Pro:
lustig, setzt den ersten Teil fort, grandiose Renée Zellweger, ein wenig Bridget steckt in jedem von uns
Kontra:
teilweise zu übertrieben und unrealistisch
Empfehlung:
Ja
Lange Zeit konnte ich den Hype um "Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück" überhaupt nicht verstehen. Ich hatte mir den Film irgendwann mal angeguckt, um mitreden zu können und fand ihn richtig doof, weil ich vor allem Renée Zellweger blöd fand.
Mittlerweile habe ich die Schauspielerin aber in mein Fan-Herz geschlossen und fand sogar den Film nach dem zweiten mal gucken richtig amüsant.
So amüsant sogar, dass ich mich auf die Fortsetzung regelrecht gefreut habe.
Am Donnerstag war es dann soweit und wir stürzten uns zusammen mit Bridget Jones an den Rand des Wahnsinns.
_Die Story
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Bridget Jones (Renée Zellweger) ist immer noch leicht pummelig, immer noch leicht konfus und findet immer noch jedes Fettnäpfchen zum reintreten, aber etwas hat sich geändert: Bridget Jones hat jetzt einen Freund.
Seit ein paar Wochen ist sie mit dem smarten Anwalt Mark Darcy (Colin Firth) glücklich liiert und alles könnte so schön sein, wäre da nicht Rebecca (Jacinda Barrett), Marks hübsche Kollegen, die das totale Gegenteil von Bridget zu sein scheint.
In Rebeccas Nähe wird Bridget von Selbstzweifeln geplagt und sie beginnt sich ernsthaft zu fragen, ob Mark sie wirklich liebt oder ob er hinter ihrem Rücken eine Affäre hat.
Ihre Eifersucht sorgt schließlich dafür, dass Bridget und Mark sich trennen und sich Bridget wieder mit Haut, Haar und Po ihrer Arbeit widmen kann.
Ihr Boss ist nämlich auf die Idee gekommen, dass Bridget Daniel Cleaver (Hugh Grant) bei seinen Reisereportagen unterstützen soll, obwohl wohl jeder im Sender weiß, dass Daniel ein Aufreißer ist, vor einiger Zeit eine etwas unschöne Affäre mit Bridget hatte und die beiden seitdem spinnefeind sind.
Widerwillig reist Bridget schließlich doch mit Daniel nach Thailand, um dort einen Reisebericht zu drehen, denn schließlich sieht sie sich selbst ja als ernstzunehmende Journalistin, die Privates und Beruf zu trennen weiß.
Es kommt aber, wie es kommen muss. Nach dem unfreiwilligen Genuss von rauschauslösenden Pilzen, landet Bridget bei Daniel im Hotelzimmer, kann seinem britischen Charme jedoch in letzter Sekunde widerstehen und besinnt sich darauf, dass sie Mark eigentlich immer noch über alles liebt.
Als es am nächsten Tag zurück nach London gehen soll, tappt Bridget dann völlig unbedarft in die thailändische Touristenfalle. Sie transportiert für die Urlaubsbekanntschaft ihrer Freundin ein Souvenir, das, wie Bridget erst am Flughafen erfährt, randvoll mit Kokain ist, und landet dafür im thailändischen Gefängnis.
Nur Mark Darcy kann sie da noch rausholen...
_Allgemeine Infos
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"Bridget Jones: Am Rande des Wahnsinns". USA/GB 2004
Regie: Beeban Kidron
Drehbuch: Helen Fielding, Andrew Davies, Richard Kurtis, Adam Brooks
Darsteller: Renée Zellweger, Colin Firth, Hugh Grant, Jacinda Barrett, Gemma Jones, Jim Broadbent
Verleih: UIP
Länge: 108 Minuten
FSK: ab 6
Homepage: http://movies.uip.de/bridgetjones2/
_Meine Meinung
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Ich versteh überhaupt nicht mehr, warum ich bei dem ersten Teil solche Anlaufschwierigkeiten hatte, denn "Bridget Jones: am Rande des Wahnsinns" verdeutlicht, dass man Bridget Jones einfach lieben muss.
Bridget Jones ist eine von uns bzw. denke ich, dass ein wenig Bridget in fast jeder Frau steckt.
In meiner Inhaltsangabe setze ich voraus, dass man den ersten Teil, "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" kennt und ich denke, dass man zum zweiten Teil auch ohne das Vorwissen gar keinen Zugang haben wird.
Man wird den Zwist zwischen Bridget und Daniel nicht richtig verstehen und deshalb auch nicht richtig lustig finden können und man wird auch ihre Zuneigung zu Mark Darcy nicht nachvollziehen können.
Über die peinlichen Auftritte von Bridget Jones wird man sich aber vermutlich auch ohne Vorwissen amüsieren, denn Bridget ist einfach sehr unbedarft und handelt immer so, wie es ihr gerade in den Sinn kommt.
Das macht ihre Auftritte zwar manchmal zu einem kompletten Desaster, aber es macht die Figur eben auch sehr liebenswert, was in dieser Fortsetzung meiner Meinung nach auch besser rüberkommt als im ersten Teil.
Obwohl ich finde, dass das Leben von Bridget Jones sehr realistisch ist, sind einige Szenen heillos übertrieben.
Beispielsweise geht Bridget in einem hautengen goldenen Kleid zu einer wichtigen gesellschaftlichen Veranstaltung, obwohl ihre Freunde ihr von dem Kleid abgeraten haben und sie darin wirklich aussieht wie eine Leberwurst in der Pelle.
Natürlich kann man sich bei diesem Auftritt kaum halten vor lachen, aber es ist eben auch total unrealistisch, denn jede andere Frau hätte im Spiegel gesehen, dass man so nicht aus dem Haus geht. Das gleiche gilt ungefähr für ihr Outfit im Skiurlaub.
Ein Szenario, das wohl in dem Bestseller von Helen Fielding ebenfalls vorkommt, aber in meinen Augen total nicht zum Film passt, ist Bridgets Aufenthalt im thailändischen Gefängnis.
Klar, es passt zu Bridget, dass sie sich ein mit Drogen gefülltes "Mitbringsel" von der Urlaubsbekanntschaft ihrer Freundin andrehen lässt, weil sie als einzige noch Platz im Koffer hat, aber der darauffolgende Aufenthalt im Gefängnis, in dem sie mit den anderen Insassen BHs tauscht und fröhlich Madonna-Songs trällert, ist einfach viel zu überzogen und viel zu unrealistisch.
Trotzdem schafft es Renée Zellweger mit ihrer natürlichen Art, dass ich über diese blöde Szene, die letztendlich für ein glückliches Ende sorgt, auch lachen konnte.
Überhaupt spielt Frau Zellweger die Herren Firth und Grant permanent an die Wand und lässt die beiden bei ihrem Schauspiel ziemlich blass erscheinen.
Renée Zellweger geht völlig auf in der Rolle der Bridget Jones, hat sie dafür ja auch extra ein paar Pfunde zugelegt.
Völlig uneitel und eins mit ihrer Rolle sieht sie als pummelige Bridget immer so aus als käme sie gerade aus dem Bett, hätte noch nie etwas von Gesichtspuder gehört und tappt als Bridget hocherhobenen Hauptes in jedes Fettnäpfchen und schwimmt eine Runde darin herum.
Ohne jeglichen Hollywood-Glamour spielt sie einfach so echt ihre Rolle, dass man meint, man würde auf der Leinwand eine Dokumentation und keinen Spielfilm sehen.
Ich hoffe wirklich, dass die Produzenten Renée Zellweger für einen dritten Bridget Jones Film verpflichten können, denn ich kann mir in der Rolle einfach keine andere vorstellen.
_Mein Fazit
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"Bridget Jones: Am Rande des Wahnsinns" ist großer Kinospaß für Frauen, denn der Film ist einfach herrlich schräg und zeigt stellenweise das wahre Leben.
Renée Zellweger ist umwerfend als pummelige, chaotische Bridget - man muss sie einfach gern haben.
Obwohl ich Fortsetzungsfilme nicht so gerne mag, bin ich von dieser Fortsetzung begeistert, da der Film mit seiner Fortsetzung wirklich da weitermacht, wo der erste Teil aufgehört hat. weiterlesen schließen
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