Pro:
riesig, relativ sparsam, zwei Schiebetüren, sehr flexibel, gutes Fahrgefühl, relativ schnell
Kontra:
sehr schwache Bremsen, leider im getesteten Modell nicht als Automatik erhältlich
Empfehlung:
Ja
kurze Vorbemerkung: Der schrittweise Umzug von anderen Plattformen hier hin erfolgt AUCH über das Mitnehmen von Berichten. Ich grüße alle Weggefährten, die mit Sicherheit über den einen oder anderen Bericht stolpern, und versichere Euch: Es wird keine inhaltlichen Gegensätze zu den Euch bekannten Berichten geben, ich bin nicht schizophren und werde künftig auch hier posten. insofern verletze ich auch nicht die Regel der anderen Quelle, denn alle Berichte stammen ausschließlich aus meiner Feder. equimaxx.
---und das dritte Update, mit Bildern, weil das Kategoriebild den neueren Typ zeigt:
Inzwischen sind neue Bremsscheiben vorn und neue Beläge in den Trommelbremsen hinten drin. Erste Rostflecken machen sich in den Vordertüren, an den Führungsclips der Scheiben, dort wo diese an die Karosserie stoßen, bemerkbar. Der Diesel qualmt ein bisschen unter Vollast, was bei der Laufleistung aber ok ist, Ölverbrauch nach wie vor ca. 0,5 l / 100 km.
noch ein update: habe den GV jetzt ca. 70.000 km gefahren und er hat sich ein wenig als Bremsenfresser bemerkbar gemacht, d. h. alle 15.000 km spätestens sind neue Beläge fällig.
Ansonsten noch nach wie vor sehr zufrieden, aber bei den Reifenkosten setze ich mich glatt hin: Durch das hohe Gewicht des Autos braucht man stabile Reifen.
215/16 R 96 (muss ich noch mal nachgucken, aber das dürfte die Größenbezeichnung sein:
STÜCKPREIS Fulda ca. 100,00 Euro !!!
Reparaturen in der Zwischenzeit:
Neues Zündschloß (300 Euro)
Neuer Kontakt für Airbag (250 Euro)
Neue Stabilisatoren, Umlenkgestänge etc. (1000 Euro)
alles in allem bei der Laufleistung denke ich vertretbar. Gesamtlaufleistung jetzt ca. 220.000 km, Tüv ist auch frisch.
(Ende der Updates)
Kauf und Vorab - Fazit
Motorisierung
Kraftübersetzung
Fahrleistung
Sicherheit
Komfort
Funktionalität
Kosten
Werkstattservice
Design
Wermutstropfen
Fazit
Kauf und Vorab - Fazit:
Ich habe den Grand Voyager jetzt seit einem guten halben Jahr, (seit 10/02) habe ihn 3jährig mit 150.000 km für runde 10.500 Euro gekauft. (BJ. 2000)
Für dieses Geld habe ich noch nie so viel Gebrauchswert bekommen. Ich brauche ein Fahrzeug, mit dem ich mich bei Kunden mal sehen lassen kann, wo ich aber auf der anderen Seite auch mal 10 - 15 Sättel 'reinpacke, oder (bisheriger Rekord) bis zu 1.350 kg Pferdefutter (nicht weitererzählen).
Motorisierung:
Der 2,5 TD liefert 115 PS, was bei voller Beladung etwas schwach scheint, jedoch bei üblichem Gebrauch (2 Personen + Gepäck + Hund) vollkommen ausreicht).
Der Motor läuft für einen Diesel recht leise, nur bei Vollast fällt er durch rauhes Brummen auf. Auch bei 180 km/h kann man sich noch normal unterhalten.
Der Verbrauch liegt bei ca. 10 l Diesel, nicht zu viel und entsprechend der Fahrleistung. (und er bekommt ständig gut zu tun) bin ich mehr als zufrieden. In Kombination mit einem Tankvolumen von 76 l ergibt das einen Aktionsradius von ca. 350 km.
Kraftübersetzung:
Das 5-Gang getriebe läßt sich sehr schaltfaul fahren, da der Motor auch im unteren Drehzahlbereich genug Kraft entfaltet. Automatik wäre optimal, gibt's aber leider nur im Benziner.
Fahrleistung:
Beschleunigung ist absolut ausreichend, Spitze liegt bei ca. 190 km/h, der Tempomat riegelt allerdings bei 183 km/h ab. Was fehlt, ist eine Drehzahlbegrenzung, denn bei Bergabfahrt kommt man gern mal in den roten Drehzahlbereich (ab 195 km/h). 170 km/h haben sich als sehr angenehme Reisegeschwindigkeit herausgestellt, da ist die Geräuschentwicklung noch wirklich o.k.
Die "empfundene Geschwindigkeit" liegt deutlich darunter, was sich v. a. auf der Landstraße bemerkbar macht. Bei "empfundenen" 100 km/h hat man gern schon mal 140 km/h auf dem Tacho.
Auch bei starker Beladung ändert sich übrigens kaum etwas am Durchzug, lediglich das Kurvenverhalten wird ein ganz klein wenig schwammig, und die Bremsen (vorne Scheibe, hinten Trommel) sind entschieden zu schwach für dieses Auto (gerade bei hoher Geschwindigkeit und starker Zuladung ein Gefahrenpotential).
Sicherheit:
Airbags, Kopfstützen auch auf allen hinteren Plätzen, ABS, und Stoßstangen, die typisch amerikanisch diese Bezeichnung auch noch verdienen und einen leichten Rempler gut wegstecken können, machen neben der guten Übersicht durch die Sitzhöhe das Auto zu einem sicheren Arbeitsplatz.
