Pro:
Tolle Songs und das Gleichgewicht zwischen Balladen und schnelleren Songs stimmt. Vor allem das letzte Lied mit 16 Minuten Länge ist sehr empfehlenswert.
Kontra:
1-2 Lieder fallen etwas ab
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser,
heute will ich mich mal an etwas Neues heranwagen und schreibe mal über meine Lieblingsband „Jimmy eat world“ und deren CD „Clarity“. Eigentlich wollte ich über einen Sportverein aus meiner Region schreiben, doch das wird nun mein Jubiläumsbericht im April werden.
Aber eine Bitte hab ich noch: Bitte lest den Bericht durch und bewertet nicht nach weniger als 2 Minuten.
Preis
€€€€€
Kann ich leider nicht mehr genau sagen, da der Kauf schon länger zurück liegt und ich weder Kassenbon noch Aufkleber auf der CD noch habe, aber ich nehme an, dass es damals so 18 € waren. Heutzutage sind es sicherlich nur noch zwischen 7 und 10 € in den großen Märkten.
Cover
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Ich finde das Cover zwar etwas verwirrend, aber auch sehr schön. Aber ich muss gleich mal vorab sagen, dass weder eine Extra-DVD noch Songtexte der CD beiliegen.
Das Cover besteht aus dem Schriftzug „JIMMY EAT WORLD. CLARITY“ und 4 Bilder, die gleich groß sind. Wenn man das Deckblatt aufklappt, kommen insgesamt 16 Bilder zum Vorschein, die so unterschiedliche Dinge wie klares Wasser, einen Zug, Metall, Fliesen oder Landschaften zeigen. Wie man das mit dem Titel „Clarity“ (Klarheit) in Verbindung bringen kann ist mir ein bisschen schleierhaft, aber manche Dinge haben eben klare Linien und Formen und manche Gegenstände wie die Sonne über dem Ozean sorgen für Klarheit. Außerdem findet man auf der Innenseite des Covers Informationen, wer an welchem Song mitgearbeitet hat und ein paar Zeilen eines jeden Songs.
Auf der Rückseite der CD ist der Schriftzug spiegelverkehrt geschrieben und man sieht wieder die 4 Bilder der Vorderseite sowie die Trackliste.
Übrigens steht auf der CD „Can you still feel the butterflies“ und die Länge des Hörgenusses (64:06 Minuten). Die Zeile ist vom Song „For me this is heaven“ und handelt, wie könnte es anders sein, vom verlieben. Wenn man die CD wegnimmt kann man noch ein Foto der Band sehen. Sie sind zwar keine „Beauty-Rocker“ wie Mando Diao, aber dafür erfreuen sie mich seit Jahren mit guter Musik.
Band
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Jimmy eat world besteht aus den Mitgliedern Jim Adkins (Gesang und Gitarre), Tom Linton (Gitarre und Gesang), Rick Burch (Bass) und Zach Lind am Schlagzeug.
1999 wurden sie durch das Album „Clarity“ und die Single „Lucky Denver Mint“ in Deutschland bekannt.
Es folgten die Platten „Bleed American (2001, nach den Anschlägen in New York wurde dieser Titel gelöscht)“ und Futures (2004) mit denen sich Jimmy eat world weiterntwickelten.
Leider sind die Alternative-Rocker in Deutschland nicht der breiten Masse bekannt (Ähnlich wie Lifehouse), aber in den USA gehören sie zu den Stars der neuen Rockszene. Auf die älteren Alben oder die Bandgeschichte möchte ich hier nicht eingehen, denn durch frühere Coverversionen und das Üben in Garagen und Kellern unterscheiden sie sich nicht von anderen Bands. Vergleiche mit anderen Bands sind auch schwierig, da der Stil aus Balladen und rockigen Songs so von keiner anderen Band zu hören ist.
Homepage
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Die offizielle Homepage heißt http://www.jimmyeatworld.net. Englischkenntnisse werden vorausgesetzt, aber die Seite haut mich nicht vom Hocker, denn die Aktualität ist sehr gering. So vergehen mal 3 Monate bis zur nächsten Meldung, aber die Schriften, der Hintergrund und die Animationen sind gut gelungen und machen diese braun-grüne Seite etwas erträglicher.
