Pro:
atemberaubende Farbenpracht, einfach wunderschön
Kontra:
teuer und braucht Pflege
Empfehlung:
Ja
Ich sage gleich vorab, ich habe keinen grünen Daumen und die meisten meiner Pflanzen gehen mir ein, obwohl ich mich doch hingebungsvoll um sie kümmere. Es gibt genau vier Pflanzen, die bei mir überlebt haben: eine Efeutute die dankbar für alle ist, ein Bambusstab, der trotz nachlässiger Behandlung wächst und wächst, eine Aloe Vera die langsam riesige Ausmaße bekommt und meine heißgeliebte Bougainvillea mit ihrer überwältigenden Blütenpracht..
Leider reicht meine Liebe zu dieser Pflanze nicht aus, um sie dauerhaft zu halten. Nein, ich muss schon was dafür tun. Und das hingebungsvoll. Das heißt nicht, das ihr eure Pflanze unterhalten müßt, aber ihr solltet ihr doch ein wenig Zuwendung schenken. Aber jetzt erst mal die Vorstellung:
Herkunft:
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Die Bougainvillea oder Drillingsblume, wie sie auch genannt wird, kommt aus dem tropisch-warmen Südamerika und gehört zur Gattung der Nyctaginaceae (Wunderblumengewächse) und hat nicht ganz zwanzig Arten. Allerdings findet man sie auch überall im gesamten Mittelmeerraum. Der lateinische Name lautet Bougainvillea glabra oder Bougainvillea spectabilis. Die Bougainvillea erhielt ihren Namen von dem Weltumsegler Louis Antoine de Bougainville, der diese wunderschönen Pflanzen in den tropischen und subtropischen Wäldern fand.
Die Pflanze:
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an sich ist ein Kletterstrauch mit ziemlich spitzen Dornen, denen man mit gehörigem Respekt begegnen sollte. Meine armen Arme wissen ein Lied davon zu singen. :-) Die Bougainvillea kann bis zu 5 Metern hoch werden. In den südlichen Gefilden bilden diese Pflanzen oft meterlange Ranken, die sich über die Mauern ergießen, wie ein leuchtender farbiger Wasserfall. Ein für mich atemberaubender Anblick, den ich bei jedem Griechenland-Urlaub aufs neue genießen kann.
Selbst bei unseren kühleren Regionen können sich relativ schnell lange Ranken entwickeln, die man am besten an einem Spalier hochranken läßt, da sie sich nicht selbst tragen können und dass dann schön sonnig. Aber Vorsicht - wenn diese Pflanzen sich einmal frei bewegen können, dann wuchern sie ganz schön. Dagegen kann man zur Überwinterung auch Abhilfe schaffen. Die Ranken lassen sich schön zurück schneiden und nehmen einem das nicht übel.
Die Blüten:
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sind eigentlich gar keine, wie man auf den Bildern sehen kann, sondern farbenprächtige Hochblätter, die die eigentliche schlichte Blüte umgeben. Ihr könnt euch das so ähnlich vorstellen, wie beim Weihnachtsstern. Es gibt verschiedene Farben, von violett, rosa, orange, gelb oder weiß. Einfach fantastisch, die Farbenpracht!
Die Pflanze blüht vom Juni bis Spätherbst, es sei denn, man macht etwas bei der Pflege falsch oder die Pflanze ist einfach zickig. ;-) Denn leider ist die Bougainvillea nicht sehr leicht zu kultivieren, sondern sogar ein ziemlicher Härtefall - zumindest war sie das für mich.
Pflegehinweise:
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Erde
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Empfohlen wurde mir von der Blumenhändlerin eine Mischung aus Sand, Torf und normaler Pflanzenerde. Meine allerdings steht bei mir nur in ganz normaler Pflanzenerde und gedeiht trotzdem wunderbar. Also muss man sich nicht unbedingt die Mühe machen und die Pflanze in so eine Mischung stellen.
