Pro:
misst problemlos und einwandfrei
Kontra:
nur 20 Speicherplätze, nur für eine Person konzipiert, keine Datumsanzeige
Empfehlung:
Ja
Nachdem ich letztes Jahr drei Wochen hintereinander an heftigen Kopfschmerzen gelitten habe, habe ich mich dann doch mal zum Arzt bequemt. Vor allem, als Tabletten nicht mehr geholfen haben. Das erste, was ich beim Arzt immer in Verbindung mit Kopfschmerzen und Übergewicht höre ist „Sie haben bestimmt zu hohen Blutdruck“. Nee, hab ich nicht. Aber beweis das mal einem Arzt, der grade miss – wo man sich mal wieder ärgert – und auf einen Wert von 145 zu 107 kommt. Das ist ein wunderbarer Blutdruck für so alte Leute wie mich um die 40. Aber meiner krepelt meist so zwischen 110 zu 60 und 90 zu 55 rum. Und ich lebe noch!
Kurz und gut, meine Kopfschmerzen sollten also von dem bei mir vorliegenden Bluthochdruck kommen und so bekam ich also die Hausaufgabe, 5 x am Tag meinen Blutdruck zu messen, das brav fein säuberlich aufzuschreiben und in 14 Tagen wieder zu kommen. Ach ja, Kopfschmerztabletten hab ich auch noch bekommen und einen Termin für’s EKG und Blutabnehmen und überhaupt.
Da wir ja einen Apotheker in der Familie haben (zählen Patenonkel auch?), war die Beschaffung von einem Blutdreckmessgerät kein Problem. Ein Anruf und es gab abends die Haus-Lieferung.
Es gab
das Vital Scan BP 1650
von
Braun GmbH
Frankfurter Straße 145
61476 Kronberg/Taunus
Telefon: 06173/30-0
Telefax: 06173/30-2875
E-mail: [email protected]
Website: www.braun.com
preislich kommt das auf eine Spanne von 23,00 – 39,00 Euro, je nachdem, welche Apotheke, welche Apothekenpreise nimmt. Ich bekam’s – na klar – billiger. Wie billig, verrat ich Euch nicht. War der Putenunkel-Preis.
Es hat 20 Speicherplätze, funktioniert mit Batterien oder Akkus und ist ein Messgerät für das Handgelenk.
Einfach ums Handgelenk legen, zukletten und auf den Start-Knopf drücken.
Schön die Klappe halten, still sitzen und mal ’ne Minute abwarten. Fällt mir sehr schwer, könnt Ihr mir echt glauben.
Das Gerät pumpt auf und misst dann beide Blutdruckwerte und den Puls. Dann geht die restliche Luft raus und man ist fertig. Das ist noch nicht mal so unangenehm wie beim Arzt. Ich mag das da immer gar nicht, wenn die mir den Oberarm abschnüren.
Die 20 Speicherplätze find ich ein bisschen knapp, wenn man kein gutes Zahlengedächtnis hat. Ich musste also ziemlich schnell alles übertragen. Wenn dann der mir anvertraute Mann auch noch mal zwischendurch gemessen hat, ist mir das immer nur an den hohen Werten aufgefallen.
Ansonsten funktioniert das Blutdreckmessgerät einwandfrei, völlig problemlos und so unkompliziert, dass ich die Bedienungsanleitung gar nicht erst ausgepackt habe. Seit 1 Jahr messe ich immer noch mit der ersten Batterie.
Und ist nun irgendwas bei der ganzen Tabellenführerei rausgekommen? Nee, nicht wirklich, außer der Beweis, dass ich Recht hatte: Man kann durchaus mit einem Blutdruck von 90 : 55 aufrecht stehen und fällt nicht um. Zwei Ausreißer hatte ich in den gesamten 14 Tagen nur noch, einmal hatte ich mich sehr über meine „Schäffs“ geärgert, da gab’s dann wirklich mal einen Schwindelanfall und 160er Blutdruck. Aber die Kopfschmerzen kommen woanders her. Von chronischer Verspannung und vor allem von Migräne. Das wusste ich vorher. Dafür hätte ich keinen Arzt gebraucht.
Inzwischen vertreiben wir uns nachts bei Schlaflosigkeitsanfällen die Zeit mit dem Messgerät und vergleichen und diskutieren unsere Werte. Wir sind echt alte Säcke geworden, au weia.
Ganz uneingeschränkt kann ich es nicht empfehlen, für geborene Statistiker wie ich, gibt’s ein Gerät von Beurer, da kann man die Personen wechseln, kommt also mit den Werten nicht mehr durcheinander, und es zeigt auch Datum und Uhrzeit an. Schließlich ist der Blutdreck zu verschiedenen Tageszeiten auch verschieden. Aber für nächtliche Diskussionen und vor allem, meinen nicht vorliegenden Bluthochdruck (sprich: ich hab’ das Gerät nur als Spielzeug oder so), reicht das Braun Vital Scan BP1650 allemal. weiterlesen schließen
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