Neben den Tourdaten und den Neuigkeiten ist das Blog der Band sicherlich für Fans sehr interessant, allerdings vergeht auch dort einige Zeit bis mal was neues zu verkünden ist.
Also bleiben noch Video und Audio-Material, Fotos und die Geschichte der Band, die die Hörer auf die Seite locken können. Jedoch kann ich auch hier sagen, dass es derzeit nicht viel zu sehen gibt. Allerdings muss ich sagen, dass es verständlicherweise nicht viel zu sehen gibt, da die Band seit einiger Zeit kein neues Album mehr herausgebracht hat.
Der Downloadbereich ist auch nicht unbedingt einen Besuch wert mit ein paar Bannern und Hintergrundbildern.
Wer will kann natürlich auch auf die deutsche Seite http://www.jimmyeatworld.de gehen und dort etwas stöbern, allerdings sieht die Seite auch nicht besser aus.
Aber jetzt konzentrieren wir uns auf etwas, was die Jungs eindeutig besser können: Die Musik!
Songs
++++++
Ich bin kein Musiker, deshalb beschreibe ich nur, was ich höre ohne irgendwelche Fachbegriffe in den Ring zu werfen.
1. Table for glasses (4:20)
Anfangs ein sehr ruhiges Lied mit sehr leisem und spärlichen Einsatz der Instrumente, aber beim Refrain wird der Gesang dann doch etwas lauter und mehrstimmig. Jedoch entsteht kein Radau, sondern eine schöne Melodie, die zum Ende wieder leiser wird und mit dem Glockenspiel, das im Hintergrund zu hören ist, abschließt. Ein schönes Intro.
2. Lucky denver mint (3:49)
Hier ist die oben angesprochene Single, die Jimmy eat world zum Durchbruch verhalf. Sehr viel schneller als das Intro und eindeutig dem Alternative-Rock zuzurechnen mit Gitarre und Schlagzeug, das am Ende einen tollen Takt hat.
3. Your new aesthetic (2:40)
Ohne Pause vom vorherigen Lied beginnt „Your new aesthetic“ und ist einer meiner Favoriten des Albums mit enormen Tempo mit einem tollen Refrain.
4. Believe in what you want (3:08)
Der Beginn erinnert mich irgendwie an die Beatsteaks, aber das Lied selbst ist typisch Jimmy eat world - ein toller Refrain (Dancing in plastic, shake-up snow. Do you believe in waht you want?), eine geniale Brücke und einprägsame Melodien sorgen für eine schöne Atmosphäre. Man sollte das Lied allerdings öfter hören um die Schönheit vollständig zu verstehen.
5. A sunday (4:31)
Das Lied war bereits bei meinem Bericht über meine 10 Lieblingslieder nur knapp gescheitert und ist auch auf dem Album einer meiner Favoriten. Wieder startet das Lied mit einem Glockenspiel, das beim Refrain mit Geigen kombiniert wird. Auch eine Ballade, aber das faszinierende beim Lesen der Texte ist, dass die Band Liebe, Hass oder Freunde nicht bildlich ausdrückt, sondern man muss es erst entschlüsseln.
6. Crush (3:11)
Hier wird das Tempo wieder angezogen, lediglich bei der Brücke kann man 5 Sekunden verschnaufen, bevor der Gesang von Jim Adkins mit voller Intensität zurückkommt.
7. 12.23.95 (3:42)
Auch wieder eine ruhigere Ballade, allerdings für mich das schwächste Lied auf dem Album. Hier geht es um den Schmerz, wenn man verlassen wird, sei es durch den Tod oder eben in der Liebe. Wer sich das Datum ansieht, weiß, dass es vor Weihnachten, in der besinnlichen Zeit, noch schlimmer ist.
8. Ten (3:48)
In diesem Lied geht es um die Schnelllebigkeit der Welt und das Drogen für manchen der einzige, falsche, Ausweg sind. Die Melodie ist wieder sehr ruhig und das Piano haucht das Lied zusätzlich melancholisch an. Allerdings frage ich mich immer noch, warum das Lied nicht als Nummer 10 auf dem Album erscheint. Trotzdem sehr einprägsam.
