtrainer „Teddy“ de Beer, der lange Zeit im Tor der Dortmunder stand. Co- Trainer Dick Voom sowie Konditionstrainer Egid Kiesouw und Rehatrainer Markus Zetlmeisl kenne ich nicht und das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern, da die Kameras nur auf van Marwijk gerichtet sind.
Der Kader:
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Torwart:
Vorneweg muss man sagen, dass die Bundesliga die besten Torhüter der Welt hat, obwohl Kahn schwächelt stehen Hildebrand (Sollte Nationaltorwart werden), Rensing, Wiese und Wessels bereit. Bei den Bundesligatorhütern fallen einige wenige ab, dazu gehört auch Roman Weidenfeller, der im Kaiserslauterer Dress gute Spiele ablieferte und 2002 nach Dortmund kam um die Lehmann- Nachfolge anzutreten. In der abgelaufenen Saison durfte er die Hinrunde an, war aber alles andere als fehlerfrei und seine Patzer kosteten Dortmund ein paar wichtige Punkte. Statt des 24 jährigen Pfälzers rückte der 10 Jahre ältere Guillaume Warmuz ins Tor, der in der Rückrunde einen guten Eindruck hinterließ und auch diese Saison Stammkeeper ist, zumindest bis zu einer hoffentlich kommenden Patzerserie. Übrigens kam Warmuz im Tausch mit Jens Lehmann, dem überheblich und arrogant wirkenden 1b- Nationaltorwarts, von Arsenal London, allerdings verbrachte er die meiste Zeit seiner Profikarriere beim RC Lens.
Fazit: Könnte schlimmer sein, aber die Topkeeper der Liga haben andere Vereine. Was Mut macht ist die Tatsache, dass Andreas Reinke von Meister Werder Bremen auch nicht der sicherste Torwart ist und trotzdem wurde Bremen Meister.
Abwehr:
Die Aufgabe der Abwehr ist es die gegnerischen Stürmer auszuschalten und den Spielaufbau mitzugestalten, zumindest ersteres sollte Dortmunds Verteidigern gelingen. Die Taktik von Coach van Marwijk baut auf eine Viererkette mit den Innenverteidigern Christian Wörns und dem Franzosen Ahmed Madouni.
Nationalspieler Wörns ist mit 32 Jahren der Erfahrenste in der Abwehr und könnte diese Saison seinen 400. Einsatz absolvieren. Von Madouni halte ich nicht so viel. Letzte Saison brachte er es fertig in einem Spiel der BVB Amateure in der 1. Minute mit einer roten Karte vom Platz zu fliegen. Wie kann man nur so blöd sein?
Auf der linken Außenbahn soll Evanilson und auf der rechten Seite Niclas Jensen das Spiel ankurbeln. Evanilson war brasilianischer Nationalspieler der Däne Jensen trägt noch das Trikot von „Danish Dynamite“. Evanilsons Wechsel für etliche Millionen Mark war auch ein riesiger schlag ins Wasser, da sich alle mehr von ihm erwartet haben. In seiner ersten Saison 99/00 betrug der Notenschnitt im Kicker- Sportmagazin 4,1 und letzte Saison noch schlechte 3,8.
Verheerend hinzu kommt die Tatsache, dass sowohl Christoph als auch Malte Metzelder verletzt sind, wobei Christoph seit anderthalb Jahren wegen Beschwerden nicht mehr gegen den Ball getreten hat. Der von Ajax Amsterdam gekommene Norweger Andre Bergdölmo hat bis jetzt noch nicht richtig Fuß gefasst in Dortmund. Der junge Markus Brzenska (20) durfte letzte Saison einmal von Anfang an spielen und flog beim 1:4 bei Bayern München in der ersten Halbzeit vom Platz. Er ist ebenso wie Sascha Rammel (19) die Zukunft und beide kommen aus der erfolgreichen BVB- Jugend.
Fazit: Sicherlich nicht die am besten besetzte Abwehr, aber die Namen können sich doch sehen lassen. Wichtig wird sein, wann die beiden „Metzes“ wieder kommen, schließlich war Christoph bei der WM 2002 einer der besten Verteidiger.
