Pro:
+Landschaft
+Geschichte
+Erholungsfaktor
+Architektur
Kontra:
-Sprachbarriere
-Preise
Empfehlung:
Ja
Salut!
Hier mein Bericht über das Reiseziel Bretagne.
Ich habe die Bretagne im September 2004 während einer Kursfahrt kennengelernt und
und werde hier die von mir besuchen Ziele beschreiben. Ich hoffe ich kann diese tolle
Landschaft gut vorstellen und den Reiselustigen unter euch schmackhaft machen!
0. Bretagne Allgemeines
1. Quimper
2. Concarneau
3. Pont-Aven
4. Pointe de Trevignion bei Névez
5. Carnac
6. Locmariaquer
7. Locronan
8. Pointe du Raz
9. Le Mont Saint Michel
Mein Fazit
0. Bretagne Allgemeines:
Die Bretagne oder auch bretonisch "Breizh" ist eine Region in Westen Frankreichs. Die
Hauptstädte der Bretagne sind Rennes, bretonisch "Roazhon" und Nantes, bretonisch
"Naoned". Früher nannten die Gallier das Land Aremorica, bretonisch "Arvorig", was in
etwa "Land am Meer" bedeutet.
Die Bretagne ist eine Halbinsel, die an den Ärmelkanal im Norden und den Atlantik im
Westen grenzt. Die Küsten sind zum Teil beeindruckende Steilküsten aber auch
traumhaft schöne Sandstrände, die man sich eher an der Cote d'Azur vorstellt.
Es gibt nur noch wenige Urwälder (Buchen- und Eichenwälder) und die Landschaft
besteht heute größtenteils aus Acker und Wiesen, die durch die typischen Hecken und
niedrigen Steinmauern aufgeteilt werden.
Da diese Landschaft bereits in der Frühsteinzeit besiedelt wurde, besitzt die Bretagne
eine lebhafte Geschichte. Davon zeugen zum Beispiel die für die Bretagne typischen
Megalithanlagen. Die Dolmen, Tumuli und Menhire entstanden bzw. wurden errichtet
zwischen 4500 bis 2000 vor Christus. Sie bestehen aus dem ältesten Gestein der Welt
und noch heute ist nicht wirklich klar wie die riesigen Steinbauten entstehen konnten.
Bewohnt wurde die Bretagne, wie der Name schon sagt, von den Bretonen. Noch heute
sind alle Ortsnamen und andere Schilder in der Bretagne zweisprachig, also Französisch
und Bretonisch.
1. Quimper, bretonisch "Kemper"
In Quimper war mein Hotel, eine preiswerte Unterkunft für 35 EUR pro Nacht, etwas
außerhalb gelegen. Die Stadt ist die Hauptstadt des Departments Finistere. Sehenswert
in der Stadt ist vor allem die wunderschöne "Cathédrale Saint Corentin“ die im
gothischen Stil erbaut worden ist. Das besondere an der Kirche ist der nach links
geneigte Chor. Keiner weiß wirklich, warum das gerade so ist. Im September 2004 wurde
sie gerade teilrestauriert. Die Architektur der Stadt ist außergewöhnlich und Leute die
sich für so etwas interessieren finden dort immer ein Fotomotiv. Sehr empfehlenswert
sind zudem auch die großzügig angelegten Parkanlagen und ein Spaziergang am Fluß
Odet.
2. Concarneau
Die Stadt Concarneau hat eine besonders schöne, gut erhaltende historische Innenstadt,
die auf einer kleinen Insel mitten im Hafen liegt. Man erreicht sie nur über eine einzige
Brücke. Sie ist vor allem immer gut von Touristen besucht. Die kleinen Läden in dem
typischen Steinhäusern bieten besonders regionale Spezialiäten wie zum Beispiel Käse,
Fisch und Weine und natürlich Cidre an. Zudem befindet sich in auf der Insel ein
sehenswertes kleines Meeresmuseum!
3. Pont-Aven
Pont-Aven ist DIE Künstlerstadt schlecht hin. Bekannt durch die Maler Paul Gauguin,
Emile Bernard u. v. a. Hier entwickelte sich der Impressionismus weiter. Dementsprechend
ist dieser kleine Ort auch geprägt. Gallerie an Gallerie reihen sich hier neben kleinen Cafés.
Der Ort liegt an der Mündung des Flußes Aven. Der zieht sich durch den gesamten Ort und
man kann an verschiedenen Orten über große Steine tiefer in das Flußbett dringen. Am Ufer
befinden sich liebevoll angelegte Gärten und Grünanlangen. Die Kirche es Ortes ist ebenfalls
im gothischen Stil erbaut worden.
4. Pointe de Trevignion bei Névez
Der Pointe du Trevignion ist ein verschlafenes Fischerdörfchen mit einem wundervollen
weißen Sandstrand. Der Ort ist eher unbekannt und der Strand deswegen auch nicht mit
Touristen überfüllt gewesen. Große, mit Seepocken besetzte Felsen laden zu einer
kleinen Klettertour ein, ebenso wie ein etwas entfernter ehemaliger Bunker des dt.
