Pro:
Design, Bildqualität, Bedienung, Funktionen
Kontra:
verwackelte Sportbilder, keine Fototasche
Empfehlung:
Ja
Inhalt des Berichts: die Kamera „Prima Super 120“ von „Canon“
Dieser Bericht handelt wieder einmal von einem technischen Gerät, nämlich von der Kompaktkamera „Prima Super 120“ aus dem Hause „Canon“. Ich besitze die Kamera nun schon seit ca. 3 Monaten und in diesem Bericht möchte ich euch meine Erfahrungen mit dem Gerät schildern.
**Gliederung**
1. Einleitung
2. Lieferumfang
3. Aussehen
4. Betriebsarten und weitere Funktionen
5. Bedienung
6. Bildqualität
7. Meine Meinung
8. Geeignet für...!?
9. technische Daten
10. Fazit
1. Einleitung
Welcher Haushalt hat keinen Fotoapparat? Inzwischen ist er manchen Leute fast schon so wichtig wie der Fernseher oder der Computer, verwendet wird er bei besonderen Ereignissen vorwiegend wohl in Urlauben. Seit einigen Jahren gibt’s ja jetzt schon Digitalkameras zu kaufen, diese werden meiner Meinung nach auch die Zukunft auf dem „Fotomarkt“ bestimmen, auch wenn man für sie momentan noch ziemlich tief in die Tasche greifen muss. Aufgrund des hohen Preises habe ich mir vor einem Vierteljahr doch noch eine „normale“ Kamera gekauft, in diesem Bericht möchte ich euch diese nun etwas näher bringen.
2. Lieferumfang
Die Kamera erwarb ich nach intensiver Beratung bei „Kaufhof“. Die „Prima Super 120“ befand sich in einem roten und relativ kleinem Karton, in dem außerdem passende Batterien, ein Trageschlaufe sowie eine ausführliche Bedienungsanleitung beigelegt waren. Die 6- sprachige Anleitung erläutert alle Funktionen ziemlich genau, alles wird ausführlich beschrieben und mit passenden Bildern wird der Umgang mit dem Gerät zusätzlich erleichtert. Negativ hier nur, dass keine Fototasche beigelegt ist, diese muss also extra erworben werden, wenn man den Apparat ein bisschen schützen will.
3. Aussehen
Das silberne Aluminiumgehäuse der „Prima Super 120“ verleiht ihr auf den ersten Blick ein edles Aussehen. Es ist sehr robust und die Vorderseite des Apparats wird farblich noch durch eine schwarze Einbuchtung abgerundet.
Die Rückseite ist größtenteils in einem hellen Schwarzton gehalten, wobei der obere Streifen auch in dem besagten Silberton gehalten wird – optisch ist das auf jeden Fall sehr ansprechend.
Des weiteren befindet sich auf der Rückseite neben dem Zoom (3,2fach) und dem Guckloch ein kleines Display sowie ein Rädchen, mit dem man die verschiedenen Modi konfigurieren kann. Wenn man nicht nur die Standardfunktionen benutzen will, benötigt man noch ein paar Zusatzknöpfe, diese befinden sich unter der Schalterabdeckung, welche links neben dem Display positioniert ist. Auf der linken Seite (bei Betrachtung von vorne) ist ein kleiner Ring angebracht, welcher für die – im Paket enthaltene –Trageschlaufe gedacht ist, diese ist auch problemlos zu befestigen. Auf der gegenüberliegenden rechten Seite ist ein kleiner Hebel, der das Öffnen des Filmfachs ermöglicht, und da drüber der Blitz, der beim Anschalten der Kamera nach links ausgefahren wird. Zu guter letzt befindet sich oben dann noch der obligatorische Auslöser und unten das Batteriefach.
Abschließend kann ich sagen, dass das Design optisch als auch farblich sehr ansprechend ist, das Gerät erinnert ein bisschen an die 50er/60er Jahre, wirkt dadurch aber keineswegs altmodisch. Ganz im Gegenteil: der außergewöhnlich angebrachte Blitz verleiht dem ganzen etwas Besonderes.