Komfort:
Klimaanlage ist vorhanden und spricht erfreulich schnell an, typisch amerikanische Details sind vorhanden (Armlehnen an den Sitzen, Gurthöhenverstellung, Tassenhalter, elektrische Ausstellfenster und Fensterheber, Beleuchtungsverzögerung, ZV mit FB, Lenkradhöhenverstellung, Schublade unter dem Beifahrersitz) und machen das Reisen sehr angenehm. Der Einstieg durch die Schiebetüren ist sehr bequem, und das Auto ist innen hoch genug, um darin gebückt zu stehen und zu räumen. Der Ein- und Ausbau der Sitze ist ein Kinderspiel, geht sehr schnell und lediglich das hohe Gewicht der Sitze erfordert eine 2. Person beim Ein- und Ausbau.
Die Geräuschentwicklung ist gering, lediglich ab 160 km/h und bei Vollast wird der Motor etwas lauter, aber ein normales Gespräch ist auch noch bei Höchstgeschwindigkeit möglich. Die Qualität des Radios ist hervorragend.
ich sitze trotz 1,86 cm Körpergrösse optimal drin, Klima und Armlehne lassen auch lange Fahrten ermüdungsfrei und angenehm werden. Die Polsterung der Sitze ist sehr schön straff, die Einstellgrenzen sind sowohl für kleinere als auch für größere Fahrer ausreichend.
Beim Einparken freut man sich über die Schiebetüren, die ein bequemes Be- und Entladen auch in engen Lücken erlauben. Der Ein- und Ausstieg an den vorderen Türen ist bequem, vor allem durch die hohen Sitze und die relativ großen Türen.
Die große Heckklappe schützt auch bei Regen recht ordentlich, aber Vorsicht beim Schließen: In der Ausbuchtung für das Nummernschild sammelt sich der Regen, und führt bei unvorsichtigem Schließen gern zu einer unfreiwilligen Dusche.
Zum Thema Parken: Die Rundumsicht ist sehr gut, die großen beheizten Rückspiegel geben einen präzisen Eindruck, lediglich vorn benötigt man ein wenig Übung, um das Ende des Autos richtig abzuschätzen.
Funktionalität:
Zwei Schiebetüren sind gerade bei unserem Gebrauch als Liefer- und Sattelanprobefahrzeug einfach ein Muß, und meist sind die beiden Sitze der 2. Reihe ausgebaut, hinten bleibt die Bank drin. Da ist immer noch Platz für einen mittelgroßen Hund ganz hinten, und wer schon mal auf der Rückbank mitfährt, hat Omnibus - Feeling.
Kosten:
Die Reparaturen beschränkten sich bisher auf Verschleissteile, und lagen bei insgesamt 1000 Euro für 70.000 km. Versicherung kostet incl. Vollkasko bei 35 % ca. 1.000 Euro, Steuer habe ich gerade nicht greifbar, dürfte so um 350 Euro liegen. Auflastung als Kombi-kfz mit 172 Euro Steuer ist möglich und kostet bei Chrysler ca. 500 Euro.
Werkstattservice (überarbeitet):
Inzwischen hat sich erster Ärger mit der Werkstatt eingestellt, wenn es darum ging, ob die Werkstatt bestimmte Schäden hätte erkennen müssen oder nicht. Ausführlicher habe ich die Werkstatt anlässlich des Kaufs und der Abwicklung von Garantieleistungen bei unserem anderen Auto, dem Jeep, (siehe Testbericht) kennengelernt. Da ich beide Erfahrungen hier gemacht habe, schränke ich die bisher sehr positiven Anmerkungen zu dieser Werkstatt ein.
Design:
ist, wie auch sonst, Geschmackssache. Reaktionen reichen von "sieht voll aggressiv aus" bis "was für ein Schiff". Man fällt auf jeden Fall allein durch die Größe (5,10 Gesamtlänge) auf. (Versucht bloß nicht, mit diesem Schiff auf die Fähre zur Insel Wyk zu kommen, da ist der Herzanfall garantiert. Über 4,90 m Länge zahlt man da LKW - Tarif.
Wermutstropfen:
Teurer Schwachpunkt sind die Bremsen, die leider relativ schnell der Erneuerung bedürfen, und die, sobald mehr als 3 Personen zusteigen, unterdimensioniert wirken. Zusammen mit der als viel niedriger empfundenen Geschwindigkeit ist das eine sehr, sehr gefährliche Kombination.
Fazit:
Alles in allem: Ein universelles, schickes, sicheres Fahrzeug, für Leute, die gern wirtschaftliche Autos fahren, aber auf einen gewissen Luxus wie z. B. Tempomat und Klima nicht verzichten wollen, und die es zu schätzen wissen, sehr hoch zu sitzen.
Schade: Optimal wäre das Auto, wenn es ihn als Diesel - Automatik gäbe und die Anhängelast (1.600 kg) etwas höher wäre....
das neue Modell gibt es jetzt wohl als Diesel Automatik mit 4 Scheibenbremsen. Das sieht für meinen Geschmack zwar nicht mehr ganz so chic aus, dürfte aber bei der Wahl des nächsten Vans ganz vorne mitspielen.
Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig weiterhelfen. Lieben Gruß, equimaxx, hier Juni 2004
kurze Anmerkung: Der schrittweise Umzug von anderen Plattformen hier hin erfolgt AUCH über das Mitnehmen von Berichten. Ich grüße alle Weggefährten, die mit Sicherheit über den einen oder anderen Bericht stolpern, und versichere Euch: Es wird keine inhaltlichen Gegensätze zu den Euch bekannten Berichten geben, ich bin nicht schizophren und werde künftig auch hier posten. insofern verletze ich auch nicht die Regel der anderen Quelle, denn alle Berichte stammen ausschließlich aus meiner Feder. weiterlesen schließen
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