9. Just watch the fireworks (7:02)
Anfangs sehr melancholisch, handelt auch wieder von der unglücklichen Liebe. Wie (fast) immer haben Jimmy eat world hier einen guten Rhythmus und das Schlagzeug kommt nicht zu kurz. Mittendrin gibt es eine lange Brücke mit Geige und Cello, aber schlagartig wird es nach einem Gesangsteil (I promised I´d see it again. I promised I´d see this with you now.) wieder schneller und die Gesamtlänge von mehr als 7 Minuten hält einige Überraschungen parat.
10. For me this is heaven (4:04)
Hier kommt die anfangs erwähnte Zeile “Can you still feel the butterflies” vor und es ist ein wunderschönes Liebeslied, wenn die Liebe sich hier erfüllen würde. Eine Fortsetzung des Liedes befindet sich auf der CD „Futures“ mit der Zeile „You´ll sit alone forever, if you wait for the right time. What are you hoping for?” (Das Lied heißt „23“). Auch wieder eine langsamer Beginn und es bleibt etwas melancholisch, was das Piano untermalt. Das richtige Lied, wenn man nach der Disco auf der Heimfahrt ist und eine Frau in romantische Stimmung versetzen will.
11. Blister (3:29)
Das Lied beginnt gleich mit einem fetzigen Gitarren-Riff und behält auch das hohe Tempo bei. Eines meiner Lieblingslieder und man kann bei einem Konzert sicherlich mal ordentlich headbangen. Übrigens darf hier Tim Linton mal singen oder besser gesagt, shouten.
12. Clarity (4:02)
Der Song, der zum Albumtitel passt, beginnt auch mit Tempo und handelt wieder vom Herzschmerz einer Beziehung. Hier findet man meiner Meinung nach auch die schönste Brücke und Sänger Jim Adkins sanfte Stimme kommt diesmal gut zum tragen.
13. Goodbye sky harbor (16:11)
Zu Beginn wirkt der Song sehr mechanisch, aber bereits nach der ersten Strophe kommt ein sehr ruhiger Teil, der jedoch von der Gitarre unterbrochen wird. Wie immer hat der Song kein Happy end, aber so was darf man von Jimmy eat world nicht erwarten. Dafür ist die Musik einfach fantastisch und nach drei Minuten verstummt die Stimme von Jim Adkins mit den Worten „You are smaller, getting smaller. But i still see you“. Wie man dem Titel entnehmen kann geht es mal wieder um einen Abschied und die Sehnsucht. Die restlichen 13 Minuten bekommt man ein tolles Instrumentalstück, das sich zwar anfangs nur unwesentlich verändert, aber dafür unter die Haut geht, zu hören. Am Ende wird es noch mal etwas fetziger und zum Schluss lässt es das Album fast im Chill-out-Stil ausklingen.
Statement
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Clarity war mein erstes Album von Jimmy eat world und zählt für mich auch nach fast 5 Jahren in meinem Besitz noch zu den Highlights meiner insgesamt 89 Alben. Zwar kann man bei den neueren Alben gewisse Fortschritte erkennen, aber schon auf dieser CD lebte die Gruppe ihre Kreativität aus. Oder kennt jemand eine Gruppe, die ein Lied, das 16 Minuten dauert und nicht mal langweilig ist, auf seinem Album hat? Manchmal erinnern sie mich vom Sound an Queens of the stone age, allerdings ohne Drogen. Einfach diese kreativen Elemente sind sehr beeindruckend.
Auf der Scheibe findet man sowohl schöne Balladen (Tipp: For me this is heaven) als auch schnellere Stücke (Tipp: Clarity). Leider konnte ich nicht viel über die Band sagen, aber es ist auch schwer darüber etwas zu finden und ich bin auch niemand, der ganze Internet-Seiten abschreibt. Auf jeden Fall ist dieses Album 1000x besser als die ganzen Rapper und Castingbands, die auf den Musiksendern und im Radio zu hören sind. Wer mal die Chance hat einen Videoclip zu sehen, sollte die Chance beim Schopf packen, denn gerade die Clips vom „Bleed American“ Album sind sehr sehenswert umgesetzt.
Das Album bekommt, wie jedes andere Album von Jimmy eat world auch, 5 Sterne, weil es einfach zeitlos ist. Selbst meinen Eltern, die mit den Stones aufgewachsen sind, gefällt es und ihr könnt ja auch mal reinhören, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Aber bitte legal ;-)
LG
JHetfield
Der Bericht erscheint auch bei www.ciao.de. weiterlesen schließen
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