Illuminati (Taschenbuch) / Dan Brown Testberichte
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- Niveau: sehr anspruchsvoll
- Unterhaltungswert: gering
- Spannung: durchschnittlich
- Humor: wenig humorvoll
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Tests und Erfahrungsberichte
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Eine Katastrophe jagt die Nächste ... ein Muss für alle Thriller Fans !!!
25.06.2003, 14:11 Uhr von
Elfe04
Hallo Yopianer, Ich bin eine sächsische Elfe, wohne aber seit 7 Jahren im schönen NRW. Ich zoc...5Pro:
spannend spannend spannend
Kontra:
teilweise äusserst unrealistisch
Empfehlung:
Ja
Hallo Leute,
dieses Buch ist der absolute Hammer und solltet ihr euch nicht entgehen lassen, wenn ihr auf spannende Thriller und Psychothriller steht. Dieses Buch ist nämlich nicht nur frei erfunden, sondern basiert auf realen Gegebenheiten. Natürlich ist die Geschichte nicht so passiert, aber sie könnten passieren. Aber nun von vorn ...
Seit ich lesen kann, interessiere ich mich für Horrorgeschichten, Thriller, Psychothriller und Geschichten, die auf waren Begebenheiten basieren. Neben Stephen King habe ich sonst keinen Faforiten, sondern lese alles Querbeet. Nachdem ich ein Buch gelesen habe, interessiert mich natürlich auch der Schriftsteller. Leider findet man über Dan Brown so gut, wie gar nichts. Es scheint, als wäre Illuminati der einzige Roman, den er geschrieben hat. Axel Merz hat den Roman von ihm ins Deutsche übersetzt.
Bei meinem samstäglichen Einkauf im Supermarkt kam ich wie immer am Bücherregal mit den Top 20 Büchern vorbei. Nicht, dass ich auf Kommerz stehe, aber ich griff automatisch auf den Roman auf Platz 1. Es war ein schwarzes Buch mit einem Assassinen in einem roten Mantel darauf, der ein riesengroßes rotes Kreuz um den Hals hat. Das Gesicht ist nicht zu erkennen. Unter der Kapuze ist es einfach nur schwarz.
Noch faszinierender war aber die Aufschrift. Es ist nicht nur einfach Illuminati hingekritzelt, sondern es ist hervorgehoben und in einer besonderen Schriftart aufgebracht. Wenn man darüberfährt, spürt man die Buchstaben stark und während des Lesen bin ich da auch öfters mit den Fingern darüber. Das erhöht den Nervenkitzel *g
Der Autor Dan Brown sagte mir jetzt erstmal gar nichts, aber da war das Buch eh schon längst in meinem Einkaufswagen. Es kostete 8,90 € über die ich mich bis jetzt nicht geärgert habe. Das Buch ist vom Bastei Lübbe Verlag gedruckt und zwar erst 2003 in der deutschsprachigen Ausgabe. In Amerika ist es schon seit 2000 auf dem Markt.
Wie wahrscheinlich jeder Mensch, ließt man erstmal den Buchrücken. Normalerweise liest man den ja, bevor man das Buch kauft, aber ihr wisst ja mittlerweile, dass ich meist nach dem Aussehen und dem Gefühl gehe. Das hatte mich hier keinesfalls getäuscht. Folg. verrät der Buchrücken:
Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürde Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der Illuminati. Diese Gemeinschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Kernforschers wurde Antimatiere entwendet.
O.k. das klingt zwar erstmal spannend, aber wenn man das Buch durchgelesen hat, dann meint man, dass die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken ruhig etwa interessanter beschrieben werden könnte. Nun gut, dann fangen wir mal an und zwar mit den Hauptgebäuden, die in der Geschichte vorkommen:
Schweizer Labor – CERN
Am Cern beginnt das ganze Übel. Dieser Kernforscher, der auf dem Buchrücken erwähnt wird, hat Antimaterie entwickelt, mit der man alles mögliche in die Luft sprengen kann. Im Buch wird erwähnt, dass CERN das Internet erfunden hat. Ich stellte Nachforschungen im Internet an und es stimmt tatsächlich. Cern hat auch mehrere Nobelpreise eingesteckt. Sie haben das World Wide Web entwickelt um den Informationsaustausch zwischen Physikern, die an verschiedenen Universitäten und Orten der ganzen Welt arbeiten zu verbessern und zu beschleunigen. Dies habe ich nicht aus dem Buch erfahren, sondern selbst aus dem Internet recherchiert.