Atlantikwalls.
Tipp: Ein französisches Picknik zum Sonnenuntergang! Mit Garnelen, verschiedenen
Käsesorten, Cidre und anderen regionalen Köstlichkeiten.
5. Carnac
Ja, die Franzosen haben auch ein Carnac! Der Ort liegt an der Atlantikküste und ist zum
Teil sehenswert durch die große Menhir und Dolmen Anlage (über 3000 Menhire die in
langen Steinreihen angeordnet sind) aber auch durch die beeindruckende Marina und
Strandpromenade auf der man auch so manchen wohlhabenden Deutschen entdecken
kann, der dort sein Feriendomizil hat. Die Menhirfelder sind alle abgesperrt, was man
bei den hohen Besucherzahlen verstehen kann. Zu dem erschwinglichen Eintrittspreis
gehört auch eine etwas 20 minütige Rundfahrt durch Carnac mit einer keinen Bahn.
Auch die Steingehege der Bretagne liegen nahe beim Ort.
6. Locmariaquer
Locmariaquer liegt etwa 12 Kilometer von Carnac entfernt. Die dort zahlreichen
Megalithen sind leicht zu finden. Besonders eindrucksvoll und sehenswert ist der "Grand
Menhir Brisé" der einmal bis zu 18 Meter hoch in die Luft ragte. Allerdings sieht man
heute nur noch die riesigen immer noch beeindruckenden zerbrochenen Teile. Und der
rekonstruierte "Cairn de la Table des Marchand", ein Dolem den man besichtigen kann.
7. Locronan
Das Örtchen Locronan liegt nördlich von Quimper auf einem Hügel. Benannt wurde es
nach einem aus Irland stammenden Mönch, "Saint Ronan", der in Locronan begraben
liegt. Der Mönch soll den Einwohnern von Locronan das Weben beigebracht haben,
wodurch das Dorf zu einigem Wohlstand kam. Und wirklich, Locronan stellte im
Mittelalter Segeltücher her. Die heutige Einnahmequelle ist der Tourismus denn der Ort
sieht noch so aus wie damals im Mittelalter. Im Ort selbst fahren keine Autos! Geparkt
wird außerhalb des Ortes auf dafür vorgesehen Parkplätzen. Besonders sehenswert ist
die Kirche und ein kleines Quellenheiligtum mit einer Kapelle, das sich etwas außerhalb
am Rand der Stadt befindet.
8. Pointe du Raz
Der Point du Raz ist der Westlichste Punkt der Europäischen Landmasse! Das steinige
Kap zeigt die rauhe Schönheit der bretonischen Steilküsten. Vor dem Kap herrschen
starke Ströhmungen ("raz" bretonisch für starke Strömung) und auf den kleinen Inseln
von der Küste, die Phare de la Vieille und Phare de Tévennec stehen noch heute zwei
unbemannten Leuchttürme. Etwas vor dem Kap, das sich 72 Meter hoch erhebt, steht
die eindrucksvoll Statue der "Notre-Dame des naufragés" die Mutter Gottes der
Schiffbrüchigen, die den unzähligen Schiffbrüchigen gewidtmet ist. Das zu dem Kap
dazu gehörenden Touristenzentrum und der Parkplatz sind in eigniger Entfernung. Ein
Shuttlebus verkehrt aber zwischen Parkplatz und Touristenzentrum. Um den Pointe du
Raz zu erkunden empfehle ich auf jedenfall festes Schuhwerk und eine Wetterfeste
Jacke. Denn auch bei schönem Wetter sind die Winde die über das Plateau fegen,
ziemlich kalt.
9. Le Mont Saint Michel
Der letzte Punkt meiner Kursfahrt. Die felsige kleine Insel im Ärmelkanal und der
Flußmündung des Couesnon liegt ca. 1 Kilometer vor der Küste der Normandie, nahe an
der Grenze zur Bretagne. Sehenswert ist das auf dem Berg erbaute Benediktinerkloster,
das den Hauptteil der kleinen Insel bildet. Allerdings ist der Eintritt selbst für Schüler
ziemlich teuer. Ansonsten findet man auf der einzigen Straße der Insel kleine Läden,
Geschäfte und Cafés für Touristen aber auch die Befestigungsanlagen der Abtei und
tolle Grünanlagen. Außerdem kann man bei Ebbe eine geführte Wanderung um die
Insel durch das Watt machen.
Mein Fazit:
Die Kursfahrt in die Bretagne war wirklich toll. Ich würde das jederzeit wieder machen!
Die abwechslungsreiche Landschaft, die Architektur, die Traumstrände und die bewegte
Geschichte machen die Bretagne zu einem idealen Urlaubsziel. Einzig die Sprachbarriere
(egal in welcher Sprache man eine Frage stellt, die Antwort kommt immer in Französisch!)
und manchmal die hohen Preise fielen negativ auf. weiterlesen schließen
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