4. Betriebsarten und weitere Funktionen
Die Funktionen der „Prima Super 120“ Kamera werden den Foto Freak zwar nicht gerade vom Hocker reißen, dennoch würde ich diese im Vergleich zu anderen Kameras als überdurchschnittlich bezeichnen. So kann man z.B. verschiedene Titel oder auch verschiedene Daten in das Foto einblenden, aber dazu nachher genaueres.
Die Kamera wird durch Drehen an dem bereits erwähnten Rad an der Rückseite eingeschaltet. Nun kann man zwischen den 7 vorhandenen Betriebsarten wählen, zur Auswahl stehen folgende:
*----Autofokus----*
Die sogenannte AiAF-Funktion (mit 3 Meßfeldern) sorgt für die Fokussierung, auch wenn der Aufnahmegegenstand nicht genau in der Mitte des Suchers ist. Der Autofokus ist die – wohl am häufigsten genutzte Betriebsart, die sich vor allem bei relativ kurzen Abständen bewährt. Sehr oft kommt hier auch der Blitz zum Einsatz, komischer weise auch dann, wenn die Lichtverhältnisse nahezu perfekt sind.
*----Nahaufnahme----*
Dieser Modus ist vor allem für Naturfreunde gedacht. Meistens kommt die Betriebsart „Nahaufnahme“ nämlich bei Aufnahmen von Blumen zum Einsatz, ich persönlich benutze diese Funktion weniger, meine Mutter hält allerdings besondere Blumen bei [Urlaubs-] Wanderungen oder gar die im eigenen Garten (gerne) fest. Verwirrend nur, dass man diese Motive immer ein Stückchen versetzt aufnehmen muss, also zentriert man die Blume beim Fotografieren nicht, auf dem dann entwickelten Foto ist sie aber in der gewünschten, zentralen Position.
*----Sport----*
Ein Fotoapparat muss natürlich auch schnelle Bewegungen aufnehmen können. Dies klappt mit diesem Modus nur durchschnittlich, jedes ca. 5 Foto ist leicht verwackelt bzw. unscharf. Leider wird in diesem Modus ohne Rote- Augen- Reduzierung fotografiert, sonst würden solche Schnappschüsse nämlich nicht gelingen. Es kann auch eine Bildserie aufgenommen werden, dazu muss man den Auslöser dauerhaft gedrückt halten.
*----Porträt----*
Mit der Porträt- Funktion habe ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Auch hier wird mit Blitzlicht fotografiert, dieser soll angeblich ein Glanzlicht in den Augen der Personen hervorrufen – bei meinen Motiven sehe ich da kein Glanzlicht!? Das Foto wird mit einer kleinen Verzögerung von einer Sekunde abgeschossen, das liegt an der Funktion der „Rote- Augen- Reduzierung“.
*----Nacht----*
Mit dieser [Standard-] Betriebsart habe ich bisher auch nur positive Erfahrungen gemacht. Rote Augen sind bei mir noch nie aufgetreten, einziger Nachteil vielleicht nur, dass es relativ lange dauert, bis das Foto dann letztendlich gemacht wird [ca.4 Sekunden]. Selbstverständlich funktioniert das Fotografieren von Landschaften in völliger Dunkelheit weniger gut, mindestens eine Person sollte sich schon im Vordergrund befinden.
*----Spot----*
Bei dieser Betriebsart werden Scharf- und Belichtungseinstellung nur in der Mitte des Suchers durchgeführt. Man kann also extrem helle oder extrem dunkle Motive fotografieren, wobei ich damit weniger gute Erfahrungen gemacht habe und daher benutze ich diesen Modus überhaupt nicht (mehr).