In Cern forschen ca. 3000 Physiker permanent und seit Jahren versucht man halt Antimaterie zu entwickeln. Sie gehen davon aus, dass beim Urknall Unmengen von Antimaterie frei geworden sind und das versuchen die halt nachzumachen. Cern hat es geschafft, aber Antimaterie herzustellen ist schwerer als alles andere auf dieser Welt. Ein Gramm Antimatiere soll einige Trillionen Dollar kosten. Krass was?
Jedenfalls habe ich gelesen, dass man heutzutage versucht Antimaterie gegen Krebs einzusetzen. Na hoffen wir mal, dass denen das gelingt.
Im Buch jedenfalls spielt Cern eine bedeutende Rolle. Sie haben sich voll und ganz der Wissenschaft gewidmet und haben mit Religion (auf deutsch gesagt) nichts am Hut. Sie haben etwas erschaffen, was die Welt verändert könnte, aber hochgefährlich ist. Was man mit so einem Gramm Antimaterie alles anstellen kann ....
Der Vatikan
Ja gut, was der Vatikan ist brauche ich euch ja nicht erzählen. Da sitzt halt ein Papst, der von tausenden Schweizer Gardisten bewacht wird und auf seinen millionenschweren Schätzen und der größten Kunstsammlung der Welt sitzt. Im Roman gibt es allerderdings keinen Papst mehr. Er ist tot. Es gibt also kein Oberhaupt der katholischen Kirche und daher muss ein neuer Papst her. Dieser kann nur bei der sog. Konklave aus 4 Kardinälen gewählt werden.
In der Zwischenzeit kann der Vatikan von einem Camerlengo, dem sog. „Vertreter“ geführt werden. Der Camerlengo ist eine Art Privatsekretär des Papstes und wenn er nicht mehr ist, geht die ganze Verantwortung auf diesen über. Er kann auch das Konklave (die Neuwahl des Papstet) einberufen. Ein Camerlengo ist ein gewöhnlicher Priester und somit nur ein Kammerdiener des toten Papstes. So ein Camerlengo braucht auch nicht steinbeinalt zu sein, wie ein Papst.
Total cool finde ich, dass man auf eine der ersten Seiten eine Karte von Rom und eine Karte von Vatikanstadt findet. Dort ist vom Petersdom bis zur päpstlichen Audienzhalle alles eingezeichnet. So kann man sich das dann alles ein bisschen vorstellen. Echt klasse.
Der Illuminatiorden
Ich persönlich habe noch nie etwas davon gehört, aber man bildet sich doch gerne oder? Jedenfalls besteht seit Anbeginn der Zeit eine große Kluft zwischen der Wissenschaft und der Religion. Die Religion verfolgt die Wissenschaft, weil sie angeblich in den Lauf der Zeit eingreifen wollen. Die Kirche verfolgte die Wissenschaft und tötete namhafte Wissenschaftler.
Bereits 1500 bildete sich eine kleine Gruppe von Männern, die etwas dagegen unternehmen wollten. Dazu gehörten Mathematiker, Physiker und Astronomen aus Italien. Sie trafen sich heimlich und sprachen darüber wie sich das kirchliche Monopol auf die den weltweiten Fortschritt auswirken könnte.
Man weiß ja selbst, dass solche Organisationen meist mit einem kleinen Stein beginnen und dann eine ganze Lawine zum rollen bringen. Hier ist das genau so. Aus den paar Männern bildetete sich die erste wisschenschaftliche Denkfabrik, die sich „die Erleuchteten“ nannten. Inzwischen hatten sie Mitglieder aus ganz Europa und alles hohe Köpfe in der Wissenschaft.
Diese Wissenschaftler mussten extrem geschützt werden, da sie von der katholischen Kirche gejagt wurden. Sie trafen sich immer in einer römischen Kirche, die sie „Kirche der Erleuchtung“ nannten. Die Organisation wuchs und wuchs und gewann immer mehr Mitglieder. Das Oberhaupt der Illuminati war damals Galileo, der die anderen Mitglieder überzeugte, dass man nicht mit Gewalt weiter kommt. Wers nicht glaub, der schaut auf http://www.progenesis.ch/presse/GalileoGalilei.html
So, damit das hier nicht zu unübersichtlich wird, belasse ich es erstmal hierbei. Ihr erfahrt noch genug über die Illuminati in dem Buch :-)
Nun noch kurz zu den Hauptpersonen. Die unumstrittenste Hauptperson ist
Robert Langdon
Langdon ist ein absolut reiner und herzensguter Mensch, der meiner Meinung nach, der klügste Mensch der Welt ist. Er ist 45 Jahre alt und scheint zwischen den Jahrhunderten gefangen zu sein. Jedenfalls sehen seine Freunde ihn so. Er ist Professor an der Harvard Universität für religiöse Symbologie. Er hat 3 Bücher über die Symbologie geschrieben. Er kennt sich mit allem aus, was man sich vorstellen kann. Er kennt jeden und alles über berühmte Wissenschaftler, Religionen und anderen Organisationen. Dieser Mann ist einfach unglaublich!
Vittoria Vetra + Leonardo Vetra
Leonardo Vetra spielt anfangs eine sehr kurze Rolle, da er ja von Anfang an Tod ist. Man erfährt im Nachhinhein aber noch einiges über ihn und, dass er nicht ganz unschuldig ist. Er ist ein Physiker, der wie ein Wahnsinniger forscht und die ersten Antimateriepartikel herstellte.
Bei Vittoria ist als allererstes zu erwähnen, dass SIE die größte Menge (ein viertel Gramm) Antimaterie hergestellt hat, die je hergestellt wurde. SIE ist eigentlich schuld an allem, aber trotzdem mag ich sie. Sie ist die Tochter, des ermordeten Vaters (Leonardo Vetra). Sie war unterwegs, als es passiert und total bestürtzt über den grausemen Tod ihres Vaters. Sie liebte ihn über Alles und hat nun gar Niemanden mehr. Sie ist so von Hass erfüllt, dass sie alles tun würde, um ihren Vater zu rächen.
Maximilian Kohler
Dieser Mann ist der Oberchef von CERN. Er ist ein verbitterten alter Mann, der an einen Rollstuhl gefesselt ist. Allerdings hat er an diesen Rollstuhl eine Kamera und andere nützliche Dinge installiert. Bei Herrn Kohler denkt man, dass er keine Gefühle hat. Niemand mag ihn richtig leiden und das ist auch kein Wunder bei seiner Ausstrahlung. Allerdings mochte er den ermordeten Leonardo Vetra sehr. Dies kann er aber nicht zeigen, wie alle anderen positiven Gefühle. Am Ende des Buches erfährt man sein ganzes bitteres Schicksal, welches den Hass auf die Kirche und sein unglückliches Leben erklärt.
Camerlengo Carlo Ventresca
Der Camerlengo ist der Stellvertreter des verstorbenen Papstes. Er ist sehr religiös aufgewachsen und hat nur Gott im Sinn. Er glaubt mit ihm sprechen zu können und hört auch öfter seine verstorbene Mutter reden, lebt mit voller Hingabe für den Papst, die Kirche und seine Religion.
Janus und der Hashishin
Janus ist der Obermacker der Illuminati und erteilt seine Befehle an den Hashishin, einem total brutalen Kämpfer. Er empfindet keinen Schmerz, ist sehr stark und fast unbesiegbar. Wie jeder Satanskämfper (obwohl man die Illuminati nicht unbedingt in die Satanskultecke stecken kann) kämpft und stirbt er für seine Sache. Er hat Spaß daran seine Opfer zu quälen und sterben zu sehen. Das Töten ist für ihn wie Heroin. So einem möchte ich persönlich nicht begegnen. Janus ist total besessen, quält und branntmarkt sich selbst ... total krank eben !!!
Oberst Olivetti
Er ist der Oberbefehlshaber der bewaffneten Streitkämpfer des ganzen Landes. Er hat im Vatikan ziemlich viel zu sagen, aber muss sich an sehr sehr strenge Regeln halten. Diese nimmt er so ernst, dass er die Mission teilweise behindert hat. Er ist stolz, der katholischen Kirche dienen zu dürfen. Um zur Schweizer Garde gehören zu dürfen muss man eine harte Ausbildung machen. Olivetti nimmt seinen Job sehr ernst und wird im Laufe der Geschichte etwas lockerer , aber ...
Da Buch fängt selbstverständlich mit einigen Danksagungen an. Ich frage mich immer, wieso die am Anfang eines Buches stehen, da es den Leser ja eigentlich nicht interessiert oder? Auf Seite 9 beginnt ein kleiner Bericht über Wahrheit und Dichtung. Obwohl die Geschichte selbstverständlich frei erfunden ist, steckt jede Menge Wahrheit in dem Roman, welche sehr interessant ist.
Auf Seite 11 findet man noch eine Anmerkung des Verfassers:
„Hinweise auf Kunstwerke, Gruften, Tunnel und Bauten in Rom beruhen auf Tatsachen, einschließlich ihrer genauen Lage. Man kann sie heute noch besichtigen. Die Bruderschaft der Illuminati existiert ebenfalls.“
Ist das nicht der Hammer? Der Verfasser hat das Buch nicht einfach runtergeschrieben, sondern ausführliche Nachforschungen und Recherchen angestellt um dieses Meisterwerk zu schreiben. Nun folgen die 2 vorher beschriebenen Karten und dann der Prolog.
Nun beginnt es endlich und das Zurücklehnen in den Sessel kann man vergessen. Also ich war jedenfalls bei jeder Zeile in höchster Spannung und das von Anfang an. Es fängt damit an, dass Langdon von einem Telefonanruf aus dem Schlaf gerissen wird. Der Anrufer wollte, dass Langdon sofort kommt, aber der hatte gar kein Interesse und fühlte sich belästigt. Nachdem er ein Fax erhielt und derjenige dann nochmal anrief, war er da anderen Meinung.
Langdon wurde mit einem Überschallflugzeug abgeholt, was in einer Stunde am Zielort war. Also in einer Stunde von Boston nach Genf kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Da wird halt doch ein bisschen geflunkert.
Robert kommt in Genf an und erfährt erstmal eine Menge über CERN und dass sie das Internet (mit)erfunden haben. Er sieht den Toten und dann nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Sie entdeckten, dass das Viertelgramm Antimaterie gestohlen wurde. Vorher wurde Langdon präsentiert, was 500 Nano Gramm Antimatierie schon anrichten können. Naja und das Viertelgramm, welches gestohlen wurde, hat jemand im Vatikan deponiert. Geil was? Ich hab auch gedacht, dass das doch gar nicht sein kann, aber es ist so. Der Vatikan sitzt auf einer tickenden Bombe.
Und die tickt wirklich. Antimaterie explodiert nämlich sofort, wenn es mit Materie in Berührung kommt. Es muss in einem Magnetfeld gesichert werden. Das Magnetfeld wird mit Hilfe von Batterien aufrecht erhalten. Wie jede Batterie werden auch diese mal leer gefahren sein und dann BUMM !!!
Die Batterien halten 24h und als sie um 6 Uhr im Vatikan einen Anruf vom Hashishin erhielten waren nur noch 6 Stunden übrig. Ausserdem berichtet der Hashishin, dass er die 4 Kardinäle entführt hat (einer von denen sollte ja in dieser Nacht zum neuen Papst gewählt werden). Er setzt einen Countdown fest. Ab 20 Uhr geht’s los und zwar wird jede Stunde ein Kardinal gefoltert und um 12 Uhr fliegt alles in die Luft.
Bei dieser Szene ist man ca. bei der Mitte des Buches und man wird förmlich hinein gezogen. Wie soll man diese Katastrophe nur aufhalten? Ohne Langdons überirdisches Wissen und seine Kraft hinter das Geheimnis zu kommen, hätte das Buch da enden können.
Langdon ist so unbeschreiblich gut und setzt irgendwelche Fetzen, die er mal gehört oder gelesen hat zusammen und kommt somit auf den Weg der Illuminati. Es beginnt eine krasse Verfolgungsjagd durch Rom. Diese Jagd ist so unbeschreiblich spannend und fesselnd, dass man denkt, man ist selbst in Rom und versucht die Katastrophe zu verhindern. Leider sind Robert und Vittoria schon bei der ersten Hinrichtung am falschen Ort.
Aufgeben ist für die beiden jedoch ein Fremdwort. Sie treiben sich immer wieder voran und obwohl sie einen Rückschlag nach dem Anderen einstecken machen Sie weiter und setzen ihr Leben permanent aufs Spiel. Unvermeidbar ist natürlich, dass sich zwischen den Beiden etwas anpendelt und das lockert die extrem gespannte Situation immer ein bisschen auf. Von daher ist dieser Roman noch perfekter.
Immer, wenn man denkt, man kann sich jetz ein bisschen zurücklehnen und entspannt weiter lesen, folgt eine neue Katstrophe. Der Autor versteht es wirklich einem das Blut in den Adern erstarren zu lassen. Teilweise pochte mein Herz total stark und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, weil es aus dieser Situation doch keinen Ausweg geben kann ...
Zugegeben, einige Passagen sind mehr als unrealistisch und unmöglich. Wie Langdon teilweise auf den Ort des nächstes Geschehnisses kommt und die Zusammenhänge die er von irgendwoher herleitet, sind sehr unglogisch. Wenn auch nur eine seiner Ideen falsch gewesen wären, dann ... tschüß Vatikan. Er findet aus einem sehr alten Buch einen versteckten Wegweiser (eine Art Schatzkarte). Damit beginnt die Verfolgsjagd durch Rom. Sie richten sich nach Skulpturen, Plätzen und allen möglichen Bauarten, die ein bestimmter Historiker erschaffen hat.
Beim Lesen dachte ich oft im Hinterkopf, dass dieser Roman wirklich extrem ist und der Autor wirklich Mut hat so etwas zu schreiben. Der Vatikan steht auf einer tickenden Bombe, 4 Kardinäle, wo einer davon zum Papst gewählt werden sollte werden öffentlich hingerichtet usw usw ... mutig mutig ... ehrlich !!!
Zum Ende hin wird es immer katastrophaler und die Geschehnisse überschlagen sich. Was man dann liest kann man kaum glauben und sieht die ganze Geschichte in einem anderen Licht, sodaß man fast gezwungen wird, das Buch nochmals zu lesen. Meist sieht man dann einiges Anders, als beim ersten Lesen. Ausserdem kann ich beim zweiten mal Lesen etwas entspannter an die Sache rangehen.
In diesem Buch erfährt man sehr viel über Wissenschaft, Religion und Geschichte. Man wird mit Wörtern überhäuft, die man noch nie gehört hat. Teilweise werden sie auch nicht erklärt, aber später kapiert man, was damit gemeint war. Geschichtliche Ereignisse werden sehr tiefgründig erklärt und man ist fasziniert von solchen Teilen der Geschichte.
Also ich möchte ja jetzt nicht noch mehr verraten, auch wenn es mir in meinen Fingern brennt, aber ihr sollt ja auch noch etwas davon haben. Ich hoffe, ich habe euch ein bisschen heiß auf das Buch gemacht. Der Preis ist ja voll o.k.. Bei Amazon kann man das ja auch gebraucht erwerben, falls es euch zu teuer ist.
Es erwarten euch geballte Ladung Spannung, geschichtliche Hintergründe und eine gnadenlose Hetzjagt durch Rom um eine Katastrophe zu verhindern.
SCHAFFEN SIE ES ???????????????????????
Grüße
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Lass dich von Engeln führ’n auf luft’ger Quest
22.06.2003, 12:23 Uhr von
Drafi
Hallo, immer noch Student(in) (DEW in Halle) und immer noch kein Ende in Sicht. Bin hauptsäc...Pro:
hoch komprimiert, sehr spannend
Kontra:
/
Empfehlung:
Ja
Hallo, einmal mehr!
Mein Gott Walter! Wer erstellt denn solche Kategorien? Ein Name, zwei Fehler. Der Mann heißt DAN BROWN! Egal.
Wieder einmal möchte ich ein Buch vorstellen, welches mich in der letzten Zeit fasziniert hat. Es handelt sich auch dieses mal wieder um reine Unterhaltungsliteratur. Es geht um den Thriller „Illuminati“ von Dan Brown.
Gekauft habe ich das Buch für mich eher untypisch in einer hiesigen Buchhandlung. Als erstes stach mir natürlich das in schwarz, rot und weiß gehaltene Cover ins Auge. Auf schwarzem Hintergrund ist jemand in einer roten Kutte abgebildet dessen Gesicht nicht zu erkennen ist und der ein recht großes Kreuz um den Hals trägt. Der Titel ist ebenfalls in rot und geprägt, also erfühlbar.