Mittelfeld:
Nachdem Frings zum FC Bayern gewechselt ist hat Tschechiens Nationalspieler Tomas „Schnitzel“ Rosicky die alleinige Befehlsgewalt im zentralen offensiven Mittelfeld. Es gab einige Gerüchte um einen Wechsel, aber der kleine Techniker bleibt beim BVB. Im defensiven Mittelfeld sollen Sebastian Kehl und Sunday Oliseh, der nach einem Kopfstoß beim VfL Bochum suspendiert wurde, Rosicky den Rücken freihalten. Auf der linken Seite soll Kapitän Leonardo Dede wirbeln, der unter Sammer defensivere Aufgaben übernahm. Die rechte Seite soll entweder Evanilson von hinten beackern oder Ewerthon, der dritte Brasilianer wird als hängende Spitze über die Seite kommen. Es könnte aber durchaus einige Überraschungen im Laufe der Saison geben. So hat letztes sich letztes Jahr der junge Salvatore Gambino mit seinen Dribblings in die Herzen der Fans gespielt und auch Otto Addo, der drei Kreuzbandrisse hinter sich hat, wird bald zurück erwartet und ist spielerisch eine Bereicherung. Florian Kringe kam nach zwei Jahren beim 1.FC Köln wieder zurück und zumindest sein Einstand war unglücklich mit einem Patzer gegen Genk. Zudem stehen noch Guy Demel (Elfenbeinküste) und Lars Ricken, der einzige Ur- Dortmunder im Kader, zur Verfügung. Ricken hängt leider immer noch der Ruf des ewigen Talents an den Fersen, aber sowohl er als auch der bullige Demel haben Stammplatzchancen.
Fazit: Das Dortmunder Mittelfeld ist allen Unkenrufen zum Trotz stark und ausgeglichen besetzt. Kein Spieler ist älter als 30 Jahre und falls van Bommel kommen sollte, wäre der Konkurrenzkampf noch höher.
Sturm:
Gesetzt sind nach dem Weggang Amorosos und dem Karriereende von Heiko Herrlich der 2,02 große Jan Koller und der schnelle Ewerthon, wobei man sagen muss, dass Koller nicht zu ersetzen ist. Seine Größe ist einmalig in Europa und er hat noch dazu eine gute Technik. Leider beschränkt sich das Spielsystem meistens auf lange Bälle, die Koller weiter leiten soll.
Eine echte Alternative ist David Odonkor, der auch als 100 Meter Läufer Erfolge hätte. Im Laufduell mit ihm haben Abwehrspieler meist das Nachsehen. Der vierte Brasilianer ist Thiago, der genauso wie Sahr Senesie und Mehmet Akgün zur jungen Generation gehört.
Fazit: Ein Weggang Kollers hätte wohl in einer Katastrophe geendet, denn mit ihm hat man mehr Möglichkeiten, obwohl diese selten ausgenutzt werden. Der Nachteil der pfeilschnellen Dortmunder Stürmer ist deren Größe und die daraus resultierenden Mängel im Kopfballspiel. Akgün ist 1,79 Meter, der Rest nicht mal 1,75 Meter groß. Zudem trifft die Bezeichnung „Chancentod“ auf die Dortmunder Stürmer zu, wie beim 1:2 zum Saisonauftakt gegen Wolfsburg.
Fazit:
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Dortmund ist ein Verein mit großer Geschichte, zumindest nach dem zweiten Weltkrieg, die Erfolgsstory könnte jedoch bald zu Ende sein. Die Aufgabe des Präsidiums sollte die Abtragung des Schuldenbergs sein, der Dortmund zu internationalen Erfolgen zwingt. Geld für Neuzugänge war keins da und an den Personalkosten wird dieses Jahr rigoros gespart.
Der Kader ist sicherlich nicht schwächer als letztes Jahr, aber der Abgang von Frings wiegt schwer, denke ich. Sportlich sehe ich positiv in die Zukunft, da der Kader jung und (hoffentlich) auch lernfähig ist. Mit 16 Spielern, die jünger als 24 Jahre alt sind, kann man gut für die nächsten Saisons planen.
Die 3 Sterne gibt es allerdings wegen den schon mehrfach erwähnten Schulden und dem nicht mehr so gut besetzten Kader. Da hat die Konkurrenz verstärkt aufgerüstet, z.B. Schalke, Bayern, Bremen und Leverkusen.
Jetzt heißt es allerdings anstrengen und den Einzug in den UEFA- Cup schaffen. Das Umfeld mit Stadion und Fanshops ist ausgereizt, jetzt steht der sportliche Erfolg an vorderster Stelle.
Für Ciao und Yopi,
J.Hetfield weiterlesen schließen
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