*----Personal----*
Dies ist ein manueller Modus, man kann also eigene Einstellungen vornehmen und somit seine Bilder individuell verbessern. Leider muss man einige Erfahrung mitbringen, um hier auch wirklich gute Bilder zu erhalten. Wenn man kein „Experte“ ist, sollte man hier lieber die Finger weglassen, denn auch die Anleitung gibt dazu keine großartigen Tipps. Die Konfiguration erfolgt übrigens über das Display.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, das aktuelle Datum oder die Uhrzeit in die untere, rechte Ecke des Fotos einzubinden. Auch hier muss man manuell tätig werden, allerdings fordert das nicht wirkliches Fachwissen – ein kleiner Blick in die Anleitung genügt!;) Das gleiche gilt für die „Titeleinblendung“, bei der man (leider nur) vorgegebene kurze Sätze bzw. eher Bemerkungen einbinden kann. Insgesamt sind das leider nur 5 Einblendungen möglich, 3 davon: „I love you“, „Congratulations“, „Happy Birthday“. Sicher nicht sonderlich kreativ, aber ein nettes Gimmick ist das auf jeden Fall.
Generell sollte man das Motiv vorher noch einmal scharf einstellen, das erfolgt durch leichtes Drücken auf den Auslöser, beim erneuten festen Drücken wird dann ein garantiert scharfes Foto gemacht.
5. Bedienung
Die Bedienung ist sehr einfach, auch Leute, die nicht allzu viel Ahnung von Technik haben, sollten mit dem Gerät problemlos klarkommen. Der „Prima Super 120“ hat nicht sehr viele Knöpfe, sicher reichen auch die Standardfunktionen aus, man muss also nicht viel Zeit investieren um „dahinter zusteigen“. Unter einer – anfangs fast unsichtbaren – Schalterabdeckung befinden sich 5 weitere Knöpfe, diese werden allerdings nur gebraucht, wenn man solche Sachen, wie Titel- und Datumseinblendung benutzen will. Abschließend kann ich sagen, dass die Bedienung des „Prima Super 120“ ziemlich übersichtlich und leicht ist.
6. Bildqualität
Die Bildqualität dieser Kamera meiner Meinung nach sehr gut, man bekommt sehr klare und kontrastreiche Bilder, leider sind nur manchmal etwas verwackelte Bilder dabei, das wird aber an den bewegungsreichen Motiven liegen und da kann das schon mal vorkommen, denke ich. Bisher sind mir auch noch keine roten Augen bei Personenaufnahmen unter die Augen gekommen!;)
7. Meine Meinung & Erfahrung
Wie ihr sicher schon aus dem Bericht herauslesen konntet, bin ich mit meiner „Prima Super 120“ Kamera aus dem Hause „Canon“ wirklich zufrieden – und das wirklich fast in allen Bereichen. Das klassische Design des Geräts ist sehr ansprechend, die Mischung des Silber- und des Schwarztons hatte auf mich gleich beim Kauf eine anziehende Wirkung. Auf den ersten Blick gibt nur wenige Knöpfe, so sollen wahrscheinlich vor allem Einsteiger von der Kamera begeistert werden, denn meistens haben die es lieber übersichtlich und verzichten dann lieber auf die ein oder andere Funktion. Erst bei genauerem Hinsehen entdeckt man die Schalterabdeckung, die ein Fach mit 5 zusätzliche Knöpfen behütet. Gute Idee, denn so werden den Knöpfe weder auf der staubigsten Safaritour noch an den windigsten Stränden Schäden zugefügt.
Das Schaltrad – sicher auch nicht bei jedem Fotoapparat – funktioniert nach 3 Monaten immer noch perfekt, es könnte ja durchaus sein, dass es „ausleiert“, klemmt oder gar wackelt. Aber dem ist glücklicherweise nicht der Fall, falls etwas (negatives) passieren sollte, werde ich diesen Bericht natürlich schnellstens aktualisieren.
Die Kamera hat natürlich alle Standardfunktionen, die alle problemlos funktionieren. Einzig und allein von dem Betriebsmodus „Personal“ würde ich Leuten, die in der Materie noch nicht so bewandert sind, abraten. Auch die sonst sehr ausführliche und übersichtliche Anleitung gibt wenig Aufschluss darüber. Die Funktion der Titeleinblendung sehe ich persönlich eher als kleine Spielerei an, schade, dass man hier nicht selber kleine Wörter in die Fotos integrieren kann.