Letztendlich hat mich die mystische Geschichte um die Illuminati und deren Kampf gegen die Kirche zum Kauf verleitet.
Die Story
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Wer sich nicht zuviel Spannung nehmen lassen will, sollte hier vielleicht nicht bis zum Schluss lesen, aber keine Angst, ich werde schon nicht alles verraten.
Kurz vorweg ein paar Worte zu den Illuminati. Diese sind angeblich eine Geheimgesellschaft welche von Galileo Galilei gegründet wurde. Es ist eine Vereinigung von Wissenschaftlern, welche sich gegen die Kirche und deren Auslegung von Wissenschaft stellt. Der Legende nach ist sie weltweit in vielen hochrangigen Positionen vertreten und kontrolliert somit einen großen Teil unserer Gesellschaft. Ebenso wie die Freimaurer, welche sie selbst infiltrierten werden sie immer wieder mit Satanismus in Verbindung gebracht.
Bei CERN, einem schweizerischen Forschungszentrum, wird einer der Wissenschaftler tot aufgefunden. Er wurde ermordet und gebrandmarkt. Die Brandwunde ist das Ambigramm einer längst tot geglaubten Geheimgesellschaft, eben jener Illuminati. Der Dirktor von CERN bittet einen amerikanischen Professor für Symbolologie um Hilfe. Robert Langdon - einer der Protagonisten des Romans - ist Fachmann im Bereich der wissenschaftlich, geschichtlichen Erforschung der Illuminati und hat somit das Wissen, was für die Aufklärung dieses Mordes benötigt wird. Dieser begibt sich trotz seiner Überzeugung, dass die Illuminati nicht mehr existieren, aber dennoch von dem Auftauchen des Ambigramms fasziniert in die Schweiz und trifft dort auf die Tochter des ermordeten Wissenschaftlers – Vittoria Vetra, die zweite Protagonistin. Diese ist nun gezwungen die bisher geheimgehaltene Forschungsarbeit ihres Vaters zu erläutern.
Ihr war es zusammen mit ihrem Vater gelungen Antimaterie herzustellen und sogar größere Mengen davon zu lagern. Da Antimaterie aber nun das genaue Gegenteil von Materie ist, löschen sich bei Berührung beide gegenseitig aus, ähnlich dem Prinzip von Wellentälern und Wellenbergen. Im Laufe ihrer Erläuterungen stellt sich heraus, dass ein Behälter, welche die größte Probe der Antimaterie enthielt, gestohlen wurde. Dieser verschwundene Behälter kann die Antimaterie ohne Stromversorgung jedoch nur 24 Stunden sicher aufbewahren. Danach ist eine Annihilation, also die Gegenseitige Auslöschung von Materie und Antimaterie nicht mehr zu verhindern.
Kurze Zeit später erhalten die 3 einen Hinweis, dass sich im Vatikan ein unbekanntes Objekt befindet, in welchem ein kleiner Tropfen Flüssigkeit schwebt und welcher einen Countdown anzeigt. Da das Objekt aber nur auf dem Videobild einer drahtlosen Kamera zu sehen ist, weiß niemand, wo sich das Objekt befindet. Vetra und Langdon machen sich also auf den Weg in den Vatikan.
Da der alte Papst vor kurzem verstorben ist, soll genau an diesem Abend das Konklave zur Wahl eines neuen Oberhauptes der katholischen Kirche stattfinden. Sollte der Behälter nicht gefunden werden, würde dies bedeuten, dass die gesamte Führungsebene der katholischen Kirche inklusive der Vatikanstadt durch die Antimaterie vernichtet würde.
Die für die Sicherheit zuständige Schweizer Garde hat durch das Konklave allein schon keine Zeit sich mit den beiden Wissenschaftlern zu befassen. Darüber hinaus glaubt ihnen keiner und sie laufen kurzzeitig unter Arrest gestellt um die Abläufe nicht zu stören. Erst der Camerlengo, derjenige Geistliche, welcher bis zur Wahl eines neuen Papstes die Amtsgeschäfte übernimmt, gibt den beiden Wissenschaftlern die Möglichkeit ihre Untersuchungen fortzusetzen.