Standort
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Im Sommer sollte man die Pflanze möglichst nach draußen stellen, da fühlt sie sich am wohlsten. Es heißt, je heißer umso besser. Trotzdem sollte man auf einiges achten. Zum Beispiel möchte die Bougainvillea vollsonnig stehen und dabei windgeschützt sein und möglichst an der Südwand, wo das Mauerwerk nachts die Wärme des Tages reflektiert.
Im Winter sollten die Bougainvilleen kühl stehen. Als Überwinterungstemperatur sind 2 – 10° C empfohlen. Der Platz braucht dafür nicht allzu hell zu sein.
Düngung
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Einmal alle ein oder zwei Wochen mit einem Blühpflanzendünger. Ich habe allerdings auch oft vergessen sie zu düngen und bin dann erst nach drei oder vier Wochen dazu gekommen und das hat sie mir auch nicht übel genommen. Wie ihr es macht, bleibt euch überlassen.
Wasser
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Man sollte die Bougainvillea reichlich gießen. Das wichtigste ist, daß der Wurzelballen ständig feucht ist, aber man sollte Staunässe vermeiden, da dies sonst zur Wurzelfäule und zum Tod der Pflanze führt. Und das wollen wir doch nicht, oder?
Im Winter bei kühler Überwinterung wirft die Bougainvillea die Blätter ab. Abhängend von der Temperatur reicht es oft, wenn man sie einmal alle 4 Wochen ein wenig gießt, solange das Substrat immer leicht feucht ist.
Bei Wassermangel wirft die Pflanze auch im Sommer die Blätter ab und wartet dann auf die nächste Wasserzufuhr. Aber nicht erschrecken: Wenn man Glück hat treiben auch scheinbar abgestorbene Pflanzen nach einem gehörigen Wasserschub nach einigen Wochen meistens wieder aus.
Temperatur:
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Die Bougainvillea ist relativ kältefest, sie übersteht leichte und kurze Nachtfröste, allerdings sollte man sie im Winter hinein stellen, da sie unsere hiesigen Winter nicht überleben würde. Die Überwinterung erfolgt am besten bei einer Temperatur zwischen ca. 5 und 15 °C. .
Schnitt
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Meistens ist ein kräftiger Rückschnitt erforderlich, wenn man die Pflanze zum Überwintern reinholen will, da die langen Ranken in der Wohnung sicherlich hinderlich sind, abgesehen davon, wirft sie im Winter sowieso meistens die Blätter ab.
Vermehrung
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Meistens durch Stecklinge, obwohl sich das bei Anfängern schwierig gestaltet. Ich habe es versucht, weil meine Mutter gerne auch ein Exemplar gehabt hätte, doch zunächst ist das Bewurzeln immer kläglich gescheitert! Aber mit Geduld und Spucke....
- am besten schneidet man aus den langen Ranken ca. 30 cm lange Stecklinge
- Die Stecklinge müssen in warmem Substrat stehen – 25 °C sind gerade recht
- Ein heller und warmer Ort ist notwendig, allerdings vertragen die Stecklinge meist keine direkte Sonne und auf gar keinen Fall neben eine Heizung stellen, denn sonst gehen die Stecklinge ein.
- Bewurzelungshormone (Indolyl-Buttersäure) verwenden!
und zu guter Letzt:
- viel, viel Geduld! Es dauert manchmal Monate bis so ein störrischer Steckling bewurzelt ist! Die meisten von ihnen begehen lieber Suizid und gehen ein, statt schön brav zu leben und zu blühen. ;-)
Preis:
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Leider, leider ist diese Pflanze nicht ganz billig. Für kleine Topfpflanzen werden meist zwischen 8 und 10 Euro und für einen Meter große Exemplare ab ca. 25 Euro verlangt. Ich habe damals auf dem Gartenmarkt 20 Euro für meine gezahlt.
Fazit:
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Wer sich mediterranes Flair auf den Balkon oder die Terrasse holen möchte, dem sei diese Pflanze wärmstens angeraten. Sie ist zwar teuer und benötigt ein wenig Zuwendung, aber das dankt sie dir dann aber auch mit einer wunderbaren Farbenpracht, die deinen Balkon zum wahren Hingucker machen! Was will man mehr? weiterlesen schließen
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