Bei meinen bisher entwickelten Fotos war die Qualität immer „sehr gut“ bis „hervorragend“, mein alter Fotoapparat (der „DL-27o“ von „Fujifilm“) kann da schon mal gar nicht mithalten. Nur bei Aufnahmen sportlicher Aktivitäten können Probleme auftreten, ungefähr jedes 5. Bild ist nicht scharf bzw. leicht verwackelt. Daher würde ich reinen Sportfotografen schon mal von dem Modell abraten, ich weiß allerdings nicht, ob andere Geräte da eine bessere Figur abgeben!??
Der Apparat kostete übrigens 180 €, erworben habe ich ihn – wie anfangs schon einmal erwähnt – bei Kaufhof, ich denke der Preis geht in Ordnung. Bedingungen beim Kauf waren für mich, dass der Fotoapparat ein paar (mehr) Funktionen hat, zuverlässig in Sachen Funktionalität und Bildqualität ist und noch schick aussieht. Diese drei Sachen erfüllt er und ich bin mit dem „Prima Super 120“ auch wirklich zufrieden. Zudem ist er gegenüber anderen Modellen ziemlich klein und so lässt er sich bequem in der Hosentasche transportieren.
Ein Kritikpunkt wäre vielleicht noch, dass in dem Karton keine Fototasche beigelegt war, aber nach meinen Informationen ist das in der Regel eh kaum noch der Fall.
8. Geeignet für...!?
Der Apparat „Prima Super 120“ ist vor allem für Leute geeignet, die häufig(er) fotografieren, Spaß daran haben und keine Lust haben im Urlaub mit einer großen Fototasche herum zu rennen. Es bringt einfach nichts, wenn man sich einen teuren Apparat anschafft und diesen dann kaum nutzt, daher sollte man das Gerät auch häufiger zum Einsatz kommen lassen. Ein gewisser Funkfaktor sollte natürlich auch vorhanden sein, denn sonst braucht man gar nicht erst daran zu denken ein Foto zu machen. Abraten kann von dem Modell kann ich nur Leuten, die sehr häufig Sportmotive (mit viel Bewegung) machen, denn dort „verwackeln“ die Fotos häufiger mal.
9. technische Daten
- Typ: vollautomatische Kleinbildkamera (35 mm) mit Zentralverschluss, automatischer Scharfeinstellung und eingebautem Zoomobjektiv
- Bildformat: 24 x 36 mm
- Objektiv: Canon 38-120mm f/4,5-10,9 7Linsen in 6 Gruppen inklusive einer asphärischen Linse
- Einstellentfernung: bei normale Aufname ab 0,6 m bis unendlich
- Verschluss: elektromagnetisch gesteuert mit kombinierten Programmen
- Sucher: Echtbild- Zoom- Sucher
- Dioptrieneinstellung: -3 bis 0dpt
- Filmeinfädelung: automatisch
- Filmtransport: vollautomatisch, Rückspulung vor dem Filmende möglich
- Belichtungskorrektur: automatisch, sowie manuell in +/- 1,5 Blendenstufen
- Stromversorgung: zwei CR2 3 Volt Lithiumbatterien
- Batterielebensdauer: ca. 24 Rollen Film für 24 Aufnahmen
- Gewicht: 255 g (ohne Kamerabatterien)
10. Fazit
Die „Prima Super 120“ Kamera von „Canon“ wird ihrem Namen wirklich gerecht. Sowohl das Design der Kamera als auch die Bildqualität sind nahe zu perfekt. Die verschiedenen Modi und Knöpfe sind auch übersichtlich und fast kinderleicht zu bedienen. (Kleine) Kritikpunkte wären nur das auftretende Verwackeln von Aufnahmen mit viel Bewegung sowie das Fehlen einer Fototasche. Das Preis- Leistungsverhältnis (ca. 180 €) schätze ich als gut ein.
Ich hoffe ich konnte euch die Entscheidung eines eventuellen Kaufs ein bisschen erleichtern!;) Insgesamt vergebe ich ein „Empfehlenswert“ und gute 4 Sterne.
Greetz keule
PS: Danke für’s Lesen, Bewerten und eure Kommentare!:) weiterlesen schließen
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