Zu allem Überfluss sind die 4 preferiti (die 4 Kardinäle, welche am ehesten für eine Wahl in Frage kommen) auf unerklärliche Weise verschwunden und auch kurz vor Beginn des Konklaves noch nicht wieder aufgetaucht.
Per Telefon meldet sich der Handlanger der Illuminati. Ein Assasin der auch schon den Mord an Vittoria Vetras Vater begangen und den Antimateriebehälter entwendet hat. Er behauptet die 4 preferiti entführt zu haben und droht diese nacheinander umzubringen und zu brandmarken. Dies soll jeweils zu jeder vollen Stunde und entlang des sogenannten „Pfades der Erleuchtung“ geschehen. Dies ist ein mit zumeist in Kirchen versteckten Hinweisen gespickter Weg quer durch Rom, welcher zu dem geheimen Versteck der Illuminati aus Galileos Zeiten führt. Jeder der vier Punkte auf dem Weg ist einem Element gewidmet.
Erde – Luft – Feuer – Wasser
Während die Schweizer Garde damit beginnt den Antimateriebehälter zu suchen, versuchen Vetra und Langdon das Rätsel des Weges zu lösen und beginnen damit alte Aufzeichnungen von Galileo durchzusehen und tatsächlich bekommen sie den Hinweis auf den ersten Punkt der Schnitzeljagd quer durch Rom. Sie finden folgendes Gedicht versteckt in einem von Galileos Werken.
Von Santis irdnem Grab in Dämons Loch,
Durch Rom die myst’schen Urstoffe sich ziehn.
Der Lichtpfad ist gelegt, der heilge Test,
Lass dich von Engeln führ’n auf luft’ger Quest’.
So an dieser Stelle höre ich auf. Ob die 4 preferiti überleben und der Vatikan jetzt noch steht, will ich nun nicht mehr preisgeben. Nur soviel noch zur Story. Der gesamte Thriller spielt sich in etwa jenen 24 Stunden ab, die der oben beschriebene Behälter ohne Stromversorgung aktiv ist.
Das Buch
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Dan Brown
„Illuminati“
Taschenbuch von Bastei Lübbe (14866)
Deutsche Erstveröffentlichung
ISBN: 3-404-14866-5
Preis: 8,90 Euro
Fazit
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Fantastisch! Die Geschichte wird mit solch einem Tempo erzählt, dass es schwer fällt den Roman wieder aus der Hand zu legen. Ständig erwartet man die nächste Katastrophe bzw. Hiobsbotschaft für die Protagonisten, welche dann auch prompt kommt. Die 24 Stunden, in welchen die Handlung spielt, werden jedoch so detailgetreu erzählt, dass die rund 700 voll sind mit spannenden Kleinigkeiten, jedoch ohne den Handlungsstrang je ernsthaft in Vergessenheit geraten zu lassen.
Zudem ist die Geschichte recht gut recherchiert. Dan Brown war selbst in der Vatikanstadt und hat sogar eine Audienz beim Pabst erhalten. Alle erwähnten Bau- und Kunstwerke entsprechen also der Realität. Ebenso ist CERN und die Erschaffung der Antimaterie kein Hirngespinst des Autors.
Zugegebener Maßen ist der Autor hier und da etwas zu unvorsichtig mit seinen Andeutungen gewesen, so dass man bereits ein paar Seiten vorher den Handlungsfortgang erahnen konnte. Um der ganzen Erzählung noch einen drauf zu setzen und ein fulminantes Ende zustande zu bringen, beginnt Dan Brown auf den letzten 50 Seiten zu zaubern und biegt die Story m.E. extrem in eine recht wunderliche Richtung, bekommt aber in der endgültigen Auflösung noch rechtzeitig die Kurve, so dass der Gesamteindruck dadurch keinen Schaden nimmt.
Alles in allem ist dieses Buch nicht nur für Antitheisten und Verschwörungstheoretiker zu empfehlen. Auch losgelöst vom tödlich Zwist der mysteriösen, wissenschaftlichen Geheimgesellschaft und der konservativen katholischen Kirche ist dieser Thriller für Fans spannender Literatur ein Muss im Bücherschrank.
Habt Dank für’s Lesen, Bewerten und Kommentieren.
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