Pro:
-
Kontra:
garantiert ist nur die Zerstörung des Hautgewebes, welches die Warze umgibt!
Empfehlung:
Nein
Vorgeschichte:
Warzen - es gibt da ja wohl Solche und Solche - sind, je nach Ort der Ansiedlung neben optischer Hässlichkeit auch schmerzhaft. Sie werden durch Viren hervorgerufen und sind je nach Typus mehr oder minder resistent gegen eine Behandlung.
Zur Beseitigung von Warzen gibt es verschiedene Möglichkeiten, grundsätzlich lassen sie sich „aufweichen“, oder „ausbrennen“ (Laser oder Flüssigstickstoff) oder „herausschneiden“.
Bis auf die Laser-Therapie oder eine operative Entfernung sind heute alle Verfahren in Selbstmedikation möglich.
Warzen waren nie mein Problem, bis irgendwann ein Exemplar unter meinem rechten Fußballen prangte. Ist eine der ungünstigeren Stellen, wo man sie schlecht ignorieren kann, da man ständig darauf tritt und durch Druckschmerz daran erinnert wird – die Intensität dieses Gefühls kann Einen durchaus schon einmal zum Humpeln verleiten.
Außer, die Warze unter der Fußsohle entspannt ganzheitlich zu betrachten und mit beschwichtigenden Worten zum Verschwinden zu überreden, hatte ich über einen Zeitraum von länger als einem Jahr nichts unversucht gelassen, um sie dauerhaft zu entfernen. Die Anwendung von Pflastern und Tinkturen diverser Hersteller blieb wirkungslos – manchmal schien die Warze verschwunden, aber nach ein paar Wochen waren Verhärtung und tendenziell steigernder Druckschmerz an der gleichen Stelle wieder da. Fazit: Der böse Warzen-Virus war scheint´s nie wirklich deaktiviert.
Über einen solch langen Zeitraum geplagt, hätte ich natürlich längst einmal einen Hautarzt aufsuchen können, aber was Arztbesuche betrifft, bin ich vom Naturell her eher schwerfällig und unentschlossen und wollte zuvor noch einen „Selbstversuch“ machen - so beschaffte ich mir das apothekenpflichtige, rezeptfrei erhältliche Chefaro Wartner , das gerade wirkungsvoll in der Auslage des Schaufensters platziert war.
Chefaro Wartner - 15 Euro "für die Tonne" - Erfahrungen mit dem Produkt:
Ich verzichte hier auf eine detaillierte Beschreibung der Anwendung, da ich sie nicht zur Nachahmung empfehle – der Beipackzettel ist auf jeden Fall verständlich ;-))) und es gibt bereits einen guten Testbericht bei YOPI zu den Einzelheiten der Anwendung. Lange Rede, kurzer Sinn: Die einmalige Anwendung war ziemlich schmerzhaft. Die Warze ist danach nicht, wie im Beipackzettel avisiert, von selbst abgefallen nach ein paar Tagen. Da der gemäß der Gebrauchsanweisung dosierte „Flüssigstickstoff-Kick“ ziemlichen Flurschaden unter meiner Fußsohle angerichtet hatte, konnte ich als Laie nicht orten, ob die Warze nun erfolgreich behandelt war oder nicht und habe so doch einen Dermatologen aufsuchen müssen. Der machte sich dann mittels Kürette (ein Instrument, wie es Kosmetikerinnen auch zur Beseitigung von Hautunreinheiten verwenden) ans Ausgraben, gab mir eine hautberuhigende Salbe mit und verteufelte Chefaro Wartner für den freien Verkauf genauso wie ich. Die Warze – das Problem bin ich seit länger als zwei Monaten los – warten wir es einmal ab ;-))).
Empfehlung: Nie wieder dieses Produkt in Selbstanwendung! Und nie wieder über ein Jahr selbst herumdoktoren!. Sollte ich noch einmal an irgendeiner Stelle von einer Warze befallen werden, so würde ich mich gleich zum Arzt begeben mit dem Problem: Jegliche Art der Selbstmedikation ist langwierig, zieht auch gesundes Gewebe in Mitleidenschaft, ist meist schmerzhaft und der Behandlungserfolg ist äusserst unsicher und kann vom Patienten selbst schlecht überprüft werden (der Arzt verwendet eine spezielle Lupe zur Berurteilung des Hautgewebes und führt ggf. auch Blutuntersuchungen durch). weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben