Pro:
tolle Spielideen
Kontra:
aber eine etwas schwache umsetzung
Empfehlung:
Ja
Was tut man nicht alles für sein Land und Landesherrn? In "Verschollen in Al´Anfa" lassen sich unsere Helden als Sklaven verkaufen um einen Sklavenhändlerring zu sprengen. Naja, natürlich kann es ab und zu kleine Pannen geben. Doch wieso immer bei den Helden??
>>Ist es ein Buch? Nein! Ist es ein Brettspiel? Nein! Was ist es denn? Ein Paper & Pen Rollenspiel. Wenn ihr absolut keinen blassen Schimmer habt, ist es auch nicht so schlimm. Schaut doch einfach mal unter der Kategorie "Was sind eigentlich Rollenspiele" und lest Euch schlau.<<
Die Geschichte
---------------
Willkommen in Al´Anfa. Der schwarzen Perle des Südens. Ok, werden wir etwas vertrauter. Die Pestbeule des Südens trifft es wohl eher! Denn nirgendswo anders in ganz Aventurien steht der Sklavenhandel so hoch im Kurs wie hier. Und genau aus diesem Grund sind die Helden nun auf dem Marktplatz, angekettet und in Lumpen gehüllt und stehen zum Verkauf an.
Keine Angst, unsere Helden haben sich weder etwas zu Schulden kommen lassen, noch sind sie Opfer von Sklavenjäger geworden. Sie stehen dort im ehrbaren Dienst des Fürsten Cuanu ui Bennain von Albernia und sollen in die Sklavenhändler-Organisation des Zwergen
Pokallos geschleust werden um den skrupellosen Sklavenhändler und seine Vasallen, die sogar in höheren Rängen im Bornland, Mittelreich und gar (dem damaligen) Lieblichen Feld zu finden sind.
Natürlich konnten unsere tapferen Recken diese Sklavenschinder nicht einfach machen lassen und so haben sie sich von Gesanten des Fürsten anheuern lassen. Große Ehre wurde ihnen versprochen, Ruhm und sogar einige Schätze. Solche Argumente sind natürlich sehr stichhaltig obwohl ja jeder Recke allein des Ruhmes willen dafür streiten würde, nicht wahr? ;o)
Doch wo sie dort so stehen ist ihnen nicht mehr so ganz wohl in ihrer Haut, den der Zwerg Pokallos hat beim bieten einen hartnäckigen Konkurrenten bekommen. Er ist mehr als doppelt so groß wie der Zwerg: Ein Schwarzoger! Auf dem Marktplatz sind sogar eine ganze Gruppe Schwarzoger verteilt.
Es kommt, wie es kommen muss! Die Helden werden von dem Schwarzoger "gekauft" und man führt sie in den Dschungel, zu ihrem Schloss. Denn die Helden wird eine schöne Aufgabe zuteil: Sie sind für die Ernte der gifigen und ätzenden Pflanze Naftan verantwortlich, die dann später zum teuren Kontaktgift Goldleim verarbeitet wird.
Durch die Arbeit, das karge Essen und den ständigen Kontakt ist der baldige Tod der Helden vorprogrammiert. Darum schmiedet man einen Plan, um den schwarzen Monstern zu entfliehen. Einen alten Mann, der alt und schwach für die Zubereitung des Goldleims verantwortlich ist, weiht man ein. Denn die Helden können diesen alten Mann nicht seinem Schicksal überlassen.
Doch bevor die Flucht beginnt, endet sie auch schon. Denn der alte Mann ist den Schwarzogern so ergeben, das er die Recken verrät. Zur Strafe wird die Gruppe in das Verlies geworfen, wo das hübsche Spiel des Ogerherrschwers und das eigentliche Abenteur beginnt.
Was gefällt mir an diesem Abenteuer und was nicht?
---------------------------------------------------
Eine wunderschöne Geschichte, die auch zum größten Teil sehr gut umgesetzt wurde. Das Abenteuer "Verschollen in Al´Anfa" ist von den Großmeistern Ulrich Kiesow und Werner Fuchs höchstselbst und ist das 5. Abenteuer, das für das Abenteuer-Ausbauspiel geeignet ist. Helden jeglicher Art der Stufe 10 bis 14 sind herzlichst eingeladen sich an ihm zu versuchen.
Alles was mit dem Sklavenmarkt und der Plantage zutun hat, kann man fast noch als Vorgeschichte sehen. Das wahre Abenteuer beginnt unter dem Palast der Schwarzoger. Doch genau da, wo das Abenteuer beginnt hört auch fast abrupt der Spielspaß auf. Man hat zwar den Versuch gestartet ein Wildnis- und Dungeonabenteuer zu paaren, aber rausgekommen ist ein Abenteuer, bei dem man Anfangs den Helden überreden muss das er weitermacht (Auf dem Sklavenmarkt), dann wo er mit Feuer und Flamme dabei ist (Die Plantage und der Fluchtversuch) kommt der Knick (Das Verlies).
Schade, dabei hat es so gut angefangen. Im Dungeon hat die Gruppe nichtmehr viel zu tun. Der Handlungsstrang ist zu linear geworden und die Aufgaben, in Form von Rätseln, sind entweder zu einfach oder wirr als das sie einer versteht.
Natürlich könnt man auch dieses Abenteuer umbauen, doch es nimmt wieder viel zeit in Anspruch. Beispielweise könnt man, anstatt der Schwarzoger, wirklich in die Organisation des Zwergen geraten. Da gibt es genügend Möglichkeiten denn seíe operiert ja schließlich Aventurienweit.
Fazit
------
Sicherlich hat man im Internet bei Onlineversteigerungen oder auch auf dem Flohmarkt Glück um dieses Abenteuer in die Finger zu bekommen. Meine Empfehlung und meinen Segen habt ihr dazu. Doch setzt Eure Erwartungen nicht allzu hoch an. Mehr als drei Sterne kann ich für "Verschollen in Al´Anfa" nicht aufbringen. Schade eigentlich.
Nun hoffe ich, Euch mal wieder ein wenig geholfen zu haben, ohne zuviel vom Abenteuer verraten zu haben. Denn Vorsicht lieber Meister: Der Spieler liest immer mit! weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben